Uralte Häuser – zum Wohnen schön

Es sind unwiederbringliche Materialien, die früher beim Bau eines Hauses zum Einsatz kamen„, erklärt uns Erasmus Drücker, „handgefertigte Backsteine, Strohdocken, handgestrichene Dachziegel und vieles mehr. Diese Dinge sind heute nirgendwo mehr erhältlich.

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Und so ist es selbstverständlich, dass bei einer Restaurierung so viele der alten Baustoffe wie möglich wieder verwendet werden.

Wir stehen vor einem verfallenen Kotten in einem Waldstück nahe Rietberg. Brennnesseln wachsen in die Fensteröffnungen hinein, das Dach ist halb eingestürzt, innen verwitterte Balken, überall Spinnweben immensen Ausmaßes, verfallener Fußboden. Kaum vorstellbar, dass da noch etwas zu retten ist…

Erasmus Drücker und Rainer Schnitger, die beiden Inhaber der Rietberger Fachwerkstatt für Baudenkmalpflege und Fachwerkrestaurierung Drücker & Schnitger widmen sich seit über 20 Jahren mit Engagement und fundierter Sachkenntnis dem Erhalt der Schätze vergangener Jahrhunderte. Und dieser Kotten hier sei noch einer der besser erhaltenen.

Rainer Schnitger und Erasmus Drücker (v. l.)
Rainer Schnitger und Erasmus Drücker (v. l.)

In den ländlichen Gegenden OWLs gibt es eine Menge solcher dem Verfall preisgegebener Gebäude. Und es finden sich immer mehr Liebhaber, die den Reiz erkennen, in genau solch einem Haus zu wohnen. Von originalgetreu bis modern – nahezu jeder Wohnstil kann realisiert werden.

Und das alles aus einer Hand.

Maurerarbeiten und Innenausbau werden von einem Maurermeister und drei Gesellen fachgerecht ausgeführt. Da das Unternehmen außerdem auch einen Dachdecker beschäftigt, kann die gesamte Gebäudehülle mit eigenen Fachkräften erstellt werden.

Auch das Eichenholz, eines der wichtigsten Baumaterialien wird im eigenen Sägewerk verarbeitet. „Zwar sind wir bemüht, möglichst viel Holz weiterzuverwenden, trotzdem besteht ein hoher Bedarf an Eichenholzbalken, um Fehlstellen zu ersetzen.“ Als vor einigen Jahren das letzte Sägewerk der Region aufgab, kauften die beiden Unternehmer ohne lange zu zögern, eine eigene Säge und sind somit in der Lage, Stammholz selbst zu verarbeiten. Die Seitenware wird für Verschalungen verwendet, das Kernholz für Balken. Mit den Spänen wird die Heizung des Firmengebäudes befeuert.

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Ist es nicht sehr teuer, ein altes Gebäude so restaurieren zu lassen, dass es den heutigen qualitativen und energetischen Ansprüchen genügt?

Nicht unbedingt„, erklärt Erasmus Drücker, „wie bei einem Neubau hängt vieles von der Ausstattung und den Eigenleistungen ab. Zu unserem Kundenkreis zählen viele ganz normale Familien mit Kindern.

Restauriertes Bauernhaus
Restauriertes Bauernhaus

 

Aber nicht nur alte Bauernhäuser werden restauriert, auch innerstädtische Altbauten bekommen von Drücker & Schnitger eine neue Optik und modernen Komfort. Dabei bleibt der Stil des Gebäudes immer erhalten, indem auch hier möglichst viele der alten Baustoffe wiederverwendet werden.

Zimmerer

Der Einzugsbereich von Drücker & Schnitger umfasst ganz Ostwestfalen-Lippe und auch noch das nördliche Ruhrgebiet. Oft werden die beiden Experten hinzugezogen, wenn entschieden werden muss, ob ein Gebäude abgerissen werden muss oder erhalten bleiben kann. „Oder wir werden von Leuten angesprochen, die ein Fachwerkhaus suchen, und wir bringen sie dann mit den geeigneten Häusern zusammen.“

Sie möchten mehr Informationen? Auch die Fachzeitschrift www.bauhandwerk.de berichtete über diese außergewöhnliche Firma.

Drücker & Schnitger
Baudenkmalpflege
Böckersstraße 24
33397 Rietberg
Telefon: 05244-10509
Telefax: 05244-988903
E-Mail: info@drueckerundschnitger.de
Homepage: http://www.drueckerundschnitger.de

Foto Nr. 5: Thomas Schwarzmann, zur Verfügung gestellt von Drücker & Schnitger

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