Der Hitler-Clan

Bielefelder Autor veröffentlicht Verschwörungs-Thriller im Dan-Brown-Stil

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Robin von Weikersthal liefert Diskussionsstoff mit seinem Roman „Der Hitler-Clan“

„Mein Leben ist definitiv nicht so spannend“, antwortet Autor Robin von Weikersthal auf die Frage nach den autobiographischen Zügen seines Romans „Der Hitler-Clan“. „Gott sei Dank“, ergänzt er mit einem Lachen. Gut, damit wäre das geklärt. Robin von Weikersthal ist also kein leiblicher Nachfolger von Adolf Hitler, wie der Held in seinem Thriller „Der Hitler-Clan“.

„Rein marketingtechnisch wäre es allerdings sicher keine schlechte Idee, das zu behaupten. Die Story ist aber wirklich rein fiktiv, obwohl die historischen Fakten schon gut recherchiert sind“, sagt Robin von Weikersthal. Doch tatsächlich gibt es so einige Parallelen zwischen dem Autor und dem Protagonisten Nicolas von Lorenz. Sicher kein Zufall, dass Nicolas und Robin Juristen sind und im wunderschönen Münster wohnen. „Das macht die Recherche leichter“, erklärt Robin, der trotz seines jungen Alters schon viel rumgekommen ist. „Die Orte, an denen der Roman spielt, kenne ich alle ganz gut.“ Und das sind immerhin neben den europäischen Schauplätzen: Chicago, New York, Melbourne und Singapur. Als Nebenschauplatz findet aber auch die Geburtsstadt des Autors – Bielefeld – zumindest am Rande Erwähnung.

Robin1Ganz so langweilig scheint das Leben des Autors demnach nicht zu sein. Robin hat während seines Studiums für viele namhafte Firmen als Fotomodell vor der Kamera und auf dem Laufsteg gestanden und ist heute Rechtsanwalt in Münster. Ganz nebenbei, aber über viele Jahre ist sein Debütroman entstanden. Und wie kam es zu der Idee? „Ehrlich gesagt, war ich überrascht, dass dieses Thema noch nie in Romanform aufgegriffen wurde. Die Frage, ob es leibliche Nachfolger von Adolf Hitler gibt, fand ich sehr spannend und so ist nach und nach das Buch entstanden.“

Ganz aus der Luft gegriffen ist diese Überlegung nicht und es gibt zahlreiche Wissenschaftler, die sich mit dieser Materie auseinandergesetzt haben. Zwar kommen alle Historiker zu dem Ergebnis, dass Hitler weder einen unehelichen Sohn in Frankreich noch sonst irgendwelche Kinder hatte, aber ganz ausschließen kann niemand diese Annahme.

Der 1985 verstorbene Franzose Jean-Marie Loret hat bis zu seinem Tod behauptet, der leibliche Sohn von Hitler zu sein. Und erst 2012 gab es neue Indizien, die diese These bestätigten: Militärunterlagen, die Hitlers Unterhaltszahlungen an Lorets Mutter Charlotte beweisen sollten. Daraufhin warf das US-Magazin Time die makabere Frage auf, ob die Nachfahren nicht Anspruch auf Tantiemen aus dem Buch „Mein Kampf“ hätten.

Im „Hitler-Clan“ entdeckt ein junger Rechtsanwalt, dass er der Enkel von Adolf Hitler ist. Von der katholischen Kirche verfolgt, bringt ihn das unfassbare Familiengeheimnis in große Gefahr. In einem unglaublichen Geflecht aus Intrigen und Machtspielen kämpft der junge Mann gegen seine eigene Familie und das Buch gipfelt in einem fulminanten Finale.

Geschickt sind die historischen Begebenheiten und die wahren Theorien um Hitlers vermeintliche Nachkommen in die fiktive Geschichte eingebunden und der Leser kommt nicht umhin, sich ganz eigene Gedanken zu diesem Thema zu machen. Wer insofern Interesse hat, selbst zu recherchieren, findet im Anhang des Buches weitergehende Literaturhinweise.

„Der Hitler Clan“
Robin von Weikersthal
302 Seiten, Telescope Verlag
EAN: 9783941139121
ISBN: 3941139126
€ 14.95

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