Wenn der Carnival die Stadt in Sambarausch versetzt

Samstag: Carnival in Bielefeld.

Am Samstag werden sie sich wieder nahe der Alm mit ihren bunten Kostümen aufstellen. Mehr als 2000 Teilnehmer und über 70 Gruppen sind diesmal beim „16. Carnival der Kulturen“ dabei. Start ist 15 Uhr Schloßhofstraße. Von dort windet sich der Zug aus bunten Kostümen, Musik und Tänzen durch die Innenstadt zur Ravensberger Spinnerei. Hier beginnt ab 16.3o Uhr die Präsentation der Gruppen.

01. – 03. Juni. Nichts wie hin in OWL!

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Wie gewohnt an dieser Stelle eine kleine, subjektive Auswahl aus der grossen Fülle der Veranstaltungen an diesem Wochenende in OWL, die „Living in OWL“ getroffen hat. Diesmal: Bielefeld, Bad Oeynhausen, Vlotho, Gut Ringelsbruch, Hüllhorst, WiedenbrückMarienfeld.

Wie ein altes Dia

Ein altes Dia. Die Farben sind verblasst

Die Erinnerung ist beim Fotografen dieser Rose im Park von Schloss Neuhaus auch nach über 30 Jahren noch da. Damals waren die Farben der strahlenden Erscheinung vor der Kulisse des eindrucksvollen Baues aus der Zeit der Weserrenaissance kräftig. Jetzt wirken sie wie ein hingetupftes Pastell. Wird es den Milliarden von Digitalfotos der Jetztzeit einst auch so ergehen? Oder vergehen sie einfach wie verrauschende Bits schlagartig: Tilt. Aus!

Gartentipps für den Juni

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn gibt hier wieder wertvolle Tipps, was im Juni-Garten zu tun ist:

Verblühtes entfernen

Die Blütezeit lässt sich bei den meisten Sommerblumen und Stauden verlängern, wenn die verblühten Blüten entfernt werden. Die Pflanzen werden dadurch zu neuer Blütenbildung angeregt. Bei vielen Stauden ( mehrjährige, nichtverholzende Gartenpflanzen) bewirkt ein Rückschnitt nach der Blüte einen zweiten Durchtrieb mit Blüte, so z. B. bei Rittersporn.

Zurückschneiden und Teilen
Frühjahrsblühende Polsterstauden können jetzt zurückgeschnitten und geteilt werden. Frühlingsblühende Sträucher wie zB. Forsytien bekommen nun ihren Schnitt. Nach der Blüte können die Gehölze ausgelichtet werden, die Bodentriebbildung, und die Blühfreudigkeit wird dadurch angeregt.

Große Pflanzen brauchen Stützen
Ein Problem tritt immer wieder im Sommer auf. Nur wenige Stauden sind so stabil, dass sie die sommerlichen Gewitterschauer und Sturmböen ohne Schaden überstehen. Die vielen Blüten, zusätzlich mit der Last des Wassers, werden zu Boden gedrückt – ohne stützende Hilfen kommen sie nicht aus. Siehe Beitrag hier in Living in OWL: „ Pflanzenstütze im Selbstbau“ vom 16 Juli 2011.

Weisser Garten: Rittersporn     Bild: Jürgen Hahn

„Fachwerk“ zeigt Theodor Rotermund

Ausstellung Thedor Rothermund

»Das Fachwerk / Künstler in Bad Salzuflen“ lädt zur Austellungseröffung Theodor Rotermund „Holz – und Eisenobjekte, Arbeiten auf Papier“ am 3. Juni 17.00 Uhr in „Das Fachwerk“ in Bad Salzuflen, Pfarrkamp 8, ein.

info@dasfachwerk.de
http://www.dasfachwerk.de
Telefon:+49 (0) 5222 85308

Was ist eigentlich „Landlust“?

