Leidenschaft aus Holz

Modernes, zum Teil sogar avantgardistisches Design? Hergestellt in Ostwestfalen-Lippe? Wenn Sie denken, dies sei ein Widerspruch in sich, dann befinden Sie sich auf dem Holzweg.

Vega11080-1024x683

Holz ist das Stichwort. In den Möbelwerkstätten Buschsieweke in Verl-Sürenheide vereinen sich über 40 Jahre Erfahrung im Tischlerhandwerk mit dem Händchen für junges und dennoch zeitloses Design.

Bearbeitung Couchtisch

Natürlich ist auch hier der Schrank aus rustikaler heimischer Eiche erhältlich, aber der Trend, so Tischlermeister Michael Buschsieweke, gehe bereits seit einiger Zeit weg von der Schrankwand hin zu stilvoll aufeinander abgestimmten Einzelteilen, wie Regalen oder Sideboards.

Und seit die Küche immer mehr in den Mittelpunkt des Hauses rückt und in den Wohn- und Essbereich integriert wird, wird besonderer Wert auf besondere Tische gelegt. Davon gibt es eine große Auswahl in dem rund 600 qm großen Showroom in Verl. Massive Tischplatten kombiniert mit modernen Materialien wie Glas, Stahl oder Beton neben robusten Landhaustischen oder filigranen Esstischen mit extravagant geformten Details stehen hier beieinander und dienen als Inspiration für das geplante neue Esszimmer.

Foto: Me Chuthai
Foto: Me Chuthai

Und zu einem Esszimmer gehören natürlich passende Stühle. Auch hier wird in den Möbelwerkstätten Buschsieweke eine beeindruckende Auswahl angeboten. Zum Teil aus eigener Herstellung ist hier sowohl der klassische Holzstuhl als auch der trendige lederbezogene Sessel erhältlich. Stühle der Marke La Vida und exklusiv designte Sitzmöbel von Guido Franzke vervollständigen des Programm.

Franzke Stuhl

Die in Maßarbeit hergestellten Möbel sind Ausdruck von Handwerkskunst, ergänzt durch modernste Fertigungstechnologien und beste Rohstoffe.

Das Unternehmen wird heute von den Tischlermeistern Michael und Uwe Buschsieweke geführt. Und mit dem angehenden Meister André Buschsieweke ist die dritte Generation am Start.

3 Generationen

Tochter Karina Buschsieweke und ihr Partner Johann Ehlhardt sind gerade mit Erfolg dabei, ostwestfälisches Möbelhandwerk in unsere Hauptstadt zu bringen. MBzwo heißt die junge Dependance am Engeldamm 64 in Berlin-Mitte. Im 130 Quadratmeter großen Showroom können Esstische, Schreibtische und hochwertige Tischplatten besichtigt und in vielen konfigurierbaren Varianten bestellt werden. Vor Ort und im Internet.

Berlin Fahrrad

Mit MBzwo gehen wir über den Onlinehandel neue Wege, die an die Kaufgewohnheiten der heutigen Konsumenten angepasst sind„, so Karina Buschsieweke. „Dennoch beraten wir unsere Kunden persönlich und bieten als Hersteller einen einmaligen Service an. Über die Maße bis hin zu Details wie den Astanteil in der Tischplatte entwickeln wir alles gemeinsam mit den späteren Besitzern, wie vielleicht früher beim Schreiner um die Ecke. Dieses Erlebnis möchten wir in die neue Zeit retten und auch online vermitteln. Dabei ist der Online Shop nur ein Baustein, mit den allermeisten Kunden sprechen wir vor der Bestellung persönlich. So gelingt es uns, mit MBzwo die traditionellen Werte den Kunden von heute zugänglich zu machen.

Wir finden, hier tritt bodenständiges ostwestfälisches Handwerk die perfekte Zeitreise in die Zukunft an. 

Möbelwerkstätten Buschsieweke GmbH                 MBzwo
Industriestraße 1                                                               Engeldamm 64
33415 Verl-Sürenheide                                                     10179 Berlin
Telefon: 05246-4233                                                           E-Mail: info@mb-zwo.de
E-Mail: info@mb-moebel.de                                            Webseite: http://www.mb-zwo.de
Webseite: http://www.mb-moebel.de

Öffnungszeiten Verl:
Mo – Fr. 7.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.30 Uhr
Sa. 9.00 bis 12.30 Uhr
oder nach Terminabsprache

Fotos: MB

Lust auf neue Möbel?

 

9532_a

Klassisch oder modern? Minimalistisch oder opulent? Rustikal oder elegant? Möbel aus Holz gibt es in großer und facettenreicher Auswahl. Bei MB Möbelwerkstätten Buschsieweke in Verl sind sie alle massiv und von erfahrenen Tischlermeistern gefertigt.

Am nächsten Sonntag, den 21. Februar 2016,  haben Sie die Möglichkeit, sich von der Vielfalt an Tischen, Stühlen, Wohnwänden und Accessoires inspirieren zu lassen. Besuchen Sie den Möbelschautag* von 14 bis 18 Uhr.

