Walpurgisnacht an den Externsteinen

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Unser Brocken ist nicht im Harz, sondern in Horn-Bad Meinberg und heißt  Externsteine. Heute, wie jedes Jahr in der Nacht zum 1. Mai,  wird sich hier ein schillerndes Völkchen tummeln. Hexen, Esoteriker, Druiden und Wünschelrutengänger können hier tanzen, musizieren oder was immer sie in dieser magischen Natur zu tun lieben. Praktisch wäre allerdings ein fliegender Besen. Der Parkplatz vor den Externsteinen wird nämlich gesperrt sein.

 

Hexe Living in OWL

Melusine

Ich halt‘ in übersel’gen Armen
Umschlungen dich in stiller Lust
Und trink‘ im Kuß den lebenswarmen,
Den Hauch aus deiner tiefsten Brust.

Da schweben alte, liebe Sagen
Mir um den traumbefang’nen Sinn:
„Der Ritter fand einmal beim Jagen
Der Feeen schöne Königin.

Das war ein Kosen und ein Küssen,
Ein sonnengold’ger Liebesmai,
Die Nixen zogen aus den Flüssen,
Die Elfen durch den Wald herbei.

Mit ihren bunten Fackeln schwangen
Leuchtkäfer sich im Hochzeitstanz,
Und tausend Nachtigallen sangen
Den Brautgesang beim Mondenglanz.

Und kluge Zwerge spielten Geigen,
Und andre bliesen Flöt‘ und Horn;
So flatterte der nächt’ge Reigen
Um Melusine’s kühlen Born.“

Ach, hätte nur der dumme Ritter
Nach ihrer Herkunft nicht gefragt
Und all‘ den holden Zauberflitter
Mit einem plumpen Wort verjagt!

Der dumme Narr! Ich bin gescheiter,
Ich küsse dich und schweige still;
Und kümm’re wenig mich, was weiter
Aus dieser Liebe werden will.

Ob du geheim als Valandine
Dich arger Zauberkunst ergiebst,
Was frag‘ ich; schöne Melusine,
Mir ist genug, daß du mich liebst.

Arthur Fitger 1840 – 1909

Foto 2: © Andrey Kiselev – Fotolia.com

I love my life

Dieses von Peter Vennebusch (dem Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes) entworfene Poster erinnert Dich an die essentiellen Dinge des Lebens: Glück, Stärke, Freundlichkeit – und ganz wichtig – Dankbarkeit.

Es gibt wohl keinen Menschen, der sich als glücklich bezeichnet, ohne Dankbarkeit zu verspüren. Dankbarkeit ist die Wurzel des Glücks und letztlich auch des Erfolges und der Stärke.

Dieses ausdrucksstarke Poster hat die Größe 30 x 40 cm und ist erhältlich im Schöne-Dinge-Shop.

Auf den Boden kommt es an

Tag der Gärten und Parks macht auf die Bedeutung der Gartenerde aufmerksam.

2017 ist der Gartenboden der „Boden des Jahres“. Der sechste Tag der Gärten und Parks, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am 10. und 11. Juni in Westfalen-Lippe veranstaltet, nimmt sich des Themas an. 100 private Gärten und 60 öffentliche Parkanlagen öffnen ihre Tore und präsentieren, was gute Erde und liebevolle Pflege an Schönheit hervorbringen können.

Eine Hand voll Gartenglück. Foto: Dworschak/Geologischer Dienst NRW

Am Sonntag (11.6.) erwartet die Besucher im Klostergarten Clarholz (Kreis Warendorf) um 13 Uhr die Präsentation einer Aufgrabung, bei der Fachleute vom Geologischen Dienst NRW die Entstehung und den Aufbau eines Gartenbodens erläutern. Am gleichen Tag präsentieren die Bodenexperten, nur einige Kilometer entfernt, im Klostergarten Herzebrock (Kreis Warendorf) um 15.30 Uhr einen weiteren Gartenboden.

Der typische Gartenboden – in der Fachsprache Hortisol genannt – ist das Ergebnis sorgfältiger gärtnerischer Arbeit. Durch jahrhundertelanges intensives Umgraben und Lockern, regelmäßiges Bewässern sowie durch Kompostwirtschaft ist ein fruchtbarer Boden entstanden, der viel Wasser und Nährstoffe speichern kann. Nur so lässt sich der Erde die reiche Ernte und Blütenpracht abringen„, erklärt Albrecht Deppe vom Geologischen Dienst NRW.

Querschnitt eines typischen Gartenbodens.
Foto: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

Der Gartenboden ist eine nicht zu unterschätzende Komponente der Gartenkultur. Sie gibt Westfalen-Lippe ein wunderbares und sehr typisches Gesicht. Das zu zeigen, hat sich der Tag der Gärten und Parks zur Aufgabe gemacht„, so LWL-Gartenexperte Udo Woltering.