Roter Mohn entlang der Queller Straße

Der letzte Zipfel der Großstadt Bielefeld endet kurz hinter dem Vorort und Brackweder Ortsteil Quelle. Schon in Obersteinhagen sollte man sie also atmen können, die Landluft. Hieß es nicht früher, „Stadtluft macht frei“?  Aber das war wohl anders gemeint. Aus Siedlungen rund um Burgen – die Sparrenburg beispielsweise – und Klöster – Dahlheim im Paderborner Land etwa – , die ab dem 11. Jahrhundert von freigekauften Leibeigenen und anderen Angehörigen des 3. Standes gegründet wurden, entstanden neben den alten römischen oder auch germanischen Gründungen weitere Städte. Dabei setzten sich immer mehr Leibeigene in die Städte ab, wo sie für ihre Grundherren zumeist unauffindbar waren. So wurde es Rechtsbrauch, dass ein in einer Stadt wohnender Unfreier nach Jahr und Tag nicht mehr von seinem Dienstherrn zurückgefordert werden konnte und somit ein Insasse (auch Stadtbewohner) wurde. Wenn der Dienstherr aber mit sieben Zeugen beweisen konnte, dass der Leibeigene sein Eigentum sei, musste er ihm wieder dienen. Diese Regelung wurde durch das Statutum in favorem principum zugunsten der Fürsten aufgegeben. Heute sind unterschiedliche Strömungen zu beobachten. „Mit dem Niedergang der Holz – und Möbelindustrie ist in unserer Gegend kaum noch etwas los“, sagt zum Beispiel Silvia Pollmann, Wirtin des „Leopoldstaler Hof“ im Staatsbad Horn-Bad Meinberg. Leerstände und Geschäftsaufgaben sind in der großen und kleinen Städten, aber auch in den Gemeinden an der Tagesordnung. Ulrich Welpinghus, Bäcker und Konditor des seit 1770 bestehenden Unternehmens sagt: „Die Geschäftswelt hat schwer zu kämpfen in Borgholzhausen und Steinhagen. Die Verbraucher haben heute ganz andere Einkaufs- und Konsumgewohnheiten. Man muss ideenreich und kreativ sein“.

Der Gemüsehof Ströhen

Eine, die mit ihrem „Gemüsehof Ströhen“ durchaus vom Trend profitiert, mehr und mehr Produkte aus der Region ganz frisch zu kaufen, ist  Kornelia Wölki. Am Sonntag, 3. Juni, gibt es am Steinhagener Rathaus ab 11 Uhr einen „Umweltmarkt“ mit dem Schwerpunkt Ernährung. Ulrich Welpinghus wird mit seinem mobilen Backofen demonstrieren, wie gut sein Brot aus Produkten der Region schmeckt. Vielleicht spüren wir da, was „Landlust“ ausmacht?

SchwarzRotGold-Dichte nimmt rasant zu

Die beherrschende Farbkombination

Keine Gespräch, das diese Farbkombination nicht streift. Immer mehr Autos mit Fähnchen an der Karosse. Mehr und mehr Frauen, die sich fragen, ob „die Euro“ die Partnerschaft überleben wird. Am 8. Juni stoßen Polen oder Griechen im ersten Match des Turniers an….. Deutschland folgt einen Tag später gegen Portugal. Hier nochmal der Spielplan. Es gibt freie Stunden dazwischen…

Weisser Garten: Japanischer Schneeball

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn hat sich im Rahmen seiner Serie „Weißer Garten“ mit dem Schneeball, lateinisch Viburnum plicatum und seinen Sorten beschäftigt. Der zu den schönsten und beliebtesten Spätfrühlingsblühern gehörende Strauch kam aus Ostasien in unsere Gärten. Die runden, weißen Blütenstände gaben ihm den populären deutschen Namen Schneeball. Die typische Form eines Schneeballes haben aber nur Typen mit ausschließlich sterilen Blüten. Andere Sorten besitzen flache Tellerblüten, umgeben von sterilen Randblüten.

Erstmals beschrieben hat diese Pflanzengruppe der schwedische Botaniker Thunberg vor etwa 200 Jahren. Und zwar zwei Arten: Viburnum tomentosum (1784), eine fertile Wildform und Viburnum plicatum (1794), eine sterile Kulturform mit schneeballähnlichen Blüten, wie sie in japanischen Gärten gezogen wurde. In England und den Niederlanden benutzt man den Namen V. plicatum ‚Thunberg’s Original‘ für die sterile Form benutzt.

Zierde des weißen Gartens: Japanischer Schneeball

Der japanische Schneeball (Viburnum plicatum ‚Rotundifolium‘) ist ein prächtiger laubwerfender Blütenstrauch mit kompaktem Wuchs und breit verzweigten Zweigen und gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse ( Adoxaceae). Von Mai bis Juli erscheinen die großen, ballförmigen weißen Blüten. Schneebälle tragen ihre Blüten früh – schon im dritten Lebensjahr. Die Blätter sind dunkelgrün, gezahnt, eiförmig, spitz. Er eignet sich als Solitär für kleine Gärten, in großen kann man ihn zu je 2-3 Stück oder als Hecke pflanzen.

