Reiner Sonnenberg – Besinnung

Größe 50 x 80 cm, 480,00 Euro

Ein besinnlich-eindringliches Bild von Reiner Sonnenberg. Gemalt in Acryl auf Leinwand.

 

Reiner Sonnenberg
Telefon: 0151-59499154
Atelier: (Besuche nach vorheriger Absprache)
Wankelstraße 6, 33449 Langenberg
E-Mail: atelier@reiner-sonnenberg.de
Webseite: http://www.reiner-sonnenberg.de
und auf Facebook

Nasibärchens Hänger-Drama, Teil 2

Nachdem ich letzte Woche von unseren Anhänger-Startschwierigkeiten berichtet habe, möchte ich nun auf ein Erlebnis der gegenteiligen Art, einige Jahre später, zu sprechen kommen.

Nasi und ich waren da nach langer Zeit des konsequenten Trainings „Wie mache ich einem Haflinger das Anhänger fahren schmackhaft?“ eeeeeeendlich so weit, alleine und ganz ohne Anschubshilfe auf die Straßen Deutschlands losgelassen zu werden. Ein Traum von ganz vielen wurde wahr. JUHU!!!!!
Eine sehr gute Freundin lud mich denn auch zu einem Reitwochenende ein. Ich freute mich wie Bolle, lieh mir den Stallanhänger, packte Nasis und meine Reisetasche…Und auf gings…

Zu diesem Zeitpunkt dauerte die Verladezeit maximal eine Minute. Jaaaaaahaaaaaa!!!!! Man glaube es kaum, aber manchmal geschehen auch mal Wunder hihi. Folgendes stelle frau/man sich vor:
Ich verlade nach Parelli…heißt ich stehe seitlich neben der Rampe und „sage“ Sir Nasi, er möchte sich bitte hineinbewegen. Soweit so gut. Ich steh also da und sage es ihm entsprechend. Laaaangsaaaaam macht er sich denn auch auf den Weg und bequemt sich die Rampe hinauf…Und entschwindet heimlich still und leise im Inneren… Meine Freude ist grenzenlos, bis er auf einmal stoppt…
EY, sag ich:“ Der Popo muss noch nen Stücksken rein!“
Zärtlich tipp ich ihn mit meinem Zeigefinger an…Nichts… Dann klatsch ich zweimal mit der Hand auf sein Popöchen…Da verlagert er zwar sein Gewicht nach vorne, aber mehr passiert auch nich… Huf Bewegung gleich null…


In meinem Kopf höre ich wieder nur seine Stimme:
„Ich-kann-nich-weiter-nach-vorne-gehn…da-is-nämlich-kein-Platz-meeeeehr!!!“
FUMP senkt sich mein Stöckchen auf sein zartes Hinterteil… jedoch statt vorwärts, legt er gaaaanz laaaangsaaaaam den Rückwärtsgang ein und schlendert völlig entspannt die Rampe wieder hinunter…derweil klopp ich nochn bisken rhythmisch auf ihm rum… Was man natürlich nicht machn sollte, aber…naja…Ich bin auch nur ein Hafi gebeuteltes Frauchen, woll?
Er steht also wieder draußen und ich kuck ihn an… atme 2mal tief ein und aus… nehme meine Position ein und schicke ihn souverän deluxe erneut in den Anhänger. Oh Wunder, diesmal passt sogar auch sein Popöchen rein!!!
Stange vor, Klappe zu und ab auf de Autobahn!

Nach 1,5 Stunden empfängt uns an der verabredeten Wiese auch schon Anja. Hach…
Beschwingt steige ich aus, begrüße sie und gehe zur Rampe. Als ich sie öffnen will, wundere ich mich bereits wie schwer sie is…seltsam…Da schaue ich zwischen Rampe und Anhänger und mir bleibt die Spucke wech…
… Diesen Anblick musste ich erstmal wirken lassen…

Da seh ich nämlich, wie Mr. NASIBÄR auf Hufspitzen sich in die Rille zwischen Hänger und Klappe gestellt hat und dezent mit seiner Kiste die Rampe runter drückt…
Machen wir uns nix vor… Aber DAS konnte ich beim besten WILLEN NICH halten…
Ich rief noch kurz VORSICHT und schon knallte die Rampe inkl Pony auf den Boden. Meine Freundin lachte sich schlapp, während Sir Nasi völlig relaxt die Rampe runter lief…schön langsam und in gerader Linie…Wie frau es sich wünscht, wenn sie es abfragt…
ABER DAS HATTE ICH NOCH NICH, JA????
ICH mein, WIE, also wirklich WIE hat er denn bitte die Stange mit dem Splint gelöst? Der Herr is ja so unauffällig während der Fahrt, als wäre der Hänger leer… GRÜBEL…
Ich mein, ich hab wirklich nix davon mitbekommen…also is doch die berechtigte Frage, was er veranstaltet hat, um dieses Ziel zu erreichen.
Naja…lassen wir das…

Nu stand er da draußen und schaute mich an, als wolle er gelobt werden, für das , was er gemacht hat…tststs… nee nee mein Freund… Ich also zu ihm:
„Kollege, so geht das nich…Die Regel is, dass du erst dann runter kommen darfst, wenn ICH es sage, ja? ICH…nich DU!!! Also zack zack wieder rauf!!!!
Er kuckst nochma… scheint irgendwie mit den Schultern zu zucken und zuckelt wieder langsam in den Hänger…
Geht doch, denke ich nur…
Da stand er nun…kippte den Hintern, entlastete sein linkes Hinterbein und dann… schaut er mich so über seine Schulter an…
Ich mein, kennt ihr diesen Blick… Wo äh… also wo frau das Gefühl hat, ihr Pony zeigt ihr den Mittelhuf??? So fühlte es sich in diesem Moment an…
Übel oder???? Geht doch so gar nich…Aber Nasi hat nu mal ne Gesichtskirmes vom Feinsten…egal…

Jedenfalls hieß es jetz erstmal warten…Denn nach so einer „Wieder-Einsteig-Aktion“ wusste ich, dass ich ihn die nächsten zehn Minuten nicht zu fragen brauchte, ob er wieder hinaus kommen wolle… Da kennt/kannte er keine Gnade… Da half auch kein Stöckchen, am Schweif ziehen oder was mir sonst noch so einfiel…
Wenn ein Hafi was nich will, will er es nicht… RIESENSEUFZ

Somit rauchte ich mir 1,2 Kippchen, quatschte mit meiner Freundin und wagte es daaaaaannn… gaaaaaanz vooorsichtiiiiiich Herrn Nasibär zu fragen, ob er denn jeeeeetz zuuuuuuufällig gewillt seiiiiiiiii, hinabzusteigen…
Er war es… Gott sei gedankt… Denn ich hatte langsam Hunger und seine Wochenendkollegen warteten auch schon 😊😊😊

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Der Weg zur Seele

Inge Hörster (Artikel: Aurachirurgie – ein Geschenk des Himmels) erlebt in ihrer Tätigkeit immer wieder höchst erstaunliche Situationen und lässt die LeserInnen von livinginowl daran teilhaben.

SONY DSC
Inge Hörster

Die Mail einer Klientin, 48 Jahre, aus Frankreich erreichte mich

Liebe Frau Hörster,

durch einen Zufall (*) bin ich auf Ihre Website gestoßen und habe mir Ihren Film angeschaut. Ich bekam eine Gänsehaut, es wurde mir eiskalt. Ich weiß, dass Sie genau die Richtige sind, die mir helfen kann, aus meinem tiefen Loch heraus zu kommen. Bitte geben Sie mir einen Termin.

*Anmerkung von mir: Es gibt keine Zufälle.

Die Klientin litt an Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen, hatte seit Jahren einen nicht heilen wollenden eitrigen Hautausschlag auf der linken Wange, außerdem Zahnprobleme, ebenfalls auf der linken Seite, so dass sie schlecht kauen konnte.

Auch psychisch ging es ihr nicht gut. Sie hatte große Angst, vor einer Gruppe von Menschen zu sprechen.  Ihr Hals war dann wie zugeschnürt. Sie ist stark medial veranlagt, was dazu führte, dass sie als Sonderling betrachtet wurde. Seit fast fünf Jahren lebte sie sehr zurückgezogen, hatte Angst vor den Menschen, war am liebsten allein zuhause.

Ich gab ihr einen Behandlungstermin für abends um 21.00 Uhr und vereinbarte mit ihr, dass sie mir einige Tage später über ihre Empfindungen/Erlebnisse während der Behandlung berichten würde.

Schon einige Zeit vor dem vereinbarten Termin spürte ich, dass sich starke Kräfte in mir entwickelten. Irgendetwas war anders als sonst. Ich war aufgeregt (sonst gar nicht meine Art), total nervös, schwitzte sehr stark. Meine kleine Hündin Lilli kratzte an der Wohnzimmertür, sie wollte einfach nur raus aus dem Raum.

Somit fing ich schon früher an, mich in die Klientin hineinzufühlen.  Es taten sich unendlich viele Dinge vor meinem geistigen Auge auf, so dass ich mit der Behandlung fast gar nicht nachkam. Immer mehr und mehr löste sich von ihr. Ein Trauma nach dem anderen wollte abgelöst werden.

Plötzlich wusste ich und sah ich ihn auch, Gott saß bei mir. Diese Behandlung bei der Klientin und das anschließende Gespräch mit Gott ist bisher das fast schönste Erlebnis, das ich als Aurachirurgin erleben durfte.

Hier ihre Erfahrungen mit meiner Anwendung. Ich habe es auf das wichtigste verkürzt.

„1000 Dank, liebe Inge, was ist nur in der Nacht geschehen? Mir geht es heute wesentlich besser, hatte einen tollen Tag bei den Pferden, die Sonne lachte, plötzlich ist alles wesentlich klarer für mich. Seit der Behandlung habe ich einen riesigen Schritt gemacht. Ich bin glücklich, ich spüre, dass meine Intuitionen stärker werden und ich weiß jetzt, dass ich mich auf sie verlassen kann, darf und auch sollte.

JETZT bin ich endlich so weit, dass ich meine Opferrolle loslassen kann. JETZT lebe ich mein Leben. Genau so, wie Gott es für mich vorgesehen hat. JETZT bin ich frei und habe das absolute   V E R T R A U E N, dass alles genau so seine Richtigkeit hat, wie ich es sehe. Ich verstecke mich jetzt nicht mehr und werde Bücher schreiben.

Danke, danke, 1000 mal danke!!!“

Für mich ist es immer wieder wundervoll, zu sehen, zu spüren, wie die Klienten in ihre wahre Aufgabe kommen, wie sie wieder   L E B E N.

Inge Hörster
E-Mail: hoerster-schloss@web.de
Webseite: http://www.meine-aura-oase.de

Mein „Sonnenberg“

Ein Traum in Türkis.

Ich mag die Farbe Türkis. Mein heimisches Wohnzimmer weist daher Akzente dieser Farbe in Gardinen, Lampen und Sofakissen auf. Und seit gestern auch in einem Bild von Reiner Sonnenberg, das sich nicht nur perfekt in seine Umgebung einfügt, sondern ein ganz besonderer Hingucker ist.

Gemalt wurde es mit Acrylfarben auf Aluminium. Final bearbeitet hat es der Künstler dann mit einer Schleifmaschine. So entstanden die faszinierenden Lichtreflexe.

Love it …

Reiner Sonnenberg
Telefon: 0151-59499154
Atelier: (Besuche nach vorheriger Absprache)
Wankelstraße 6, 33449 Langenberg
E-Mail: atelier@reiner-sonnenberg.de
Webseite: http://www.reiner-sonnenberg.de
und auf Facebook

So nah am Licht: Lesung in Münster

Autorin Sabine Kalbus bringt uns die Engel näher.

In der Münsteraner Praxisgemeinschaft Neue Wege liest Sabine Kalbus aus ihrem Buch „So nah am Licht“. Sie erzählt von ihren Erlebnissen mit Engeln und Lichtwesen, die sie seit einer schweren Krankheit in jungen Jahren sehen und spüren kann.

Die Lesung findet am 17. Dezember 2017 um 16 Uhr statt.

Praxisgemeinschaft Neue Wege
Südstraße 20
48153 Münster
Telefon: 0251-747 90 53
Eintritt: 12 Euro

Die Plätze sind begrenzt, daher bittet Sabine Kalbus um rechtzeitige telefonische Anmeldung.

Gönnt Euch ein Stündchen Entspannung, Ruhe und Zeit abseits der Hektik der Weihnachtsplanungen.

 

Die sanfte Hand des Unsichtbaren

Inge Hörster (Artikel: Aurachirurgie – ein Geschenk des Himmels) erlebt in ihrer Tätigkeit immer wieder höchst erstaunliche Situationen und lässt die LeserInnen von livinginowl daran teilhaben.

