Ein Hafi muss tun, was ein HAFI tun muss…

Und wieder einmal habe ich das Gefühl, als wäre es gestern gewesen, wenn ich an diese Situation denke…hihi.
Nasi und ich waren nun schon einige Zeit parellitechnisch unterwegs, und er beherrschte unter anderem, „nackich“ aufm Hof zu stehen, ohne wechzulaufen, perfekt… das heißt, dass er unangebunden lieb stehen bleibt, bis eine andere Anweisung kommt… eine sehr hilfreiche und wichtige Angewohnheit, wie ich finde!

Nun denn…Es war Tag X, und wir kamen von einem wunderschönen Ausritt zurück. Wie immer parkte ich ihn vor seiner Box ein, nahm ihm Knotenhalfter und Sattel ab, sagte ihm… Wie immer(!!!).. Dass er bitte brav stehen bleibe, bis ich zurück sei…  Denn sicher is sicher… Er vergisst gerne auch schomma Dinge, aber das is eine andere Geschichte… und düste Richtung Sattelkammer. Ponys lieben feste Abläufe und Rituale… Sie brauchen das für ihr Vertrauen zum Frauchen und für ihr Sicherheitsgefühl. Nur mal am Rande erwähnt… Jedenfalls ham se dafür scheinbar auch eine sehr genau laufende innere Uhr… verdreh theatralisch die Augen… Ich hab selten ein anderes Tierchen erlebt, das sooooooooooo pingelig is, wie Sir Nasibär… grins.

Wie gesagt, verschwand ich in der Sattelkammer und räumte seine Sachen an ihren Platz. NORMALERWEISE bereite ich im Anschluss sein Abendmampf vor und flitz zu ihm zurück… naja… normalerweise… An diesem Abend traf ich meine Freundin dort und quatschte mit ihr WÄHREND ich sein Essen fertig machte. Blablabla… nehme nebenbei Essensproben, ne?… Ich will ja nich, dass was Schlechtes dabei is, ne? Wir teilen ja auch sonst fast alles so… Ja… Ich meine, HEY… seine selbstgemachten Leckerlis und Apfelstückchen sind ja numa auch köstlisch… ok ich schweife ab…
Während wir also quatschen, vergesse ich die Zeit und bekomme am Rande mit, dass es draußen unruhig wird… Ich höre Stimmen, wie:

„Halt! Stop! Nasi, du sollst doch da stehen bleiben hat dein Frauchen gesagt!“
„Kann ma jemand den Hafi aufhalten? Der haut ab!“
„Wo will der denn hin???… IN DIE SATTELKAMMER???????“
„DIDDI!!!!!!! Vorsicht!!! Dein Hafi kommt!!!!!!!“

Ich stutze und kriege große Augen… Meine Freundin so:  Oha! Ich hab dich aufgehalten, ne?“
Ich nicke nur und wir starren zur Tür… Ich mein, ich kenne ihn ja… Und wenn er was will, lässt er sich auch nich aufhalten… Er is dann wie ein Panzer… Wenn er rollt, dann rollt er… langsam und stetig, aber er rollt… Da kannste machen was de willst…
Da verdunkelte sich auch schon der Türeingang… Und Sir Nasi trat ein… Er stieg die ersten beiden Stufen hoch und starrte mich diesem typischen Hafi Blick an…
Im Kopf hörte ich ihn folgendermaßen:
„Samma Frauchen, hasse ma auffe Uhr gekuckt??? Wo bleibt mein Essen?!?!?!?! Ich steh hier und warte!“
Wenn er gekonnt hätte, hätte er dabei unterstützend auf seine nicht vorhandene Armbanduhr getippt… HAHAHA
OH mann ey… Immer diese Bilder in meinem Kopf…. Grins im Kreis

Umgehend ging ich auf ihn zu und entschuldigte mich mehrfach, dass ich ihn hab warten lassen und einfach die Zeit vergessen hab… War mir echt unangenehm…  Die anderen lachten bereits, weil sie sowas auch noch nich erlebt hatten und meinten, sowas macht auch nur ein Nasenbär…seufz…jaja…
Naja, als ich auf ihn zukam, ging er problemlos rückwärts und blieb dicht bei mir auf dem Weg zu seinem „Parkplatz“… Wahrscheinlich wollte er nur sicher gehen, dass ich auf dem WEG nich flöten gehe und er sein Essen verliert… Haflinger ey…
Ich kredenzte ihm sein Abendessen und er war glücklich …
Entfernt hatte ich wie so einen Nachhall im Kopf:
„Mampf…Krümmel…Dass mir das nich nochma vorkommt…(!!!!)…Mampf weiter…“

Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühle und habt, sogar gesprochene Ausrufezeichen hören zu können????? Is schon irgendwie gruselig, oder???? Also Nasi kann mir gerade die Satzzeichen SEHR DEUTLICH innerlich an den Kopp werfen…einfach unglaublich…😆😆😆

Bis nächste Woche…Mal schauen, was dann aktuell is…

Eure Diana Fuchs

Stalldrang

Ach jaaaaaaaaa…Da war ja NOCH ne kleine Episode mit Mr. Nasi und seinem Freund, dem Anhänger haha… Fast vergessen… Und dabei genauso erwähnenswert wie alles andere…grins…
Dann wollen wir mal…

Auch diese kleine Geschichte is noch nich soooooo lange her…hmmm…wohl ca. 3 Jahre, vielleicht? Da war er 22 Jahre jung…
Egal… definitiv war es legendär und darf auf gar keinen Fall in Nasis Tagebuch fehlen…haha…
Der 1. Mai stand an und mit diesem Tag eine Abzeichenprüfung für meine Freundin mit ihrem Pferdchen am… natürlich… Popo der Welt… tschuldigung.
Jedenfalls bedeutete es für sie, ihr Stuti aufzuladen. Jetz hatte ihr Pferdchen allerdings Angst vor dem Anhänger, aber das is eine andere Geschichte.
Wir hatten zusammen trainiert und direkt ausgemacht, dass an diesem Tag Nasibär als mentale Unterstützung mitfahren würde. Mit ihm kann frau das ja machen und auch (mittlerweile) überall hin mitnehmen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Früh Morgens, nach nur zehn Minuten, stand ihr Stütchen bereits drauf…freufreu… Nasi hab ich zackich hinterher geworfen. Stange rein, Klappe zu. Und los!
Jetz WUSSTEN wir schon, dass, wenn es das erste Mal so gut klappt, danach mit einer Erstverschlimmerung zu rechnen sei…naja…Daran wollten wir noch nich denken…
Parkplatz war ne hübsche, fette, relativ hoch gewachsene Wiese…Ich bekam bereits beim Anblick zarte Schweißausbrüche und dachte nur:
„OH GOTT! Hoffentlich verladen wir für die Rückfahrt woanders. Das hält doch Nasi psychisch im Kopp nich aus, wenn ich ihn an den Hänger binden muss und er nich futtern darf, und das auch noch nach der langen Winterpause ohne Gras. Angeweidet war er bis dato auch noch nich…wie gesagt: oh oh…“
Aber soweit war es ja noch nich… „Stalldrang“ weiterlesen

Nasis Durchmarsch

Einen hab ich noch…grins…Und der is auch noch nich soooo lange her…hmmm…2,3 Jahre oder so…Plus minus…
Jedenfalls hat diese seine Aktion meinem Frauchenherzen fast den Rest gegeben…oooooohhhhh Mann…Hafis…ehrlich!!! Sie sind einfach ohne Ihresgleichen und sowas von einzigartig…
Das war nämlich so:
Meine Freundin und ich haben Anhängertraining mit ihrem Stütchen gemacht…Nun stand also das Ponytransportgerät noch da rum und ich dachte mir so, ich könnte kurz noch Nasi rein schmeißen…jajaaaa…Unsere Kommunikations-und Erzählweise sind manchmal etwas derb, aber dafür visuell unheimlich toll vorstellbar!
Vorallem nach all unseren Dramen hört sich so ein „reinschmeißen“ doch gleich viel leichter an, oder?😉 Also.