Wuchs: kompakter Wuchs, breit ausladend, etagenförmig
Wuchshöhe: bis 2 Meter hoch und breit
Belaubung: dunkelgrüne, eiförmige Blätter, schöne orangebraune Herbstfärbung,
Blüte: ballförmige weiße Blütenstände
Blütezeit: Mai bis Juni
Standort: sonnig, geschützt
Boden:
humoser Gartenboden, ausreichend feucht
Rückschnitt: Schnitt verunstaltet Wuchsform
Winterhärte: gut
Besonderheit: Auch als Blattpflanze attraktiv.
Verwendung: Ziergehölz, Hausgarten, Heidegarten, Japangarten, Bienenweide, Bauerngarten, in Teichnähe

Spargel läuft noch. Freilanderdbeeren im Anmarsch

Das Bild einer der schönsten Kürbispräsentationen weit und breit kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, zierte diese Aufnahme doch im September letzten Jahres unsere Geschichte über die Kürbispräsentation des Brackweder Spargelhofes von Simone & Detlef Krüger. Das Bild gefiel so sehr, daß es jetzt auf der Rückseite der Visitenkarte zu finden ist. Und doch zeigt es nur einen Teil des Hofangebotes. Dazu gehören auch Freilanderdbeeren.

Das Stroh wird zwischen den Erdbeerreihen eingebracht

Streute man kürzlich noch Stroh zwischen die Erdbeerreihen, sind die knalligroten süssen Freilanderdbeeren nun pflückreif. Wer will, kann und darf das auch selbst tun.

Kalorienarm, zuckersüss und knallig rot. Freilanderdbeeren

Der Bielefelder „Wohnmobil-Hafen“

Der Bielefelder Wohnmobil-Hafen auf den Johannisberg Bild: BI-Marketing

Wie? Bielefeld hat jetzt (endlich) einen Hafen? Für Wohnmobile? Was sich so maritim anhört ist etwas Anderes. Ein klassisches Reiseziel für Wohnmobilisten war Bielefeld bislang nicht. Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Denn die Großstadt am Teutoburger Wald bietet etwas, das andere Städte so nicht haben: Einen Wohnmobil-Hafen mitten in der Natur, der gleichzeitig nur wenige Minuten von der belebten Bielefelder Innenstadt, ihren Museen und Freizeitmöglichkeiten entfernt ist. So wird aus dem klassischen Wohnmobil-Urlaub eine Städtereise der anderen Art.

Seit Juli 2011 finden Wohnmobil-Urlauber auf dem Bielefelder Johannisberg zehn voll ausgestattete Stellplätze für einen komfortablen Kurzaufenthalt in der Großstadt. Der ruhig gelegene Wohnmobilhafen befindet sich inmitten des Naturparks Teutoburger Wald, umgeben von Grünflächen und Bäumen. Er bietet ganzjährig Platz für bis zu zehn Reisemobile und verfügt über Strom- und Wasseranschlüsse.

„Die Einrichtung der Stellplätze ist eine konsequente Reaktion auf die wachsende Bedeutung des Städtetourismus in Bielefeld“, sagt Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH. Und tatsächlich wird die 325.000-Einwohner-Stadt, die viele mit Namen wie Dr. Oetker, dem Fußballdrittligisten Arminia oder den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel verbinden, bei Städtereisenden immer beliebter. Die attraktiven Wohnmobil-Stellplätze seien ein neuer Baustein der touristischen Vermarktung, so Holtkamp. So verläuft der Hermannsweg, als „Top Trail of Germany“ ausgezeichneter und landschaftlich sehr reizvoller Höhenwanderweg, in unmittelbarer Nähe des Wohnmobil-Hafens. Damit wird der Johannisberg zum Ausgangspunkt für ausgedehnte Wandertouren oder lange Spaziergänge im Grünen. Eine Kombination aus Nervenkitzel und Geschicklichkeit bietet der Kletterpark Bielefeld, der nur einen Steinwurf vom Wohnmobilhafen entfernt liegt. In sieben Höhenparcours können Besucher ihre Kletterfähigkeiten und ihren Gleichgewichtssinn testen und auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise durch die Bäume gehen.