SONY DSC
Inge Hörster

Sylvia, eine Klientin von Inge Hörster, schreibt ihre Erfahrungen mit der Aurachirurgie 

Über 20 Jahre hatte ich auf alternativem Weg meine Blockaden und starken Schmerzen am Bewegungsapparat bearbeitet. Jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Ich war kurz davor zu resignieren und wolle nichts dergleichen mehr unternehmen. Dann erzählte mir eine Freundin von Inge und ihrer Tätigkeit.

Eigentlich wollte ich eine eine persönliche Behandlung buchen, aber Inge war verreist. Einige Zeit später ereilte mich ein Hexenschuss. Wer diese Schmerzen kennt, will nur eines. Schnelle Linderung, egal wie.  Ich rief Inge an. Und obwohl sie einen sehr wichtigen Termin hatte, nahm sie sich spontan Zeit für mich.

Das war der Anfang einer 4-wöchigen regelmäßigen einfühlsamen Behandlung. Es meldete sich in mir alles, was der Erlösung bedurfte. Wie beim Zwiebelschalenprinzip begann nun der Rundumschlag. Das Gute daran: ALLES war telefonisch möglich.

Auch wenn die Schmerzen nicht wie von Zauberhand verschwanden, konnte ich während der Behandlungen eine tiefe Entspannung, Wärme und Kribbeln spüren. Auch heftige Heilschmerzen zeigten mir, das wir auf dem richtigen Weg waren. Ich habe jahrelange Erfahrungen und unterscheide gut Heilschmerzen von üblichen Schmerzen.

Mir gefiel besonders Inges einfühlsame Behandlung, dass sie Zeit für mich hatte, ihr Glauben. Ich fühlte mich gut aufgehoben.

Eigenverantwortung und Dankbarkeit sind auch zwei wichtige Eckpfeiler auf dem Weg zur Heilung. Ich habe mich auf den Prozess eingelassen, d.h. nicht zwischen Tür und Angel Heilung erwartet, sondern schaute auch selbst, was triggert mich gerade im Außen an. Ich bin der Überzeugung, dass jedes körperliche Problem seelische Hintergründe hat. Die Heilung ist auf feinstofflicher Ebene oft schnell erledigt, der Körper braucht seine eigene Zeit.

Nach über 30 Jahren akuter und chronischer Schmerzen kann ich sagen, dass es mir heute gutgeht. Dennoch entbindet mich dieses gute Ergebnis nicht, in Zukunft sehr achtsam mit mir umzugehen. Ackern auf Verschleiß und Schwimmen gegen den Strom führt genau zu dem Resultat, das mir beschieden wurde.

Was es heißt, von den jahrzehntelangen Schmerzen befreit zu sein, ahnt nur, wer es einmal selbst durchlitten hat.

Mir bleibt nur,  1000 Dank an Inge zu sagen!

Sylvia aus Sachsen“

Liebe Sylvia, dich kennengelernt zu haben, hat mir sehr viel bedeutet und bedeutet mir auch immer noch sehr viel. Dein   V e r t r a u e n   – trotz deiner irrsinnigen Schmerzen – das habe ich noch nicht erlebt. Immer wieder und wieder öffnete sich ein neues Muster, ein neues Karmisches „Problem“. Du hast mir so leid getan, ab und zu war ich am Verzweifeln – jetzt darf ich es ja zugeben. Dein   V e r t r a u e n , dein Mut, deine Zuversicht, dein Glauben an meine Tätigkeit – bewundernswert. Ich habe bei den Engeln bestellt, dass sie immer auf dich aufpassen und dir deinen Weg zeigen. Sollte sich noch ein Muster zeigen, melde dich. Du weißt, wann du mich erreichen kannst.

Deine Inge“

Sylvia hat sich nie wieder wegen Schmerzen bei mir gemeldet. Ab und zu schickt sie allerdings Päckchen mit Kleinigkeiten der Dankbarkeit .

Inge Hörster
E-Mail: hoerster-schloss@web.de
Webseite: http://www.meine-aura-oase.de

 

Black Beauty will nicht in den Hänger

Mr. Nasi hatte seit dem Tag, an dem er „bei mir“ einzog ein äusserst gespaltenes Verhältnis zu Pferdeanhängern. Wahrscheinlich hatte er das auch schon vorher…wie so manch andere psychisch angehauchte Marotten…seufz… aber nun… Dieses Anhängerdingen war jedenfalls etwas, das das Leben mit meinem Hafilein doch ne ganze Weile  belastete. Wobei…wenn ich immer so an seine Gesichtsausdrücke denke, war er im Vergleich zu uns (meine meist zahlreichen „Hafi-in-den-Hänger-Träger“) ziemlich tiefenentspannt…grrrrrrrrrrrr
Kleiner Exkurs: Also mit den Trägern meine ich es wirklich so, wie ich es grad geschrieben hab… der kleine Sack sah es nämlich ne ganze Weile überhaupt nich ein, seinen zarten Körper selbst in das Gefährt hineinzu bugsieren….NEIIIIIIIINNNN!!! Starke Männer, es waren 5 (!) mussten ihn Huf für Huf H.I.N.E.I.N.T.R.A.G.E.N.!!!!!
Ich mein, stellt euch das doch ma bitte vor… in Gedanken schlag ich bei den Bildern immer noch die Hände über den Kopp zusammen… ob mir das peinlich war??? Halloooo??? Peinsames Empfinden ist gar kein Ausdruck… zumal grad wieder viele neue drölwzig 1000 Situationen mein Gedächtnis überrennen… aber dazu kommen wir nach und nach…
Wie gesagt, stellt euch vor, das zarte Tierchen von 505 kg Lebendgewicht, soll umziehen…dafür muss es in sein Taxi einsteigen… das will es aber nicht und parkt demonstrativ hufgenau vor der Rampe. Diverse Futterangebote … anschubsen … Pitscheneinsatz in unterschiedlichen Stärkeausführungen, wie auch Longenarbeit versagen ihren Dienst auf ganzer Linie… und die Zeit vergeht… Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken oder überhaupt irgendeine Reaktion zeigend, lässt er alles stoisch über sich ergehen… noch nicht mal die Ohren legt er an… ooooooh oooooh, das lud nich gerade zu Freudensprüngen ein.
Letztendlich zerrten sie nacheinander mehr oder weniger zärtlich an seinen Vorderbeinen und stellten diese Stück für Stück auf die Rampe… dann ging es nach hinten… zwei Herren verschränkten ihre Arme unter Nasis Popo…hoben ihn eine Kleinigkeit an… derweil ganz fix 2 andere – hockende – Männer, sich seine Hinterbeine schnappten und sie entsprechend den Vorderbeinen hinterher auf die Rampe stellten… der 5. Mann hielt den Führstrick und versuchte immer wieder das Tierchen zu einer eigenständigen Vorwärtsbewegung zu…ja…zu bewegen halt, ne?
Selbstverständlich ohne Erfolg…is ja klar…
Während ich das hier schreib, habe ich Tränen in den Augen vor Lachen… ich mein, ich war zarte 19… unschuldig, naiv…
(wer glaubt auch einfach blind jemanden, es sei ein liebes Anfängerpferdchen, das ein neues Zuhause sucht und ich das richtige Frauchen sei… hmmm… der kleine Sack hatte mich beim Erstkontakt direkt mit angelegten Ohren begrüsst und mir auch noch in den Finger gebissen…aber er war doch soooooooo süüüüüüüüüüß!!!!!!! Jaajaa…mit mir war das machbar…sonst könnte ich jetz nich all die hübschen Geschichtchen schreiben haha!!)
… und hatte nich wirklich viel Ahnung von Pferden… geschweige den ne Idee, wie ich mit nem psychedelischen Hafitierchen umzugehen hatte…
Aber zurück zum Anhänger… ich stand ja jetzt die ganze Zeit daneben und konnte nix machen, außer hilflos zuzusehen…
Denn, wenn Sir Nasi etwas nicht wollte, wollte er es partout nich… entweder rannte er Vollgas von dannen oder er parkte (wie in diesem Fall) wie ein Fels in der Brandung… mit unendlicher Ausdauer…
Gezielte leichte oder heftige Schläge mit dem Stöckchen, interessierten ihn mal so gar nicht. Auf mich wirkte das so, als habe er auf Knopfdruck eine fette Hornhaut entwickelt, die nichts…aber auch wirklich GARNIX an ihn heran ließ.
Echt übles und verzweifelndes Bild, während du dich nebenbei fragst, wie das alles so weitergehen soll… ???
Zwar hatte ich mir schon immer ein Pferd gewünscht… aber doch nich SOWAS!!! Ich träumte von so nen coolen Black Beauty oder Fury, wo alle sagen:“Boah wooooow, Diaaaanaaaa, da haste dir aber nen Schicken gekauft. Wir sind total neidisch!!!“…
Nun ja… nach ner Zeit haben wirklich auch alle was gesagt, wenn ich mit (oder ohne) Nasi ankam… nur leider nich das, was ich mir vorgestellt hab… es hörte sich eher so an:
„Oh nein, da is wieder Diana mit ihrem Killerhafi!“ oder „Oh Gott, da is er wieder, aber wo is Diana?“
Ein Traum sag ich euch, aber auch zu diesem Satz schreibe ich später ein paar Storys… ich komm nämlich vom Thema ab… sorry…
Ich fasse mich jetz kurz, da die tragischsten Momente vorüber sind und der restliche Teil in wenigen Sätzen erzählt ist.
Also, die oben beschriebene Methode wurde von den Männern bis zur Perfektion weiter verfeinert. Nach gefühlten Stunden stand dann mein Tierchen endgültig im Hänger und mampfte zufrieden seinen Futtereimer leer. Damit er es sich nicht kurzfristig wieder anders überlegte, schlossen megaganz fix die Männer Stange und Klappe.
Sie haben ihr Ziel erreicht!!!!!!
Auf der Fahrt brüllte und kloppte er um sich… er schien mit der Gesamtsituation völlig unzufrieden…seufz…
Gott sei dank legte sich dieses Hängerproblem Jahre später…hmpf…genau…ein paar Jahre später gings…aber bis dahin…folgen noch diverse unterhaltungsvolle Geschichtchen aus dem Leben mit meinem Haflinger… 😉

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Er malt die Welt in bunten Farben

Reiner Sonnenberg – Maler und Autodidakt

Reiner Sonnenberg

Früher war die Mode sein Zuhause. Der gelernte Schauwerbegestalter Reiner Sonnenberg arbeitete viele Jahre im exklusiven Bekleidungsgeschäft Eickhoff und konnte dort seiner Kreativität freien Lauf lassen. Später dann machte er sich selbständig und gestaltete Messestände sowohl für hochwertige Modelabels, als auch für namhafte Industriekunden.

Mode Metropole

Seine beruflichen Reisen führten ihn in die Metropolen der Welt und dort natürlich auch in Museen und Galerien. „Kunst hat mich schon immer fasziniert, und ich spürte ein starkes Verlangen, mich in der Malerei auszuprobieren.“

Mit Beginn des Ruhestandes wurde aus zaghaften Anfängen eine Leidenschaft. Ob abstrakt oder figürlich, Landschaft oder Skulptur, alle Kunstwerke von Reiner Sonnenberg strahlen Brillanz und Intensität aus.

Eiland im Norden

Was inspiriert Sie?

„Oft die Kunst in Museen. Aber auch Artikel, die ich in Magazinen oder Zeitschriften lese, lassen Bilder in meinem Kopf entstehen. Und immer wieder die freie Natur, das Meer und die Küste.“

Malen Sie auch nach Kundenwunsch? 

Ja, selbstverständlich nehme ich gern Auftragsarbeiten an. Wenn gewünscht, besuche ich die Kunden auch  zuhause und bespreche ihre Wünsche vor Ort. Meine Bilder haben schon in vielen ostwestfälischen Häusern, Praxen und Firmen ein Zuhause gefunden.“

Traumreiter

Kann man Sie in Ihrem Atelier besuchen?

„Das ist nach Voranmeldung jederzeit möglich. Ich freue mich über Besuch und darauf, meine Arbeiten persönlich vorstellen zu können.“

livinginowl wird in der kommenden Zeit immer wieder mal Bilder und Skulpturen von Reiner Sonnenberg zeigen. Bleibt also dran!

