Ralf Wigand: Bluthochdruck – die Ursachen behandeln!

Dies  ist die Fortsetzung von unserem Bericht: „Bluthochdruck – das Milliardengeschäft„.

Living in OWL: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es naturheilkundlich?

Ralf Wigand: Vor der Beantwortung möchte ich die Quintessenz des Vorangegangenen zusammenfassen: Blutdruckerhöhung ist eine logische Konsequenz des Körpers auf Gegebenheiten. Diese Blutdruckerhöhung mit chemischen Blutdrucksenkern ohne Abklärung der Ursachen zu behandeln, sehe ich als medizinischen Kunstfehler. Allerdings ist eine erfolgreiche, ursächliche Blutdruckbehandlung nur im Zusammenspiel mit dem Patienten möglich. Jeder Mensch hat seiner Gesundheit gegenüber eine Eigenverantwortung. Viele Menschen treten diese Eigenverantwortung oft über Jahre hinaus mit Füßen, um dann vom „Onkel Doktor“ für die aufgetretenen Probleme eine (natürlich kostenlose) „Pille“ zu bekommen. Nachfolgend möchte ich einige Möglichkeiten für eine erfolgreiche Bluthochdruckbehandlung zusammenfassen.

four cheese pizza

1. Gewichtsreduktion: Bei jedem Kilogramm Übergewicht, muss der Körper automatisch den Pressdruck erhöhen.
2. Moderater Salzkonsum: Ein erwachsener Mensch benötigt pro Tag ca. 5 g Natriumchlorid (Kochsalz). Da z. B. eine einzige Pizza bis zu 15 g Kochsalz enthält, nehmen wir täglich ein Vielfaches der empfohlenen Tagesdosis zu uns. Man sollte wissen, dass 10 g Kochsalz im Körper ein Liter Wasser (Übergewicht) bindet.
3. Sport und Bewegung: Durch Sport und Bewegung trainieren wir nicht nur die Körpermuskulatur, sondern auch die Muskulatur unserer Blutgefäße.
4. Kampf der Übersäuerung: Fleisch, Fisch, Wurst, Milchprodukte, Nudeln, Reis, Müsli und Süßwaren haben eines gemeinsam, sie werden in unserem Körper sauer verstoffwechselt. Der Gegenspieler dieser Säurelast sind Obst und Gemüse. Obst und Gemüse werden basisch verstoffwechselt. Der tägliche prozentuale Anteil sollte bei ca. 40% liegen. Ein übersäuerter Körper neigt nicht nur zu rheumatischen Erkrankungen, sondern er beeinflusst durch diese Säurestarre auch die Fließfähigkeit des Blutes negativ.
5. Rauchen: Nikotin verengt die Gefäße und erhöht somit den Blutdruck. Zudem fördert Rauchen die Arteriosklerose (Adernverkalkung). Diejenigen, die sich das Qualmen nicht abgewöhnen können, sollten zum eigenen Schutz zumindest hochdosierte Antioxidantien zu sich nehmen.
6. Stressabbau: Die Stresshormone Adrenalin und Noadrenalin verengen die Blutgefäße und erhöhen den Blutdruck.

Living in OWL: Wie behandeln Sie Bluthochdruck in der Praxis?

Ralf Wigand: Vor jeder Behandlung einer chronischen Erkrankung sollte eine ausführliche, ganzheitliche Blutlabordiagnostik stehen. In meiner Praxis verstehe ich unter einem „seriösen“ Blutbild mind. 60 verschiedene Parameter. Die wichtigsten Parameter zur Ursachenerkenntnis des Bluthochdrucks sind die Größe der roten Blutkörperchen (MCV), die Fließfähigkeit des Blutes (Hämatokritt), die Höhe der Trigliceride (Neutralfette), der Homocysteinwert (körpereigener Giftstoff), das asymmetrische Dimethylarginin (verhindert bei Erhöhung die Arterienrelaxierende NO-Gas-Bildung), das Kreatinin (Nierenwert), die Mineralien Magnesium, Calcium und Kalium, die Hormone Cortisol und DHEA und das für den Blutdruck unglaublich wichtige Vitamin D³. Anhand dieser Werte und der übrigen Konstellation kann ein in der Ursachen-Therapie geschulter Therapeut seine therapeutischen Konsequenzen ziehen und den Bluthochdruck ursächlich erfolgreich behandeln.

Living in OWL: Nennen Sie doch bitte ein paar Beispiele!?!

Ralf Wigand: Gerade bei einer schlechten Fließfähigkeit des Blutes kann ein Aderlass unglaublich hilfreich sein. Über einen längeren Zeitraum werden zwei- bis viermal im Monat ca. 100 ml venöses Blut in eine Vakuumflasche abgesaugt. (Eine kostenlose Alternative ist monatliches Blutspenden). Bei der durch Mikrozirkulationsstörungen bedingten Hypertonie ist die intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung) die am schnellsten wirksame Therapie. Durch diese Therapie werden die körpereigenen Durchblutungsmechanismen (Prostacyklin, Thromboxan) aktiviert. Diese hochwirksame Therapie wurde in einigen Studien wissenschaftlich belegt. Bei Stressbedingter Hypertonie sind Vitalstoffinfusionen, die zusammen mit dem Neurotransmitter (Nervenbotenstoff) Acetylcholin verabreicht werden die Therapie der Wahl. Der entspannende und zugleich vitalisierende Effekt wird von vielen Patienten sehr geschätzt. Bei der gerade im Alter häufig vorkommenden Arteriosklerose (Adernverkalkung) wird in einigen Praxen die Chelattherapie seit Jahrzehnten höchst erfolgreich und ohne Nebenwirkungen durchgeführt. Über einen Tropf wird der Wirkstoff EDTA infundiert. Dieser Wirkstoff kann sanft und ohne Nebenwirkungen Verklebungen und Ablagerungen an den Arterienwänden lösen, dadurch die Durchblutung wesentlich verbessern, den Blutdruck günstig beeinflussen und sogar Bypass-Operationen verhindern. Als positiver Nebeneffekt wird das Risiko an den Folgen von Schlaganfall, Herzinfarkt und sogar Krebs zu versterben, signifikant verringert.

Living in OWL: Gibt es ein Risiko bei der Chelattherapie?

Ralf Wigand: Wie bei allen anderen naturheilkundlichen Therapien gibt es auch bei der Chelattherapie unqualifizierte Gegenstimmen. Meistens werden solche Gegendarstellungen von den Interessenverbänden der Pharmaindustrie gesponsert. In den USA ist eine staatliche 30-Miilionen-Dollar-Studie über die Chelattherapie 2012 beendet worden. Über 2.000 Patienten sind über zehn Jahre lang therapiert worden. Die Erfolge waren mehr als beeindruckend und vor allem ohne negative Nebenwirkungen. Jeder Interessierte kann diese Studie unter TACT-Chelat herunterladen.

wigandNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
http://www.heilpraktiker-wigand-bielefeld.de

Foto: © MIGUEL GARCIA SAAVED – Fotolia.com

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