Mit langsamen Eintritt ins Rentenalter hat sich der liebe Sir Nasi nämlich ne Zeit lang überlegt, wieder rückfällig zu werden…Ja genau…Und werdet wie die Kinder…Augen verdreh…Denn von heute auf morgen war der Anhänger plötzlich gruselig und er bekam selbst bei kurzen Fahrten erneut Schweißausbrüche… herzlichen Glückwunsch dachte ich mir nur…also hieß es mal wieder regelmäßige Trainingssessions einbauen…seufz…

Tag X…
Wir waren mit Nasis Freundin fertig und ich zerrte ihn wacka zärtlich vom Paddock,ne? Denn wir brauchen kein langes Tamtam vorher…Pony einsammeln…Klappe auf…Pony rein…Warten…raus…fertich…So war zumindest mein Plan.
Am Stall umme Ecke standen die Stall Herrschaften und unterhielten sich, während ich mich mit Nasi beschäftigte…also sie waren locker in Rufweite…Das nur mal am Rande erwähnt…
Ich steh also so an der rechten Seite außen an der Rampe und zeige Mr. Nasi den Weg hinein…Er hatte nur nen Halfter auf…Was brauchten wir denn dabei nen Strick???…tststs…völlig überbewertet so ein Teil…jaja…
Er schleicht also gemütlich die Rampe rauf und verschwindet im Inneren…dumdidum…Er schlich immer noch…Ich wurde hellhörig…Was is denn da los? Warum bewegt der sich noch????…Er müsste doch längst vor der Stange angekommen sein…



Richtich…Wäre da noch eine Stange gewesen, wäre er auch davor stehen geblieben…So war sie aber nich da…ich hatte nich mehr dran gedacht, dass wir sie für das Stütchen rausgenommen und NICH wieder reingehängt hatten und zudem auch noch das kleine Türchen offen stand… … …
Wir lassen dieses noch unvollständige Bild einen Moment wirken…

Was macht Nasi????
Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr nich wisst, ob ihr lachen, weinen oder um Hilfe schreien sollt???
Bei mir ging jedenfalls stimmlich erstmal gar nix…Nur meine Beine bewegten sich hektisch Richtung Türchen (von außen natürlich)…
Denn als ich zuvor in den Hänger blickte, warum er sich noch bewegte, sah ich wie der Herr soeben im Begriff war durch das kleine Türchen wieder auszusteigen…
SACH MA GEHT’S NOCH KOLLEGE?!?!?!?!?!?!?!?
Er guckt mich verständnislos an: Wiesooooo??? Du hast doch gesagt, ich soll da rein???
Ich absolut aufgelöst: JA, ICH HAB GESAGT, DU SOLLST DA REIN, ABER DOCH NICH DURCHE TÜR WIEDER RAUS!!!!
Während ich ihn dann endlich anbrülle, greife ich links ins Halfter und mit meiner rechten Hand in seine Brust, um ihn wieder zurück zu schieben…Denn ein Beinchen baumelte auch schon heraus…Mann oh Mann ging mir der Popo auf Grundeis…Ich hatte glaub ich den MegaSchiss des Jahrhunderts,!!! Denn ich wusste, dass er es niemals heile durch die Öffnung schaffen würde…oooohhhh oooooohhhhh…Meine Bilder im Kopf möchte ich gar nicht erzählen…
Weiter im Text…
Er so: Aber du hast doch gesagt-
Ich unterbrach ihn: ICH-HABE-GESAGT-DU-SOLLST-DA-REIN!!!! MEHR NICH!!!
Er unschuldig: Aber-
Ich: KEIN-ABER!!! DU GEHST JETZT SOFORT ZURÜCK ODER DIREKT INNE WURST…ANDERE MÖGLICHKEITEN GIBT’S NICH
Ich weiß nicht wie fest ich gedrückt und in ihm rumgepopelt hab, bis sich die zarten 500 Kilöchens ENDLICH rückwärts bewegten.
Kaum war er drin, knallte ich ihm auch schon die Tür vor der Nase zu und hetzte zurück zur Rampe.
Beleidigt vor sich hin murmelnd, er könne es mir nie recht machen, kam er rausgeschlurft…Ich hab ihn ignoriert… Er macht sonst nie mehr als er soll…NIE!!!
Aufgrund meines Nervenzustandes hab ich ihn nur noch zurück in den Paddock gebracht…Zu mehr war ich nich mehr in der Lage…puh ey…Das müsste erstmal verarbeitet werden, sag ich euch…seufz…
Wenigstens hatten wir danach keine Anhänger Probleme mehr…haha…Und ich hab jedesmal brav erst alles überprüft, ob es auch seine Richtigkeit hat, ne?