Reiner Sonnenberg
Telefon: 0151-59499154
Atelier: (Besuche nach vorheriger Absprache)
Wankelstraße 6, 33449 Langenberg
E-Mail: atelier@reiner-sonnenberg.de
Webseite: http://www.reiner-sonnenberg.de
und auf Facebook

Über Pferde, Elefanten, Bären und Affen

Ein Pferd steht einsam und verlassen auf einem großen Parkplatz. Das Fell struppig, Kopf und Ohren hängen herunter, ein insgesamt trostloses Bild. Ein Wesen ohne Kraft und Idee, sich geduldig ergebend in die obwaltenden Umstände. Das Bemerkenswerte an dieser Szenerie aber ist, dass die Zügel des Pferdes an einen jener billigen Stapelstühle aus Plastik gebunden sind, welche allerorten für weniger als zehn Euro zu kaufen sind. Er wiegt nicht einmal so viel wie eine Flasche Wasser, ein Windhauch würde ihn mühelos fortwehen. Dieses Photo hängt an meinem Schreibtisch, ich schrieb darunter „Die meisten Grenzen existieren nur in Deinem Kopf“.

In meinem Alltag begegnen mir immer mal wieder solche„Pferde“. Menschen, die angebunden sind an einen Campingstuhl, der für sie selbst und andere zwar unsichtbar, aber durchaus zu erspüren ist, wenn man seine Wahrnehmung dahingehend schärft.
Mir fällt da eine Teilnehmerin ein, welche kürzlich mein Seminar besuchte. Eine junge, gut aussehende Dame, verheiratet, Mutter, die an diesem Tag lernen wollte, wie Kommunikation gelingt. Sie schien offen für Neues und auf den ersten Blick vom Leben gut bedacht. Es dauerte jedoch nicht lang und war nicht schwierig herauszufinden, dass sie wohl auf Anhieb nicht sehr leicht neue Pfade würde verinnerlichen können. Und dies nicht etwa, weil sie nicht intelligent genug wäre, im Gegenteil. Aber ihr Campingstuhl stand präsent im Raum, er war mit Händen zu greifen. Was immer ich auch an Inhalten anbot, sie nahm es überaus wohlwollend entgegen, erklärte jedoch stets, warum dies in ihrem Leben nicht anwendbar sei, dort nicht funktionieren könne. Ein Kapitel nach dem anderen fand ihre prinzipielle Zustimmung, passierte jedoch nicht den Schlagbaum auf der Grenze in ihr Leben, alles wurde dort abgewiesen, kein einziges meiner Axiome erhielt ein auch nur befristetes Visum in ihrem Land. Jede neue Anregung wurde routiniert abgeschmettert.

In der Mittagspause unterhielt ich mich mit ihr. Die ersten beiden Dekaden ihres Lebens hatten ihr einiges abverlangt. Das hatte, wie sollte es auch anders sein, ihre Sicht auf Menschen, ihr Agieren mit ihnen und ihre Erwartungen darauf, was ihr im Leben zustünde, entscheidend geprägt. Und so sprudelten auch die Beispiele aus ihr, weshalb nun ihr Dasein mühselig und hürdenreich sein müsse, einem kruden Naturgesetz gehorchend. Sie legte ihre in sich schlüssige Indizienkette wie ein Kartenspieler in der finalen Offenlegung auf den Tisch. Sie bewies mir vordergründig kausal, dass sie entspannter wäre sowie offener für meine Hinweise, wenn nicht ihr Umfeld ihr unablässig Stress aufzwingen würde. Dauerstreit mit dem ersten Ehepartner, lethargischer Pragmatismus mit dem aktuellen. Konflikte mit Eltern und Nachbarn, Mobbing an Arbeitsplätzen, Schwierigkeiten mit den Kindern, Auseinandersetzungen mit Behörden. Darauf müsse sie schließlich reagieren und ob der Fülle an Attacken beinahe rund um die Uhr. Abwehren, verteidigen, in beständiger Obacht bleiben. Da komme man eben nicht zu neuen Wegen. Bis zum Nachmittag dann konnte ich während meiner Dozentur beobachten, welche Struktur sich ausgehärtet hat. Diese an sich nette junge Frau bellt, bevor andere sie zu beissen überhaupt überlegen können. Ein Leben als Kampf. Diese Mechanik hatte sie internalisiert, so wie dies Pferd es als real annahm, dass es unabwendbar angebunden ist.

Der große Paul Watzlawick beschrieb in einer seiner grandiosen Geschichten, wie ein Mann inmitten eines Marktplatzes unablässig kraftvoll in seine Hände klatscht, um Elefanten fern zu halten. Auf den Hinweis, dass in dieser Region keine Elefanten leben, entgegnete der Mann überzeugt: „Natürlich nicht, weil ich ja klatsche!“. In der Welt jener Frau klingt dies so: „Also, Herr Krakow, Ihre Unterrichtsinhalte hier sind ja gut und schön und richtig, aber wenn die anderen einen doch nicht lassen!? Ich muss so sein, wie ich bin!“. Ich fragte sie unvermittelt, ob es ihr gut ginge damit. Ihre reflexhaft ausweichende Antwort lautete lakonisch, dass sie es gewohnt sei, es eben nicht anders kenne. Dies war nicht die Antwort auf meine Frage, was ich aber gut verstand. Die Zielrichtung meiner Frage tangierte den essentiellen Kern, was selten schmerzfrei bleibt. Ich konnte nun Platz nehmen auf ihrem Campingstuhl, meine Pause darauf verbringen. Die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens sind manifest in diesem Stuhl, sein Material ist aus Vergangenheit gegossen. Die anderen Pferde dürfen auf der Weide herumtollen und entspannt grasen, aber sie ist auf dem Parkplatz angebunden. Fremdbestimmt, vom Karma so für sie entschieden. Eingebunden in negativer Energie, die zuverlässig für weitere Negationen am Fließband frei Haus sorgt. Ein Kreislauf, der unglaublich wirkmächtig sein kann, weil er nicht als Wechselwirkung erkannt wird.

Es gibt einige Dinge, an die ich glaube. Eine davon ist die Erkenntnis, dass wir bekommen, was wir unbewusst bestellen. Moment mal, behaupte ich hier etwa, die Frau sei selbst schuld? Mitnichten, schon weil ich „Schuld“ für einen höchst verzichtbaren Begriff klerikaler Manipulation halte. Nein, es geht darum, dass jeder Mensch in seinen Interaktionen nicht nur Wirkung, sondern immer auch Ursache ist. Aktion und Reaktion sind ein ewiges Wechselspiel, keine Einbahnstraße. Die Anerkenntnis der eigenen Beteiligung im Heute ist das innere Losbinden vom Gestern, um wieder bewusster Bestimmer des eigenen Leben zu werden. Das kann natürlich angstbesetzt sein, denn die Übergabe der eigenen Verantwortung an ein vermeintliches Schicksal vermittelt auch Sicherheit. Das Neue ist fremd, daher ungewohnt und ungewiss, das aktuelle zwar nicht guttuend, dafür jedoch vertraut. Man entdeckt aber keine neuen Erdteile ohne den Mut, altbekannte Küsten aus den Augen zu verlieren, wusste André Gide.

Ein anderes Tier kommt mir an dieser Stelle in den Sinn. Ich sah in einem TV-Bericht einen Bären, der nach sehr langer Gefangenschaft aus einem Zirkus befreit und in ein Naturreservat ausgewildert wurde. Es brach einem als Zuschauer fast das Herz, beinahe zwei Wochen lang tappte dieses beeindruckende Tier unermüdlich in einem übersichtlichen, imaginären Rechteck den Waldboden platt. Um es herum war unendlich Raum – Wälder, Wiesen, Flüsse, ein wahres Paradies! Doch der große Braune lief nur einen rechtwinkligen Rahmen entlang, immer weiter und weiter, immer in der gleichen Laufrichtung. Sie ahnen es bereits, es war die exakte Fläche seines Käfigs. Die Metapher für Menschen springt einem geradewegs ins Gesicht.

Gestatten Sie mir bitte noch ein weiteres, dafür auch letztes Tierbeispiel. In einem Experiment wurde eine Leiter in einem Affenkäfig aufgestellt, darüber leckere Bananen aufgehängt. Natürlich sprang der erste Schimpanse flott über die Stufen nach oben, um sich den Leckerbissen zu angeln. Sobald er dies versuchte, wurden die anderen Tiere der Gruppe sogleich mit sehr kaltem Wasser abgespritzt. Innerhalb kürzester Zeit wurde jeder Affe, der an die Bananen wollte, von seinen Artgenossen wütend daran gehindert. Sie vermieden somit den unangenehmen Wasserguss. Im Laufe der Zeit wurde nach und nach ein Tier nach dem anderen gegen en neues ausgetauscht, bis schließlich kein einziger Affe der Startgruppe mehr in der neuen Truppe zugegen war, keiner von den jetzigen Tieren hatte also den Wasserstrahl je selbst erlebt. Und trotzdem wurde jeder Menschenaffe, der die Bananen ins Visier nahm, von seinen haarigen Kollegen sofort ruppig von der Leiter geholt. Keines dieser Wesen kannte den Grund für diese Vermeidung, doch befolgte sie jeder zwanghaft. Ist das nicht wieder ein Beweis für die Ähnlichkeit mit uns Menschen? Sind wir nicht ebenso, vermeiden wir nicht genau so das Wagnis des Neuen und können eigentlich gar nicht begründen, weshalb?

Unsere jeweiligen Erwartungen an Geschehnisse und Menschen beeinflussen Verlauf und Ergebnis, wir geben, ob positiv oder negativ, spezifische Energien hinein, nehmen vorweg, bevor etwas beginnt. Niemand ist durchgängig nur Opfer von Umständen, welche irgendwo in einem mysteriösen Outer Space für uns entschieden werden. Jeder kennt die Erkenntnis Albert Einsteins „Wahnsinn ist, immer das gleiche zu tun, aber andere Ergebnisse zu erwarten“. Man kann andere Menschen nicht direkt ändern, dies steht uns auch gar nicht zu. Aber man kann ihnen Raum und Möglichkeit geben, sich uns gegenüber zu ändern und das einzig durch unsere Art, wie wir mit ihnen umgehen. Wie Menschen Dich behandeln, ist ihr Karma. Wie Du Menschen behandelst, ist Dein Karma. Und nur das zweite lässt sich ändern. Verändere in Dir und Dein Umfeld wird sich anpassen, es ist Physik. Wer nicht die Arbeit an und ich sich selbst wagt, muss auf ewig seine Außenwelt für die Stagnation beklagen, bleibt passiver Reaktor äußerer Ereignisse. Was soll passieren bei dem Versuch, eine neue Einstellung zu versuchen? Wer wagt, gewinnt! Nicht als Vorsatz für das neue Jahr. Der beste Zeitpunkt ist immer Jetzt. Heute. Hier.

Jene Teilnehmerin schließlich kam am Ende des Seminartages, als alle anderen den Raum verlassen hatten, und gab mir stumm die Hand. Ihr Blick verriet, dass eine klitzekleine Saat begonnen hatte, den hart gefrorenen Boden von unten etwas aufzubrechen. Ich wünsche ihr von Herzen, dass diese Pflanze in ihr alsbald blüht und prachtvoll gedeiht. Nicht, um meine Thesen zu stützen, ich muss nicht Recht haben um des Gewinnens willen. Nein, damit ihr Stuhl sich auflöst, sie ihr Klatschen aufgeben kann, damit sie ihr enges Rechteck Richtung freier Natur verlassen kann, damit sie sich die leckeren Bananen über der Leiter pflückt. Denn dieserart innere Gefangenschaft braucht kein Mensch. Nicht mit sich im Einklang befindliche Menschen sind permanent in den Fesseln, es ausagieren zu müssen. Ablegen! Innere Freiheit entspannt die Außenwelt. Versprochen.

Michael Krakow – Seminare / Vorträge / Coaching: www.mikrakom.de

Kontakt & Buchung: kontor@mikrakom.de

Bedenkenlos

Sehr oft stelle ich fest, dass ich mich immer noch leicht von meinen Mitmenschen mitnehmen lasse in ihre Stimmungen. Ich muss hier viel klarer werden, auch wenn ich es zig mal wiederholen muss.

Werde still und frag dein Herz wie es weitergeht, denn das Herz ist das einzige, das den Weg genau kennt. Die höhere Macht passt nur auf, dass wir nicht zu stark von unserem Lebensweg abkommen. Ansonsten gibt es nur die Führung aus unserem Herzen. Unser Herz hat sich dieses Leben so wie es ist ausgesucht und deswegen sollten wir mit allem was war und ist, im Frieden sein.

Es konnte nicht anders sein, denn wenn wir zu stark vom Weg abgekommen wären, hätte eine höhere Macht eingegriffen. Wir müssen uns nicht fragen wieso weshalb warum. So wie es war und ist, soll es sein. Das Wunderbare ist, dass, wenn wir das erst so annehmen können, das Leben leicht wird …… ganz leicht. Wenn wir dann noch lernen, immer unser Herz zu fragen und uns bewusster vom Herz führen zu lassen, kommt eine absolute Leichtigkeit, für das was kommt. Hiermit lernen wir unweigerlich bedenkenloser zu leben.