Möbelwerkstätten Buschsieweke GmbH
Industriestraße 1
33415 Verl
Telefon: 05246-82488
E-Mail: info@mb-moebel.de
Webseite: http://www.mb-moebel.de

*Da es Sonntag ist, gibt es keine Beratung und keinen Verkauf, aber jede Menge Inspiration.

Foto: MB Möbelwerkstätten

Das gallische Dorf

Die Bielefelder "Alm", aus der Luft fotografiert von Hartmut Lampart
Die Bielefelder „Alm“, aus der Luft fotografiert von Hartmut Lampart

Wer sagt: „Ich komme aus Bielefeld“ bekommt oft Spott zu hören. Das Image der Stadt schwankt zwischen langweilig, provinziell und hässlich. Manch einer behauptet gar: „Die Stadt existiert nicht!“ Doch jetzt ist sie wieder in vieler Munde, seit dem historischen Einzug ihres Fußballklubs Arminia ins Halbfinale des DFB-Pokals. Früher spielte der Verein in der Bundesliga, aktuell reicht es nur für die dritte Liga. Und nun also die Runde der letzten vier, ein Spiel gegen Wolfsburg, live im Fernsehen. Eine Stadt fühlt sich endlich wahrgenommen. Eine Stadt, die wenige wirklich kennen.

Dieser Text ist Teil eines lesenswerten Berichts in der WELT.

Eine Mindener Ansichtskarte von Anno Tobak

Alte Postkate von 1898: Der Mindener Bahnhof mit Dampfloks

Es gibt immer wieder Ideen, die interessant sind und die Vergangenheit vieler Menschen berühren. Auch hier in OWL. 1995 gründeten Dusan Bartko und Ondre Reher in Halle/ Saale ein Handelsgeschäft als GbR für Möbel und Kleinantiquitäten, aus dem  2008 eine OHG wurde. Von Beginn an engagierte man sich aber auch im Bereich „alte Ansichtskarten“.  Durch viele Sammlerbörsen, Antikmärkte und Kontakte zu Sammlern sammelten die Gründer Erfahrungen und sind inzwischen das umsatzstärkste Unternehmen im Bereich alter Ansichtskarten. Mitte 2000 ging die Onlineshop für alte Ansichtskarten www.ansichtskartenversand.com online, den inzwischen über 20.000 Kunden nutzen. Im Januar 2003 zog die Bartko-Reher OHG komplett von Halle/Saale nach Berlin (Linienstr.156, 10115 Berlin. Telefon: +49 30 21232414  Telefax: +49 30 21232414
E-Mail: info@ansichtskartenversand.com) um. Die auf dem Screenshot oben gezeigte Ansichtskarte des Mindener Bahnhofs von 1898 ist nur eine von über 800.000 Karten im Bestand.

„Die kleinste U-Bahn der Welt“

Hier - nahe Polireipräsidium und Fußballstadion Alm (Schüco Arena) verläßt die "kleinste U-Bahn der Welt" das Oberirdische
Nahe Polizeipräsidium und Fußballstadion Alm verläßt die „kleinste U-Bahn der Welt“ das Oberirdische

1971 entschieden die Bielefelder Stadtväter: „Jetzt kriegen wir auch eine U-Bahn“. Gesagt, in die Tiefe verlegt. Sie ist äußerst kompakt – also kurz. Kein Vergleich mit den Metros von Paris, London oder Berlin. Das hat auch seine Vorteile: Der „Neue“ mit den dicken Backen – Vamos – ist länger oberirdisch sichtbar. Wie hier in Milse, wenn er an der Endstation die Leute der Uni und zukünftig neuen Fachhochschule ausspuckt.

In Milse; Dicke Backen sind das Markenzeichen von Vamos
In Milse; Dicke Backen sind das Markenzeichen von Vamos

„Wege durch das Land“ geht auf Annonce

Der Auftakt des diesjährigen Literatur- und Musikfestivals in Ostwestfalen-Lippe im April in der NRW-Landesvertretung  Berlin war ja mit Klaus Maria Brandauer und Hans Peter Hallwachs schon ein zweitägiger Knüller. Aber die eigentliche Festspiel-Eröffnung mit Martina Gedeck, Dzevad Karahas, A´Arpeggiata, Angela Winkler, A..S. Byatt, Daniela Koch, Edgar Selge, Florjan Lipus, Sinika Langeland und anderen Künstlern an acht unterschiedlichen Orten, vier Tagen und drei Übernachtungen vom 9. – 12. Mai wird dann doch ein Erlebnis besonderer Art werden.

Angela Winkler "Wege durch das Land" 2013
Angela Winkler „Wege durch das Land“ 2013

Agnès Vesterman (Violincello) und Garth Knox (Viola d´amore) werden auf dem Rittergut Groß Engershausen bei Preussisch-Oldendorf musizieren. Von Gut Böckel bei Rödinghausen werden wir über Rainer Maria Rilkes Briefe an eine Dorothea von Ledebur hören und aus der Deele der Roßmühle Oberbauernschaft gibt es  unter anderen Axel Milberg („Ich höre?“) mit Emile Zolas „Mutter Erde“ neu zu hören.