Kleines Borgholzhausen. Ganz groß

Einiges los in der kleinen Stadt
Wenn man die kleine Stadt mit der großen alten Burg Ravensberg ein wenig abseits der Bundesstrasse 68 auf der Kaiserstraße wieder verläßt und rechts oder links Richtung Autobahn A 33 will (zur Zeit beginnt oder endet sie hier noch vor Halle/Steinhagen/Bielefeld) weisen lustige Werbefiguren und Banner auf die kommenden Ereignisse in Borgholzhausen hin.  Wobei sie durchaus bekannt sind. Wie beispielsweise bei Strassenläufern die „Nacht von Borgholzhausen“ am 16. Juli. Veranstaltet vom LC Solbad Ravensberg. 800 Mitglieder hat dieser zweitgrößte Sportverein der Lebkuchenstadt im Herzen des Teutoburger Waldes. Erfunden hat den weit über die Grenzen von OWL bekannten Lauf wohl der Niederländer Henk Snepvangers, in den 70er Jahren als Soldat in Pium stationiert. Der »fliegende Holländer«, wie ihn kürzlich der grade 65 Jahre jung gewordene Vereinsboß Friedhelm Boschulte vorstellte., hält mit starken 14:55,4 Min. bis heute den Vereinsrekord über 5000 Meter.

In Qualität und Geschmack seit 1770 einmalig: Konditorei Welpinghus

Ganz viele werden die „Nacht der Nächte“ auch nutzen, in der Kaiserstraße 4 bei Beate Welpinghus im Laden mit Café einzukehren und etwas von den Produkten mitzunehmen, die unweit von hier in der Backstube von Ulrich Welpinghus entstehen. Wer einmal vor Ort erlebt hat, was den Unterschied zwischen „Back- und Konditorhandwerk“ und wirklich tagtäglich gelebter Handwerkskunst und traditioneller Herstellung ausmacht, kann es nachvollziehen. Weil es nicht nur schmeckt sondern auch Trends nach hochwertigem Essen und Produkten der Region stützt, wird „Living in OWL“ zukünftig häufiger darüber berichten.

Lola rollt. Herr Messerschmitt biegt ab

Den Museumshof Senne schon im Blick rollt Lola der Kamera vors Objektiv

Er kam von der heissen Rallye auf und um Ernst-Heiner Hüsers Museumssenne. Sie rollte parallel zum Airport Windelsbleiche. Der OWL-Metropole ganzer Stolz mit bis zu 20 Starts an manchen Tagen. Der Radler hatte die Kamera im Anschlag.  Durch den Sucher die rollende Lola zu erhaschen, traute er sich aber wohl nicht. So bleibt diese Begegnung – beobachtet durch unser Tele – wohl ohne bildliche Folgen. Wer weiß, was daraus geworden wäre. Der digitalen Fotografie Wege können manchmal verschlungen sein. Aber wenn sie altes Blech  vor dem Sensor hat, legt sie ziemlich los. Hier eine kleine Ausbeute:

Der Herr Messerschmitt war nicht zu halten. Vor allem als es hiess: „Ausfahrt frei“

Eine gemischte Motorrad- Tretradgruppe diskutierte direkt am Flugplatz, wohin sie denn nun wollen. Autos gucken? Alte Motorräder gucken?

Heisse Diskussion im Angesicht der heranrollenden Rallyemeute

Auch der so stylishalt wirkende Herr Wiesmann mit dem modernen bayerischen Herzen ließ es sich nicht nehmen, langsam an der staunenden Menge vorbei zu rollen. Soviel Aufmerksamkeit kriegen Münsterländer sonst hier nicht.

Ein Bielefelder Wiesmann aus Coesfeld im Münsterland

Mehr Infos gibt es hier.

„Wege durch das Land“ auf Gut Geissel

Kornblumen in Überfülle säumen die Kornfelder

Nirgends wohl auf den „Wegen durch das Land“ vermittelt ein Ort schon bei der Anfahrt auf schmalen mäandernden Wegen durch blaublumig gesäumte Kornfelder, Hecken und Wege unter den vielen grandiosen Anmutungen der Schlösser, Wasserburgen und historischen Stätten so viel Landlust, ländliche Intimität und Nähe wie die in elfter Generation im Besitz der Familie Geissel befindliche Hofanlage bei Langenberg.  Gestern Abend nun genoss eine an Zahl überschaubare „Menge“ Literatur- und Musikinteressierter eine wahre „Landpartie“. Im ersten Teil Katharina Hackers Lesung aus ihrem Buch „Dorfgeschichten“ und „Überlandleitungen“, einer Sammlung von Gedichten in klarer. schnörkelloser Sprache.

