Vorbeugen ist besser als Heilen – Heilen ist besser als Untergehen!

Anchor

„Krisen sind Wachstumsknoten im Leben eines jeden Menschen, wenn man weiß, wie mit den Krisen umzugehen ist“ meint der Theologe und Heilpraktiker Psychotherapie René Schäfer. „Es gibt Wege, wie man sich auf Krisen vorbereiten kann, damit sie nicht unvorbereitet und hart treffen. „Es braucht eine Widerstandskraft (Resilienz), die sich aus verschiedenen Elementen,  wie zum Beispiel einer stabilen Gefühlswelt oder der Fähigkeit, die Lebenssituation zu durchdenken zusammensetzt.“

Aber auch wer nicht vorbereitet ist, kann Krisen von privater oder beruflicher Natur schnell und zielgerichtet überwinden, wenn er seine Schwächen in der Widerstandskraft kennt und verändert. Schäfer bietet in der „Praxis für Lebensberatung“ fundierte Hilfe an.

Das Leben ist eigentlich dazu da, es mit Freude, Leichtigkeit und Energie zu leben. Krisen, die zum Beispiel durch Konflikte, Entfremdung, schmerzhafte Erfahrungen oder Schicksalsschläge entstehen, rauben nicht nur die Leichtigkeit des Lebens, sondern können auch tiefgreifende Störungen im Leben und in der Seele hervorrufen. Es gilt, mit dem Betroffenen die Widerstandskraft aufzubauen, um Oberwasser zu behalten oder wieder zu erlangen“, meint Schäfer und fügt hinzu „wer das Leben kennt, der kann es leben, wer es aber nicht kennt, der wird von der Krise gelebt. Und wenn das passiert, ist das Leben eine Krise, ein Umstand, den man unbedingt vermeiden sollte.“

Die Praxis für Lebensberatung ist unter der Tel.-Nr. 05643 3739862 erreichbar.

René Schäfer
René Schäfer

Lifecoaching … gestalte dein Leben!
René Schäfer MTh (UNISA)
Heinrich-Heine-Straße 1
34434 Borgentreich
message@lifecoach-schaefer.de
Telefon.: 05643-947700 od. 05643-3739862
Mobil: 0172 8706644
Webseite: http://www.lifecoach-schaefer.de
Facebook: http://www.facebook.com/LifecoachingSchaefer

Foto: © flytoskyft11 – Fotolia.com,

Lebenslotse auch in schwerer See

(Wirtschaftsanzeige) Das Leben ist schön. Eigentlich. Klar, es gibt Situationen und Ereignisse, die uns zunächst einmal alles andere als willkommen sind, die wir aber meistern und deren Sinn sich uns später auch erschließt.

Anker Life Coach Schäfer Living in OWL

Dann gibt es da die schwereren Sinnkrisen. Die Arbeit macht keine Freude mehr, „aber was soll ich in meinem Alter noch anfangen?“ Die Ehe ist eigentlich längst zerbrochen, „aber wir sind doch schon über 30 Jahre verheiratet„. Der Beispiele gibt es viele. Was also tun, wenn man im Irrgarten des Lebens feststeckt und den Ausgang nicht findet?

Irrgarten Living in OWL Lifecoach Schäfer

Um bei dem Beispiel zu bleiben: der Ausgang wird sichtbar, sobald man den Irrgarten von oben betrachtet. Und dabei hilft René Schäfer. Der erfahrene Life Coach aus dem ostwestfälischen Borgentreich weiß, wie wichtig der Abstand zu den Dingen und die Perspektive auf die Dinge ist. Der gebürtige Schweizer lebt schon seit 25 Jahren in Deutschland, der sympathische Akzent ist ihm geblieben.

Schäfer ist studierter Theologe, hat umfangreiche Qualifikationen in vielen Bereichen der Psychologie erlangt und bringt 15 Jahre Erfahrung im Führen und Coachen von Menschen in den verschiedensten Lebens- und Berufssituationen mit.

Was genau ist  Life-Coaching?