Axel Milberg in der Roßmühle
Axel Milberg in der Roßmühle            Copyrght: Marion von der Mehden

Karten unter: www.wege-durch-das-land.de oder bei Sarah Bloch unter 05231/3080210.

Küchen auf den Punkt. Küchen-Punkt

Traumküche
Traumküche

(Wirtschaftsanzeige) Der erste Schritt zu einer neuen Küche beginnt im Kopf. Vielleicht ausgelöst durch einen Besuch bei neu eingerichteten Freunden oder durch eine der vielen Kochsendungen oder einfach dadurch, dass die alte Küche nach vielen Jahren unmodern und unansehnlich geworden ist – der Wunsch nach einer Neuen wird stärker. Was darf es sein? Hochglanz oder Naturholz? Weiß? Schwarz? Bunt? Arbeitsplatte aus Holz oder doch lieber aus Granit? Wohin mit dem Backofen? Reicht der Platz für eine Kochinsel?

Der zweite Schritt könnte dann zum Küchenpunkt in Bielefeld-Brackwede führen. Lothar Kraft und Jürgen Rindt, zwei Tischlermeister mit fast 30 Jahren Erfahrung in der Objekteinrichtung nehmen Sie an die Hand.

Jürgen Rindt und Lothar Kraft
Jürgen Rindt und Lothar Kraft

Bei einer Tasse Kaffee wird der Grundriss gesichtet und besprochen, in welche Richtung „die Reise gehen soll“. Es folgt meist ein Hausbesuch, bei dem die beiden Meister der räumlichen Vorstellungskraft schon sagen können, was möglich ist und was nicht. Die Planung entsteht. Und die ist kostenlos, ebenso wie die fundierte Beratung. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, doch bei der Wohnungsbesichtigung machen sich die beiden Küchenplaner schon ein Bild davon, welche Stilrichtung passen würde.

Und dann ist Termin beim Hersteller. „Wir arbeiten eng mit Nieburg, Bax und KH Systeme zusammen“, erklärt uns Jürgen Rindt. Eine Partnerschaft, die in den vielen Jahren Zusammenarbeit gewachsen ist. „Das ist wichtig, wenn auch mal Dinge auf dem kleinen Dienstweg erledigt werden sollen.“ Die Ausstellungsküchen dieser Hersteller lassen kaum einen Wunsch offen. Irgendwann aber ist die Entscheidung – mit Hilfe der beiden Berater – getroffen, und die neue Küche wird bestellt.

„Bei uns sind – im Gegensatz zu großen Möbelhäusern – auch nachträglich noch Änderungen in der Planung möglich, ohne dass es die Sache verteuert“, so Lothar Kraft. „Das ist der Vorteil unserer individuellen Betreuung.“

Moderne Technik. Backofen mit integriertem Dampfgarer von Miele
Moderne Technik. Backofen mit integriertem Dampfgarer von Miele

Auch bei den Geräten wird mit den Marken Miele und Bosch auf Qualität gesetzt.

Wird die Küche geliefert, geht der Einbau meist innerhalb von zwei Tagen vonstatten. Auch hierum kümmern sich die beiden Inhaber selbstverständlich persönlich. Auf Sylt, in Hamburg, München, Berlin, ja sogar auf Mallorca hat die Firma Küchenpunkt schon Küchen aufgebaut. „Die waren meist für bestehende Kunden, die umgezogen sind oder sich eine Ferienwohnung eingerichtet haben, und auch dort nicht auf unseren Service verzichten wollten.“

Rustikaler Charme. Tisch aus Holzbohlen
Rustikaler Charme. Tisch aus Holzbohlen

„Wir sind zufrieden, wenn ein Kunde nach 10 Jahren sagt: ‚Mit der Küche haben wir alles richtig gemacht'“, lacht Lothar Kraft. Ob diese Äußerung getätigt wird, kann man frühestens im Juli 2013 feststellen. Denn dann besteht die Firma Küchenpunkt seit 10 Jahren.

Ach so – zur neuen Küche noch ein passendes Lowboard gefällig?

Lowboard passend zur Küche
Lowboard passend zur Küche

Lothar Kraft und Jürgen Rindt können auch das. Gelernt ist gelernt!

Küchenpunkt GbR
Lothar Kraft & Jürgen Rindt
Burgunder Straße 12
33647 Bielefeld
Telefon: 0521-944 1883
Fax: 0521-944 1886
E-Mail: kontakt@kuechen-punkt.de
Homepage: www.kuechen-punkt.de

Tatort Bielefeld

Nicht nur Münster hat ein kriminelles Pflaster, oh nein! Bielefeld kann da durchaus mithalten.

Mit „Tod an der Sparrenburg“ und „Campusmord in Bielefeld“ schrieb das Autorenduo Lisa Glauche und Matthias Löwe zwei Krimis mit Spannung, Witz und viel Bielefelder Lokalkolorit. Beide Bände sind im Pendragon-Verlag erschienen.

