Vernissage Aktion „Help Portrait“

„Brauchen Flüchtlinge wirklich ein Foto von sich selbst? Haben die keine anderen Probleme? Das waren wohl die am häufigsten gestellte Fragen, die wir bekommen haben“, sagt Tanja Meuthen Copertino, die Sprecherin des Projektes Help Portrait aus Bielefeld. Ihre Antwort darauf war: Vielleicht nicht, aber es tut ihnen gut und gibt ihnen eine „Auszeit“ von den Themen, die sie täglich umgeben.

Der Erfolg gibt dem großen Team Recht, denn bei der Aktion im Februar 2017, unter der Schirmherrschaft von cultur.konsum e.V., haben sie mehr als 120 Frauen, Männer und Kinder fotografiert. Die mehr als 35 Helfer und 8 Fotografen mussten dabei im Vorfeld und auch an dem Aktionstag erhebliches leisten. Trotzdem war es für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis, das immer in ihren Herzen einen Platz haben wird. (www.help-portrait-bielefeld.de)

Dabei hatte auch das Team vorher Sorgen und natürlich auch Vorurteile und alle waren unsicher, wie ihnen die Menschen begegnen würden. Werden sie uns verstehen? Werden Sie mitmachen? Wie reagieren die Frauen auf die männlichen Fotografen- legen sie ihre Kopftücher ab? Wie reagieren die jungen Männer auf die weiblichen Friseure und Visagisten- werden sie sich stylen lassen?

„An dem Aktionstag mussten wir dann über unsere Befürchtungen lachen, denn alle waren mit dem Herzen und großer Achtsamkeit dabei, auf allen Seiten“. Die Kommunikation war dank vieler Übersetzer und den Kindern der Familien, die schon super unsere Sprache konnten, überhaupt kein Problem. Die Flüchtlinge waren von ihren Bildern begeistert.

Es wurde viel gelacht, getanzt und gesungen. Einige Flüchtlinge hatten ihre Instrumente dabei und spielten Lieder aus der Heimat. Es war allgemein eine entspannte und total gelöste Stimmung in der fantastische Portraits entstanden sind, die die Flüchtlinge direkt ausgedruckt mitnehmen konnten. „Ich hätte mir so gewünscht, dass mehr Menschen aus Deutschland diesen Augenblick miterlebt hätten“, sagte Tanja. „Dann würde es deutlich weniger Fremdenfeindlichkeit geben.“

Es musste so viel organisiert werden! Die Lokation, Essen und Trinken, der Transport zum Fotostudio, eine Spielecke und vieles mehr. Aber egal an welche Tür wir geklopft haben, ALLE haben bereitwillig geholfen und sofort Geld oder Sachspenden geleistet.

Am 9. Januar 2018, fast ein Jahr danach fand dann die Vernissage im Rathaus statt und alle trafen sich wieder. Es war sofort wieder dieser Zauber da.

Die Veranstaltung war super besucht, die gute Stimmung war fast fühlbar. Es gab viele Gänsehaut Momente und unvergessliche Augenblicke vom Aktionstag vor über einen Jahr kamen wieder in Erinnerung. Vielen Dank an das fantastische Team, das gemeinsam etwas Unvergessliches geschaffen hat. Vielen Dank auch an alle Unterstützer, ohne die eine Umsetzung nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank an alle Flüchtlinge, die uns offen entgegen gekommen sind.

Bis zum 30.01.2018 kann die Ausstellung noch im Alten Rathaus, Niederwall 25, 33602 Bielefeld kostenlos besucht werden. 

Seit Jahren gibt es die Help Portrait Aktion, die in den USA mit Obdachlosen gestartet ist. Die Menschen werden für diese Aufnahmen „fein“ gemacht, um sie würdevoll zu fotografieren. Mittlerweile haben weltweit mehr als 3000 Events stattgefunden und mehr als 380.000 Portraits sind entstanden. (www.help-portrait.com; www.help-portrait.de)

 

Fotos: Help Portrait Bielefeld

 

Kunst, Kreativität und soziales Handeln

K. e. s. steht für „Künstler engagieren sich“. Der Verein Galerie K. e. s. verbindet Kunst und soziales Engagement. Aus den Mitgliedsbeiträgen und Erlösen der verschiedenen Ausstellungen wird 1x im Jahr ein besonderes Projekt finanziell unterstützt.

Vernissage K. e. s. Living in OWL

Am 21. November 2013 um 18.30 Uhr findet in der Volksbank am Bielefelder Kesselbrink eine Vernissage einiger bei der Galerie K. e. s. beteiligten Künstler statt.

Ewa Dally, Jürgen Krüger, Karin Lohkemper, Tanja Meuten-Copertino, Anne Möhrke, Gudula Orth und Ada Valisena stellen ihre Werke aus und führen durch die Ausstellung.

In diesem Jahr geht es bei der Vernissage  um ein besonders spannendes Projekt, für das die Künstler ihr gesammeltes Geld gerne zur Verfügung stellen möchten.

Es gibt – was noch nicht so bekannt ist – die Möglichkeit, Hunde zu Epilepsie- Warnhunden auszubilden. Diese zeigen frühzeitig an, wenn ein Anfall bevorsteht, so dass der Kranke noch entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.

K. e. s. Living in OWL

Eine Familie mit einem epilepsiekranken Kind wartet dringend auf einen solchen Hund und soll mit dem Geld unterstützt werden. Eine Ausbilderin für diese Hunde wird mit ihrem Hund auf der Vernissage erwartet, ebenso wie die Familie, die so einen Hund dringend braucht.

Durch die Nähe zu Bethel ist diese Thematik gerade für Bielefeld sicher sehr interessant. Mehr über Epilepsie-Warnhunde erfahren sie unter Rainbow Dog-Service.

Die Künstler der Galerie K. e. s. freuen sich auf Ihren Besuch auf der Vernissage!

Fotos: Tanja Meuthen-Copertino

Redzep Memisevic – Ausstellung in Brackwede

Die Brackweder Kulisse zeigt vom 9. Februar bis zum 8. März 2012 Werke von Redzep Memisevic, des „Malers des Lichts und der Frauen„.

Living in OWL
Einladung zur Vernissage am 09.02.2012