„Das Leben ist eigentlich dazu da, es mit Freude, Leichtigkeit und Energie zu leben. Krisen, Konflikte oder einengende Gewohnheiten verhindern dies häufig.  Wir überwinden störende Muster und Blockaden, und der Klient kann seine Kraft wieder voll für seine Visionen und deren Verwirklichung einsetzen. Ein völlig neues Lebensgefühl entsteht.“

Was erwartet mich bei so einem Coaching ?

„Der Klient erzählt mir von seinen Gedanken, Problemen und Gefühlen. Ich werde mich ab und zu einklinken und Fragen stellen. Im Laufe des Gesprächs werden wir nach Zusammenhängen suchen und dann ein gemeinsames Gesamtbild entwickeln. Daraus wird sichtbar, ob mit einem Coachinggespräch das Anliegen befriedigt werden kann, oder ob es mehrere Sitzungen braucht, um zufriedenstellende Resultate zu erreichen.“

So eine umfangreiche Betreuung hat doch sicher ihren Preis…?

„Die Kosten des ersten Gesprächs gehen grundsätzlich zu meinen Lasten. In diesem Gespräch besprechen wir – wie gesagt – die Vorgehensweise, welche Schritte erforderlich sind, und welche Summe der Klient ggf. aufbringen kann. Ich möchte, dass sich jeder so ein Coaching leisten kann, denn das Recht auf Lebensqualität sollte nicht vom Einkommen abhängen. „

Was sind das für Menschen, die zu Ihnen kommen?

„Menschen, die in einer schwierigen Partnerschaftssituation stecken. Kann eine Scheidung vermieden werden? Wenn das nicht möglich ist, sollte zumindest ein Rosenkrieg vermieden werden. Es wird angestrebt, Anwälte und Gerichte herauszuhalten.

Menschen, die unglücklich in ihrem Beruf sind. Entweder sie erkennen, dass sie den falschen Beruf gewählt haben und möchten etwas ganz anderes tun oder sie haben Konflikte oder hohen Druck am Arbeitsplatz und können sich selbst nicht daraus befreien.

Menschen, die Krisen zu bewältigen haben, wie zum Beispiel Krankheit oder Tod im familiären Umfeld, Sinnkrisen, festgefahrene Situationen, Aussichtslosigkeit.

Aber ich vermittle auch in Nachbarschaftsstreitigkeiten und bei Streit in Familie oder Verwandtschaft. Diese Art der Konflikte wird zwar oft belächelt, kann aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

René Schäfer steht seinen Klienten aber nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat zur Seite. Er begleitet sie bei schwierigen Verhandlungen oder Gesprächen und regelt die Dinge persönlich und vor Ort.

Wer wünscht sich das nicht von Zeit zu Zeit? Einen Lotsendienst für’s Leben!

René Schäfer
René Schäfer

Lifecoaching … gestalte dein Leben!
René Schäfer MTh (UNISA)
Heinrich-Heine-Straße 1
34434 Borgentreich
message@lifecoach-schaefer.de
Telefon.: 05643-947700 od. 05643-3739862
Mobil: 0172 8706644
Webseite: http://www.lifecoach-schaefer.de
Facebook: http://www.facebook.com/LifecoachingSchaefer

Fotos: © flytoskyft11 – Fotolia.com, © fox17 – Fotolia.com

„Zeitenwende“: Wie die Moderne aufs Land kam

Der Fotograf Johann Hermann Jäger um 1900
Der Fotograf Johann Hermann Jäger um 1900

Brakel (lwl). Die industrielle Revolution läutete in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Zeitenwende ein. Fotodokumente dieser Phase aus Westfalen sind rar gesät. Umso mehr freut sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dass über 2.000 Glasnegative des Fotoateliers Jäger aus Harsewinkel (Kreis Gütersloh) in das Bildarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen übernommen werden konnten. Unter dem Titel „Zeitenwende“ hat der LWL die aussagekräftigsten Fotos in einerAusstellung und einem Bildband zusammengestellt.

 
 

Die Ausstellung, die vom 18. August bis zum 13. Oktober im Stadtmuseum Brakel, am Standort Alte Waage, am Markt 4, zu sehen ist, zeigt eine Auswahl von 40 Fotografien, darunter Porträts, Motive vom Leben auf dem Land sowie Aufnahmen von Gebäuden. „Die Bilder veranschaulichen, dass der Einbruch der Moderne im ländlichen Westfalen mit dem Verschwinden alter Traditionen einher ging“, so Dr. Volker Jakob, Leiter des Bild-, Film-, Tonarchivs im LWL-Medienzentrum.