Lisa Glauche und Matthias Löwe Foto: Löwe
Lisa Glauche und Matthias Löwe
Foto: Löwe

Lisa Glauche wurde 1980 in Oldenburg geboren. Sie studierte Philosophie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, lebt seit 2007 in Berlin und arbeitet dort als freiberufliche Texterin.
Matthias Löwe wurde 1964 in Löhne geboren. Er studierte in Bielefeld und wohnte dort auch – mit Unterbrechungen – von 1985 bis 1998. Nach einigen Lehrtätigkeiten in der Bundesrepublik und den Niederlanden ist er seit 2003 Professor für Mathematik in Münster.

Protagonisten in beiden Bänden sind der gemütliche und zeitweise unter nächtlichen Fressattacken leidende Bielefelder Privatier Bröker und der junge Hacker Gregor. In „Tod an der Sparrenburg“ lösen sie ihren ersten Fall, den überraschenden Tod eines Bankdirektors und Nachbarn Brökers. Schnell findet Bröker heraus, dass dessen plötzliches Ableben nicht, wie die Polizei annimmt, auf einem Herzinfarkt beruht. Mit viel detektivischem Spürsinn sind er und Gregor schon bald dem Täter auf der Spur.

Der zweite Fall „Campusmord in Bielefeld“ führt an die Universität Bielefeld. Dort wird der Sohn eines Professors tot aus dem Schwimmbecken geborgen. Bröker wird Zeuge und folgt wieder seiner Intuition. Auf eigene Faust ermittelt er mit Hilfe seiner Mitbewohner Gregor und Ulf und entdeckt so sehr schnell ein düsteres Familiengeheimnis.

Beide Bücher sind spannend und erfrischend zu lesen. Und wenn darin von Johannisberg, „Alm“, Ratscafé, Obersee, Wunderbar oder Niederwall die Rede ist, hat jeder Bielefelder diese Orte vor dem inneren Auge.

Frage an Matthias Löwe: Macht Bröker weiter?

Wir sind gerade bei der Ideenfindung. Der nächste Krimi könnte in Milse oder auf dem Siegfriedsplatz spielen. Ich könnte mir auch einen Fußball-Arminen-Krimi vorstellen. Aber auf jeden Fall muss Bröker nächstes Mal in ein Nagelstudio. Die gibt es in Bielefeld ja wie Sand am Meer.“

Na, darauf freuen wir uns jetzt schon!

Berliner Siegessäule jetzt bei uns?

Die Berliner Siegessäule im LEGOLAND. Warum hat OWL eigentlich keine?

„Leg godt“ ist der Ursprung der Marke LEGO.  Lateinisch: „Ich baue zusammen“. 1932 von Ole Kirk Kristiansen gegründet, ist die dänische Marke heute der viertgrösste Spielwarenhersteller der Welt. Wer kennt sie nicht, die kleinen Noppensteine aus Acrylnitrilbutadienstyrol. Haben wir doch wohl alle schon damit gespielt. Die Faszination ist bis heute ungebrochen. Zehn Jahre gibt es bereits wieder das LEGOLAND Deutschland im bayerischen Günzburg. Living in OWL stattete dem Erlebnispark samt Kinderbegleitung einen Besuch ab und findet es schade, daß Hermanns Land sowas nicht hat. Ja nicht mal auf dem großen Gelände des Parks stattfindet. Eine Siegessäule hätten wir uns durchaus verdient.  Hier ist die LEGO-Homepage mit allen Details. Auf YOU TUBE gibt es auch ein Video dazu:

Entdeckt: Rettungsschirm aus OWL

Passt viel drunter: OWL-Rettungsschirm

Ostwestfalen-Lipper haben ja ein von Gott gegebenes großes Gedächtnis. Und so erinnerte sich jemand an den kleinen Rettungsschirm, der noch irgendwo ganz hinten in der Schublade sein mußte. Gewühlt. Gefunden. Und während sie gestern wieder Spaniens marode Spekulantenbanken mit Steuermilliarden und Sondersitzung im Berliner Reichstag retteten, spannten wir ihn auf: Den Original OWL-Rettungsschirm. Können die also nicht nur in Berlin und Brüssel.

Ein bisschen OWL steckt auch im „Katerkiller“

Screenshot der „Katerkiller“-Webseite

Der Kater am Morgen nach der „Sauftour“ ist so ziemlich der Unangenehmste. Du hast einen Kopf wie ein Mühlrad, es hämmert und die Welt zeigt sich glasig. Da kann man doch was dagegen tun, dachte sich der 23-jährige Pharmaziestudent Stefan Rack und entwickelte ein Mittel: den Katerkiller.

Die Idee dazu kam ihm in einer Vorlesung. Im vierten Semester seines Pharmazie- studiums in Münster lernte Stefan Rack mehr über die Wirkungen des Alkohols auf den Körper und kam schnell zu der Erkenntnis: «Da lässt sich doch was drehen!»

Der Katerkiller hat Stefan Rack schon ein bisschen „prominent“ gemacht. Was ja in der Uniszene und darüber hinaus nicht schlecht ist. Menschen sprechen ihn an: „Du bist doch der Katerkiller?“. Klar, da freut er sich drüber. Der Katerkiller folgt Rack, wohin ihn seine Ausbildung führt. Von aktuell Münster über Bielefeld, bist bald nach Berlin, das steht schon fest.