Gartenböden bestehen aus verschiedenen Schichten. Der obere, humusreiche, regelmäßig umgegrabene Bodenhorizont, den der Gärtner bearbeitet, reicht normalerweise 20 bis 30 Zentimeter tief. Darunter folgt ein lockeres Bodengefüge, in dem zahlreiche Regenwürmer und viele andere, zumeist kleinste Tiere leben. Sie arbeiten den Humus im Laufe der Zeit immer tiefer in den Boden ein. Durch die Arbeit der Bodenlebewesen kann ein solcher Boden über die Jahrhunderte bis in eine Tiefe von 80 Zentimetern humos werden. Gartenböden offenbaren viele Hinweise auf die Lebensweise der Menschen in früheren Zeiten. Denn im Gartenboden finden sich vor langer Zeit vergrabene Garten- und Küchenabfälle, Knochen und zerbrochene oder verlorene Gerätschaften. Typische Gartenböden sind vor allem in alten Dorfkernen, in Klostergärten, an Gutshöfen oder in Gärten außerhalb mittelalterlicher Stadtmauern zu finden. Die Kampagne „Boden des Jahres“ will auf dieses bedeutende Archiv der Kulturgeschichte aufmerksam machen.

Immer am zweiten Juniwochenende kommen beim Tag der Gärten und Parks bis zu 45.000 Interessierte in die Parks an Burgen, Schlössern und Herrenhäusern, Stadt- und Kurparks, Gartenschauparks, Klostergärten, Botanischen Gärten und Lehrgärten. Auch private Gartenbesitzer zeigen ihre Kleinode der Öffentlichkeit. Die Gärten sind in der Regel am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Informationen unter http://www.gaerten-in-westfalen.de

Hintergrund
Neben den vielen Privatgärten gibt es in Westfalen-Lippe über 300 kulturell herausragende Gärten und Parks, die ganzjährig für Besucher geöffnet sind. Gartenkultur ist ein wesentlicher Teil der Identität der Region. Der LWL will sie in den Fokus rücken, das Bewusstsein für diese Besonderheit schärfen und den Tourismus stärken. Die Website http://www.gaerten-in-westfalen.de bietet zu 130 ausgewählten Gärten und Parks umfassende Informationen. „Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ ist eine Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Projektes „Kultur in Westfalen“, das von der LWL-Kulturstiftung und der Westfalen-Initiative getragen und vom NRW-Kulturministerium gefördert wird.

Zwischen Traum und Tag. Über den Dächern Bielefelds.

Sonnenaufgangsmusik an der Sparrenburg

Was für eine wundervolle Sommeridee. Der Bunker Ulmenwall und das Kulturkombinat Kamp sorgen für Musik in der Morgendämmerung.  National und international bekannte Musiker aus den Bereichen Singer-Songwriter, Liedermacher, Klassik, Pop, Soul und Reggae spielen auf dem Gelände der Sparrenburg. Sonntags. Früh. Ganz früh.

„Hier ist jeder willkommen, guter Kaffee und schmackhaftes Frühstück stehen zum Picknicken bereit, sich schlaftrunken in den Armen liegen, den Sonnenaufgang genießen, der Musik lauschen.“

Am 9. Juli geht es los mit dem Hamburger Pianisten Lambert. Alle weiteren Information findet Ihr auf der Webseite vom Bunker Ulmenwall.

Foto: Hartmut Lampart

 

Vollpfosten gesucht? MB Möbelwerkstätten hat schöne Exemplare!

Also jetzt nicht so ein Vollpfosten im Sinne von Vollhorst. Sondern ein richtig schöner massiver Holzblock. Es gibt ihn in vielen Holzarten und Größen. Als Blumensäule, Beistelltisch, Dekoelement oder – mit den entsprechenden Öffnungen versehen – als Weinregal nutzbar.

 

Am nächsten Sonntag, den 23. April 2017 von 14.00 bis 18.00 Uhr ist  Möbelschautag* bei den MB Möbelwerkstätten Buschsieweke in Verl. Dort werden Sie aber nicht nur Pfosten aller Art bestaunen können. Freuen Sie sich auch auf eine gigantische Auswahl an Esszimmertischen und Designstühlen in Holz, Leder, Filz….

Möbelwerkstätten Buschsieweke GmbH
Industriestraße 1
33415 Verl
Telefon: 05246-82488
E-Mail: info@mb-moebel.de
Webseite: http://www.mb-moebel.de

*Da es Sonntag ist, gibt es keine Beratung und keinen Verkauf, aber jede Menge Inspiration.

 

 

 

Von allem das Doppelte!

Reichliche Portionen kochen, nicht an den Zutaten sparen, üppig würzen. Der Tisch möge sich biegen unter delikaten Köstlichkeiten. Nur keine falsche Bescheidenheit an den Tag legen.

Und dennoch gilt in der Küche wie im Leben:

Manchmal genügt eine winzige Prise für den Geschmack. Hier würde die doppelte Menge auch das feinste Gericht ungenießbar machen.

Dieses wunderschöne Küchenposter wurde von Peter Vennebusch (dem Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes) entworfen.

Es hat die Größe 30 x 40 cm und ist erhältlich im Schöne-Dinge-Shop.

 

Die Maus mags ……

… das Mousepad mit schönen Wörtern aus Ostwestfalen.

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Es sieht vadorrich gut aus auf dem Schreibtisch und man hat Lusten auf die Arbeit am Computer.

Der ostwestfälische Wortschatz mit seinen schönen Wörtern und Redewendungen ist jetzt auch als Mousepad erhältlich. Für die Region Ostwestfalen mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern und 56 Städten und Gemeinden ist etwas entstanden, was im wahrsten Sinne des Wortes den alten Sprachschatz und Redewendungen wieder lebendig macht. Zumindest „Omma“ und Oppa“ sprachen so.