Anton Monke und Frau, 1898
Anton Monke und Frau, 1898

Das Besondere an der Sammlung: „Über 100 Jahre lang haben vier Generationen des 1884 gegründeten Fotoateliers Bilder ihrer Heimat aufgenommen. Die Fotos zeigen, wie sich der Ort Harsewinkel vom späten Biedermeier hin zur Moderne entwickelte“, erklärt Jakob. „Beispielhaft lässt sich auf Grund einer gesicherten Überlieferung die technische, wirtschaftliche und ästhetische Geschichte des fotografischen Gewerbes im ländlichen Raum Westfalens skizzieren. Eine einzigartige Gelegenheit, orts- und landesgeschichtliche Aspekte der Geschichte der Fotografie in Westfalen zueinander in Beziehung zu setzen“, so Jakob weiter.

Der Klosterbrand in Marienfeld im Jahre 1900
Der Klosterbrand in Marienfeld im Jahre 1900

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit 152 Bildern aus der Sammlung Jäger erschienen. Volkskundler, Bildwissenschaftler und Historiker erklären einleitend die westfälische Fotografie am Ende des 19. Jahrhunderts. Sie geben einen Überblick über Arbeit und Freizeit auf dem Land zwischen 1890 und 1930 und skizzieren die Geschichte Harsewinkels zwischen 1800 und 1914.

Fotoausstellung Zeitenwende
Stadtmuseum Brakel
Standort Alte Waage
am Markt 4
33034 Brakel

Bildband Zeitenwende
Aspekte der westfälischen Fotografie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert
212 Seiten, 139 Schwarz-Weiß Fotos, 12 Color-Fotos
Verlag Kettler
ISBN 978-3-86206-202-7
19,90 Euro

Fotos: LWL

 

Zwischen Bad Driburg und Höxter: Brakel

Kleine Hansestadt Brakel

Hansestädte gibt es in Ostwestfalen-Lippe viele. Auch Brakel gehört dazu. Das kleine Städtchen zwischen Bad Driburg und Höxter ist aber aus einem anderen Grund bekannt: in Bökendorf gibt es die bekannte Freilichtbühne, die von vielen bekannten Denkern und Schriftstellern besucht wurde, nachdem sich auf dem Adelssitz Bökerhof der „Bökendorfer Romantikerkreis“ gegründet hatte. Annette von Droste-Hülshoff – Enkelin der Hausherrin – war ebenso dabei wie die Brüder Grimm, die hier viele Märchen aufgeschrieben haben. Recht sehenswert in dem Schlößchen ein Museum, das sich mit der Geschichte der Bökendorfer Dichter befasst.

03. – 05. August. Nichts wie hin in OWL!

Dieser Service wird unterstützt von pinkmaria Jeans & Jackets

Auch in der Ferienzeit und trotz Olympiade in London  eine Menge von  Veranstaltungen an diesem Wochenende in OWL. Ein paar davon hat „Living in OWL“ ausgewählt. Diesmal: Bielefeld, Versmold, PaderbornLemgo, Gütersloh, Lage, Delbrück, Brakel.

„Ostwestfalen-Lippe als Zentrum Europas“?

Über 400 Jahre alt: Hotel zur Fürstabtei, Elisabethstrasse 9

Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink ist in positiver Wallung. Nicht, weil die Finanzen der über 12oo Jahre alten Stadt zu Jubelschreien Anlass geben. Es ist der Internationale Hansetag, der 2013 von der Stadt Herford ausgerichtet wird. An die 3000 Delegierte erwartet die Stadt an der Werre. Ingesamt werden vom 12. – 16. Juni 2013 rund 12.000 Mitwirkende rund um das ehrwürdige Münster erwartet. So ist denn auch die Überschrift oben zu verstehen. Der Spruch stammt nämlich von Wollenbrink. Und da ja die Hanse ein Kaufmannsbund war, eine schöne Gelegenheit für die hiesigen Hansestädte Ostwestfalen-Lippes, sich und die Region zu präsentieren: Borgentreich, Brakel, Herford, Höxter, Lemgo, Minden, Nieheim, Paderborn und Warburg. Vom hohen Norden bis in den tiefen Süden von OWL. Es könnte einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands, ja Europas, wahrlich nicht schaden, doch mal die selbstgewählte Deckung zu verlassen und den „Pelz unwestfälisch ein wenig nach außen zu tragen“.