Aber ihr hättet wirklich Nasis Blick beim reinschubsen sehen sollen…Der hat die Welt nich mehr verstanden, was ich denn vom ihm wollte…tststs… Haflinger ey…Es wird immer spannend bleiben…😁😁😁

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Nasibärchens Hänger-Drama, Teil 2

Nachdem ich letzte Woche von unseren Anhänger-Startschwierigkeiten berichtet habe, möchte ich nun auf ein Erlebnis der gegenteiligen Art, einige Jahre später, zu sprechen kommen.

Nasi und ich waren da nach langer Zeit des konsequenten Trainings „Wie mache ich einem Haflinger das Anhänger fahren schmackhaft?“ eeeeeeendlich so weit, alleine und ganz ohne Anschubshilfe auf die Straßen Deutschlands losgelassen zu werden. Ein Traum von ganz vielen wurde wahr. JUHU!!!!!
Eine sehr gute Freundin lud mich denn auch zu einem Reitwochenende ein. Ich freute mich wie Bolle, lieh mir den Stallanhänger, packte Nasis und meine Reisetasche…Und auf gings…

Zu diesem Zeitpunkt dauerte die Verladezeit maximal eine Minute. Jaaaaaahaaaaaa!!!!! Man glaube es kaum, aber manchmal geschehen auch mal Wunder hihi. Folgendes stelle frau/man sich vor:
Ich verlade nach Parelli…heißt ich stehe seitlich neben der Rampe und „sage“ Sir Nasi, er möchte sich bitte hineinbewegen. Soweit so gut. Ich steh also da und sage es ihm entsprechend. Laaaangsaaaaam macht er sich denn auch auf den Weg und bequemt sich die Rampe hinauf…Und entschwindet heimlich still und leise im Inneren… Meine Freude ist grenzenlos, bis er auf einmal stoppt…
EY, sag ich:“ Der Popo muss noch nen Stücksken rein!“
Zärtlich tipp ich ihn mit meinem Zeigefinger an…Nichts… Dann klatsch ich zweimal mit der Hand auf sein Popöchen…Da verlagert er zwar sein Gewicht nach vorne, aber mehr passiert auch nich… Huf Bewegung gleich null…


In meinem Kopf höre ich wieder nur seine Stimme:
„Ich-kann-nich-weiter-nach-vorne-gehn…da-is-nämlich-kein-Platz-meeeeehr!!!“ „Nasibärchens Hänger-Drama, Teil 2“ weiterlesen