Der Katerkiller ist eine Elektrolytbrause. Ein Nahrungsergänzungsmittel, das man vor dem Schlafengehen einnimmt. Wie im Traum führt es dem Körper wichtige Mineralien und Vitamine wieder zu. Kaufen kann man ihn auf der Webseite in kleinen Beutelchen.

Verleger Wagenbach liest in Rietberg

Ist zwar nicht bei Wagenbach erschienen. Aber Grass gehört auch zu den Autoren

Am 18. April liest der 82 jährige Berliner Verleger Klaus Wagenbach („Der unabhängige Verlag für wilde Leser“) im Alten Progymnasium an der Klosterstraße 13 in Rietberg (20 Uhr) aus seinem Buch „Die Freiheit des Verlegers. Erinnerungen, Festreden, Seitenhiebe“.  Ob er auf Günter Grass, einen seiner – derzeit umstrittenen – Autoren eingeht, wissen wir nicht. Aber  der Mann hat ja noch andere Literaturkoryphäen in seinem 1964 gegründeten Verlag. Gibt es da doch neben anderen: Kafka, Erich Fried, Wolf Biermann, Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Alberto Moravia. Um nur ein paar Namen zu nennen. Karten gibt es per E-Mail über kulturig@stadt-rietberg.de, unter 05244/986100 oder an der Abendkasse.

Ostwestfälisch-Lippische Sonntagsimpressionen

Ostwestfalen-Lippe an einem Präsidentenwahlsonntag

Während mit Joachim Gauck im fernen Berlin der nächste Präsident der Bundesrepublik sein Amt und unser aller Glück beginnt, ist an diesem Sonntag in der Senne unter grauem Himmel nicht viel los. Folglich ist der Wandschmuck der  Feinbäckerei und Conditorei Zarnitz mitten in Stukenbrock eine Art Leitfaden zur leckeren „Flockensahne“ und Cappuccino:

„Nimm Dir Zeit für die schönen Dinge des Lebens“

Auf dem Ostwestfalendamm über den Dächern des Oberzentrums

Über den Dächern Bielefelds führt der Ostwestfalendamm die Autos Ampellos an der Großstadt vorbei. Nur die Radarfallen lauern rund um die Uhr.

Von „Omas“ Hausmittel zum Kultprodukt: Kaiser-Natron®

Kaiser Natron als Pulver in der traditionellen Schachtel, neu in der 300g-Dose und als Tabletten

Nicht nur die ostwestfälische „Oma“ sagte immer, wenn sie auf die traditionell grün-weiße, gewollt unprätentiöse Packung aus Bielefeld und die Wunderwirkung des Vielzweckproduktes hinwies: „Ein Vollbad mit Kaiser-Natron® macht weiche Haut und man fühlt sich gleich viel jünger.“

Schon die alten Ägypter haben ihre Verstorbenen (nein, nicht mit Kaiser-Natron®) mit Natriumhydrogencarbonat einbalsamiert. Damals gewann man das Salz aus den Seen des Tales Natron (Wadi Natrun), wo es auch heute noch natürliche Vorkommen gibt. NaHCO3 (doppelt kohlensaures Natron) ist die chemisch korrekte Formel des leicht säuerlich schmeckenden Pulvers. Kaiser-Natron® aus dem Hause HOLSTE wurde um 1900 entwickelt, ist auch heute noch eine der großen alten Marken Ostwestfalens und hilft damals wie heute gleichermaßen in der Küche, auf der Reise und bei vielen medizinischen Anwendungen.

Die Ursprünge der Firma sind untrennbar wie die  Zauberkräfte dieses Produktes mit dem Erfindergeist dieses alten Bielefelder Namens verbunden: HOLSTE. Begonnen hatte alles 1825, als Arnold Holste im  ältesten Teil Bielefelds im Haus „Welle Nr. 45“ einen Kolonialwarenladen gründete. Das damals noch kleine heutige Oberzentrum und Hochburg der Leinenindustrie erlebte grade den Reiz der Kolonialzeit, fremder Waren und Länder.  1886 gründete Arnolds Witwe Johanne Holste die Firma Arnold Holste Wwe., die Sohn August übernahm. Man handelte in „importiertem hochwertigem Speiseöl aus der Toskana namens Lucca“, das bei der gutsituierten Kundschaft sehr beliebt war.

Bügelhilfe
Die "Plätthülfe" von damals heißt heute "Bügelhilfe"

Mit typisch Holstescher Tüftelei erfand man 1892 den Wäschepflegeartikel „Holste´s Bielefelder Glanz-Stärke“. Nicht nur für  die florierende Wäscheindustrie der Stadt am Teutoburger Wald kam dieses Produkt wie gerufen. HOLSTE – damals noch an der Großen Kurfürstenstraße 47 – stieg zur bedeutendsten Glanzstärkefabrik Deutschlands auf. Weitere Produkte wie „Familien-Shampun“, „Kragendoctor“, „Plätthülfe“ und „Schreibtinte“ ergänzten das Programm.