Die Oberfläche dieses dem Poster nachempfundenen Mousepads ist eine Spezialfolie, die Mittelschicht enthält das brillante und gestochen scharfe Druckmotiv. Der Unterbau besteht aus einer haltbaren und rutschfesten Kautschukschicht. Das Mousepad ist federleicht und an den Ecken abgerundet. Es ist 240 mm x 190 mm groß.

Wie schon die Plakate, Postkarten, Notizblöcke, Schokoladen und Lesezeichen, eine Stofftasche, ein Maßstab und Geschenkpapier, ein Kugelschreiber sowie ein origineller Keramikbecher mit passenden Frühstücksbrettchen, ist auch das Mousepad im autorisierten Buchfachhandel in Ostwestfalen und im Schöne-Dinge-Shop  erhältlich.

JA zur Gegenwart! Lieben, was ist!

Immer wieder die Frage, wieso passiert mir das? Immer wieder die Frage, wie kann ich das nur verändern, damit sich endlich etwas in meinem Leben verändert? Wir wissen doch, dass alles was ist, auch Sinn macht. Welchen Sinn soll es denn haben, so wie es ist? Es tut doch wirklich keinem wirklich gut.

Wir holen uns Botschaften über ein Medium. Wir lassen uns die Karten legen, um etwas mehr über die Zukunft zu wissen. Wir gehen zum Psychiater, Therapeuten. Wir sprechen mit guten Freunden. Doch immer wieder stellt man fest, so richtig verändert sich nichts. Sicher machen wir uns hiermit dann auch noch Druck. Wir wissen nicht weiter und werden wütend auf Gott und die Welt. Wenn es einen Gott gibt, warum hilft er mir dann nicht? Dies kommt immer zum guten Schluss.

Was soll ich erkennen? Was darf ich lernen? Was muss ich tun? Fragen über Fragen! Dass die Welt sich verändert, das weiß mittlerweile jeder, das ist im Weltlichen zu sehen und auch in unserem kollektiven Umfeld. Ja, das spüren wir mittlerweile an uns selbst. Nur was? Ich denke, dass es einen Plan dafür gibt. Wie die Natur ja auch einen natürlichen Plan hat. Die Jahreszeiten! Was bedeutet ein Plan für die Welt, für mich selbst? Dürfen wir lernen, uns diesem Plan wieder mehr hinzugeben? Ohne Machtspiele? Ohne, wenn dann ich auch? Dann wollen wir doch mal sehen? Immer mehr scheint damit nicht mehr zu funktionieren. Für keinen? ! Doch was denn dann? Geht es darum, dass wir wieder lernen, das Leben zu lieben, wie es ist? Bedingungslos zu lieben, ohne Wertung ? Einfach lernen zu lieben……….

Haben wir deswegen all das, was gerade in unserem Leben war und ist, dass wir genau über diese Situationen lernen, wieder zu lieben?

Text: Hedwig Bonensteffen

Schloss Holtfeld im Ravensberger Land

Wer hinter Borgholzhausen in die tiefen Eichen- und Buchenwälder des Ravensberger Landes eintaucht und intensiv nach „Holtfeld“ sucht, findet irgendwann dieses Renaissance-Wasserschloß aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Spigelung: Wasserschloss Holtfeld

Besichtigen kann man es nicht, da es in Privatbesitz ist. Die Räumlichkeiten werden als Eigentumswohnungen, Büros und Ausstellungsräume genutzt.

Ideen made in OWL

Impressionen und Inspirationen vom Bielefelder Designgipfel.

Wer individuelle und möglichst noch handgemachte Produkte liebt, ist auf dem Bielefelder Designgipfel in der Stadthalle an der richtigen Adresse.

Ob bei Schmuck, Kleidung, Dekorationsartikeln, Papeterie oder Lederwaren, der Ideenreichtum der Aussteller ist begeisternd, die neuen Styles und liebevoll designten Details grandios.

 

Frau Luther zum Beispiel ist ein Bielefelder Label, das sich auf Doubleface-Dreieckstücher spezialisiert hat. Durch das feste Material lässt sich das Tuch perfekt in Form bringen. Auf dem Foto sehen Sie die Namensgeberin des Labels Stephanie Luther mit einigen ihrer Kreationen.

 

Der gebürtige Ostwestfale Dennis Lohmann kam eigens von Leipzig nach Bielefeld  und stellte seine innovativen Papierfiguren zum Selberbasteln vor. Die detailgetreuen Bastelbögen gibt es unter paperesk.com.

 

Stylischer Ohrschmuck kam aus Verl. Ivonne Gehle präsentierte außerdem ihre handgemachten Taschen und Accessoires. Donner-Littchen, was für schöne Sachen.

 

Scheinbar Ausgedientes aus Metall und anderen Werkstoffen wird durch den Alfelder Künstler Otfried Faul zu neuem Leben erweckt. Genial seine oben abgebildete Schlüsselschüssel.