Text: Hedwig Bonensteffen

Am Meer

 

„… Das war 6 Monate bevor er starb….“  lautete der letzte Satz des Artikels Eine Erinnerung. Hier geht es nun weiter:

Er starb in unserem Haus in meinen Armen, und ich konnte es kaum fassen. Die Liebe meines Lebens hatte  mich verlassen. Wir lebten 35 Jahre zusammen, hatten drei wunderbare Jungs, und nun sollte ich allein weiterleben können ohne ihn, meinem Fels in der Brandung, wie sollte das gehen?

Die Beerdigung war groß, es kamen unzählige Menschen, die von ihm Abschied nehmen wollten. Gottlob hatte ich einige Freundinnen hinter mir in der Kapelle sitzen, die mir Energie und Kraft schickten, so ging es mir relativ gut. Für die Jungs war es am schlimmsten, ich konnte sie kaum trösten.

Später erzählte mir eine Freundin , dass mein Mann in der Kapelle zu ihr gekommen sei und gefragt habe, wer denn gestorben sei, der müsse ja beliebt gewesen sein, soviel Menschen wie da seien. Sie sagte nur zu ihm, geh nach vorne zu deiner Frau und deinen Kindern, du liegst im Sarg. Das verstand er gar nicht, weil er ja rumlief und sich bewegen konnte, er glaubte nicht, dass er gestorben war.

Das Lied „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo wurde gespielt, es war ja nun sein Weg zu Gott, es war herzzerreißend.

Im Hotel später beim Kaffeetrinken, als alle gegangen waren und sich verabschiedet hatten, gab es genau an der Stelle wo die Familie gesessen hatte, einen Rohrbruch. Das ganze Zimmer stand innerhalb von fünf Minuten unter Wasser. Alle Tränen, die nicht geweint worden sind, kamen nun zu uns.

Ein paar Tage nach der Beerdigung lernte ich eine Frau kennen, die heute eine ganz liebe Freundin ist. Sie sagte zu mir, dass sie Verstorbenen helfen könne, ins Licht zu gehen und mir helfen wolle.  So kam es dann, dass wir gemeinsam meinem Mann begreiflich machten, was passiert war. Er hatte in der Zeit nach seinem Tod ständig versucht, mit mir zu kommunizieren. Dieser Energie konnten die Glühbirnen in meinem Haus nicht standhalten, und ich musste andauernd neue einsetzen.

Während der Sitzung mit meiner Freundin gingen wir zu einem sehr schönen weißen Sandstrand am Meer. Mein Mann hatte die See und das Segeln geliebt. Erzengel Michael begleitete uns. Als wir dort eintrafen, stand mein Mann schon am Strand und wartete. Und Ihr werdet es nicht glauben, wen er auf seinem Arm hielt. Es war Pia, unsere verstorbene Tochter im Alter von 4-6 Monaten. Er herzte sie immer und immer wieder und zeigt sie mir und sagte: Ist sie nicht ein Goldkind, so schön? Er küsste sie und war sichtlich stolz auf sie. Ich freute mich für ihn , so war er jedenfalls nicht alleine auf der anderen Seite. Wir verabschiedeten uns, und ich konnte ihn gut gehen lassen, ich stand bei EE Michael der seinen Arm um mich gelegt hatte.

Ich hätte so gerne unser Kind einmal fühlen mögen oder es auch auf dem Arm halten wollen, aber das ging nicht. Irgendwie beneidete ich ihn darum. Als er sich immer weiter von uns entfernte, überkam mich einerseits eine tiefe Traurigkeit und andererseits auch ein Erstaunen, dass er, ohne sich noch einmal umzudrehen, einfach am Strand weiter ging und immer und immer wieder mit dem Kind schmuste. Als wenn er nicht genug bekommen könnte.

Als ich ihm so hinterher schaute, kam plötzlich aus den Dünen ein kleiner Junge auf ihn zugelaufen. Wie selbstverständlich nahm er die Hand meines Mannes, so vertraut, eigenartig. Dazu fiel mir ein, dass er sich in der Vergangenheit mit einer früheren Partnerin mal für eine Abtreibung entschieden hatte, war das jetzt dieser Junge?? Ich grübelte noch darüber, wessen Kind es sein könnte und warum er aus den Dünen zu ihm gekommen ist, als ein paar Meter weiter eine Frau auch aus den Dünen zu ihm gelaufen kam und den Jungen an die Hand fasst. Und so gingen sie alle zusammen immer weiter am Strand lang, ohne dass sich noch einer zu  mir umdrehte.

Ich konnte mein Gedankenkarussell kaum unter Kontrolle bringen. Wer war sie, wieso war sie bei ihm, wo gingen sie hin ?

Fortsetzung folgt….

Lest bitte auch: „Wie alles begann“.

Text: Gabriele Mestemacher

Ponyreiten mal anders

Ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen…stöhn…
Es war noch ziemlich am Anfang unserer sehr jungen Beziehung…ok…Sagen wir 2 Jahre……
Von Stabilität waren wir noch weit entfernt…Eher brachten wir uns immer wieder durch unsere plötzlich auftretenden und völlig unkontrollierbaren Emotionsausbrüche an den Rand des Wahnsinns. So auch an diesem Tag…Riesenseufz…

Es war Karneval. Vom Stall aus war ein Kostümritt geplant, mit dem Ziel, zur nahegelegenen Talsperre zu reiten… auf ein kleines Bierchen… oder 2… aber auf jeden Fall Pommes… egal… Ich schweife ab.

Im jugendlichen Wahn hatte ich mich als Sträfling verkleidet, mit pinker Kurzhaarperücke und ordentlich schwarzen Balken umme Augen bemalt. Nasi bekam ne fette schwarze 0190 auf sein Popöchen gepinselt. Wir waren ja immerhin cool… Ich konnte doch nich ahnen, dass dieser Zustand nich den ganzen Tag anhalten sollte…tja… „Ponyreiten mal anders“ weiterlesen

Kontaktgrinsen gegen Brückenschmerzen

Der städtische Linienbus biegt um die Mittagszeit mit Schwung in die Haltebucht, öffnet seine Türen und lässt eine Mutter mit einem Grundschulkind an ihrer Hand die wenigen Stufen ins Innere erklimmen. Die beiden setzen sich in die Reihe vor mich. Der kleine Junge plappert mit rosigen Wangen aufgeregt von seinem soeben absolvierten Schultag. So vieles scheint er neu erfahren zu haben, so vieles gelernt, so viele Abenteuer in den Pausen mit anderen erlebt. Alles sprudelt heraus aus ihm, muss unbedingt sogleich mitgeteilt werden. Unterbrochen wird sein atemloser Bericht vom Tage nur von interessanten Dingen, die er akut erblickt in jener bunten Welt, welche gerade draußen vor unseren Busfenstern in Schlaglichtern vorüberzieht und auf die er seine Mutter fasziniert hinweist. Ich lausche ihm gern, hege ein großes Faible für aufgeregte Erzählungen voller Begeisterung, ob von großen oder kleinen Leuten. Irgendwann „Kontaktgrinsen gegen Brückenschmerzen“ weiterlesen

Aloe Vera – Jungbrunnen aus der Wüste …

… und perfekte Ergänzung zu ayurvedischen Anwendungen.

Marita Habel

Marita Habel, Ayurvedische Detox- und Glückscoachin, weiß um die ganzheitlichen Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele, und dass Gesundheit nicht nur ein statischer Durchschnittswert ist, sondern ein Zustand voller Lebensfreude, Widerstandskraft und inneren Glücks. Im Jahre 2011 beendete sie ihre Ayurveda-Ausbildung und ist seitdem mit einem eigenen Studio selbstständig.

Ein Hashimoto (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) warf sie im Jahre 2014 aus der Bahn. „Ich fühlte mich permanent schlapp, lustlos und überfordert“, erinnert sich Marita Habel an diese Zeit. „Keine Therapie schlug an, und ich verzweifelte langsam aber sicher.“ Die Aloe-Vera kannte sie zwar von ihrer Ayurveda-Ausbildung her, hatte sich damals allerdings noch nicht näher mit der Wirkungsweise auseinander gesetzt.

Aber jetzt leuchten ihre Augen, wenn sie von den universellen Anwendungsgebieten dieser jahrtausendealten Kraftpflanze erzählt.

Auf einer Gesundheitsmesse lernte sie seinerzeit die Produkte der Firma Forever kennen, besorgte sich das Aloe-Vera-Gel und trank es jeden Morgen. Schon sehr bald spürte sie, wie es ihr besser ging.  „Das erste Mal seit langer Zeit war ich wieder  körperlich und geistig fit und voller Tatendrang.“

Und mit diesem Elan baute sie sich ihr Geschäft rund um die Aloe-Vera-Produkte der Firma Forever auf.  Sie begann mit ausgewählten Artikeln, die sie in ihrer ayurvedischen Praxis  anbot. Die Nachfrage der Kunden wurde schon kurz darauf so groß, dass sie sich entschloss, größer einzusteigen.

Mittlerweile arbeitet sie unter anderem mit Ärzten und Heilpraktikern zusammen, die offen sind für alternative Methoden. Auch in vielen Fitness- und Kosmetikstudios sind die Aloe-Produkte von Forever zu finden. Und das sind außer den wertvollen Nahrungsergänzungsmitteln auch hochwirksame Körper- und Gesichtspflegeprodukte. Denn die Aloe ist ein unübertroffener Feuchtigkeitsspender.

Über die Produktvielfalt könnt Ihr Euch im Shop von Marita Habel informieren.

Was versteht man unter einer Glückscoachin?

„Glück bringe ich auf vielerlei Weise“, lacht Marita Habel. „Zum einen lade ich meine Mitmenschen zu Schönheit und Wohlbefinden ein. Zum anderen bringe ich Glück mit dem „Business-Moms-Team“, das ich gegründet habe, um Müttern mit Kleinkindern eine Berufstätigkeit und Frauen nach der Familienpause einen Wiedereinstieg anbieten zu können. Als ich mit meiner eigenen selbständigen Tätigkeit begann, waren meine Kinder noch klein, und ich war sehr froh, mir meine Zeit so einteilen zu können, dass ich immer für sie da war.“

Frauen, die sich entschließen, mit den Aloe-Produkten von Forever eine Selbständigkeit einzugehen, erhalten jede Menge Unterstützung in Form von Schulungen, Webinaren, Vorträgen, Teamtreffen und Vitalabenden. Eine wichtige Voraussetzung ist Begeisterung, denn nur wer Begeisterung empfindet, kann sie auch ausstrahlen. „Gerade am Anfang der Selbständigkeit ist auch eine intensive Beschäftigung mit der Materie unabdingbar“, erklärt Marita Habel, die ihren Schützlingen aber immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Warum sind die Forever-Produkte so besonders wertvoll?

Forever ist Weltmarktführer für exklusive Aloe-Vera-Produkte. Die von diesem Hersteller verwendete Aloe ist eine der reinsten, die auf dem Markt erhältlich ist und ist immer Hauptbestandteil der verschiedenen Produkte.

Die Aloe wird geerntet und frisch verarbeitet

Darüber hinaus ist Forever ein Familienbetrieb, der mittlerweile 40 Jahre am Markt ist. Ihm gehören Aloe-Felder in Mexiko, Texas und der Dominikanischen Republik. 90 % aller Aloepflanzen werden von der Firma Forever angepflanzt.  Nach der Ernte werden die Aloepflanzen sofort in eigenen Fabriken verarbeitet. Da geht keine Zeit mit langen Transportwegen verloren.

Es ist selbstverständlich, dass Beratung und Betreuung bei den Produkten im Vordergrund stehen. „Jeder Mensch ist ja anders, reagiert unterschiedlich auf verschiedene Inhaltsstoffe und benötigt auch unterschiedliche Nähr- und Vitalstoffe. Alle Berater verfügen über fundiertes Wissen rund um alle Aloe-Vera-Produkte und beraten persönlich und individuell.“ 

livinginowl wird die einzelnen Aloe-Artikel und ihre Wirkungsweise nach und nach vorstellen. Wer das nicht abwarten möchte, schaut einfach in den Shop von Marita Habel oder nimmt Kontakt mit ihr auf.

Marita Habel
Bielefelder Str. 39 a
33803 Steinhagen
Telefon: +49 171 8713263
E-Mail: info@marita-habel.com
Internet: http://www.marita-habel.com

Fotos 2 – 5 zur Verfügung gestellt von Marita Habel

Tauchgang mit Apfel

Ein Hafi ist ein Hafi ist ein Hafi,… usw und dann gibt es auch noch Mr. Nasi. Dass Ponies so ihre Allüren haben, ist überall bekannt. Dass es im Alter Steigerungsmöglichkeiten gibt…ja…spannend zu beobachten und manchmal bleibt uns nix anderes übrig, als nur den Kopf zu schütteln. Ein Beispiel ist das Abkühlen im Sommer. Bisher hieß es oft, wenn es zu heiß ist : spritz dein Pony ab. Schön langsam und von den Hinterbeinen bzw. Hufen angefangen, langsam nach vorne durchgearbeitet. …

Nicht bei Nasibär. Sieht er den Schlauch, möchte er am liebsten abhauen. Was tun?
Ich wusste, er taucht gerne im großen Wassereimer nach Äpfeln. Also stellte ich ihm einen hin und mein Pony war erstmal (ohne Apfel) nur mit Planschen beschäftigt inkl. Tauchen. Ja genau, tauchen. Eine seiner großen Leidenschaften. Leider haben wir keinen angemessenen Bach mehr in der Nähe, wo er sich austoben kann, also gibt es große Eimer. Während der Sommerhitze dann fast täglich.