Bücher, aus denen auf Gut Geissel gelesen wurde
Matthias Brandt und Katharina Hacker

Man fühlte sich einfach wohl in der fast familiären Atmosphäre, bewunderte den schwarzen Hofhund, der freundlich wedelnd von langem Tisch zu Tisch ging, lachte über die Situationen, die manchmal kippelnde Sitzbänke verursachten und war erstaunt über einen der noch jungen Söhne der Familie Geissel. Hatte der wirklich noch junge „Mann“ doch neulich mit dem Trecker Mitarbeiter eines Stromkonzerns aus dem Graben gezogen, in den sie nahe dem Gut gebrettert waren. Kein Wunder, dass der mit dem Grimme-Preis, Bambi, Deutschem Hörbuchpreis, Bayerischem Fernsehpreis und der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnete Schauspieler Matthias Brandt sichtlich vergnügt-entspannt über den Innenhof schlenderte und nach der Pause locker seine Lesung begann.

Pause bei „Wege durch das Land“ auf Gut Geissel

Wahre Lachsalven erntete der Vorleser auf dem Podium der eng bestuhlten Deele mit den Schilderungen „der Droste“ von Münsterländern, Paderbornern und Sauerländern:

In den „Schilderungen“ der Droste kommen die Münsterländer ausgesprochen günstig weg. Die Menschen des Sauerlandes und des Märkischen Landes hingegen kritisiert sie als kühl berechnend und ehrgeizig, als aufgeklärt und in Dingen der Moral und des Glaubens als gleichgültig oder lasch.

Am schärfsten ging die Droste mit dem Paderborner Land ins Gericht. Sie kannte Land und Leute durch die Familie ihrer Mutter, die aus dem einflußreichen Paderborner Adelsgeschlecht von Haxthausen stammte.

Die Menschen seien verschlagen, listig, dem Alkohol ergeben und „in ihrer Verwahrlosung dem Aberglauben zugeneigt“, urteilt die Dichterin über die Bevölkerung des Paderborner Landes. An anderer Stelle schreibt sie: jeder Groschen, den der Münsterländer sorglich zurücklegen, der Sauerländer in irgend ein Geschäft stecken würde, wird hier“ – im Paderborner Land – „am liebsten von dem Kind der Armuth sofort dem Wirthe und Kleinhändler zugetragen, und die Schenken sind meist gefüllt mit Glückseligen, die sich einen oder ein paar blaue Montage machen, um nachher wieder auf die alte Weise fort zu hungern und taglöhnern. „Aus diesem Grund, so die Droste, wohnten die Bauern im Paderborner Land nicht auf stolzen Höfen wie im Münsterland, sondern in „Baracken“.

Nicht Annette von Droste-Hülshoff spielte im zweiten Teil der Brandtschen Lesung eine Rolle sondern des Fotografen Heinrich Hausers Schilderungen aus und über das Ruhrgebiet Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu seinen ausdrucksstarken schwarzweiß-Fotografien aus diesem Kohle- und Stahlteil Westfalens  entwarf er starke verbale Bilder vom Übergang der bäuerlich-westfälischen Landschaft zur industriellen zwischen Lippe und Ruhr, die Brandt ausdrucksstark vermittelte:

„Wenn ich ein Dichter wäre, dann würde ich die Walzwerkmänner besingen. Sie geben die dichteste Leistung her, die ein Mensch geben kann“.

Ausgezeichnet mit dem Echo Klassik: Das Auryn Quartett

Musikalisch umrahmt und ausgestaltet wurde die Veranstaltung vom Auryn Quartett mit Matthias Langfelder (Violine), Jens Oppermann(Violine), Stewart Eaton (Viola) und Andreas Arndt (Violoncello). Eine kleine Sensation gelang den Musikern mit der Fast-Erstaufführung eines Streichquartetts von Maximilian Friedrich von Droste-Hülshoff nach einer in Brüssel aufbewahrten Handschrift. Von dessen Förderer Josef Haydn gab die mit vielen Preisen ausgezeichnete Auryn-Gruppe ebenfalls ein Streichquartett.

Nur so nebenbei angemerkt: Als der Abendhimmel sanft in die Mainacht überging zogen von Wiedenbrück kommend mehrere Heißluftballons ganz langsam ihre Bahn über dem romantischen Gut Geissel.

Fahrende Ballone über Gut Geissel

Unterstützt wurde diese Veranstaltung des Literatur & Musikfestes Ostwestfalen-Lippe von Bertelsmann. In diesen Minuten wird sie wegen des großen Interesses wiederholt.

Gut Geissel bei Langenberg

Pfingstsonntag

Die Sonne lugt ein wenig über den noch wolkenverdeckten Horizont.

Ob es ein solch strahlender Tag wie gestern wird, wissen wir nicht. Aber auch heute werden Zehntausende durch die Gassen der lippischen Residenzstadt Detmold ziehen, um den 66. NRW-Tag zu begehen. Nicht auszumalen, alle 17,8 Millionen Nordrhein-Westfalen würden sich da einfinden. Oder sich wie gestern Hannelore Kraft in das“Goldene Buch“ der Stadt eintragen. Voll genug war es auch gestern schon.