 

Friedas Werkstattladen ist mittlerweile über die Grenzen Bielefelds hinaus für ungewöhnliche Geschenkideen bekannt. Auf dem Designgipfel zeigt sie wortwitzige Postkarten für viele Gelegenheiten. Die Diplom-Grafikdesignerin und Inhaberin Nicole Köhring gibt darüber hinaus Siebdruckkurse.

 

Lampenkreationen für Kaffeetanten, Leseratten und sonstige Liebhaber origineller Lichtquellen brachte Ute Grundmann aus „Frau Grundmanns Ideenreich“ in Verl mit.

 

Aus Münster kam Susanne Heinemann mit ihren Kleinodien, nämlich unkonventionelle Schmuckkreationen aus verschiedensten Materialien, hier auf dem Foto eine Serie aus originell geformten Mantelknöpfen.

 

 

Schon fast beim Verlassen des Designgipfels erblickten wir den Stand von Martina Mruck. Sie fühlt sich den schönen Worten verbunden und zeigt sie auf Holz, Leinwand oder Papier. Ihre liebevollen Wortkreationen machen warm ums Herz. Eines ihrer Bilder wollte unbedingt mit in unsere Redaktionsräume.

 

Der nächste Bielefelder Designgipfel findet am 4. und 5. November 2017 statt.

Schön und einzigartig …

… sind die Kreationen aus handgefertigten Glasperlen der Bad Salzuflerin Gabriele Sewening.

Die Kette auf dem Foto besteht aus 32 Süßwasserperlen und einer handgewickelten Glasperle, in die 24 ct. Feingold gearbeitet wurde. Ein Hingucker für jedes festliche Outfit.

Weiteren stylischen Schmuck von Gabriele Sewening finden Sie auf den Seiten etsy.com und Perlen-Perle. Lassen Sie sich von der Vielfältigkeit und Farbenpracht überraschen.

Et labora! Handwerk im Kloster.

Familientag im Kloster Dalheim

Das Mühlrad klappert, der Backofen glüht und die Bienen summen: Am Sonntag (9.4.) lädt die Stiftung Kloster Dalheim zum dritten Mal zum Familientag „Et labora! Handwerk im Kloster“ ein. Zwölf Gewerke lassen von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Dalheim (Kreis Paderborn) historische Handwerkskunst von der Bäckerei bis zur Zimmerei lebendig werden. Kinder werden bei einem Mitmachprogramm selbst aktiv.

Auch Handwerker machen mal Pause: Für das leibliche Wohl sorgt das Klosterwirtshaus unter der neuen Leitung von Familie Brand.
Foto: LWL/Maria Tillmann

Zum Familientag rund um Bäckerei, Brennerei, Brauerei, Gärtnerei, Imkerei, Mühle, Schäferei, Schmiede, Stellmacherei, Weberei und Zimmerei begrüßte das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur im vergangenen Jahr 2.700 Besucher, darunter 1.000 Kinder.

Neu ist 2017 eine Silberschmiede. Und während die Besucher den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, gehen Kinder auf Entdeckertour über das Klostergelände und üben sich unter anderem im Korbflechten, Kerzenziehen und Zimmern. Eine Regenvariante des Programms ist vorbereitet.

Geschichte zum Anfassen

Während viele der Handwerkstechniken einst zum Alltag gehörten, sind sie besonders jungen Menschen heute oft nicht mehr geläufig. „Beim Familientag erwachen vergangene Zeiten zum Leben. Kinder und Jugendliche lauschen dem Schleifen des Mahlsteins in der Mühle, machen Bekanntschaft mit kleinen Lämmern, beobachten das Treiben in einem Bienenstock und erfahren so, wo die Dinge des täglichen Gebrauchs wie Mehl, Wolle und Honig überhaupt herkommen“, berichtet Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kloster Dalheim.

„Diese Erlebnisse machen die große Faszination des Programms aus“, so Rüschoff-Thale. „Eine solche Veranstaltung ist ein idealer Familienausflug: Kinder und Erwachsene können hier gemeinsam einen ganzen Tag verbringen, zusammen staunen, werkeln und ganz nebenbei auch noch etwas über unsere Geschichte lernen.“

Das Handwerk: Der Herzschlag eines Klosters

„Mit dem Et labora-Tag widmet sich die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur einer wichtigen Facette der klösterlichen Kultur“, führt Museumsdirektor Dr. Ingo Grabowsky zu deren Ursprüngen: Neben dem Gebet ernannte der Heilige Benedikt mit dem berühmten „Ora et labora“ (lat.: Bete und arbeite) bereits vor 1.500 Jahren auch die Arbeit zu einem der Grundpfeiler des Klosterlebens.

Heißes Eisen: Werner Keller beeindruckt die Besucher mit seinen Vorführungen in der Dalheimer Schmiede. Foto: LWL/Maria Tillmann

Mit seiner Fülle von Gewerken ist das Kloster Dalheim wie gemacht, um in die Welt des historischen Handwerks einzutauchen. „Mittelalterliche Klöster waren häufig Selbstversorger: Alles Lebensnotwendige stellten die Ordensleute innerhalb der Klostermauern selbst her. Das machte sie von der Außenwelt unabhängig“, erläuterte Grabowsky. So war es auch bei den Augustiner-Chorherren, die sich in Dalheim im 15. Jahrhundert ansiedelten. „Mit ‚Et labora!‘ begeben wir uns auf die Spuren der ehemaligen Bewohner des Klosters, die schon vor mehr als 500 Jahren in Dalheim Hammer und Meißel schwangen. Heute sind es unsere Handwerkerpersönlichkeiten, die diese Aufgabe übernehmen und die Werkstätten und das Klostergelände mit Leben erfüllen,“ so Grabowsky weiter.