Kaiser-Natron® aber sollte der „Renner“ werden. Und ist es bis heute. August Holste war es, der 1903 mit sechs weiteren Unternehmern (darunter Fritz Henkel und Dr. August Oetker) in Berlin die „Vereinigung zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs“ gründete, der am 25. November unter den Namen „Verband der Fabikanten von Markenartikeln“ in das Vereinsregister beim Königlichen Amtsgericht I in Berlin eingetragen wurde. Nach seiner Wiedergründung 1948 gibt es den Verband heute noch als „Markenverband e.V.„.

Im Jahr 2000 feierte die Firma Arnold Holste Wwe. GmbH & Co. KG das 175jährige Jubiläum. Mit der Produktlinie HOLSTE PROFI wurde ein erfolgreicher Schritt zu einem Komplettanbieter für die professionelle Reinigung realisiert. Neue Produktsysteme, ökologische Rohstoffauswahl und modernste Produktionsanlagen sichern den höchstmöglichen Qualitätsstandard. 2010 wurde die Ansetzerei modernisiert, weiter expandiert und zusätzliche Rohstofftanks installiert.

Bielefeld. Sudbackstraße 3. Das historische Gebäude

Seit dem 1. März 1907 produziert HOLSTE in der Bielefelder Sudbrackstraße. Dort wird auch das berühmteste Produkt in der grün-weißen Packung verarbeitet und verpackt.

Stefan Grap   Living in OWL
Betriebsleiter Stefan Grap vor der Abfüllstraße

Stefan Grap, Betriebsleiter bei HOLSTE: „Dieses alte Hausmittel erlebt zurzeit eine Renaissance. Darüber freuen wir uns natürlich.“ In der Produktion zeigt er uns die Abfüllstraße, auf dem das Kaiser-Natron®-Pulver verpackt wird.

Hier wird das Zauberpulver verpackt

Living in OWL wird in lockerer Folge über Kaiser-Natron® als vielseitigen Haushaltshelfer und Mittel gegen zahlreiche Wehwehchen berichten.

Arnold Holste Wwe.GmbH & Co. KG
Sudbrackstraße 1-7
D-33611 Bielefeld
Tel.: +49 521 520 75 -0
Fax: +49 521 520 75 33
E-Mail: info@holste.de
Homepage: http://www.holste.de

Eine Mindener Ansichtskarte von 1898

Alte Postkate von 1898: Der Mindener Bahnhof mit Dampfloks

Es gibt immer wieder Ideen, die interessant sind und die Vergangenheit vieler Menschen berühren. Auch hier in OWL. 1995 gründeten Dusan Bartko und Ondre Reher in Halle/ Saale ein Handelsgeschäft als GbR für Möbel und Kleinantiquitäten, aus dem  2008 eine OHG wurde. Von Beginn an engagierte man sich aber auch im Bereich „alte Ansichts- karten“.  Durch viele Sammlerbörsen, Antikmärkte und Kontakte zu Sammlern sammelten die Gründer Erfahrungen und sind inzwischen das umsatzstärkste Unternehmen im Bereich alter Ansichtskarten. Mitte 2000 ging der Onlineshop für alte Ansichtskarten www.ansichtskartenversand.com online, den inzwischen über 20.000 Kunden nutzen. Im Januar 2003 zog die Bartko-Reher OHG komplett von Halle/Saale nach Berlin (Linienstr.156, 10115 Berlin. Telefon: +49 30 21232414  Telefax: +49 30 21232414
E-Mail: info@ansichtskartenversand.com) um. Die auf dem Screenshot oben gezeigte Ansichtskarte des Mindener Bahnhofs von 1898 ist nur eine von über 800.000 Karten im Bestand.

Die neue Leichtigkeit des Dahinsausens auf der A2

Nun durchgängig 6-spurig: Die A2

Seit gestern soll es vorbei sein, mit den Megastaus bei Hamm und auf der Autobahn A2. Diese für OWL so wichtige und extrem viel befahrene Schnellstraße hat seit gestern durchgängig vom Ruhrgebiet bis nach Berlin 6 Spuren. Auch zum sofortige Lückenschluß der Autobahn A33 , für den neulich demonstriert wurde, gibt es positive Signale aus Berlin und Düsseldorf.

Sie haben den Pudding. Wir die Löffel.

Vor 150 Jahren wurde Firmengründer August Oetker geboren

Alles fing mit der Geburt von August Oetker 1862 im niedersächsischen Obernkirchen an. Der Bäckersohn begann mit 16 Jahren in einer Apotheke in Stadthagen seine Lehre, die er 1881 abschloß. Von Bielefeld war da noch lange nicht die Rede. Es verschlug ihn nach Hanau in Hessen, dann folgte Berlin. Dort machte er 1888 seinen Doktor in Pflanzen- kunde. Jetzt kommt Bielefeld ins Spiel, wo er 1891 die zum Verkauf stehende Aschoff´sche Apotheke übernahm. Und los gings beim jungen August mit den Experimenten und der Suche nach einem „Verkaufsschlager“. Erst gab es Gesundheitskakao, dann Fußcremes und Warzentinktur. Das Backpulver „Backin“ schließlich brachte den Durchbruch. So feiert die weitverzweigte und in Bielefeld als ziemlich zurückhaltend bekannte Familie Oetker heute eben den Geburtstag von Dr. August. Beziehungweise wie Oetker Pressesprecher Jörg Schillinger sagt: „Wir machen heute nichts“.