Spargel satt

Pfingsten. Der Höhepunkt des Spargelfestes

Fast genau um diese Zeit vor einem Jahr schlemmten wir an genau dieser Stätte in der „Amshausener Schweiz“ auf Einladung eines lieben Menschen. Und wir konnten auch diesmal der Versuchung nicht widerstehen, ein paar Stangen, junge Kartoffeln, Rührei, leckere Filets und Schnitzel zu viel zu essen.

Pentekostē. Der fünfzigste Tag

Pfingsten 2012 © sonne fleckl – Fotolia.com

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apostelgeschichte 2,37-41).

Living in OWL wünscht allen Lesern ein schönes Pfingstfest!

Was ist so gesund an Spargel?

Lecker: Spargel, neue Kartoffeln, Sauce hollandaise und Schinken       © Darius Dzinnik – Fotolia.com

Im Spargel stecken wichtige Vitamine und Mineralstoffe in zum Teil richtig hoher Dosis:

Vitamin K (in besonders hoher Konzentration)
Vitamin A, B1, B2, C und E
Kalium, Phosphor und Calcium

Auch für Kalorienbewusste ist Spargel genau das Richtige: Nur 20 Kalorien pro 100 Gramm, denn er besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Da läßt sich ohne Hemmungen zuschlagen. Spargel wirkt entwässernd und besonders positiv auf die Nierentätigkeit und gilt als das ideale Gemüse während der Schwangerschaft.

Geniessen Sie ihn doch mal so:
Junge Kartoffeln
Sauce hollandaise
Schinken

Strüwe weg. Fujimoto kommt

Die Strüwe-Ausstellung ist beendet. Jetzt kommt Fujimoto

Große Kunst- und Ausstellungshallen leben vom stetigen Wandel. Zum Leinewebermarkt hing das Plakat der Ausstellung über den Bielefelder Grafiker und Fotografen Strüwe noch. Aber ein stark aromatisch nach Holz duftendes Bauwerk zog im Bielefelder Kunsthallen-Park schon Neugierige an. Es ist das „Final Wooden House“ und hat mit der am Sonntag, 3. Juni eröffnenden Ausstellung „Sou Fujimoto. Futuroperspektive Architektur“ zu tun.

Final Wooden House im Park der Kunsthalle Bielefeld

Fußball-EM in Bielefeld

Fußball-EM-Qualifikationsspiel in Bielefeld

Da hatte einer von den Nichthinhörern mal wieder nicht aufgepasst. Nicht das europäische Herrenturnier in Polen und der Ukraine bekommt Auswärtspiele auf der Alm sondern die kickenden Damen tragen am 31. Mai ein Qualifikationsspiel in der Heimsportstätte des Drittligisten Arminia Bielefeld aus. Das wollten wir nur mal erwähnt haben.Wo jetzt überall in der Stadt am Teutoburger Wald Plakate dafür hängen.

 

Krügers oberstes Spargelgebot: Absolute Frische

Simone Krüger vor der romantisch-alten Remise des Brackweder Spargelhof

Itschquitschquitsch. Simone Krüger guckt uns erstaunt an: „Eigentlich wollten wir ja ein Video drehen, um das Frischequietschen des Spargels mal zu demonstrieren“, verkünden wir, die relativen Spargellaien, der Spargelinsiderin vom Brackweder Spargelhof gleich hinter der IKEA-Kreuzung am Bielefelder Südring. „Quietschen? Dann kippen Sie mal Wasser über drei Wochen alten Spargel. Der quietscht auch“.  Das saß und schon lernten wir die nächste Lektion in der Reihe der vielen, die uns die Krügers in diesem Jahr bezüglich des königlichen Gemüses  schon erteilten: „Wir stechen zweimal am Tag. Entscheidend ist die Frische der Schnittstelle“. Das sähe dann so aus und sei das Krügersche Markenzeichen für Frische quasi vom Feld bis auf den Teller:

Entscheidend: saftige Schnittflächen beim frischen Spargel

Wie denn die Spargelsaison 2012 bisher so verlaufen sei, wollten wir von Simone Krüger wissen. „Ziemlich verrückt“, bekommen wir zur Antwort. „Normal ist eine richtige Explosion im Mai. Aber da war es viel zu kalt. Also explodierte nichts“. Folglich seien die Preise auf hohem Niveau kleben geblieben und die Nachfrage eher verhaltener. Aber jetzt sei man zufrieden. „Offensichtlich ist bei vielen Menschen die Spargellust erst jetzt da, wenn auch die Erdbeeren fast vor der Tür stehen“. Nach Pfingsten sei es mit den Freilanderdbeeren so weit.