Mit dabei sind: Willi Zacharias (Bäckerei), Manfred Peitz (Brauerei), Hermann Zinser (Brennerei), Hermann Brügge-Feldhacke (Försterei), Andreas Bogel (Gärtnerei), Helga Müller (Imkerei), Burkhard Jüstel (Mühle), Roland Brand (Schäferei), Werner Keller (Schmiede), Hans Liekmeier (Silberschmiede), Franz-Josef Mertens (Stellmacherei) und Katharina Vollmerhaus (Weberei).

Seit der Einrichtung der Stiftung Kloster Dalheim LWL-Landesmuseum für Klosterkultur wurden auf dem rund 7,5 Hektar großen Klostergelände immer mehr Gewerke wieder in Betrieb genommen: die historischen Werkstätten von Schmiede und Stellmacherei sowie der große Steinbackofen im Museumsfoyer und zuletzt im vergangenen Jahr die Dalheimer Mühle. Es entstanden eine neue Klosterbrauerei und eine -brennerei. Rund 2,5 Hektar Gartenfläche wurden nach barockem Vorbild neu gestaltet. Im ehemaligen „Sassenhaus“ zogen große Schaftwebstühle und Spinnräder ein. Seit 2014 gibt es wieder Schafe und Bienen auf dem Klostergelände.

Vielfalt klösterlichen Handwerks

Einst entstanden in der klösterlichen Schmiede Hufeisen, Werkzeuge und Reifen für Wagenräder aus der benachbarten Stellmacherei. Im Dalheimer Gewölbekeller wurde Bier gebraut. Die Weberei lieferte Stoff für die Ordenstrachten oder zum Beispiel Betttücher und Servietten. Die Schäferei brachte Wolle und Leder für die Kleidung, Pergament für die Buchproduktion, Fett als Salbengrundlage sowie Fleisch und Milch für die Klosterküche hervor. Heute sind es besonders Brauerei, Brennerei, und Imkerei, die in Dalheim Produkte herstellen. Gewerke wie zum Beispiel die Stellmacherei werden zur Schau betrieben. Die Textilwerkstatt öffnet auf Nachfrage für Gruppen, die dort einen ganzen Tag mit Handarbeiten wir Filzen, Spinnen, Weben oder Stoffdruck verbringen können.

Backen wie vor 200 Jahren: Willi Zacharias am historischen Dalheimer Steinbackofen. Foto: LWL/Maria Tillmann

Mitmach-Programm für Kinder

Zum Et labora-Tag gehört ein umfassendes Programm für Kinder. An insgesamt neun Stationen auf dem Klostergelände ist ihr Einsatz gefragt: Beim Bau eines Fachwerkhauses üben sie sich in der Zimmerei. Danach gehts zum Saatkugelkneten in den Klostergarten. Sie schließen erste Bekanntschaft mit Klosterschafen und -bienen und wickeln kleine weiche Wollschäfchen. Bei der Imkerei geht es ans Kerzenziehen. Kerzenhalter entstehen bei der Schmiede. Kleine Silberschmiede biegen funkelnde Sonnenfänger, und in der Stellmacherei flechten Kinder kleine Körbchen. Leckereien aus dem historischen Steinbackofen steuert die Bäckerei bei.

Für den Transport der in eigener Handarbeit hergestellten Klosterwerkstücke bedrucken die Kinder in der Weberei eine Baumwolltasche.

„Die Kinder setzen sich spielerisch mit den historischen Handwerkstechniken auseinander und erfahren dabei, welche Bedeutung die Gewerke für das Kloster und seine Bewohner hatten“, beschreibt die museumspädagogische Referentin Dr. Christiane Wabinski die Idee hinter dem Et labora-Tag. Am Ende des Tages bekommen Handwerker, die alle Stationen besucht haben, eine kleine Belohnung.

Ein Stück Dalheim für Zuhause

Neben den Handwerksvorführungen und dem Mitmach-Programm für Kinder gibt es auch einige Möglichkeiten, die Dalheimer Produkte zu probieren und mitzunehmen: frisch gebackenes Brot und Kuchen aus dem Dalheimer Steinbackofen, Spirituosen aus der Brennerei, Dalheimer Honig und das hausgebraute Bier. Im Klostergarten ernten die Besucher Samen und stechen überschüssige Stauden, die sie gegen eine Spende mit nach Hause nehmen können.

Rahmenprogramm

Stündlich von 12 bis 16 Uhr gehen kostenlose öffentliche Führungen durch die Klausur und die Sonderausstellung „Luther. 1917 bis heute“. Um 14.30 Uhr geht es mit dem Förster durch den Dalheimer Wald. Wer möchte, erkundet das Klostergelände und den Ort Dalheim per Pferdekutsche. Für das leibliche Wohl sorgt das Dalheimer Klosterwirtshaus mit einem Verpflegungsstandauf dem Klostergelände. Das Blasorchester Lichtenau rundet das Programm mit musikalischer Untermalung ab.

