GWO: Triumph für Alexander Zverev

Historischer Sieg von Supertalent Alexander Zverev gegen Roger Federer  Nun deutsches Endspielduell gegen Florian Mayer

Turnierdirektor Ralf Weber: „Ein neuer Star ist geboren. Auf solche Momente hat das deutsche Herrentennis lange gewartet“

Erste Niederlage für Federer vor einem GERRY WEBER OPEN-Finale seit 2002

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Alexander Zverev – Verdienter Sieg nach einem mitreißenden Match.

HalleWestfalen. Es war ein historischer Moment bei den GERRY WEBER OPEN. Und der größte Moment in der jungen Karriere von Alexander Zverev: Mit einem blitzsauberen 7:6(4), 5:7, 6:3-Erfolg über Rekordchampion Roger Federer (Schweiz/ATP 3) hat sich der 19-jährige Teenager ins Endspiel der 24. GERRY WEBER OPEN und in die Herzen der 11.500 Fans auf dem Centre Court und von Millionen an den TV-Bildschirmen gespielt. „Es ist ein unglaubliches Gefühl jetzt“, sagte Zverev, aktuell die Nummer 38 der ATP Weltrangliste, zu der Entthronung des Maestro, „ich kann das kaum in Worte fassen.“

Zverev, längst nicht mehr nur ein Versprechen für Morgen, gelang das Kunststück, als erster Spieler seit 2002 Roger Federer vor dem Finale der GERRY WEBER OPEN zu bezwingen. Federer hatte seit der damaligen Niederlage gegen Nicolas Kiefer im Halbfinale bei allen weiteren zehn Turnierteilnahmen stets das Endspiel erreicht und acht Mal den Titel bei Deutschlands wichtigstem ATP-Wettbewerb erreicht. „Kompliment an Sascha. Er hat sich das verdient. Ich nehme aber auch für mich ein gutes Gefühl mit, da ich die Turniere jetzt körperlich sehr gut verkraftet habe.“ Schon vor dem Endspiel hatte Federer seinen jungen Herausforderer in höchsten Tönen gelobt: „Sein Spiel, seine ganze professionelle Einstellung gefallen mir sehr gut. Er wird eine wichtige Rolle im Tennis der nächsten Jahre spielen“.

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Heute im Finale gegen Florian Mayer

Der Youngster trifft im deutschen Endspiel (Sonntag, 15 Uhr, live im ZDF) auf Landsmann Florian Mayer (ATP protected ranking 34), der sich überraschend mit 6:3, 6:4 gegen den Österreicher Dominic Thiem (ATP 7) durchsetzte. „Ich bin superglücklich. Ich war heute am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Dominic hat man die Strapazen der letzten Wochen auch ein wenig angemerkt“, sagte der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist, ehemals mit dem Spitznamen „Gras-Hüpfer“ bedacht. Mayer spielt bei den GERRY WEBER OPEN dank einer Schutzregelung der ATP, dem sogenannten protected ranking. Der 32-jährige Bayreuther hatte zuletzt immer wieder unter Verletzungspech gelitten. Zverev und Mayer traten bisher noch nie auf der Tennistour gegeneinander an. „Es ist toll, jetzt Sascha herausfordern zu können. Er ist der aufstrebende Star in Deutschland, hat tolles Potenzial“, sagte Mayer.

Direkt nach dem umjubelten Abgang vom ausverkauften Centre Court des GERRY WEBER STADION hatte Turnierdirektor Ralf Weber dem ersten Sieger des Tages gratuliert, Alexander Zverev: „Toll gemacht, Sascha. Das war eine Superleistung. Konzentriert bis zum Ende.“ Und Weber ergänzte: „Heute ist endgültig ein neuer Star in Deutschland geboren worden. Auf diesen Tag, auf solche Momente hat das deutsche Herrentennis lange gewartet. Er hat das Publikum mit diesem Auftritt begeistert – und die Fans haben ihn auch mitgetragen zum Sieg.“ Passend dazu sendete die ATP World Tour via Twitter die Botschaft in die Welt: „The future is now.“ Die Zukunft ist jetzt. Und sie heißt Alexander Zverev.

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