Black Beauty will nicht in den Hänger

Mr. Nasi hatte seit dem Tag, an dem er „bei mir“ einzog ein äusserst gespaltenes Verhältnis zu Pferdeanhängern. Wahrscheinlich hatte er das auch schon vorher…wie so manch andere psychisch angehauchte Marotten…seufz… aber nun… Dieses Anhängerdingen war jedenfalls etwas, das das Leben mit meinem Hafilein doch ne ganze Weile  belastete. Wobei…wenn ich immer so an seine Gesichtsausdrücke denke, war er im Vergleich zu uns (meine meist zahlreichen „Hafi-in-den-Hänger-Träger“) ziemlich tiefenentspannt…grrrrrrrrrrrr
Kleiner Exkurs: Also mit den Trägern meine ich es wirklich so, wie ich es grad geschrieben hab… der kleine Sack sah es nämlich ne ganze Weile überhaupt nich ein, seinen zarten Körper selbst in das Gefährt hineinzu bugsieren….NEIIIIIIIINNNN!!! Starke Männer, es waren 5 (!) mussten ihn Huf für Huf H.I.N.E.I.N.T.R.A.G.E.N.!!!!!
Ich mein, stellt euch das doch ma bitte vor… in Gedanken schlag ich bei den Bildern immer noch die Hände über den Kopp zusammen… ob mir das peinlich war??? Halloooo??? Peinsames Empfinden ist gar kein Ausdruck… zumal grad wieder viele neue drölwzig 1000 Situationen mein Gedächtnis überrennen… aber dazu kommen wir nach und nach…
Wie gesagt, stellt euch vor, das zarte Tierchen von 505 kg Lebendgewicht, soll umziehen…dafür muss es in sein Taxi einsteigen… das will es aber nicht und parkt demonstrativ hufgenau vor der Rampe. Diverse Futterangebote … anschubsen … Pitscheneinsatz in unterschiedlichen Stärkeausführungen, wie auch Longenarbeit versagen ihren Dienst auf ganzer Linie… und die Zeit vergeht… Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken oder überhaupt irgendeine Reaktion zeigend, lässt er alles stoisch über sich ergehen… noch nicht mal die Ohren legt er an… ooooooh oooooh, das lud nich gerade zu Freudensprüngen ein.
Letztendlich zerrten sie nacheinander mehr oder weniger zärtlich an seinen Vorderbeinen und stellten diese Stück für Stück auf die Rampe… dann ging es nach hinten… zwei Herren verschränkten ihre Arme unter Nasis Popo…hoben ihn eine Kleinigkeit an… derweil ganz fix 2 andere – hockende – Männer, sich seine Hinterbeine schnappten und sie entsprechend den Vorderbeinen hinterher auf die Rampe stellten… der 5. Mann hielt den Führstrick und versuchte immer wieder das Tierchen zu einer eigenständigen Vorwärtsbewegung zu…ja…zu bewegen halt, ne?
Selbstverständlich ohne Erfolg…is ja klar…
Während ich das hier schreib, habe ich Tränen in den Augen vor Lachen… ich mein, ich war zarte 19… unschuldig, naiv…
(wer glaubt auch einfach blind jemanden, es sei ein liebes Anfängerpferdchen, das ein neues Zuhause sucht und ich das richtige Frauchen sei… hmmm… der kleine Sack hatte mich beim Erstkontakt direkt mit angelegten Ohren begrüsst und mir auch noch in den Finger gebissen…aber er war doch soooooooo süüüüüüüüüüß!!!!!!! Jaajaa…mit mir war das machbar…sonst könnte ich jetz nich all die hübschen Geschichtchen schreiben haha!!)
… und hatte nich wirklich viel Ahnung von Pferden… geschweige den ne Idee, wie ich mit nem psychedelischen Hafitierchen umzugehen hatte…
Aber zurück zum Anhänger… ich stand ja jetzt die ganze Zeit daneben und konnte nix machen, außer hilflos zuzusehen…
Denn, wenn Sir Nasi etwas nicht wollte, wollte er es partout nich… entweder rannte er Vollgas von dannen oder er parkte (wie in diesem Fall) wie ein Fels in der Brandung… mit unendlicher Ausdauer…
Gezielte leichte oder heftige Schläge mit dem Stöckchen, interessierten ihn mal so gar nicht. Auf mich wirkte das so, als habe er auf Knopfdruck eine fette Hornhaut entwickelt, die nichts…aber auch wirklich GARNIX an ihn heran ließ.
Echt übles und verzweifelndes Bild, während du dich nebenbei fragst, wie das alles so weitergehen soll… ???
Zwar hatte ich mir schon immer ein Pferd gewünscht… aber doch nich SOWAS!!! Ich träumte von so nen coolen Black Beauty oder Fury, wo alle sagen:“Boah wooooow, Diaaaanaaaa, da haste dir aber nen Schicken gekauft. Wir sind total neidisch!!!“…
Nun ja… nach ner Zeit haben wirklich auch alle was gesagt, wenn ich mit (oder ohne) Nasi ankam… nur leider nich das, was ich mir vorgestellt hab… es hörte sich eher so an:
„Oh nein, da is wieder Diana mit ihrem Killerhafi!“ oder „Oh Gott, da is er wieder, aber wo is Diana?“
Ein Traum sag ich euch, aber auch zu diesem Satz schreibe ich später ein paar Storys… ich komm nämlich vom Thema ab… sorry…
Ich fasse mich jetz kurz, da die tragischsten Momente vorüber sind und der restliche Teil in wenigen Sätzen erzählt ist.
Also, die oben beschriebene Methode wurde von den Männern bis zur Perfektion weiter verfeinert. Nach gefühlten Stunden stand dann mein Tierchen endgültig im Hänger und mampfte zufrieden seinen Futtereimer leer. Damit er es sich nicht kurzfristig wieder anders überlegte, schlossen megaganz fix die Männer Stange und Klappe.
Sie haben ihr Ziel erreicht!!!!!!
Auf der Fahrt brüllte und kloppte er um sich… er schien mit der Gesamtsituation völlig unzufrieden…seufz…
Gott sei dank legte sich dieses Hängerproblem Jahre später…hmpf…genau…ein paar Jahre später gings…aber bis dahin…folgen noch diverse unterhaltungsvolle Geschichtchen aus dem Leben mit meinem Haflinger… 😉

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Ponyreiten mal anders

Ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen…stöhn…
Es war noch ziemlich am Anfang unserer sehr jungen Beziehung…ok…Sagen wir 2 Jahre……
Von Stabilität waren wir noch weit entfernt…Eher brachten wir uns immer wieder durch unsere plötzlich auftretenden und völlig unkontrollierbaren Emotionsausbrüche an den Rand des Wahnsinns. So auch an diesem Tag…Riesenseufz…

Es war Karneval. Vom Stall aus war ein Kostümritt geplant, mit dem Ziel, zur nahegelegenen Talsperre zu reiten… auf ein kleines Bierchen… oder 2… aber auf jeden Fall Pommes… egal… Ich schweife ab.