Förderer

Den Dalheimer Familientag haben die Volksbanken im Kreis Paderborn unterstützt.

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen beim Et labora-Tag 6 Euro, Ermäßigte 3,50 Euro. Für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre) sowie Besitzer der LWL-MuseumsCard (auch LVR-Museumskarte) ist der Eintritt frei.

Bei der Teilnahme am Kinderprogramm entstehen Materialkosten von 5 Euro pro Kind.
Ein freier Zugang zum Klosterwirtshaus ist am Et labora-Tag leider nicht möglich.

Programmübersicht

11 bis 17 Uhr
Vorführungen in Bäckerei, Brauerei, Brennerei, Gärtnerei, Imkerei, Mühle, Schäferei, Schmiede, Silberschmiede, Stellmacherei und Weberei

11 bis 17 Uhr
Mitmach-Aktionen für Kinder
Leckereien im Klosterbackofen backen (Bäckerei), Blumensaatkugeln kneten (Gärtnerei), Kerzen ziehen (Imkerei), Kerzenhalter schmieden (Schmiede), Wollschäfchen wickeln (Schäferei), Sonnenfänger biegen (Silberschmiede), Körbe flechten (Stellmacherei), Taschen bedrucken (Weberei), Fachwerkhaus aufbauen (Zimmerei)
Materialkosten von 5 Euro pro Kind

12 bis 16 Uhr
Stündlich kostenlose öffentliche Führungen
durch die Klausur (13 und 15 Uhr) und die Sonderausstellung „Luther. 1917 bis heute“ (12, 14 und 16 Uhr)

13 bis 16 Uhr
Musik auf dem Klostergelände mit dem Blasorchester Lichtenau

13 bis 17 Uhr
Kutschfahrten über das Klostergelände und durch den Ort
Teilnahmekosten: 1 Euro pro Kind, 2 Euro pro Erwachsenem

14.30 Uhr
Kostenlose Försterwanderung
durch den Dalheimer Wald (bitte an festes Schuhwerk und zweckmäßige Kleidung denken)

Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Telefon: (05292) 9319-0
Fax: (05292) 9319-119
E-Mail: kloster-dalheim@lwl.org
http://www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org

Hintergrund
Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ist eines der 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Deutschlands einziges Landesmuseum für klösterliche Kulturgeschichte. Es wird gemeinsam vom LWL und der Stiftung Kloster Dalheim getragen und ist beheimatet in dem rund 800 Jahre alten ehemaligen Kloster Dalheim. Ausgehend von der eigenen Geschichte lädt das Haus ein, die Welt der europäischen Klosterkultur zu entdecken.

Immer dran denken!

Dieses Plakat beinhaltet einen Ohrwurm. Unvergessen Bobby McFerrins gleichnamiger Song.  Der Ursprung der Worte „Don’t worry, be happy“ geht indes auf den indischen Guru Meher Baba zurück. Aus Protest gegen lautstarkes Streiten schwieg dieser für den Rest seines Lebens, und das waren immerhin 44 Jahre.

„Sorge Dich nicht, sei glücklich!“, so lautet die Botschaft. Und wirklich ist es so, denn sich Sorgen zu machen, hat noch nie jemandem genutzt.

In every life we have some trouble
But when you worry you make it double

Denjenigen, die das immer mal wieder vergessen, ist dieses, von Peter Vennebusch  (dem Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes) entworfene Plakat gewidmet.

Es hat die Größe 30 x 40 cm und ist erhältlich im Schöne-Dinge-Shop.

 

 

 

 

Wie happy macht Happy Life World?

Öffnet man die Webseite von Happy Life World, erscheinen Fotos von Palmenstränden, Luxus-Reisezielen und Sonnenuntergängen in der Karibik. Der Anblick solcher Bilder erweckt bei mir sowohl Sehnsucht nach fernen Welten, als auch ein wenig Skepsis. Soll ich hier vielleicht mit der Aussicht auf Luxus und Reichtum geködert werden?

 

 

Gucken wir mal genauer hin.

Angeboten werden Reisen, Hotelunterkünfte, Flüge, Mietwagen und einiges mehr. Das Traumhotel in Dubai kann ebenso gebucht werden wie die Ferienwohnung an der Nordsee oder ein Hotelzimmer in Frankfurt z. B. für eine Geschäftsreise. Beim Klicken auf ein Reiseziel öffnet sich eine Buchungsseite, über die man seine Auswahl treffen kann.

Und was ist nun das Besondere an Happy Life World?

Happy Life World erhält für alle Leistungen, die es vermittelt, eine Provision. Und diese steckt es sich nicht etwa in die eigene Tasche, sondern leitet nach Ende der Reise oder Inanspruchnahme der Dienstleistung 40 % dieser Provision an ihren Kunden weiter. In Neudeutsch Cashback genannt.

Einzige Voraussetzung, um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, ist die Anmeldung bei Happy Life World. Das ist mit ein paar Mausklicks erledigt und eigentlich ist das schon alles. Ab sofort kann man sich unter der stets wachsenden Angebotsvielfalt das Passende aussuchen und am Ende Geld zurück erhalten.