Warum auch. Backt doch heute Mittag in Millionen Haushalten eine „Ofenfrische“ hoch. Fahren hunderte Schiffe der Konzerneigenen Reederei Waren auf den Weltmeeren, löffeln Hunderttausende den „Pudding an sich“ von Dr. Oetker.

Wer noch mehr über die bekannteste Wirtschaftsdynastie nicht nur von OWL Ostwestfalen-Lippe sondern Deutschland und darüber hinaus erfahren will, liest das Buch „Die Oetkers“ von Rüdiger Jungbluth. Erschienen erstmals 2004 bei BasteiLübbe.

Es knallt lauter als jemals zuvor

Noch mehr Schwarzpulver. Noch lauter. Silvester 2011

Was die Verantwortlichen in Brüssel, Berlin usw. umtreibt, wissen wir nicht. Silvester in Deutschland wird dieses Jahr lauter denn je. Die Politiker haben dafür gesorgt, daß Silvester 2011 bunter und auch gefährlicher abläuft als in allen Jahren zuvor.  Wie das kommt? Nach EU-Richtlinie 2007/23/EG darf die Netto-Menge an Explosivstoff statt wie bisher 200 Gramm nun bis zu 500 Gramm betragen. Somit eine Verdopplung der Feuerkraft. Die neue Regelung, die bereits 2007 verabschiedet wurde, ist seit Mitte 2010 in Kraft. Die schweren Böller dürfen aber erst in diesem Jahr in Deutschland verkauft werden, weil sie vorher von der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) auf ihre Sicherheit gecheckt werden mussten. Denn ohne BAM-Prüfsiegel darf kein Feuerwerkskörper in Deutschland verkauft werden. Übrigens ist es auch verboten, ungeprüftes Knallzeug zu zünden. Wer erwischt wird, dem drohen Geldstrafen.

Der Mann hinterm Knallertisch beim Hagebaumarkt schüttelt nur den Kopf, als der Familienvater mit zwei Halbwüchsigen ihn darauf anspricht: „Kindern das richtig brisante Zeugs am Besten nicht mehr in die Hand geben“. Und rät zu bunten Leuchtraketen, die vom Stab abgeschossen werden.

 

Zieht Droste Berliner Buletten vor?

Zieht der Herforder Wiglaf Droste Berliner Buletten vor?

1961 kam er in Herford zur Welt und wurde zu einer der schärfsten schrift- stellernden Zungen,  die Deutschland heute hat. Leider ist dieses  – heute Berliner – Kind Ostwestfalen-Lippes zu selten in unserer Region, um aus seinen Büchern „z.B. Auf sie mit Idyll“ vorzutragen. Da bleibt uns ja nur das genüßliche Blättern in Stevan Pauls wunderschönem Food-Blog „NutriCulinary„. Der hat da nämlich mal über eine Lesung in Hamburg geschrieben, als „der Droste“  in bester ostwestfälischer Satirik über die „Bionade-Biedermeister“ aus seinem Buch vortrug. Bionade gehört bekanntlich zum Bielefelder Food/Seefahrt/Bier/Hotel/Sekt-usw.-Riesen Dr. Oetker. Da hätten die Leute längs des Ostwestfalen-Dammes durchaus heftig was zu Lachen gehabt.  Der Wiglaf, der Droste, legt aber Wert darauf, nicht verwandt und verschwägert mit der münsterländischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zu sein. Obwohl man das ja in Ostwestfalen-Lippe nicht immer so genau weiß. Bei dem geballten Schelmentum hier mit seiner Comedian-Dichte.

Ergänzung: Also, der Droste ist ja einer. Liest der doch glatt Samstagabend ab 19.30 Uhr mit Harry Rowohlt (Lindenstraße. Dämmerts?) , ab 19.30 Uhr auf dem Kulturgut Haus Nottbeck, bei Oelde, „Nottbeck City Limits # 1“. Na gut. Ist aber nicht Ostwestfalen-Lippe sondern Münsterland.

Deppendorf?

Deppendorf. Ortsteil von Bielefeld-Dornberg

Kaffeezeit. 16:15 Uhr. WDR-Fernsehen. Moderator René Riche hält in der Sendung „Daheim & unterwegs“ ein Bild des Leiters des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf (kommt aus Essen und stellt wahnsinnig „investigative“ Fragen an die Politiker in Berlin) in die Kamera. Aber um den ging es eigentlich nicht sondern um den Namen „Deppendorf“. Den trägt auch der Bielefeld-Dornberger Stadtteil. Genauer heißt er ja Niederdornberg-Deppendorf.  Gesucht werden bis zum 12. August vom WDR die „20 lustigsten Ortsnamen in NRW“. Siehe da, Deppendorf gehört dazu. Gegen Habenichts, Witzhelden & Co. sollte Deppi aber Chancen haben. Eingesessene Deppendorfer haben sich übrigens in ihrem 1400-Seelen-Örtchen mit dem Namen eingerichtet, winken freundlich, wenn man von Niederdornberg auf dem Weg nach Werther hindurchfährt und  sind alles andere als „deppig“. Schließlich leitet sich Deppendorf keineswegs von „Deppen“ ab sondern von Dedmaring.