Letztens war ich wieder am Stall, mit 2,3 Äpfeln im Gepäck. Ich holte ihn aus seiner Box…machte den Eimer voll…Und warf den 1. Apfel hinein. Hach, es macht doch immer wieder Spaß, zuzusehen wieviel Freude so ein Pony beim Apfel tauchen haben kann 😄
Dann rührt er im ganzen Eimer rum und Frauchen kann quasi das tiefe einatmen vor dem Eintauchen hören hihi.

Da kommt die Stall Chefin raus. Nasis Tauchvorgang hat soeben sein Ende gefunden. Sie wünscht sich gerne, dabei einmal zuschauen zu dürfen, da sie sich nicht vorstellen kann, wie er das macht. Alles klar. KEIN Problem. Morgen nachmittag gibt es Teil 2 des Wasserpferdchens.

Am nächsten Tag komme ich wieder rum, begrüße den Herrn, sage ihr Bescheid und bereite alles vor. Ich zeige Nasi noch extra den Apfel und lasse ihn dann in den Eimer plumpsen. Nix passiert.
Ich so: Nasi???? Ich hab dir nen Apfel reingeworfen…
Er: HMPF… Und schweigt

Er schaut den Eimer an und dann mich… schaut erneut zum Wasser und wieder zu mir. Sie fragt, was los sei. Tja, sag ich… Keine Ahnung.
In Gedanken höre ich so einen vorwurfsvollen Ton von Nasi, was das denn soll? Ich versteh natürlich nich, was er mir damit sagen will.
Dann beginnt er zu saufen. Gut, denke ich, er hat Durst…is ok. … … … Aber er hört nich auf… Wir beide stehen neben ihm…Warten darauf, dass er seinen Tauchgang startet, aber nix passiert.
Sie so: Er hat ganz schön Durst
Ich grübelnd: hmmmmm…Ja irgendwie…
Sie: Das is jetz aber nich das Tauchen, oder?
Ich: Ähmmmmjiiiiaaaaaaa…neeeeeeeeee…

Der Eimer ist mittlerweile zur Hälfte leer. Wir schweigen ne Zeit und schauen Nasi beim Saufen zu, der den schwimmenden Apfel komplett ignoriert.

Sie: Sachma, säuft er etwa den ganzen Eimer aus?????
Ich: Äääääähhh… sieht so aus, oder?

In Gedanken denke ich, ich glaub, mein Schwein pfeift. Indem ist Nasi am Boden des Eimers angelangt und nimmt sich souverän den Apfel heraus. Genüßlich kauend schaut er mich von der Seite an und ich höre wieder seine Stimme in meinem Kopf…
Er: Ätschibätschi Frauchen, Sooooooo NICH!!!! … (und grinst von einem Ohr zum anderen)

Ich bin sprachlos.
Ich: Das hat er noch nie gemacht…
Sie: Hmmmmm…Tja, scheint so, als hätte er darauf kein Bock gehabt, dass ich zusehe… Mann Nase!!! Das is ja doof!
Ich: Jaaaaaaa…nachdenkend… Wir holen es nach… Am besten am Wochenende. Bis dahin mach ich das mit ihm auch nicht mehr…grübel…Dann sollte er wohl wieder tauchen gehen wollen…😁😁😁

Fazit:
Natürlich weiß ich, dass die lieben Ponies ihren eigenen Kopp haben, aber so ne Vorführung ist schon gewaltig😅😅😅

Bis nächste Woche

Eure Diana Fuchs

Synchronizitäten

Inge Hörster (Artikel: Aurachirurgie – ein Geschenk des Himmels) erlebt in ihrer Tätigkeit immer wieder höchst erstaunliche Situationen und lässt die LeserInnen von livinginowl daran teilhaben.

Inge Hörster

„November 2017

Eine Klientin rief mich nachts in ihrer großen Verzweiflung an. Sie hatte eine Gallenblasenkolik in Verbindung mit schmerzhaftem Aufstoßen. Während des Gespräches sah ich „Bilder“ vor meinem geistigen Auge  und bat sie, sich erst einmal hinzusetzen und – so gut es ging – zu entspannen.

Nach gut einer halben Stunde rief sie erneut an und berichtete, dass die Kolikschmerzen erträglicher wurden – das Aufstoßen aber nach wie vor da wäre. Von der geistigen Welt bekam ich keine weiteren Informationen.

Daraufhin schrieb ich meine Freundin und Kollegin Carola Keinhörster  (www.herzundseelenblick.de) an, ob sie mir helfen würde (Caro und ich „arbeiten“ sehr oft zusammen).

Sie war noch wach und schickte mir kurz danach folgende Informationen und Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krafttier : Eichhörnchen
Bedeutung: Lebensfreude, Kommunikation und Öffnung , weckt die Herzenskraft, fordert uns auf, uns um uns selbst zu kümmern und uns zu öffnen.

(Quelle: Jeanne Ruland  KRAFTTIERE begleiten dein Leben, Schirner Verlag)

Caro nahm der Klientin den negativen Glaubenssatz und gab ihr den positiven Glaubenssatz ein (diese Sätze bekam sie als Info von der geistigen Welt):

Negativ: ich bin klein
Positiver Glaubenssatz: ich bin groß und wertvoll

Nach einem weiteren Gespräch mit der Klientin beendete ich die Anwendung.

Am nächsten Tag bedankte sie sich für die Hilfe und sandte ein Bild mit …

……..vom einem Eichhörnchen.

Daraufhin schickte ich ihr die beiden Bilder, die Caro mir nachts hatte zukommen lassen.  Sie war sprachlos, denn ich hatte sie zunächst nicht darüber informiert, dass ich Caro um Hilfe gebeten hatte.

O-Ton der Klientin:

„Hallo, Frau Hörster, ich kann es nicht glauben, was da steht. Meine Freundin war gerade da und hat sich das mit mir zusammen durchgelesen. Ja, das bin ich! Sie hat es bestätigt. Und das Interessante ist, von der dunklen Seite betrachtet, weiß ich, dass ich das z.B. für meine Schwester bin……ich bin sprachlos. Das Kind meiner Freundin hat schon mal zu mir gesagt, dass ich ein Eichhörnchen bin. Selbst meine Haarfarbe ist identisch. Das ist echt irre.“

Für mich ist es immer wieder schön zu sehen, wie gut sich die Dinge ineinander fügen und wie schnell geholfen werden kann.

Danke für das absolute Vertrauen.“

Inge Hörster
E-Mail: hoerster-schloss@web.de
Webseite: http://www.meine-aura-oase.de

Trifft man sich nicht auf dieser Welt …

… dann trifft man sich in Bielefeld

In diesem Fall im herbstlich gemütlichen Zweischlingen, einer uralten Kultkneipe zwischen Bielefeld und Steinhagen. Bei Kerzenschein und Snacks fand dort der zweite OWL Smalltalk statt. 28 Freischaffende aus verschiedenen Branchen knüpften oder vertieften Kontakte, planten gemeinsame Projekte, schlossen vielleicht sogar Freundschaft.

Mir hat der Abend sehr viel Freude bereitet!

Wer beim nächsten Mal dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen, der Facebook-Gruppe OWL Smalltalk beizutreten.

Gesucht: Traumausstatter mit Mutausbruch

Ein Mann steht auf dem Brett eines Sprungturms und lacht ansteckend. Ein echtes Lachen, geboren aus purem Vergnügen. Die Sonne scheint auf seinen kleinen Körper und sie strahlt auch nicht minder kraftvoll aus seinem Innern. Er lässt sich fallen und nach dem Flug durch die Luft verschwindet er mit kräftigem Klatscher im Wasserbecken. Der 35jährige Nick Vujicic taucht nach einer Weile, schier platzend vor Lebensfreude, wieder über der Wasseroberfläche auf. Er ist gar nicht klein, sondern wurde ohne Arme und Beine geboren, verfügt nur über Kopf und Torso. Neben dem Schwimmen spielt Nick Golf und surft, er ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Sein Geld verdient er mit Vorträgen, die er auf einem Tisch auf der Bühne voller Energie und offensichtlich überglücklich hüpfend absolviert.

Muniba Mazar kurvt im Rollstuhl in einer sehr großen, vollbesetzten Halle über die Bühne und berichtet äußerst lebendig von der Kraft des Lebens. Als Jugendliche wurde die Pakistani von ihren Eltern verheiratet, diese äußerst unglückliche Ehe endete wie gleichzeitig überhaupt ihr bisheriges Leben 2007. Ein grausiger Autounfall hat physisch so vieles zerstört in ihrem Körper, dass es ein echtes Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. Sie hat einen kleinen Jungen adoptiert, reist mit ihm durch die Welt und gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in den Foren der Welt.

Die kuriose Verunglückung des jungen Samuel Koch haben viele Menschen live miterlebt, denn bekanntermaßen widerfuhr ihm dieser 2010 während einer Livesendung. „Gesucht: Traumausstatter mit Mutausbruch“ weiterlesen

Malus Mali – Der neue Tarnfleckentferner

 

Herzschlag auf großer Leinwand. Aus den mächtigen Lautsprechern wummert eindringlich der Puls des Lebens, bei jedem Herzschlag aus den Membranen vibriert mein Sitzpolster. Wir sehen übergroß vor uns schweigend angespannte Gesichter auf kleinstem Raum, Oberarme seitlich gegeneinander gedrückt in dunkler Enge, vermutlich eine Art Truppentransport, die Szenerie monochrom in schwarz-oliv gehalten. Zu einem jeweils schmerzhaft dumpfen Basston eingeblendete Imperative unterbrechen in bewusst brüchiger Typographie schlaglichthaft, fordern uns Betrachter auf, jene Tapferen auf ihrer Mission zu begleiten. Slow Motion und Segmente in doppelter Geschwindigkeit gezeigt als gefilmt wechseln sich zackig ab. Ein großes Augenpaar füllt kurz das Bild, hochkonzentriert, in Zeitlupe wird sich der Schweiß mit dem Handrücken grob aus den Stirnfalten darüber gewischt. Eine aufpeitschende Musik erklingt, eine Mischung aus hüftschwerem HipHop-Rhythmus, spärlichen Fetzen von Melodie und pseudoarabischem Gesang kündet vom Ungewissen, die Gefahr ist in Windeseile beinahe körperlich greifbar. Die Hecktür des Transporters öffnet sich, „Malus Mali – Der neue Tarnfleckentferner“ weiterlesen

Zaun? Was für ein Zaun???

Hafi Besitzer kennen bestimmt dieses Problem , welches ich gleich näher beschreiben werde. Diesmal in einer Art Dialog geschrieben; Sir Nasibär und ich reden halt wie ein altes Ehepaar…streiten, kloppen, Popo kraulen…In guten wie in schlechten Zeiten heißt es ja bekanntlich, woll?

Nun denn, der gemeine Haflinger ist ein Phänomen der besonderen Art… Ich habe sogar den Verdacht, dass er an einer bipolaren Störung leidet😂

In einem Moment brüllt er sich die Seele aus dem Leib, weil er ohne seine Herde nicht überleben kann…Im anderen Moment setzt er sich von dieser heimlich ab und geht von der Weide „flöten“, um seine menschlichen Nachbarn besser kennenzulernen…Sagt ER!!! …seufz… Wie sich dann so ein wiederholtes Verhalten im Einzelgespräch mit dem Corpus Delicti Hafi anhört, lest jetzt! Viel Vergnügen 😊

Text: Diana Fuchs

XY ungelöst – Dutt und Dualität

 

Mannomann, was ist mit den Kerlen los? Nach Jahrtausenden des anstrengenden Patriarchats erlaubt sich der Mann seit wenigen Jahrzehnten immer mal wieder experimentelle Ausflüge in alternative Daseinsformen. Als wolle er Urlaub nehmen von Weltherrschaft, Kriegführung und Rülpswettbewerben, schlüpft er karnevalsartig kurz mal eben in reziproke Spielarten seiner Rollenidentität. In den Siebzigern erschien er als Softie, ein kirchentagsmodellierter Du-Aufzwinger in floralornamentener Kleidung, der das Geburtserlebnis der Mutter neidvoll nachspielte, penetrant seidenweich über gewaltfreie Kommunikation fabulierte und sich insgesamt femininer zu gerieren versuchte als jede Frau.

