Halle atmet auf

Endlich rollt auf der Haller Südumgehung der Verkehr: Am 31. Oktober 2014 wurde von Landesverkehrsminister Michael Groschek und Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann die neue Haller Südumgehung für den Verkehr freigegeben. Dies ist eine Umfahrung, die vor allem für mehr Wohlgefühl in Künsebeck und Halle sorgen wird.

Neun Scheren für die Verkehrsfreigabe der Haller Südumgehung: (von links) Ravenna-Park-Projektleiter Jürgen Keil, die Bürgermeisterinnen Marion Weike, Maria Unger und Anne Ro-denbrock-Wesselmann, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Landrat Sven-Georg Ade-nauer, Investor Gerhard Weber, Harald Grefe von der IHK und Andreas Meyer von Stra-ßen.NRW.
Neun Scheren für die Verkehrsfreigabe der Haller Südumgehung: (von links) Ravenna-Park-Projektleiter Jürgen Keil, die Bürgermeisterinnen Marion Weike, Maria Unger und Anne Ro-denbrock-Wesselmann, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Landrat Sven-Georg Ade-nauer, Investor Gerhard Weber, Harald Grefe von der IHK und Andreas Meyer von Stra-ßen.NRW.

Landesverkehrsminister Michael Groschek überraschte die rund 300 Gäste der Einweihung, darunter viele Bürgerinnen und Bürger: „Ich entschuldige mich dafür, dass die Verkehrspolitik die Haller über Jahrzehnte schmählich im Stich gelassen hat“. Er und seine Kollegen hätten „die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, die A33 zu Ende zu bauen.“ Die Beiträge des Landes zum Bau der Entlastungsstraße und für die Radwege entlang Tatenhausener und Kreisstraße seien bestenfalls eine kleine Entschädigung.

Zur Eröffnung des interkommunalen Gewerbegebiets Ravenna-Parks lobt er die Investoren, allen voran Gerhard Weber: „In NRW brauchen wir viel mehr Menschen wie Sie als gutes Gegenbeispiel zu einer abgezockten Managerkaste.“ OWL könne mit Ihm, Groschek, rechnen: „OWL ist stark, OWL schafft Arbeit, starke Regionen sind eine Zierde für unser Land.“ Gerhard Weber, der seinen letzten Tag als Vorstandvorsitzender der von ihm und seinem Kompagnon Udo Hardieck gegründeten Gerry Weber International AG absolvierte, hakte ebenso nach wie Harald Grefe von der IHK: Die Landesregierung müsse gerade den ländlichen Regionen auch künftig Raum lassen, sich zu entwickeln. Weber wie auch Beiratschefin Unger und Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann dankten allen Beteiligten, zuvorderst den Grundeigentümern, die die Umlegung ermöglichten und dem Team um Projektleiter Jürgen Keil. „Sie haben eine wirklich gute Arbeit gemacht“, brachte es die Haller Bürgermeisterin auf den Punkt. Mit Blick auf die Nachbarstädte bat auch sie am Ende um Nachsicht: „Wir mussten die Chance A33 für unsere gewerbliche Entwicklung nutzen.“

Zuerst froh und vielleicht auch ein klein bisschen stolz waren gestern alle darüber, wie schnell der Bau der Südumgehung vonstatten ging. Und auch, wie schnell die Flächen im Ravenna-Park neue Eigentümer gefunden haben. Landrat Sven-Georg Adenauer nannte es „ein tolles Beispiel für die Zusammenarbeit von Land und Kommunen“; Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger ergänzte, „Verkehr und Business kommen jetzt ins Rollen.“ Ihre Haller Kollegin freute sich nicht nur für die Stadt, sondern vor allem für die Menschen an der B68: „Die neue Südumgehung wird uns eine spürbare Entlastung bringen.“

Umfassende Berichte über den Straßenbau und die laufenden Investitionen im Ravenna-Park finden Sie Im Internet unter der Adresse www.1A-an-A33.de.

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