Trotz kleiner Staus auf dem Südruing: Gut ausgeschildert und leicht zu finden

Aber jetzt steht erst mal das für die vielen Spargelfreunde essenstechnisch wohl wichtigste Fest vor der Tür: Pfingsten. Familie Krüger kann viel, superfrisch und mit einer Preisaktion „5 Euro das Kilo Erste Klasse“ liefern. Schließlich werden dank der weiteren Verkaufsstelle „Hof Hammer“ bei Gütersloh-Isselhorst auch die vielen Kunden in „Brackweder Spargelhof-Qualität“ erstklassig bedienen, die SüdSüdwestlich Bielefelds  der Spargellust frönen wollen.

Anderseits lohnt sich der Weg zum Brackweder Spargelhof auch aus anderen Gründen.  Warum das so ist, dokumentiert ein altes Bild, das in der schönen Remise hängt und Senior Friedrich-Wilhelm Krüger (begründete 1964 das Spargelthema auf dem Hof) mit Kunden beim Verkauf zeigt.

Spargelverkauf damals in der Remise…

„Seit damals hat sich viel getan bei uns“, sagt Simone Krüger. Stimmt. Aber das, was diesen Spargelhof ausmacht ist geblieben: Die erstklassigen Produkte. Die nette  und kompetente Beratung. Die Tipps. Das kleine Schwätzchen über den Verkaufstresen. Schließlich haben in dieser Spargelinstitution schon buchstäblich Generationen gekauft.

Blick aus der herrlich kühlen Spargelfreundlichen Remise

Auch wenn der Blick aus der Remise in den von hohen Bäumen umstandenen Hof sicher eine Portion Nostalgie enthält, Simone und Detlef Krüger gehen mit den Zeichen der Zeit:

Freitag, Samstag, Sonntag kleine gebundene Blumensträusse. Frisches Obst und Gemüse der Saison und alles, was man so zum „Spargeln“ braucht: Eier, Schinken, Saucen, Kartoffeln.

Hier findet man die Homepage des Bielefeld-Brackweder Spargelhofes: http://www.brackweder-spargelhof.de/

Wohnträume in Türkis

Beim Schlendern durch das Home-Interiors-Geschäft Lohmeier an der Detmolder Straße in Bielefeld bekommt die durchschnittliche Frau, also diejenige mit angeborenem Deko-Gen große Lust an der Neugestaltung sämtlicher heimischer Räumlichkeiten. Dieser Lust sind in den meisten Fällen natürliche Grenzen gesetzt.

Es muss aber nicht gleich die große Lösung her: oft reichen schon kleine Farbakzente, um ein Zimmer modisch aufzupeppen. Zum Beispiel in der Farbe Türkis.

Türkise Wohnaccessoires …
… auch für den Arbeitsbereich …
… edel mit Silber dekoriert …
… einfach traumhaft.

Lohmeier
Home Interiors
Detmolder Sraße 257
33605 Bielefeld
Tel. 0521 21015 Fax 0521 26974
www.lohmeier24.de

25.- 28. Mai. Nichts wie hin in OWL!

Dieser Service wird unterstützt von pink maria Jeans & Jackets

Das ist nur eine kleine, subjektive Auswahl aus der grossen Fülle der Veranstaltungen an Pfingsten in OWL, die „Living in OWL“ getroffen hat. Diesmal: Oerlinghausen, Bad Salzuflen, Bad Lippspringe, Spenge. Ippenburg, Schloss Rheder, Minden, Marienfeld.

Imagefilm der „Schnaps“gemeinde online

Carolin Kornfelds Imagefilm der Gemeinde Steinhagen

So, der von der Studentin Carolin Kornfeld gedrehte Imagefilm der mit dem Image „Schnaps“ schon noch hier und da kämpfenden Nachbargemeinde Bielefelds am Südhang des Teutoburger Waldes ist online. Steht auf der Gemeinde-Webseite und ist  leider nur über facebook teilbar. You tube – die Standardwebseite für Videos – Fehlanzeige. Dafür findet sich dort ein Film über den „Ententurm – das kleine Landhotel„. Immerhin.