In den Nullerjahren erschien der Metromann auf der Bildfläche, ein androgynes Wesen mit Dreitagebart, der sich die Fingernägel lackierte, Fashion zu seinem Daseinszweck erhob, somit einen eher asexuellen Nimbus versprühte und der Kosmetikindustrie cremige Träume im Absatz von Pflegeprodukten bescherte. Als Fußballer scheute er sich nicht vor dem Haarnetz, möge Ernst Kuzorra in Frieden ruhen. „XY ungelöst – Dutt und Dualität“ weiterlesen

Wie alles begann

 

 

 

 

 

 

Schon bei der Beisetzung meines Mannes konnte ich spüren, was Energiearbeit bedeutet. Eine gute Freundin saß in der Kapelle hinter mir und schickte mir positive Energie, so dass ich eine recht gut gelaunte Witwe war. Zumindest an diesem Tag ging es mir relativ gut.

Später erzählte meine Freundin mir, dass sie Verstorbene ins Licht begleitet, und wenn ich möchte, würde sie das auch mit meinem Mann tun. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, was sie genau meinte, aber ich willigte ein.

Als der Alltag bei uns wieder Einzug hielt und alles mehr oder weniger seinen geregelten Gang ging, stellte ich fest, dass ich, sobald ich zuhause das Licht über dem Esstisch anmachte, die Glühbirnen durchbrannten. Meine Freundin erklärte mir dazu: „Dein Mann ist noch hier und versucht mit Dir Kontakt aufzunehmen. Er ist so schnell gestorben, dass er nicht mitbekommen hat, dass er nur noch Seele ist. Er wundert sich, dass Du nicht mit ihm sprichst. Wir sollten ihm nun helfen, über die Brücke zu gehen.“

Und das taten wir gemeinsam. In einer Meditation trafen wir ihn in Gedanken. Wir haben ihm erzählt, was passiert ist und fragten ihn, wo er hingehen möchte. Er liebte immer das Meer, den Strand und das Segeln. Ich begleitete ihn also zu einem schönen weißen Sandstrand. Dort haben wir darüber gesprochen, was wir machen können, damit ich ihn nicht ganz verliere. So entstand die Idee eines Ankers. Immer wenn ich auf meiner linken Brust einen leichten Druck verspüre, wäre er es, der mich berührt und mich wissen ließe, dass er bei mir ist.

In der nächsten Zeit spürte ich diesen Druck häufiger, zart wie ein Windhauch, und war getröstet.

Eines Tages aber wurde aus dem Windhauch ein starker Druck, und ich frage mich, was ist bloß los? Einen Augenblick später höre ich es hinter mir knistern. Ich drehe mich um und schaue in mein brennendes Kerzengesteck.

Nach dem Schreck muss ich erstmal an die frische Luft, durchatmen. Die Finger verbrannt und nun verbunden, Schwiegermutter Giselas Tischläufer im Müll entsorgt, gehe ich über den Friedhof zu den Linden. Die ganzes Zeit des Weges denke ich, was wäre passiert, wenn ich das Feuer nicht rechtzeitig bemerkt hätte? Wieso habe ich das Zeichen nicht so ernst genommen? Ich hatte geglaubt, ich bilde es mir nur ein.

Wollte er mich warnen? Ist er es gewesen, war es ein Zeichen von ihm? Bin mir immer noch nicht sicher. Grübelnd gehe ich über die nasse Wiese zum Lindenbaum. Meine Oma sagte immer, die Linde sei ein Baum der Liebe. Warum fällt mir das jetzt gerade ein? Es zieht mich magisch zu der Linde. Sie steht dort auf der Wiese, stark und geerdet, eben wie ein Baum.

Ich stehe vor ihr, bewundere die kräftigen Wurzeln und entdecke auf dem Knick der ersten Wurzel ein Goldlackblatt. Verwundert hebe ich es auf und betrachte es von beiden Seiten. Auf der vorderen Seite steht ein Satz geschrieben: „Ich sehe Dich“.

 

Ich bin erschrocken, aber auch erleichtert. Denn jetzt weiß ich, ich bin beschützt!

Text: Gabriele Mestemacher

Erlebnis-Sofa gegen Komfortzone

Haben Sie eigentlich Langeweile? Ja ja, ich weiß, eine empörende Frage, Sie haben eintausend wichtige Aufgaben fest im Fokus gleich einem überlasteten Fluglotsen mit persönlichem Kurs Burnout. An sich schade. Denn was spricht eigentlich dagegen, sich eine lange Weile zu gönnen, diese gar als Muße zu genießen? Denn Langeweile, unsere österreichischen Nachbarn bezeichnen sie gern wohlklingend als Fadesse, gilt in der Philosophie als Grundzustand der menschlichen Existenz! Langeweile jedoch scheint längst das letzte große gesellschaftliche Tabu, es misswandelte sich in unserer modernen Welt zur Brandmarkung des nicht gebraucht werden, nicht nützlich zu sein, keine wertschöpfenden Anforderungen zu erfüllen. Dabei bezeichnet die Muße, vom althochdeutschen „muoze“ abgeleitet, etymologisch sowohl Gelegenheit als auch Möglichkeit. Nur zu was? Albert Schweitzer erkannte einst „Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.“. Diese Form des Taumels behindert, verhindert womöglich das so wichtige ergebnisoffene Nachdenken. Denken um des Denkens willen, ohne Anspruch auf Ertrag! Verwegene Vorstellung, ich weiß. Unsere Welt verfemt den Müßiggang (vgl. nichts tun, träge sein) gar als sinnlos, obgleich es durchaus einem höheren Sinne zu dienen vermag.

Bereits am arg frühen Morgen fordert es in einer Werbeanzeige kreischend zwangsmotivierend von mir: „Raus aus der Komfortzone!“. Doch wozu? Ich verließ doch kaum eine halbe Stunde zuvor das warme Plumeau, „Erlebnis-Sofa gegen Komfortzone“ weiterlesen

Irratio-Farm – über verständlichen Unverstand

Darf ich Sie etwas fragen? Wieviel an Ratio wohnt in Ihren Gedanken? Ratio kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Vernunft, Rechtfertigung, Begründung. Die Ratio des Menschen ist schier ohne Grenzen, sie befähigt ihn zu grandioser Entwicklung im Innern sowie äußerer Entdeckungen. Er ersann komplexe Steuerformulare, entdeckte den linksdrehenden Joghurt, installiert Webcams vor Kaffeemaschinen und erfand das Gewürzbord. Es scheint keine Grenzen zu geben für das, was der Mensch mit seinem Geist erreichen kann, im Detailreichtum der Makrowelt bis zu den Weiten des Alls. In seinem Alltag jedoch leistet sich dieses erstaunliche Wesen mit schierer Wonne ein Füllhorn an kleinen, bunten Irrationalitäten. Es scheint wie Yin und Yang, als brauchten wir Unsinniges als Balance, als Ausgleich zu unseren vernünftigen Denkweisen.

Ich schlendere durch meine schöne Stadt. Irgendwann muss ich eine Straße überqueren, stoppe an einer Ampel, neben mir tritt ein weiterer Passant hinzu. Natürlich drückte ich bereits die gelbe Anforderungstaste, die in meiner Stadt übrigens so aussieht wie ein großes, in Hüfthöhe an den Pfosten geklebtes Osterei, mein Bürgersteig-Nachbar tut es dennoch erneut. Sicher ist sicher. Traut er meiner Kompetenz „Irratio-Farm – über verständlichen Unverstand“ weiterlesen

Gabelstapler in guten Händen

50 Jahre Gabelstapler Kalbus in Marl

Sie brauchen einen neuen Gabelstapler? Oder einen gebrauchten? Oder Ihr „alter“ macht schlapp und bedarf dringend der Reparatur und Überholung?

Seit 50 Jahren dreht sich bei Kalbus in Marl alles um diese „Flurförderzeuge, die dem innerbetrieblichen Warenumschlag und Transport“ (so Wikipedia) dienen.

Andreas Kalbus, der 1993 die Nachfolge von seinem Vater Peter Kalbus antrat, ist stolz auf die Kompetenz und Flexibilität, die er und sein Team den Kunden bieten können. So betreibt er zum Beispiel einen 24-Stunden-Vor-Ort-Notdienst. Mit Hilfe originaler Ersatzteile aller Fabrikate kann auch älteren Baujahren wieder neues Leben eingehaucht werden.

Ausbildung ist das A & O

Nicht nur Insidern ist das Video von Staplerfahrer Klaus ein Begriff. Dort wird sehr anschaulich gezeigt, was passieren kann, wenn Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitssicherheit nicht beachtet werden.

Gut ausgebildete Fahrer fahren unfallfrei und tragen wesentlich zu einem störungsfreien Betriebsablauf bei. Darüber hinaus fordern auch Berufsgenossenschaften, dass nur dokumentiert ausgebildete Fahrer ein Flurförderzeug bedienen dürfen. Andreas Kalbus bietet diese Ausbildung an und nimmt die entsprechende Prüfung ab. Sicher ist sicher.

Gabelstapler Kalbus GmbH
Wallstraße 125
45770 Marl-Sinsen
Telefon: 02365-81 12 5
E-Mail: andreas.kalbus@t-online.de
Webseite: http://www.gabelstapler-kalbus.de

Stuss mit lustig – über die Streit(un)lust

Sand unter den Füßen, einander fest im entschlossenen Blick, die Rutsche neben ihnen im Fokus. Eine Szenerie auf einem Spielplatz, eine Momentaufnahme, klein, dafür bedeutsam.

Wie auf der staubigen Hauptstraße eines Westerns stehen sich zwei Jungs gegenüber, die sich meiner groben Einschätzung nach kurz vor ihrer Einschulung befinden dürften. Die Jeansknie blank, die mit Comic-Helden bedruckten Shirts verdreckt, das kurze Haar zerzaust, echte Rabauken, wie man sie in meiner ruhrgebietlichen Heimat liebevoll nennen würde. Batman jr. gegen Superman jr. im Duell. Es geht ihnen um die weltbewegende Entscheidung, wer als erster den neu glänzenden Stahl hinunter sausen darf und das ist keineswegs gering schätzend gemeint, denn ihre Welt bewegt dieser Konflikt gerade sehr. Der Ton wird hitziger, die Stimmen lauter, die Beanspruchung auf den Premierenritt schärfer. Bevor diese Konfrontation jedoch zu ihrer Entscheidung gelangen kann, sind die zuständigen Erziehungsberechtigten von ihrer Bank aufgesprungen wie unruhige Pferde, wenn zum Rennstart die stählernen Gatter ruckhaft hochgezogen werden. Ein jedes Kind wird heftig zur Räson gerufen mit dem unheilvollen Imperativ „Nun streitet nicht, vertragt euch!“. Dies speist sich daraus, dass dem Streiten in unserer Kultur ein denkbar schlechter Ruf innewohnt. Zu unrecht, es ist eine schiefe Sozialisierung, welche von den Generationen weitergereicht wird wie schlechtes Kompott. In der Verweigerung der Anerkenntnis, dass Streiten menschenimmanent ist, überdies wichtige Funktionen bietet, wird der Konflikt nur vermieden, nicht gelehrt, dementsprechend nicht beherrscht.

Als wollten sie meine Theorie bestätigen, kann ich sehen, wie es in beiden Streithähnen noch immer brodelt, doch trotz ihres nicht einmal juvenilen Alters wissen beide genau, dass sie der herrschenden Ordnungsmacht unterlegen sind. Schnaubend und nur in „Stuss mit lustig – über die Streit(un)lust“ weiterlesen

Rat vom Rad parat

Irgendetwas in meinem Hinterrad knackt bei jeder Umdrehung und meine Kette verlangt nach etwas Schmierung. Vor weniger als einer Minute ist hinter mir die Haustür ins Schloss gefallen, die frische Morgenluft streicht kühl mir die letzte Müdigkeit aus den Wangen und ein einzelner Sonnenstrahl überlegt mit mir gemeinsam, ob er heute der einzige bleiben wird oder als Vorbote wärmende Geschwister nach sich zieht. Wenn ich jetzt ordentlich in die Pedalen trete, werde ich pünktlich im Vortragssaal meines heutigen Kunden eintreffen. Ein spannendes Seminar mit interessanten Teilnehmern wartet auf mich und meine Dozentur.