Im jugendlichen Wahn hatte ich mich als Sträfling verkleidet, mit pinker Kurzhaarperücke und ordentlich schwarzen Balken umme Augen bemalt. Nasi bekam ne fette schwarze 0190 auf sein Popöchen gepinselt. Wir waren ja immerhin cool… Ich konnte doch nich ahnen, dass dieser Zustand nich den ganzen Tag anhalten sollte…tja… „Ponyreiten mal anders“ weiterlesen

Tauchgang mit Apfel

Ein Hafi ist ein Hafi ist ein Hafi,… usw und dann gibt es auch noch Mr. Nasi. Dass Ponies so ihre Allüren haben, ist überall bekannt. Dass es im Alter Steigerungsmöglichkeiten gibt…ja…spannend zu beobachten und manchmal bleibt uns nix anderes übrig, als nur den Kopf zu schütteln. Ein Beispiel ist das Abkühlen im Sommer. Bisher hieß es oft, wenn es zu heiß ist : spritz dein Pony ab. Schön langsam und von den Hinterbeinen bzw. Hufen angefangen, langsam nach vorne durchgearbeitet. …

Nicht bei Nasibär. Sieht er den Schlauch, möchte er am liebsten abhauen. Was tun?
Ich wusste, er taucht gerne im großen Wassereimer nach Äpfeln. Also stellte ich ihm einen hin und mein Pony war erstmal (ohne Apfel) nur mit Planschen beschäftigt inkl. Tauchen. Ja genau, tauchen. Eine seiner großen Leidenschaften. Leider haben wir keinen angemessenen Bach mehr in der Nähe, wo er sich austoben kann, also gibt es große Eimer. Während der Sommerhitze dann fast täglich.

Letztens war ich wieder am Stall, mit 2,3 Äpfeln im Gepäck. Ich holte ihn aus seiner Box…machte den Eimer voll…Und warf den 1. Apfel hinein. Hach, es macht doch immer wieder Spaß, zuzusehen wieviel Freude so ein Pony beim Apfel tauchen haben kann 😄
Dann rührt er im ganzen Eimer rum und Frauchen kann quasi das tiefe einatmen vor dem Eintauchen hören hihi.

Da kommt die Stall Chefin raus. Nasis Tauchvorgang hat soeben sein Ende gefunden. Sie wünscht sich gerne, dabei einmal zuschauen zu dürfen, da sie sich nicht vorstellen kann, wie er das macht. Alles klar. KEIN Problem. Morgen nachmittag gibt es Teil 2 des Wasserpferdchens.

Am nächsten Tag komme ich wieder rum, begrüße den Herrn, sage ihr Bescheid und bereite alles vor. Ich zeige Nasi noch extra den Apfel und lasse ihn dann in den Eimer plumpsen. Nix passiert.
Ich so: Nasi???? Ich hab dir nen Apfel reingeworfen…
Er: HMPF… Und schweigt

Er schaut den Eimer an und dann mich… schaut erneut zum Wasser und wieder zu mir. Sie fragt, was los sei. Tja, sag ich… Keine Ahnung.
In Gedanken höre ich so einen vorwurfsvollen Ton von Nasi, was das denn soll? Ich versteh natürlich nich, was er mir damit sagen will.
Dann beginnt er zu saufen. Gut, denke ich, er hat Durst…is ok. … … … Aber er hört nich auf… Wir beide stehen neben ihm…Warten darauf, dass er seinen Tauchgang startet, aber nix passiert.
Sie so: Er hat ganz schön Durst
Ich grübelnd: hmmmmm…Ja irgendwie…
Sie: Das is jetz aber nich das Tauchen, oder?
Ich: Ähmmmmjiiiiaaaaaaa…neeeeeeeeee…

Der Eimer ist mittlerweile zur Hälfte leer. Wir schweigen ne Zeit und schauen Nasi beim Saufen zu, der den schwimmenden Apfel komplett ignoriert.