Zwischenzeitlich wirbt die alte Hansestadt auf You Tube mit einem Video unter dem Titel „Herford tanzt“:

Schöne Gärten und Parks am 9./10. Juni

Bad Driburg: Piet Oudolf-Garten Bild: Kellein

Westfalen-Lippe blüht auf. Über 100 Gärten und Parks in Westfalen-Lippe laden am ersten Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe am 9. und 10. Juni zum Entdecken ein – darunter 35 der schönsten öffentlich zugänglichen Anlagen sowie rund 70 kleinere private Gärten. Und auf der neuen, touristisch ausgerichteten Website präsentiert das Projekt „Kultur in Westfalen“ zusammen mit dem Land- schaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die kulturell bedeutendsten Anlagen aus Westfalen-Lippe

Besonders interessant für uns Ostwestfalen-Lipper: Spanferkel essen im Gräflichen Park in Bad Driburg (Kreis Höxter), im Maximilianpark in Hamm alles über die mittelalterliche Kräuterlehre erfahren oder – knapp hinter der OWL-Regionsgrenze an einer Fackelführung im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde (Kreis Warendorf) teilnehmen – das sind Beispiele, was man alles am Tag der Gärten und Parks in West- falen-Lippe erleben kann.

„In Westfalen-Lippe gibt es insgesamt über 300 kulturell bedeutsame Gärten und Parks. Dazu gehören Gärten an mittelalterlichen Klosteranlagen, Barock- und Landschaftsparks bis hin zu zeitgenössischen Gartenanlagen. Umso mehr gilt es, den Reichtum und die Vielfalt der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe insgesamt besser bekannt zu machen und ihre Bedeutung für die Kulturlandschaft Westfalen herauszustellen“, so LWL-Kultur-dezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. „Das ist mit der neuen Website sehr gelungen. Insbesondere freue ich mich, dass so viele Gartenbesitzer sich am Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe beteiligen.“

Auch Dr. Niels Lange, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, begrüßt die Initiative der Gärten und Parks: „Besonders die Beteiligung der vielen privaten Träger zeigt, wie Westfalen hier gemeinsam seine Vorzüge präsentiert. Das verbindet auf eindrucksvolle Weise auch unsere beiden Satzungszwecke: Die Stärkung von Eigen-initiative – vor allem des bürgerschaftlichen Engagements – und westfälischer Identität. Daher sind wir bei dem Projekt gern dabei.“

Auf der neuen Website werden rund 120 Anlagen in Bild und Text vorgestellt. Hier erfährt man alles von der Geschichte der Anlagen über die oftmals im Laufe der Zeit erfolgten Veränderungen bis zu ihrer heutigen Nutzung. Insgesamt rund 1000 Bilder sollen Lust auf einen Besuch machen, und ausführliche Besucherinformationen erleichtern die Ausflugsvorbereitung. Die vorgestellten Anlagen haben die Gartenexperten von der LWL-Denkmalpflege, Landschaft- und Baukultur in Westfalen erforscht, katalogisiert, bewertet und schließlich für die Website ausgewählt. Aus OWL sind neben dem Park in Bad Driburg auch die wunderschönen Anlagenvon Bad Lippspringe, Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen, Bad Wünneberg-Haaren, Bielefeld (Obersee u.a.) Borchen, Brakel, Lichtenau (Kloster Dalheim) dabei.Außerdem sind 70 private Gartenanlagen geöfnet. Die komplette Liste gibt es hier als ausdruckbares PDF: Gärten und Parks. Die Liste der Teilnehmer

Das Projekt „Kultur in Westfalen“ hat in Zusammenarbeit mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen die neue Website und den Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe initiiert. Das Projekt will Kultur in Westfalen-Lippe stärken und besser sichtbar machen und damit zur Profilierung der Region beitragen. Es wird getragen von der LWL-Kulturstiftung und der Westfalen-Initiative und vom NRW-Kultur- ministerium gefördert. Das Projektbüro ist beim LWL angesiedelt, der einzigen Einrichtung, die in ganz Westfalen-Lippe und in allen Kultursparten tätig ist.

