So schneidet man Radi richtig

Das Finale: Rettich, essbereit   Bilder: Jürgen Hahn

Der Artikel vom 26. Juni hier auf Living in OWL erinnerte unseren Gartenexperten Jürgen Hahn an eine Radi Schneidetechnik, die ihm einmal das bayerische Urgestein Xaver beigebracht hat. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass der Rettich sehr gut an allen Schnittstellen gesalzen werden kann, dadurch besser „weinen“ kann und dem Rettich die zu große Schärfe nimmt. Wenn das Schneiden gelungen ist , kann er wie eine Ziehhamonika auseinandergezogen werden, schmeckt nicht nur gut, ist sogar ein ein kleines Kunstwerk. Das Auge isst mit. Dazu noch eine resche Laugenbrezel oder ein kräftiges Brot, wie die Hofkruste von Welpinghus.

So gehts:

Das sind die ultimativen Radischneidschritte, die wir nicht vorenthalten wollen:

1. Grün und Spitze abschneiden.

2. Längs abschälen.

3. Alle 2-3mm einschneiden, keine Scheiben, nicht durch, sondern nur ca. 2/3 tief.

4. Auf die Rückseite drehen, weiter wie Punkt 3. jedoch Messer ca. 30° schräg halten

5. Salzen

6. Zum „Weinen“ in ein Glas stellen

7. Nachdem der Saft den Rettich ganz durchzogen hat, ist er fertig zum Genuss.

Kleines Borgholzhausen. Ganz groß

Einiges los in der kleinen Stadt
Wenn man die kleine Stadt mit der großen alten Burg Ravensberg ein wenig abseits der Bundesstrasse 68 auf der Kaiserstraße wieder verläßt und rechts oder links Richtung Autobahn A 33 will (zur Zeit beginnt oder endet sie hier noch vor Halle/Steinhagen/Bielefeld) weisen lustige Werbefiguren und Banner auf die kommenden Ereignisse in Borgholzhausen hin.  Wobei sie durchaus bekannt sind. Wie beispielsweise bei Strassenläufern die „Nacht von Borgholzhausen“ am 16. Juli. Veranstaltet vom LC Solbad Ravensberg. 800 Mitglieder hat dieser zweitgrößte Sportverein der Lebkuchenstadt im Herzen des Teutoburger Waldes. Erfunden hat den weit über die Grenzen von OWL bekannten Lauf wohl der Niederländer Henk Snepvangers, in den 70er Jahren als Soldat in Pium stationiert. Der »fliegende Holländer«, wie ihn kürzlich der grade 65 Jahre jung gewordene Vereinsboß Friedhelm Boschulte vorstellte., hält mit starken 14:55,4 Min. bis heute den Vereinsrekord über 5000 Meter.

In Qualität und Geschmack seit 1770 einmalig: Konditorei Welpinghus

Ganz viele werden die „Nacht der Nächte“ auch nutzen, in der Kaiserstraße 4 bei Beate Welpinghus im Laden mit Café einzukehren und etwas von den Produkten mitzunehmen, die unweit von hier in der Backstube von Ulrich Welpinghus entstehen. Wer einmal vor Ort erlebt hat, was den Unterschied zwischen „Back- und Konditorhandwerk“ und wirklich tagtäglich gelebter Handwerkskunst und traditioneller Herstellung ausmacht, kann es nachvollziehen. Weil es nicht nur schmeckt sondern auch Trends nach hochwertigem Essen und Produkten der Region stützt, wird „Living in OWL“ zukünftig häufiger darüber berichten.