 

Und es tun sich weitere Möglichkeiten auf. Denn wer sich anmeldet, hat die Option, Affiliate-Partner zu werden. Eine heiße Sache für MLM-Marketers, aber auch für Otto-Normalverbraucher, der Happy Life World über einen eigenen Link oder eine persönliche Webseite in seinem Netzwerk (oder Bekanntenkreis) weiterempfehlen kann und dann von den Umsätzen seiner „Downline“ profitiert.

Dieses Video erklärt es in einfachen Worten:

 

Ich will wissen, ob das nun wirklich klappt mit dem Cashback. Also buchte ich einen schon länger geplanten Wochenendtrip nach Berlin über Happy Life World. Alles funktionierte reibungslos, und tatsächlich: wenige Tage nach Ende der Reise erhielt ich einen Betrag auf meinem Konto gutgeschrieben. It works!

 

Es werden indes nicht nur Reisen vermittelt. Weitere Partner von Happy Life World sind der Erlebnisanbieter Jochen Schweizer sowie der Rabatt-Dealer Groupon. Und das ist erst der Anfang.

Wer mehr erfahren möchte, ist bei den Webinaren auf der Webseite von Happy Life World gut aufgehoben.

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Happy Life World hat durchaus das Potential, happy zu machen.

Happy Life World GmbH
Altrottstr. 31
69190 Walldorf
http://www.happylife-world24.de

 

Heuschnupfen – den Sommer genießen und nicht beniesen

Der Bielefelder Heilpraktiker Ralf Wigand zeigt Wege aus der Allergie.

 

Die typischen Symptome eines Heuschnupfens sind Kribbeln und Juckreiz in der Nase, ein geschwollenes und wundes Gefühl im Rachen, Absonderung eines wässerigen Sekrets aus der Nase, im Gegensatz zum gelblichen Sekret bei einem bakteriellen Schnupfen. In den meisten Fällen sind die Augen gerötet, tränen, jucken und brennen. Durch die allergische Reizung der Bronchialschleimhaut kann es auch zu Reizhusten und Asthma kommen. Die Betroffenen fühlen sich müde, gereizt, antriebslos und können nachts schlecht schlafen. Auslösende Allergene sind Blütenpollen von Gräser, Unkraut, Sträucher, Bäume und Blumen. Das Leiden beginnt für viele schon im Februar und endet häufig erst im September.

Living in OWL: Kennt man die Ursache(n) von Allergien und Heuschnupfen?

Ralf Wigand: Die allergische Rhinitis (Heuschnupfen) beginnt mit einer Sensibilisierung gegenüber einem Allergen (z. B. Hausstaub oder Pollen). Eine Anwehrzelle (die so genannten Makrophagen) nimmt das Allergen auf und präsentiert es einer spezifischen Abwehrzelle (B-Lymphozyt). Diese produzieren IGE-Antikörper, welche sich dann in kurzer Zeit explosionsartig ausbreiten. Die dabei entstehenden Botenstoffe (Histamine, Zytokine und Leukotriene) machen die Schleimhäute durchlässig und sorgen für die unangenehmen Begleiterscheinungen.

Living in OWL: Aber warum reagiert das Immunsystem auf die für den Menschen eigentlich harmlosen Substanzen?

Ralf Wigand: Ich sehe als Ursachentherapeut zwei Hauptgründe für die explosionsartig ansteigenden allergischen Dispositionen. Der erste, wohl dominanteste Faktor beginnt schon sehr früh im Leben. Neugeborene Babys erblicken unsere Welt ohne angeborenes Immunsystem. Im Laufe der ersten Lebensmonate wird das sogenannte TH1 und TH2 Immunsystem ausgebildet. Die TH Blutzellen sind spezielle weiße Blutkörperchen, die sogenannten Lymphozyten. In der Thymusdrüse bekommen sie eine Ausbildung zu einer Art Spezialeinheit unserer körpereigenen Abwehr. Vereinfacht erklärt sind die TH1 Lymphozyten für die Probleme innerhalb unserer Zellen verantwortlich. Sie produzieren bei Bedarf ein Kampfgas aus Stickoxyd, genannt NO Gas. Dieses aggressive Gas vernichtet intrazelluläre Bakterien, Viren, Pilze und sogar Krebszellen.

Die TH2 Lymphozyten sind für unsere Sofortabwehr außerhalb der Zellen verantwortlich. Durch rasche Antikörperbildung werden unbekannte Eindringlinge attackiert. Normalerweise pendelt sich nach getaner Arbeit unser TH1 und TH2 Immunsystem wieder ein. Bei Allergikern ist diese Balance nicht mehr gegeben. Mittlerweile sollte der Wissenschaft bekannt sein, dass durch die Vielfach-Impfen der Säuglinge das TH2 Immunsystem (also das Immunsystem, welches unter anderem auf Blütenpollen reagiert) dominant wird. In der Fachsprache nennt man dieses einen TH2-Switch. Immer mehr Kinderärzte bewerten die vorgegebenen Impf-Leitlinien als nicht mehr zeitgemäß.