Da verdunkelt sich plötzlich an einer engen Kreuzung mein gesamtes Gesichtsfeld, der einzelne Sonnenstrahl wird abgeschnitten und ich muss rasch den imaginären Anker werfen, um eine Kollision zu vermeiden. Dies gelingt und durch das Unerwartete bin ich nun endgültig wach. Während sich der Qualm meiner vollgebremsten Räder wie Bodennebel verweht, starre ich aufrecht stehend direkt ins grobstollige Profil eines Autoreifens. Doch ein Auto kann dies kaum sein, seine Räder haben den Umfang meiner Reifen, sind dabei jedoch so breit wie anderthalb Gullideckel. Eine üppig verchromte Festung der Mobilität steht vor mir wie eine solide Wand, ich komme mir vor wie der kleine Würstchenverkäufer an jener Straßenkreuzung in Tokyo, der ungläubig auf den tektonischen Oberschenkel von Godzilla blickt. Aus einem der vorderen seitlichen Geschützfenster dieses Kolosses aus schwerem schwäbischen Stahl in Effektlack Schwarz blickt einer dieser eloquenten Erfolgsmänner, Modell Immobilienmakler oder selbstständiger Versicherungsvertreter, schmal beschlipst wie Markus Lanz auf mich herab und hebt entschuldigend die Hände wie der Papst beim abschließenden Segen. Sein Gesichtsausdruck nimmt eine demonstrativ erschreckte Mimik ein, um mir durch das geräuschschluckende Doppelglas sein Schuldeingeständnis pantomimisch zu signalisieren. „Rat vom Rad parat“ weiterlesen

Geld für’s Nichtstun, lohnt sich Leistung (Folge 5)

Das bedingungslose Grundeinkommen – Utopie, Vision oder Schnapsidee?

In dieser mehrteiligen Reihe berichtet Michael Krakow in livinginowl vom Zustand unserer heutigen Gesellschaft und über Ressourcenverteilung in Deutschland. Er analysiert, wie zukunftsfest unser Land tatsächlich aufgestellt ist und erläutert die Möglichkeiten einer stabilen Existenzgrundlage für alle BürgerInnen.

Michael Krakow ist Berater, Honorardozent und Autor.
Er lebt in Detmold und widmet sich regelmäßig
gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Kontakt: www.mikrakom.de

Folge 5

Graue Theorie und keine Wirkung

Mit den beiden Mythen, mit denen das bedingungslose Grundeinkommen umzugehen hat, haben wir in der letzten Folge dieser Reihe bereits aufgeräumt – Fehlende Arbeitsmotivation und mangelhafte Finanzierbarkeit. Beides wurde mit Fakten deutlich widerlegt. Nun gilt es, sich die gefühlten Vorbehalte, welche genauso wie die beiden oben genannten ihre Berechtigung haben, in den Fokus zu rücken. Das eine Gegenargument heißt „Was soll das bringen?“, das andere „Realitätsfernes Gedankenspiel“.

In Ordnung, spielen wir.

Spielen wir einmal gedanklich durch, was das BGE an Effekten bedingen würde. Gut ein Drittel aller Haushalte verfügt derzeit über 100% relevantes Einkommen, was bedeutet, dass dort monatlich alles ausgegeben wird, was reinkommt. Oder anders ausgedrückt, das Einkommen reicht gerade so zum Leben. Was glauben Sie, geschieht, wenn diese Haushalte mehr Geld und dies vor allem garantiert erhalten? Diese Menschen werden zusätzliche Finanzmittel zeitnah ausgeben, schlicht und ergreifend. Für die Kaufkraft auf dem Binnenmarkt gäbe das einen unglaublichen Schub, gegen den die Umweltprämie (vulgo Abwrackprämie) im Rahmen des Konjunkturprogramms II 2009 einen allenfalls winzigen Vorgeschmack bot. Allein durch die dadurch ansteigenden Mehrwertsteuereinnahmen refinanzieren sich die Kosten für das BGE zu einem geschätzten Fünftel gleich im ersten Anlauf, was sie gar nicht müssten, wie ich in Teil 4 ausführlich darlegte. Selbstverständlich ist das Problem zu sehen, dass dann unterbezahlte, dafür sehr anstrengende Jobs zum Beispiel in der Altenpflege, bei den Berufskraftfahrern, Arzthelferinnen, Friseurinnen, Verkäuferinnen etc., an Reiz verlieren könnten. Doch liegt darin die Chance, dass die Marktwirtschaft hier endlich ihr kapitalistisches Element einfordert, dass nämlich eine angemessene Entlohnung für die Erledigung dieser wichtigen Aufgaben sorgen müsste.

Einfacher: Faire Bezahlung für anstrengende Jobs, Angebot und Nachfrage. Denn der Kapitalismus in seiner heutigen Ausprägung ist Rosinenpickerei, er gilt nur für „höhere“ Berufe, längst nicht mehr für die normalen Arbeitsplätze, welche chronisch unterbezahlt, dafür überlastet sind. Überhaupt würde die Arbeitswelt jenen Wandel erfahren, den sie in kurzfristiger Zukunft ohnehin brachial von uns einfordern wird. Teilzeitarbeit, flexiblere Arbeitszeitmodelle, viskosere Verteilung der vorhandenen Arbeit durch Absenkung der Arbeitszeit, Familienphasen, Erziehungs- und Pflegeleistungen, Sabbaticals, Fortbildungen uva. passten unseren deutschen Kosmos endlich an die Erfordernisse der Moderne an. Davor muss niemand Angst haben, war es denn nicht immer der Menschheitstraum, von all zu belastender Arbeit befreit zu werden? Die Mittel dafür sind doch vorhanden, so grotesk viel an Geld, dass es aberwitzig für Spekulationen mit sogenannten „Finanzprodukten“, die keiner mehr versteht, verzockt wird, um sich selbst kreist, Geld aus Geld entsteht, dem sinnvollen Kreislauf der Gesellschaft fürs hochriskante Spielen im übergroßen Stil entzogen wird. Hier ist doch bereits sinnhafte Arbeit entfernt worden, übrig blieb das hastige Hacken der Tastatur von Hasardeuren aus Gier, ohne, dass es dem Bundeshaushalt oder den Menschen im Land nützt. Die aber mit ihren Steuergeldern monströs haften, wenn es schief geht.

Der steil ansteigende Automatisierungsgrad, die Industrialisierung 4.0, zwingen uns sowieso zu raschem Umdenken. Die tradierten, zu starren, ortsgebundenen Nine-to-Five-Jobs beginnen doch bereits, obsolet zu werden und werden in Rekordzeit zu großen Hemmschuhen im Globalen Wettbewerb mutieren. Aber dieses Aufbrechen ist keine Bedrohung, werfen wir hierzu einen raschen Blick nach Dänemark. Dort liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 17,50, die Wochenarbeitszeit bei 33 Stunden und Kitas, Krankenkassen, Universitäten sind beitragsfrei. Trotzdem (oder gerade deshalb?) liegt deren Wirtschaftswachstum bei soliden 1,5% und die Dänen gelten als das glücklichste Volk des Planeten, wie eine globale Untersuchung soeben ergab.

Man kann vor Veränderungen panisch bibbern wie das Kaninchen vor der Schlange oder sich den Herausforderungen stellen und sich die Zukunft aktiv anpassen. Wer glaubt, dass uns die anderen Länder unser Wirtschaftswachstum, das auf ihren Importen aus Deutschland sowie der systematischen Absenkung unserer Sozialstandards und Reallöhne beruht (-15% seit 1980!), noch lange ohne Gegenmaßnahmen anstarren, der bekommt einiges nicht mit. Das internationale Murren wird schon stetig energischer und umfassend Unrecht haben die anderen Regierungen damit nicht. Die heilige schwarze Null des Herrn Schäuble verlangt den überhohen Preis an wachsender Spreizung der Schichten innerhalb unserer Landes und im Vergleich zu unseren Nachbarländern.

Und die schwäbische Hausfrau, als Vergleich enervierend häufig vom Bundesfinanzminister angeführt wie eine Monstranz aus Plastik, hinkt beidfüßig, denn diese tapfere Dame muss sich nicht um die Handelsbilanz kümmern, keine Schulen und Krankenhäuser unterhalten und keine Generationen außer der hauseigenen versorgen. Da (selbst generös subventionierte) Konzerne sich immer weiter größtenteils legal aus ihrer fiskalischen Verantwortung stehlen, bleiben uns zur Stabilisierung Selbstständige, der Mittelstand sowie Kleinbetriebe. Wie sieht es hier aus? Deutschland hat bekanntermaßen kaum eigene Rohstoffe, dafür gut ausgebildete Fachkräfte mit innovativer Ingenieurskunst, Erfindergeist und Gestaltungswillen. Das wir unser global wertgeschätztes Diplom dem Bachelor opferten (früher Vordiplom) und auch den Meisterstatus im Handwerk veröden ließen, lasse ich hier außen vor, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Zum Gründergeist unseres Landes, neudeutsch Entrepeneurship, ehedem der Motor unserer strammen Wirtschaftskraft, äußerte sich Eric Schweitzer, der Präsident des DIHK, wie folgt: „Deutschland steckt in einer Gründungsmisere!“. Beachtet man, dass seit 2004 sich die Zahl unserer Start-ups um gravierende 45,8% (von 572.000 auf 310.000) verringerte, kann man ihm nicht ernsthaft widersprechen in seinem Urteil. Benannter Hauptgrund der allermeisten Gründungswilligen liegt darin, für die ersten ein bis zwei Jahre eine unbürokratische Lebensgrundlage zu benötigen, welche Kinder, Miete und sonstige Lebens(er)haltungskosten in der Startphase absichert, in der das neue Geschäft erst mühsam anlaufen muss. Ein BGE würde hier eine ungeheure Schubkraft entwickeln. Wer vermag zu erahnen, wieviel prächtige Ideen in den Schubladen schlummern und vielleicht nie das Licht des Marktes erblicken, weil wir sie nicht zu Beginn stützen, nur am späteren Erfolg beteiligt werden wollen. Die dokumentierte Existenzgründerrate von 2,9% ist gerade für unser Land, dem traditionellen Patentweltmeister, geradezu jämmerlich geworden. Haben Sie hierzu etwas im Wahlkampf gehört? Ich auch nicht. Und ein durch das BGE ansteigender Konsum sowie eine anwachsende Gründerrate spielen sich gegenseitig in die Hände. Erwerbslosigkeit nähme ab, neue Produkte und Dienstleistungen entstünden, neue Kundenschichten verlangten danach. Und unsere Handelsbilanz müsste nicht länger einbeinig auf dem Export allein herumhumpeln. Eine verlässliche Grundabsicherung setzt Potenziale frei, das weiß seit Herrn Maslow und seiner Bedürfnispyramide seit 1943 jedes Schulkind, haben wir dieses Wissen vergessen oder verdrängt? Auch unser Kulturbetrieb erführe endlich die Nachfrage, die er verdient. Wer von den Unvermögenden reckt in der dichten Schlange vor der Theaterkasse schon seinen Sozialpass in die Höhe. Das Fünftel unserer Gesellschaft, dem (vgl. Folge 1) die nötigen Mittel fehlen, nimmt schon lang nicht mehr ausreichend an Bildung und Kultur teil. Beides jedoch ist der Sauerstoff einer jeden Nation, wie August Everding es so treffend titulierte, denn nur diese Teilhabe stabilisiert unsere Demokratie. Wer wissend ist, wählt keine AfD oder noch Schlimmeres. Und höhere Besucherzahlen für Museen, Theater und sonstige Kultureinrichtungen verringerten auch Subventionsleistungen.

Kurios ist, dass das BGE beileibe keine neue Idee oder jene von abseitigen Spinnern in ihrer abgeschiedenen Denkerkammer ist. Bereits 1796 befasste sich Thomas Spence in England mit der Idee eines Grundeinkommens, nach ihm Charles Fourier in Paris 1836 in seiner Abhandlung „Die falsche Industrie“. Der liberale Ökonom John Stuart Mill entwickelte es 1856 als Soziale Mindestabsicherung weiter, 1943 griff die englische Konservative Juliet Rhys-Williams das Konzept mit ihrer „Sozialen Dividende“ auf. Mit der „Negativen Einkommenssteuer“ überzeugt 1962 der Nobelpreisträger Milton Friedman und der Deutsch-Amerikaner Erich Fromm ersann 1966 das Garantierte Einkommen. Helmut Pelzer und die überraschenden Ergebnisse im Studienauftrag der Stadt Ulm beschrieb ich bereits in der letzten Folge. Götz Werner, milliardenschwerer Inhaber der Kette dm, kämpft seit 1982 leidenschaftlich für das BGE. Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus spricht sich für das Solidarische Bürgergeld aus, ebenso wie der Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, der es „Pro Bürgergeld“ nennt. Das größte Phänomen jedoch sparte ich mir bis jetzt zum Schluss dieser Aufzählung auf, es ist weitgehend unbekannt wie mit Sicherheit arg überraschend.