Borgentreich nun auch Hansestadt

Das Wappen der 10. OWL-Hansestadt Borgentreich

Die Hanse, jener damals mächtige Handelsbund, wird allgemein mit Küstenstädten, mit Hamburg und Lübeck in Verbindung gebracht. Tatsächlich aber kann Herfords Stadtarchivar Christoph Laue von Münzen aus Ostwestfalen berichten, die bereits im Ostseeraum kursierten. Tatsächlich ist das eigentliche Kernland dieses historischen Bündnisses aus Kaufleuten, die ihre Handelswege sicherten, Westfalen. Mit Minden, Herford, Lemgo, Paderborn, Nieheim, Brakel, Höxter, Warburg und seit dem vergangenen Wochenende auch Borgentreich ist der Regierungsbezirk Ostwestfalen Lippe OWL Deutschlands „Hanseballungsgebiet“. Typisch westfälisch „Licht unterm Scheffel halten“. Bloß nicht laut sagen, man sei Hansestadt. Das war im Mittelalter anders, als die damalige Welt nach Leinen „aus der Ravensberger und lippischen Region“ gierte und im Gegenzug Käse, Butter, Fisch und Getreide lieferte.

2013 ist der „Internationale Hansetag“ in Herford. Borgentreichs Bürgermeister Bernhard Temme hat sich vorgenommen, neben der berühmten Barockorgel und dem Orgelmuseum mal „so richtig in Hanse zu machen“ .

Alte Campingfilme bitte an Maleen Knorr vom LWL

Leere Gasflaschen sucht der LWL sicher nicht . Diese hier geht zum toom-Baumarkt...

Im Urlaub mit dem Zelt ins Sauerland, mit dem Wohnwagen an die Nordseeküste oder im Reisemobil an den Gardasee? Für die Wanderausstellung „Campingkult(ur). Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Juni 2013 in acht westfälischen Museen zeigt, sucht LWL-Ausstellungsmacherin Maleen Knorr interessante Exponate und aufregende Geschichten.

„Ich suche Gegenstände, die Reisende in der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg für den mobilen Urlaub gebraucht haben und vielleicht sogar immer noch nutzen. Das können neben Gebrauchs- und Einrichtungsgegenständen wie Essgeschirr, Campingstühlen oder Kleidungsstücken auch Objekte zur Freizeitgestaltung sein“, sagt Knorr. Ebenso willkommen sind ihr Reiseführer, Landkarten, Fotos, Dias und Postkarten. „Neben Reiseberichten und Amateurfilmen freue ich mich besonders über ganz normale Dinge, die mit besonderen Erlebnissen verbunden sind“, so Knorr weiter. „Vielleicht sind sogar einige Leihgeber bereit, in einem Gespräch über ihre persönlichen Erlebnisse zu berichten.“

Die Ausstellung, die in Herford, Werl, Bochum, Rhede, Brakel, Schmallenberg-Holthausen, Bielefeld und Wenden zu sehen sein wird, soll zeigen, wie Menschen aus Westfalen ihren Campingurlaub vorbereiten, wohin sie reisen und wie sie ihren Urlaubs- alltag gestalten. Dabei sollen auch die unterschiedlichen Motive, die die Reisenden zu dieser besonderen Ferienform antreibt, beleuchtet werden.

Wer Gegenstände oder Berichte für die Ausstellung zur Verfügung stellen will, erreicht Maleen Knorr im LWL-Museumsamt unter der Telefonnummer 0251 591-4754 oder per E-Mail unter maleen.knorr@lwl.org. Natürlich bekommen die Eigentümer ihre Objekte nach der Ausstellung zurück. Ab Mai 2012 wird es zur Ausstellung einen eigenen Blog geben, auf dem der LWL erste Objekte und Campinggeschichten vorab präsentiert.

Unter http://www.campingsehnsucht-lwl-blog.de  kann sich dann jeder über die Ausstellung informieren und aktiv mitdiskutieren.