Den zweiten wichtigen Auslöser sehe ich in der Wurzel unsers Körpers, dem Darm. Ein gesunder Darm ist mit ca. 80% an unserem Abwehrverhalten beteiligt. Die Darmflora eines gesunden erwachsenen Menschen besteht aus 500 bis 1.000 verschiedenen Bakterienstämmen. Interessant ist, dass Neugeborene mit einem sterilen Darm auf die Welt kommen. Bei der Geburt nehmen sie über den Mund im Geburtskanal Bakterien der Mutter auf und besiedeln dadurch ihren Darm u.a. mit lebenswichtigen Kolibakterien. Logischerweise entfällt diese wichtige, biologische Impfung bei einer Kaiserschnitt Geburt. Im weiteren Lebenslauf verändert sich ein gesundes Darmmilieu durch Fehlernährung, Antibiotika, Konservierungsstoffe und anderen Lebensmittelzusätzen. Die Darmschleimhaut wird durchlässig und es entstehen Lebensmittelunverträglichkeiten. In der Medizin werden diese Veränderungen als „Leaky-Gut-Syndrom“ bezeichnet. Diese Lebensmittelunverträglichkeiten triggern u.a. Allergien.

 

Living in OWL: Was können heuschnupfengeplagte Menschen Ihrer Ansicht nach machen?

Ralf Wigand: Vorbeugend hat sich in vielen Naturheilpraxen die Eigenbluttherapie bewährt. Einige Milliliter Blut werden aus der Armvene entnommen und zusammen mit Schlangenenzymen oder homöopathischen Mitteln in den Gesäßmuskel zurück injiziert. Durch diese Therapie, die sich auch bei Neurodermitis, Asthma, Rheuma, und ständigen Infektanfälligkeiten bewährt hat, wird ein überschießendes oder insuffizientes Immunsystem stabilisiert. Diese Therapie sollte einige Monate vor den Beschwerden durchgeführt werden.

Bei akuten Beschwerden ist die Vitamin-C-Hochdosis-Infusion das Mittel der Wahl. Über die intravenöse Verabreichung umgeht man den Magen-Darmtrakt ohne Nebenwirkungen. Vitamin-C-Dosen im zweistelligen Grammbereich werden zusammen mit weiteren entzündungshemmenden, biologischen Stoffen infundiert. Dieser „Cocktail“ mobilisiert die körpereigenen Cortisol-Mechanismen (körpereigenes Cortisol reduziert allergische Symptome) und neutralisiert ohne Nebenwirkung erhöhtes Histamin.

Living in OWL: Kann man Heuschnupfen aus Ihrer Sicht heilen?

Ralf Wigand: Vor einer Behandlung des Heuschnupfens sollte, wie bei allen anderen Erkrankungen auch, eine ausführliche Diagnose stehen. In unserer Praxis hat sich seit über 15 Jahren die Durchführung eines IGG Antikörpertests bestens bewährt. Aus der Armvene werden 10ml Blut entnommen und in einem Labor auf 270 Lebensmittel- Immunreaktionen untersucht. Diese Immunreaktionen können Symptome wie bleierne Müdigkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Hautprobleme, innere Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Asthma, Darmprobleme und chronische Entzündungen auslösen. Streicht man die ungeeigneten Lebensmittel konsequent mindestens 6 Monate aus der Nahrung und stimuliert die Darmflora mit hochdosierten probiotischen Bakterienstämmen, reduzieren sich neben den erwähnten Symptomen auch allergische Probleme. Häufig verschwindet der Heuschnupfen dauerhaft.

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
http://www.heilpraktiker-wigand-bielefeld.de

 

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Traditionelle Gründonnerstagssuppe

Frühling. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und wir Menschen (hoffentlich) auch. Schon in vorchristlicher Zeit wurde der Frühlingsbeginn verehrt. Einige Bräuche haben sich bis heute gehalten. So auch der Verzehr der Neunkräutersuppe am Gründonnerstag.

 

Und warum sollen es gerade neun Kräuter sein? Gehen nicht auch acht oder zehn?

Ja, das ginge sicher, aber vielleicht funktioniert der Zauber dann nicht. Traditionell werden also drei mal drei Kräuter (für Schönheit, Gesundheit und Fruchtbarkeit) gesammelt. Welche das sind, hängt auch davon ab, was zu Ostern schon wächst. Brennessel und Gundermann sind aber immer dabei.

Hier ein Rezept für 2 Personen

  • 4 Kartoffeln
  • eine Zwiebel
  • Knoblauch
  • neun verschiedene Kräuter (wer keine Wiese oder Wald in der Nähe hat, kann normale Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel, Thymian, Salbei oder Dill verwenden.
  • Sonnenblumenöl

Zwiebel und Knoblauch in Sonnenblumenöl andünsten. Anschließend die geschälten und kleingeschnittenen Kartoffeln mit Gemüsebrühe dazugeben und gar kochen.
Wildkräuter waschen und kleinschneiden.
Zu den heißen, nicht mehr kochenden Kartoffeln geben.
Die Wildkräutersuppe ziehen lassen und nach ca. zehn Minuten durchpürieren.
Mit Sahne, Creme fraiche oder Kokosmilch verfeinern.
Mit Salz, Pfeffer oder Muskat abschmecken.

Übrigens: Kräutersammler sollten unsichtbar sein. Sammle also nur so viel, wie durch wirklich brauchst und beweg Dich leise und rücksichtsvoll in Wald und Flur, um die Wildtiere nicht zu stören.

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