Ralf Wigand: Morbus Parkinson, Teil 2

Teil 1 des Interviews können Sie hier lesen.

Cervello neuroni sinapsi, anatomia corpo umano, profilo testa, malattia

Living in OWL: Wie behandeln sie den Morbus Parkinson?

Ralf Wigand: An erster Stelle stehen eine ausführliche Anamnese und eine aussagefähige Labordiagnostik. Es ist schon erstaunlich, wie die Schulmedizin auslösende Faktoren und biochemisches Grundwissen ignoriert. Nachfolgend nenne ich einige wichtige Aspekte und neuere Erkenntnisse, die oftmals aus Bequemlichkeit und medizinischen Wissenslücken den Betroffenen vorenthalten werden.

Die Substanzia Nigra, das Dopamin bildende Areal in unserem Gehirn hat ihren Namen aufgrund einer Schwarzfärbung unter anderem bedingt durch Eisen-Ionen. Diese Eisen-Ionen sind als Katalysator für die körpereigene Dopamin-Synthese elementar wichtig. Ein jahrelanger Eisen und Speichereisen (Ferritin)-Mangel spielt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eine tragende Rolle bei Entstehung und Verlauf des Morbus Parkinson. Viele Betroffene könnten bei nachgewiesenem Mangel durch Eiseninjektionen unter gleichzeitiger Antioxidantien-Zufuhr eine signifikante Verbesserung der Problematik erfahren.

Hier einige weitere interessante Punkte zu dem Thema Parkinson:

  • Ende 2008 veröffentlichte die Universitätsklinik in Atlanta (USA) eine epidemiologische Studie über den Zusammenhang von Morbus Parkinson und einem Vitamin D3 Mangel. 55% aller Parkinson betroffenen Patienten hatten einen ausgeprägten Vitamin D3 Mangel. Dieser Mangel ist durch ein Blutlabor schnell nachweisbar und durch orale Substitution preiswert und problemlos auszugleichen.
  • Forscher des Pennstate College of Medicine, USA veröffentlichten eine Studie über die fatalen Auswirkungen von Cholesterinsenkern auf den Verlauf von Morbus Parkinson und Demenz. Sie kamen sogar zu der Erkenntnis, dass ein erhöhter Cholesterin-Wert sich bei beiden Krankheitsbildern äußerst positiv auswirkt.
  • Ein Forscherteam der Universitätsmedizin Göttingen veröffentlichte eine Studie über die schützende Wirkung von Coffein auf Nervenzellen.
  • Der regelmäßige Verzehr von Kuhmilchprodukten erhöht gerade bei Männern das Risiko, an Parkinson zu erkranken. Das in Milchprodukten enthaltende Hormon Prolaktin ist ein Gegenspieler des Dopamins und macht sogar gesunde Menschen müde.
  • In Frankreich wird seit einigen Jahren bei Landwirten, die beruflich mit Pestiziden gearbeitet haben der Morbus Parkinson als Berufskrankheit anerkannt. In Deutschland wird die Gefahr von Pflanzenschutz-Giften mit freundlicher Unterstützung der WHO weiterhin bagatellisiert. Allein in Deutschland werden jährlich 6.000 Tonnen giftiges und wohl auch krebserregendes Glyphosat in der Landwirtschaft eingesetzt. Nicht einmal unsere Bundesregierung konnte sich gegen die Pharma-Lobby durchsetzen. Im Juni 2016 wurde die Zulassung um zwei weitere Jahre verlängert. Weltweit werden zweistellige Milliardengewinne mit dem Pflanzengift erzielt.
  • Der Neurologe Dr. David Perlmutter beschreibt in seinem Buch „Dumm wie Brot“ die verheerenden Auswirkungen von glutenhaltigen Lebensmitteln auf den menschlichen Darm und das Gehirn. Mehrere Wissenschaftler bestätigen seine Erkenntnisse und die Zusammenhänge von Gluten-Verzehr und Morbus Parkinson.
  • Künstliche Süßstoffe und Geschmacksverstärker wie Glutamat, Hefeextrakt und Citronensäure (nicht zu verwechseln mit Zitronensaft!)stehen schon lange im Verdacht das Gehirn zu schädigen. Also „Finger weg“ von Fertigprodukten.

Living in OWL: Welche Behandlungserfolge gibt es in der Naturheilpraxis?

Ralf Wigand: Bei der Beurteilung von Behandlungserfolgen muss man zwischen dem „echten“ und dem „idiopathischen“ Krankheits-Verlauf differenzieren. Bei der ersten, destruktiven Variante kann man zumindest eine signifikante Verbesserung des gesamten Zustandes erreichen, den degenerativen Verlauf deutlich bremsen und das Ansprechen der Medikamente erhöhen und verlängern. Bei der idiopathischen Variante handelt es sich lediglich um eine funktionelle Störung. In nicht wenigen Fällen konsumieren die Patienten tapfer eine breite Palette von chemischen Medikamenten ohne jegliche Verbesserung ihrer Symptome, allerdings mit erheblichen Nebenwirkungen. Unter Berücksichtigung aller auslösenden Komponenten kann meiner Meinung nach der Krankheitsverlauf gestoppt, wenn nicht sogar geheilt werden. Das in unserer Praxis entwickelte Konzept der Mitochondrien-Energiegewinnung hat sich seit vielen Jahren bewährt. Über zwei Kopfelektroden werden in entspannter Position 50 Minuten lang elektrische Hochfrequenzen durch den Kopf geleitet. Zusätzlich zu den Hochfrequenzen werden computergesteuerte Niedrigfrequenzen, die die Synthese von Neurotransmittern erhöhen sollen, parallel eingespielt.

Der Patient spürt während der Behandlung ein angenehmes Kribbeln. Die positive Wirkung von Elektrostimulation auf den Stoffwechsel im Gehirn wurde in zahlreichen klinischen Studien bewiesen. Zeitgleich zu der Elektrostimulation wird eine Vitalstoff-Infusion verabreicht. Diese Infusion besteht aus hochdosierten Vitalstoffen, die das Gehirn vor freien Radikalen schützen, defekte Nervenzellen regenerieren und Bausteine für die körpereigene Dopamin-Synthese liefern.

Living in OWL: Um welche Substanzen handelt es sich?

Ralf Wigand: Die Infusion besteht aus insgesamt 20 hochdosierten, biologischen Vitalstoffen. Die potenten Antioxidantien reduziertes Glutathion in Verbindung mit Vitamin C-Hochdosis schützen das Gehirn vor freien Sauerstoff-Radikalen, die Aminosäure Acetyltyrosin ist ein direkter Baustoff für Dopamin und Arginin verbessert die Durchblutung. Weitere Bestandteile sind Nerven-Vitamine und das für die Nerven-Regeneration wichtige Methylcobalamin. Carnosin wirkt der Nerven-Eiweiß-Verklumpungen (amyolide Plaques) entgegen und die Aminosäuren Taurin und Glycin reduzieren eine schädliche Glutamat-Anreicherung im Gehirn.

 

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
http://www.heilpraktiker-wigand-bielefeld.de

 

 

Foto: Fotolia

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