Sie: Sachma, säuft er etwa den ganzen Eimer aus?????
Ich: Äääääähhh… sieht so aus, oder?

In Gedanken denke ich, ich glaub, mein Schwein pfeift. Indem ist Nasi am Boden des Eimers angelangt und nimmt sich souverän den Apfel heraus. Genüßlich kauend schaut er mich von der Seite an und ich höre wieder seine Stimme in meinem Kopf…
Er: Ätschibätschi Frauchen, Sooooooo NICH!!!! … (und grinst von einem Ohr zum anderen)

Ich bin sprachlos.
Ich: Das hat er noch nie gemacht…
Sie: Hmmmmm…Tja, scheint so, als hätte er darauf kein Bock gehabt, dass ich zusehe… Mann Nase!!! Das is ja doof!
Ich: Jaaaaaaa…nachdenkend… Wir holen es nach… Am besten am Wochenende. Bis dahin mach ich das mit ihm auch nicht mehr…grübel…Dann sollte er wohl wieder tauchen gehen wollen…😁😁😁

Fazit:
Natürlich weiß ich, dass die lieben Ponies ihren eigenen Kopp haben, aber so ne Vorführung ist schon gewaltig😅😅😅

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Nobby sein Kräuterleckstein

Da soll nochmal einer sagen, Tiere hätten keine Gesichtskirmes (Mimik) bzw. sie wüssten nich, was sie tun… jajaaaa… Solche Sätze können auch nur von Nicht-Tierhaltern kommen. Denn jede/r andere/r weiß 100 prozentig wovon ich rede, wenn ich sage: Und ER/SIE/ES wusste, was ER/SIE/ES tat… seufz.
Ich hätte da mal ein kleines Beispiel…

… es war einmal ein wunderschön sonniger Tag und ich fuhr zum Stall,  stieg aus und ging nichts ahnend Richtung Stall…biege umme Ecke und sehe Nasi in seiner Box stehen, mich direkt anschauend…

Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr euer Tierchen seht und euch schlagartig heiß und kalt wird, weil ihr wisst, es is was passiert aber ihr könnt es noch nich sehn?… Hastig schaut ihr links, rechts, gradeaus und um euch herum, aber nichts… So wirklich gar nichts auffälliges is sichtbar?… Und euer Tierchen guckt euch einfach nur unauffällig auffällig unschuldig an????? „Nobby sein Kräuterleckstein“ weiterlesen

Ein Fall für die Krümmelnalpolizei

Was wäre die kalte Jahreszeit ohne Schokolade?
Folgendes ereignete sich vor ca. zwei Jahren, selbe Zeit, selber Ort, nach getaner Arbeit sowie Nasibärchen bettfertig machen und Schlafliedchen singen… jaja, ihr glaubt ja nicht, worauf Ponies alles Wert legen wenn sie ihre Frauchens erfolgreich zu ihrem Personaltrainer und vollbeweglichen Futterautomat ausgebildet haben😂 aber dazu kommen wir ein anderes Mal…

Es war einmal…

KRÜMMELNALPOLIZEI ARNSBERG TAPPT IM DUNKELN

Wie soeben aus der örtlichen Presse bekannt wurde, ereignete sich heute Abend in einem Arnsberger Stadtteil ein schokiladiges Drama. Dabei blieben wie durch ein Wunder die angrenzenden Nachbarn unbehelligt.

Der sofort einberufenen Krümmelnalpolizei zeigte sich am Tatort ein schokierendes Bild. Eine völlig aufgelöste Bewohnerin des Hauses X, in der Straße Y, öffnete den Krümmelnalpolizisten die Tür und wies nur sprachlos auf das Corpus Delicti…
… eine leere Hülle der Winterkreation Rittersport „NussKipferl“.
Zum Tathergang konnte sie sich nur soweit äußern:

„Es sollte ein gemütlicher Abend werden bei diesem unwirtlichen Wetter. Ich war in der Küche, als ich seltsame Geräusche aus dem Wohnzimmer hörte. Beunruhigt ging ich den Geräuschen nach. Und dann… SCHLUCHZ… dann sah ich es… Ich weiss wirklich nich wie das passieren konnte… Aber da lag… tröt dramatisch ins Tempo… Da lag nur noch diese leere Hülle auf dem Tisch… … …
Ich war doch nur kurz weg… HEUL…

