Götz – Szenische Lesung nach Johann Wolfgang von Goethe

Lesestadt Gütersloh: Jörg Schulze-Neuhoff liest in der Weberei

Foto: Joachim Müller

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„Götz“ ist die Neuauflage von Goethes Klassiker „Götz von Berlichingen“, unangepasstes, unkonventionelles Theater, eine szenische Lesung und ein gewagtes Stück, mit geringen Mitteln produziert und die Arbeit des Sprech- und Sprachkünstlers in den Vordergrund rückend.

Ein Mann auf der Bühne allein – die eiserne Hand zur Faust geballt. Der Originaltext steht in einer modernen Inszenierung. Zeitlos und zeitgemäß? Götz ist Mittelalter. Götz ist Faust- und Fehderecht. Naturrecht und Treue. Götz ist Rebell und Reaktionär. Ein Reichs- und Raubritter. Götz ist Postmoderne. Und Götz ist so viel mehr als sein schwäbischer Wutbürgergruß. Die steht auch beim neuen Götz im Fokus – nicht zuletzt wegen des Performers Jörg Schulze-Neuhoff, der hier groß, laut und gewaltig daherkommt.

Wahnsinnig intensiv ist seine Solo-Performance von Goethes Sturm und Drang-Werk, in der das komplette Personal zu einer Charakterstudie verdichtet wird, in der nicht nur die Zeit, sondern vor allem der Mensch aus den Fugen gerät. Nach der Kafka-Adaption „Der Bau“ entstand auch dieses Solo-Stück unter der Regie von Stefan Meißner. Für „Götz“ haben sie sich schon alleine „wegen der tollen Sprache“ entschieden, wie Schulze-Neuhoff sagt. „Das Stück wird aber auch so gut wie gar nicht gespielt“, fügt Regisseur Meißner hinzu, „weil es auch von den Nazis sehr vereinnahmt wurde.“ So waren beide motiviert, „den Götz mal ins Kleine zu holen.“

Jörg Schulze-Neuhoff, geboren 1976 in Bergisch Gladbach, wuchs in Traben-Trabach auf, schrieb und veröffentlichte früh erste Gedichte, um dann umzusiedeln in die Stadt, die es zwar nicht gibt, in der er sich bis heute jedoch sehr heimisch fühlt. Nach seinem Studium der Germanistik und der Literaturwissenschaft und einer Ausbildung zum Theaterpädagogen arbeitet er seit mehreren Jahren vor allem mit dem ROTTSTR 5-Theater Bochum und dem Theater im Depot Dortmund zusammen. Die szenische Lesung ist eine Co-Produktion mit dem ROTTSTR 5 Theater in Bochum und dem Theater im Depot in Dortmund.

Karten für die szenische Lesung von Jörg Schulze-Neuhoff am 1. November 2016 um 20.00 Uhr im Kesselhaus der Weberei sind für 8 Euro im ServiceCenter der Gütersloh Marketing an der Berliner Straße 63 erhältlich. An der Abendkasse kosten die Karten 12 Euro. Veranstalter der Lesung ist der Verein Kleine Bühne e.V.

Hier finden Sie alle Termine auf einen Blick.

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