.Am Montag 1. August stellt „Daheim & unterwegs“ Deppendorf ab 16:15 Uhr in einem Bericht vor. Sie wollen für das Dörfchen abstimmen? Das geht hier.

Es gibt sie noch. Die großen alten Marken „Made in OWL“

Backin von Dr. Oetker

Ca. 15 Gramm Backpulver „Backin“ enthält das Tütchen von Dr. Oetker aus Bielefeld. Ausreichend „für ein Pfund Mehl“. Apotheker Dr. Oetker hatte 1891 die Revolution der hausfraulichen Backkunst  im Hinterzimmer der Bielefelder Aschoffschen Apotheke erfunden. „Backin“ im Tütchen gibt es bis heute. Diese Erfindung und ein cleveres Händchen mit Werbung, Marketing und Chuzpe bekannter Personen der Inhaberfamilie machten daraus einen Weltkonzern.

Melitta aus Minden. Lange Zeit der Inbegriff von Filterkaffee

Es ist wohl immer noch der Inbegriff für „guten Filterkaffee“: Melitta. Der Firmenname geht zurück auf Melitta Bentz aus Dresden, die 1908 mit einem Stück Filterpapier und einem gelochten Messingtopf den unbekömmlichen Kaffeesatz filterte. Im gleichen Jahr wurde er unter der Nr. 347895 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin als Gebrauchsmuster eingetragen. Daraus entwickelte sich rund um Kaffee und Haushalt der heute ebenfalls weltbekannte Konzern „Melitta“, der 1929 von Dresden nach Minden zog.

Miele-Repräsentanz. "Unter den Linden", Berlin Bild: Miele-Pressearchiv

Spricht man mit Amerikanern über Haushaltsgeräte, so verbinden sie mit „Miele“ aus Gütersloh sozusagen „den Benz unter den Staubsaugern“ mit diesem Namen.  Aber auch die anderen Haushaltsgeräte aus dem Konzern haben immer noch einen „sagenhaften“ Ruf. Sind allerdings auch an der Spitze der Preisskalen angesiedelt.  Weltweit über 16.000 Mitarbeiter beschäftigt dieses am 1. Juli 1899 von Carl Miele und Reinhard Zinkann in Herzebrock gegründete Unternehmen. Zunächst baute der damals noch kleine Betrieb Milchzentrifugen,  ab 1900 dann Buttermaschinen. Aus ihr entstand im gleichen Jahr die erste Waschmaschine.

Die Staubsauger mit dem exzellenten Ruf werden seit 1927 gebaut. Aber auch Fahrräder und Motorräder gehörten zeitweise zum Produktionsprogramm. In vierter Generation leiten die Familien Miele und Zinkann heute die Geschicke. Mit der Repräsentanz auf Berlins Prachtboulevard „Unter den Linden“ besitzt man eine stark besuchte Präsentation der Marke.  Auch das Miele-Werksmuseum in Gütersloh ist einen Besuch wert.

Bielefeld. Hauptbahnhof der Region

Gleis 8. Bielefeld Hbf.

Neben den Autobahnen A2, A30 und A33 ist der Bielefelder Hauptbahnhof der größte Verkehrsknotenpunkt der Region. Hier hält nicht nur der ICE 10 von Berlin über Hannover nach Hamm und umgekehrt. 11 Regionalbahnen (vom „Westfalen-Express“ über den „Haller Willem“ bis zum „Leineweber“) erschließen OWL nahezu komplett.

Wer angekommen ist, sieht das große Fenster des Hauptportals

Wer sich noch einmal umdreht und nicht gleich gradeaus zur unterirdischen Haltestelle der Stadtbahn („Kleinste U-Bahn der Welt“) eilt oder rechts in die Haupteinkaufsstraße Bahnhofstraße einbiegt, sieht den renovierten Jugendstil- bau  von 1910 in seiner ganzen Pracht.

Jugendstil: Bielefeld Hauptbahnhof

Wer den großen Bau gegenüber dem Hauptbahnhof noch als „Mövenpick Hotel“ kennt, wird erstaunt den jetzigen Namen „Bielefelder Hof“ lesen.

Hotel Bielefelder Hof

Das neue „Bielefelder Stadtschloß“

"Ich bau mir ein Schloß...."

„Ich bau dir ein Schloß
so wie im Märchen,
da wohn ich mit dir
dann ganz allein….“

Ob beim Bielefelder Abfallentsorger direkt am Südring wohl jemand an den Song eines jungen Niederländers dachte, der damals große Erfolge damit feierte? Eher nicht. Lagern Fischers doch darin eher unansehnliche Dinge. Aber immerhin hat Bielefeld damit, was Berlin bisher nicht schaffte:

Ein Stadtschloß.