ALLES WECH!!! … Und die Schoki … einfach hinfort… Ohne ein Wort… Ich konnte sie auch nirgendwo finden…“

Eine umgehend eingeleitete Wohnungsdurchsuche blieb erfolglos.
Was war nur im Haus X geschehen?
Die Krümmelnalpolizei ist ratlos.
Auch die Befragung des Mitbewohners Herr Jean-Jaques dû Krümo brachte keine neuen Erkenntnisse.
Exkurs für die diejenigen, die Jean-Jaques noch nich kennen:
Er ist eine 80cm große Krümmelmonster Plüschhandpuppe, die als ergotherapeutischer Co-Therapeut aktiv ist.

Ob es je zu einer Aufklärung kommen wird, ist fraglich.
Suchtrupps und Schokisuchhunde sind immer noch in Aktion. Eventuelle Zeugen werden gebeten, sich umgehend bei der Krümmelnalpolizei melden, sollten sie sachdienliche Hinweise haben.

Schätzungsweise ist dies auch kein Einzelfall…Jedoch bleibt die Dunkelziffer weiterhin ungewiss. 😆

Bis nächste Woche!!!

Eure Diana Fuchs

Zaun? Was für ein Zaun???

Hafi Besitzer kennen bestimmt dieses Problem , welches ich gleich näher beschreiben werde. Diesmal in einer Art Dialog geschrieben; Sir Nasibär und ich reden halt wie ein altes Ehepaar…streiten, kloppen, Popo kraulen…In guten wie in schlechten Zeiten heißt es ja bekanntlich, woll?

Nun denn, der gemeine Haflinger ist ein Phänomen der besonderen Art… Ich habe sogar den Verdacht, dass er an einer bipolaren Störung leidet😂

In einem Moment brüllt er sich die Seele aus dem Leib, weil er ohne seine Herde nicht überleben kann…Im anderen Moment setzt er sich von dieser heimlich ab und geht von der Weide „flöten“, um seine menschlichen Nachbarn besser kennenzulernen…Sagt ER!!! …seufz… Wie sich dann so ein wiederholtes Verhalten im Einzelgespräch mit dem Corpus Delicti Hafi anhört, lest jetzt! Viel Vergnügen 😊

Text: Diana Fuchs

Wieso heißt er denn Nasibärchen?

Hach ja… Wie oft wurde ich das schon gefragt? Und wie oft habe ich darauf schon geantwortet? Ich denke, ich bin nicht die einzige Tierbesitzerin, die ihrem Freund/in mehrere Namen gibt. Letzte Woche bin ich ja bereits kurz darauf eingegangen. Nun denn. Nasibärchen heißt laut Papiere Nick, Nick von Nordlicht. Tja, is jetzt nix Weltbewegendes und schon gar nich hat es mein Pony bewegt, wenn ich es so gerufen hab. Irgendwie fehlte ihm der Bezug zu diesem Namen. Was hab ich also getan? Räusper… Von Hause aus war er nich unbedingt der Schlankste; halt Urtyp Haflinger: quadratisch, praktisch, gut und zarte 1,40 groß. Naja und ähm… eher moppeliger veranlagt. Somit nannte ich ihn zärtlich Möppeli, Möppel, Dicker und so. Ja. So ging das ne Zeit.

Bis ich dann ihm Rahmen einer ergotherapeutischen Fortbildung für Kinder lernte, dass Worte große Macht haben und wir uns (besonders Eltern, aber auch Angehörige, Lehrer etc.), also quasi jeder, Gedanken darüber machen sollten, wie wir mit unserem Gegenüber reden, aber halt auch, wie wir jemanden anreden, betiteln… Und ob wir das umgekehrt auch entsprechend hören würden wollen oder nicht.

Fazit: wir sollten uns bewusst machen, WAS wir wem sagen, aber auch WIE wir es sagen… Und reiche das nich aus, sollten wir mal in uns hinein fühlen, was Worte oder „Anredungen“ mit uns machen und ob wir das toll finden oder lieber was anderes hören würden wollen. Klar soweit, woll? 😉

Ähm ja… So stand ich nachmittags vor meinem Möppi… hmmmmm…

Nu heißt es ja meist, wie der Herr so’s Gescher… „Wieso heißt er denn Nasibärchen?“ weiterlesen