Im Detail liegt oft die Schönheit

Der Apothekenerker am Lemgoer Rathaus

Die Region OWL ist reich an prachtvoll mit Schnitzereien verzierten Häusern. Ob Fachwerkhaus oder steinerner Bau, die Bürger damals wußten ihren Reichtum schon zu zeigen. Wie sich das äußerte, mußten die Lippischen Fürsten aus Detmold erfahren, als sie ihr Residenzschloß Brake nicht in den Mauern der Hansestadt Lemgo bauen durften und kurzerhand vor die Stadtmauern gesetzt wurden. Heute noch zeugen viele Details an Bauten in der Lemgoer Altstadt von dem damaligen Reichtum. Direkt am weitläufigen Marktplatz ist der Apothekenerker des Rathauses ein Beispiel für den Stolz der reichen Hansekaufleute.

Detail am Fachwerkrathaus in Schwalenberg

Was die adeligen Bauherren an ihren Schlössern von Steinmetzen umsetzen ließen, das war für die Bürger die Schnizzkunst der Bildhauer. In der Altstadt von Wiedenbrück beispielsweise gibt es ganze Straßenzüge und Plätze mit sehr gut erhaltenen „geschnitzten Bidern“ an den Fachwerkhäusern.

Fachwerkhaus von 1621 in Wiedenbrück

Living in OWL wird im Frühjahr mit einer Serie von Reportagen über die schönen, geheimnisvollen oder romantischen Landstriche der Region beginnen. Dieser Mixtur aus der Wehrhaftigkeit des Mittelalters, der Weltoffenheit der Renaissance oder der verspielten Leichtigkeit des Rokoko und Bauten der Moderne: Alles ist hier zu finden und das „Lob der Heimat“ ist stolz in eine Sandsteinplatte des Brakeler Rathauses gemeißelt. Hier geht es zwar um „Brokel“. Aber es wäre kein Problem, nahezu jede Stadt und Gemeinde von Ostwestfalen-Lippe da einzusetzen.

"O Brokel Du Bist Erenprys; Wo Findt Men Dynes Gliken? In Düdschland So Ne Stad Ni Is; Se Mött Dy Olle Wyken." Hochdeutsch: "O Brakel du bist Ehrenpreis; Wo findet man deinesgleichen? In Deutschland gibt es nicht noch so eine Stadt; Sie müssen dir alle weichen."

Sie geben der Welt die Klinken in die Hand

Sie geben der Welt die Klinke in die Hand: FSB aus Brakel Bild: Modell 1004 aus Bronze

In einem Editorial der Zeitschrift „AD Architectural Digest“ aus dem Condé Nast Verlag schrieb die Chefredakteurin Margit J. Mayer im Oktober 2010:

„Wäre ich ein chinesischer Wirtschaft-Napoleon, ich würde Afrika meinen Generälen überlassen (Rohstoffe kann jeder) und einen Studienaufenthalt bei Wuppertal oder Bielefeld planen.  Aber presto“.

Presto? Das entspräche nicht der ostwestfälisch-lippischen Mentalität. Hier muß es gründlich sein. Darf ruhig auch auf dem Weltmarkt im Anspruch ganz oben stehen. Aber richtig laut darüber reden? Nein.

FSB – Franz Schneider Brakel – geht einen eigenen Weg, wenn es um die Klinken aus dem 1881 im Sauerland gegründeten und 1909 nach Brakel bei Bad Driburg gezogenen Unternehmens geht. Dabei ist die ebenso klare wie eindeutige Formen-sprache auch heute noch ein richtungsweisendes Synonym für innen-architektonische Leistungen der Region OWL.

Allein das Studium der Webseiten des Unternehmens macht Spaß, wenn man sich für Dinge, die ihren Wert behalten, erwärmen kann. Schön wäre es, könnte man mehr Unternehmen aus OWL dafür ein wenig begeistern, den Pelz nicht nur nach innen zu tragen, sondern manchmal einen Ärmel herausschauen zu lassen. Es würde der Region, die beileibe nicht nur aus Tourismus, grünen Hügeln und fließenden  Wassern besteht, gut tun.

Wie heißt es doch in dem eingangs erwähnten Editorial:

„Nicht die Provinz ist der Feind, sondern provinzielles Denken“