Die USA gelten als Mutterland des Kapitalismus, Richard Nixon (ja, genau der) ganz sicher nicht als Linker oder gar des Kommunismus als verdächtig. Ausgerechnet er und ausgerechnet in diesem Staat hätte es 1969 beinahe das BGE für alle Bürger gegeben! Es scheiterte damals an einer nur hauchdünnen Gegen-Mehrheit im Senat. Die westliche Welt stand also schon kurz vor der Umsetzung (da wir annähernd allem, was von jenseits des Atlantiks kommt, nacheifern). In den 47 Jahren seitdem geriet das BGE dort in Vergessenheit, vielleicht auch, weil Nixon Vietnam sowie ein Gebäudekomplex namens Watergate seine Amtszeit völlig zu Recht drastisch verkürzen half. Von präsidialen Geistesgrößen der Preisklasse Bush jr. / Trump verlangen wir besser keine weitreichenden Visionen.

Alles also nur graue Theorie in Sachen BGE? Nein, der Mut zu Experimenten wächst. Es gibt ganz pragmatische Versuche, Plebiszite, Modellprojekte gar. Die Volksabstimmung in der Schweiz im Juni 2016 erbrachte immerhin 22% Befürworter, für den ersten Anlauf und noch dazu in einem erzkonservativem Land ein absolut mutmachendes Ergebnis.

Von den Alpen zu den Fjorden. Das finnische Projekt Kela bietet 2.000 Bewohnern der gleichnamigen Region testweise für zwei Jahre ein garantiertes monatliches BGE von 560 Euro ohne Bedingungen. Die Höhe der Summe soll uns hier nicht verwundern, Kela in der Mitte Finnlands ist nicht London-Belgravia, die Lebenshaltungskosten in dem weitläufigen Naturland ungleich niedriger als in der Millionen-Metropole. Die ersten Ergebnisse allerdings erstaunen gleichwohl, denn die Gesundheitsausgaben sind signifikant zurückgegangen, gestiegen hingegen die Gründungsrate sowie die Anzahl der Teilzeitarbeitsplätze. Und das alles, obgleich der Start dieses Flächenexperiments im Jahresbeginn 2017 liegt. Eine weitere, sehr spannende Initiative ist privater Natur und nicht minder erfolgreich. „Mein Grundeinkommen“ sammelt via Crowdfunding so lange Geld, bis 12.000 Euro erreicht sind, welche dann einem der BewerberInnen für ein Jahr in Monatsraten á 1.000 Euro ausbezahlt wird. Diese Idee halten bislang 69.814 Menschen (Stand August 2017) für nicht so abwegig, dass sie nicht gemeinsam auf diese Weise für bislang 100 arg glückliche Bezieher gesorgt hätten. Diese bringen ihr Studium zu Ende, gehen eine Weiterbildung an oder begründen ihre Selbstständigkeit. Deren erhellende Berichte sind im Netz als eine Art stolze Rechenschaft einsehbar.

Mittlerweile hat sich auch eine eigene Partei mit 16 Landesverbänden gegründet, die sich dem BGE verschreibt, was hier keine Wahlempfehlung darstellt, sondern lediglich aufzeigt, wie die Gruppe jener kräftig anwächst, die sich mit dem Konzept auseinandersetzen. Der Wunsch nach praktischem Ausprobieren nimmt zu. Das Land Schleswig-Holstein zum Beispiel ist nicht mehr weit davon entfernt, das BGE auf den Weg zu bringen, 1.000 Euro für jeden im nördlichsten Bundesland, ALG II, Kinder- und Wohngeld, BAföG fallen dafür weg. Wir dürfen gespannt sein.

Von allen Modellen (Diltheys Flexible Auszahlhöhe, Götz Werners Basic Income Guarantee durch Konsumentensteuer, Soziale Dividende durch staatlichen Börsenfond nach Rhys-Williams und Corneo, uvm.) scheint mir die Negative Einkommenssteuer (vgl. Friedman/Pelzer) in ihrer bestechenden Einfachheit am Erfolg versprechendsten. Bis zu einer definierten Transfergrenze wird das Bürgergeld ausgezahlt, oberhalb dieser Grenze (eher eine Zone) einfach auf die zu zahlende Einkommenssteuer angerechnet. Das ist unkompliziert und betrugssicher, jede Steuerberatung und jeder Finanzamtprüfer rechnet das flott mit dem Bleistift auf dem Block aus. Vergleichen Sie das einmal mit der heute üblichen Bedürftigkeitsprüfung für das ALGII! 199.000 Widersprüche und 203.000 kostspielige wie lähmende Klagen gegen Bescheide des Jobcenters gehörten der Vergangenheit an.

Von Victor Hugo wissen wir „Nicht ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“. Und die Zeit ist reif, verehrte Leserinnen und Leser. Ist das BGE also die Lösung aller Probleme? Wissen Sie, ich bin inzwischen zu alt, um noch davon ausgehen zu können, dass es für irgendetwas eine blitzsaubere Allgemeinlösung geben könne. Auch das BGE bildet da keine Ausnahme, bietet es doch genügend Angriffsfläche, etliches noch zu Klärendes sowie mannigfaltig kleine Teufel in den Details. Was mich daran dennoch fasziniert? Das BGE stellt endlich jene Kernfragen, die im Wahlkampf 2017 wirklich keinen deutschen Politiker ersthaft interessiert haben: Wie halten wir die Spaltung unserer Gesellschaft auf, wie bremsen wir die absurde Ressourcenverteilung, wie schaffen wir ein Klima des allgemeinen Aufbruchs? Es geht mir nicht um Klassenkampf, dazu kenne ich zu viele Unternehmer und anderweitig Vermögende aus persönlichen Gesprächen. Selbst in diesen Kreisen herrscht erfrischend viel Aufgeschlossenheit bezüglich des BGE, Sie würden sich vielleicht wundern. Ich will alle erreichen, alle einbinden. Es sollte endlich begriffen werden, dass der Habende nicht überlebt, wenn seiner Kundschaft die Luft ausgeht. Ob bei uns im Einzelhandel, europaweit mit Griechenland oder global die Nordhalbkugel und die südliche. Beginnen wir bei uns, wir Deutsche können doch Aufbruch, das ist unser Markenzeichen! BGE, made in Germany.

Lassen Sie uns über die Zukunft ernsthaft und vor allem auch stichhaltig diskutieren – Weiter wie bisher oder weiter als je zuvor? Ob Sie das BGE nun begrüßen oder verdammen soll Ihre Entscheidung bleiben. Doch erfüllen Sie mir meinen aufrichtigen Wunsch und stellen Sie sich selbst und anderen in Ihrem Umfeld drei Fragen: 1. Ist unser derzeitiges Gesellschaftsmodell das einzig mögliche? 2. Ist unser Gesellschaftsmodell das beste aller denkbaren? 3. Gibt es noch ein alternatives Gesellschaftsmodell, welches besser geeignet ist, uns in Zukunft gemeinsam dieses wundervolle Land lebenswert für uns alle zu gestalten? Dies würde mir fürs Erste vollauf genügen. Reden Sie miteinander, am besten über alle gesellschaftlichen Schichtgrenzen hinweg. Bringen Sie das auf den Weg, was im politischen Kontext nicht mehr geschieht – eine Vorstellung darüber zu entwickeln, wie wir in den kommenden Jahrzehnten hier zwischen Nord- und Bodensee miteinander leben wollen. Die etablierten Parteien ignorieren diese elementare Fragestellung, die neuen belfern mit Retropie und Abgrenzung. Beides ist nicht hilfreich.

Sie sind jetzt gefragt, Sie persönlich, holen Sie sich Ihr verfassungsmäßiges Primat zurück! Herzlichen Dank dafür im Voraus für Ihr Engagement. Es lohnt sich. Die Errichtung unserer Demokratie hat einst einen unvorstellbaren Blutzoll gefordert, es ist geradezu unsere Pflicht, sie weiterzuentwickeln, finden Sie nicht auch? Der Kommunismus ist zu recht tot, der Kapitalismus stirbt gerade im Fieber. Unsere soziale Marktwirtschaft dazwischen hat sich als ausgezeichnete Lösung erwiesen, was wir im Geldrausch vergessen haben, weshalb sie inzwischen ermattet darniederliegt. Helfen wir ihr mit einer Vitamin-Infusion wieder auf die Beine. Gehen wir es an.

Ende dieser Reihe. Wenn Sie alle fünf Teile dieser Reihe als Gesamttext in einem pdf kostenlos erhalten wollen, schreiben Sie eine diesbezügliche Mail an:

kontor@mikrakom.de

 

Freuen Sie sich ab dem nächsten Monat auf die neue Kolumne von Michael Krakow:
„Michls Intermezzo – Die wöchentliche Besserwisserei“ Hier auf livinginowl.
Jeden Sonntag erfrischende Betrachtungen unserer Gesellschaft.

Herzlich verbunden

Freischaffende mögen den OWL Smalltalk.

Sich kennenlernen, schauen, was zusammen möglich ist, vielleicht sogar Freundschaften schließen. Die Teilnehmer des OWL Smalltalk – Freischaffende, Künstler, Kreative – waren mit viel Empathie und Freude dabei.

Und wollen mehr davon.

Der OWL Smalltalk wird sich zukünftig – wie gehabt in lockerer Runde – alle zwei Monate an wechselnden Orten treffen. Er darf wachsen, gedeihen und Energien freisetzen, die sonst unter der Oberfläche geschlummert hätten.

 

Kontakt zum OWL Smalltalk:
E-Mail: livinginowl@gmx.de
Facebook-Gruppe: OWL Smalltalk

 

Foto: Tanja Meuthen Copertino

Der weibliche Blick durch die Kamera

Women only – ein besonderer Fotoworkshop an der VHS

SONY DSC

Ist der weibliche Blick denn sooo anders als der männliche? Die Bielefelder Fotografin Tanja Meuthen Copertino: „Frauen nehmen Bilder anders wahr und möchten sie auch anders umsetzen, meist emotionaler. Und sie möchten Ergebnisse sehen, ohne vorher stundenlang Fachbegriffe und technische Details büffeln zu müssen.

Wir wollen das ausprobieren und treffen uns pünktlich um 10.00 Uhr an einem Samstag. Es riecht nach frischem Kaffee, und die Süßigkeiten auf dem Tisch lassen keine Wünsche offen. Es kann losgehen.

SONY DSC

Sechs Frauen packen ihre Kameras aus und haben alle unterschiedliche Gründe, warum sie lernen wollen, den Automatik-Modus links liegen zu lassen. Die Mutter, die ihre Kinder mal anders in Szene setzen möchte, die Kosmetikerin, die ihre Kundinnen mit schönen Nachhher-Fotos beglücken will, die Tierärztin, die qualitativ gute OP-Fotos braucht, die Hundebesitzerin, die schon lange den Wunsch hat, ihren Vierbeiner mit der Kamera in vollem Lauf zu erwischen.

Hunde

Und haben wir das nicht alle schon einmal erlebt? Wir gehen mit der Kamera in die Natur, fotografieren was das Zeug hält, aber leider lässt das Ergebnis später zu wünschen übrig. Das wird jetzt anders.

Tanja Meuthen Copertino erklärt die Wichtigkeit des Weißabgleichs, wartet geduldig, bis auch die letzte Teilnehmerin diese Funktion auf ihrer Kamera eingestellt hat. Sie erläutert den Zusammenhang zwischen Größe der Blende und Geschwindigkeit. Immer wieder fotografieren wir die Deko im Seminarraum, um die Unterschiede der einzelnen Einstellungen leichter begreifen zu können. Auf einmal werden Dinge klar, die vorher ein Rätsel waren.

Making of

Was ist der goldene Schnitt und wie fange ich die Lichtstimmung ein? Möchte ich einen verschwommenen Hintergrund oder lege ich Wert auf Tiefenschärfe? Warum haben wir jemals geglaubt, nur im Automatikmodus schöne Fotos hinzubekommen?

Nach der Mittagspause fotografieren wir uns gegenseitig. Mit ganz viel Lachen und Freude am Ausprobieren. Erleben, wie aus den ersten suboptimalen Versuchen später dann wunderschöne Portraits entstehen. Alle sind wir fotogen, auch diejenigen, die das von sich vorher nicht vermutet hätten.

Am Ende des Workshops verstehen wir endlich unsere Kameras, haben jede Menge über das Fotografieren gelernt und brennen darauf, unser Wissen bei nächster Gelegenheit umzusetzen.

 

IMG_3251b

 

Und: Mädels, es war ein richtig schöner Tag mit Euch.

Wer nun Lust aufs Fotografieren bekommen hat, dem kann geholfen werden. Die Volkshochschule Bielefeld bietet „For Women only“ einen Tagesworkshop mit Tanja Meuthen Copertino an.

Tanja Meuthen Copertino
Kontakt: +49 163 333 86 33
Telefon: +49 521 143639
E-Mail: info@awaken-beauty.de
Webseite: http://www.awaken-beauty.de