Goethe, Brincke, Brückner

Haus Brincke erlebt „Wege durch das Land“

Haus Brincke bei Borgholzhausen. Nach Gut Böckel am Wochenende Station von „Wege durch das Land“. Der Sitz der Grafen von Kerssenbrock ist eine der ältesten Wasserburgen und Rittersitze der ehemaligen Grafschaft Ravensberg, 1231 erstmals erwähnt. Wunderschön und romantisch im wahren Sinne ist das 1674 im Stil der Weserrenaissance errichtete Herrenhaus. Viele Geschichten – auch politische und dichterische – ranken sich um den Landsitz. Friedrich Leopold Graf zu Stolberg bereiste 1775 mit Goethe die Schweiz. Um nur den Bekanntesten am Wochenende zu nennen: Christian Brückner, jene berühmte Synchronstimme Robert de Niros, Rezitator und vielfach ausgezeichnet las in der Ende des 19. Jahrhunderts im Stile von Maria Laach für Anna Reichsgräfin von Spee errichteten Kapelle Goethe:

„Rosenknospe! So schön blühet keine noch“

Dazu Musik des Ensemble Giovanna Pessi und Susanna Wallumroed.

Blick in die Kapelle von Haus Brincke

… und am Samstag und Sonntag nun Schloß Rheder. Mit Eva Mattes.

Detmold im Zeichen des NRW-Tages 2012

Detmolder Stadtansicht

Am Pfingstwochenende verwandelt sich das sonst eigentlich recht beschauliche Detmold in eine einzige große Kulturmeile und öffentliche Bühne. Der Kreis Lippe und die Stadt
Detmold laden ein zum Europäischen Straßentheaterfestival und dem NRW-Tag 2012. Zehntausende Besucher aus Detmold, Lippe, Ostwestfalen und darüber hinaus werden im
Land des Hermann erwartet.

Damit aber nicht schon bei der Anreise nach Detmold die Vorfreude im Stau endet, wird mit ausgeweiteten Angeboten und günstigen Tickets im gesamten Nahverkehr für die Nutzung von Bussen und Bahnen geworben. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln werden alle Veranstaltungen rechtzeitig erreicht und auch für die Rückfahrten ist gesorgt. Die Züge verkehren wesentlich häufiger an beiden Pfingstfeiertagen und bieten zudem mehr Sitzplätze. An den Bahnhöfen Bielefeld und Herford sowie Altenbeken und Paderborn bestehen Anschlüsse an das überregionale Zugangebot. „Das maximal mögliche Zugangebot ist bestellt worden. Insbesondere die eingleisige Streckenführung mit wenigen Begegnungsstellen sowie die Länge der Bahnsteige ließen keinen großen Spielraum für Kapazitätsausweitungen zu“, erklärt Kai Schulte, Fachgebietsleiter Fahrplan / Infrastruktur / Marketing beim Verkehrsverbund OWL (VVOWL). Der vom VVOWL aufgelegte Sonderfahrplan ist ab sofort an den größeren Bahnhöfen erhältlich und liegt in einzelnen Zügen aus. Um Verständnis wird gebeten, dass die Mitnahme von Fahrrädern allerdings aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens nicht möglich sein wird.

Beim Busverkehr starten am Sonntag und Montag die Busse gegen 10 Uhr Anne Helpup
Felix-Fechenbach-Str. 5 aus der ganzen Region Richtung Residenzstadt. Bis ca. eine Stunde nach 32756 Detmold Veranstaltungsende bringen die letzten Busse und Bahnen
Uhr und Montag bis ca. 23 Uhr) die Gäste wieder nach Hause. Alle Linien des Stadt- und Regionalverkehrs verkehren ca. alle 30 Minuten, nach Lemgo sogar alle 15 Minuten. Vom Detmolder Bahnhof aus ist das Veranstaltungsgelände in der Innenstadt bequem zu Fuß zu erreichen.

Für Besucher, die mit dem PKW anreisen, stehen entlang des Detmolder Nordrings ausgewiesene Großparkplätze, u.a. bei den Firmen Wortmann, Real, Kaufland, Toom sowie am Gildezentrum zur Verfügung. Von dort fahren 5 Shuttle- Buslinien am Pfingstsonntag und -montag ab 10 Uhr im 15-Minutentakt die Detmolder Innenstadt an. Ein Ticket für die Hin – und Rückfahrt kann an den Parkplätzen erworben werden zum Preis von 2€ für Erwachsene und 1€ für Kinder von 6-14 Jahren. Kinder von 0-5 Jahren fahren kostenlos.

Eine Internetversion des Bahnfahrplans, weitere Informationen zur Anreise mit dem Zug nach Detmold sowie eine elektronische Fahrplanauskunft finden Sie unter www.vvowl.de/nrw-tag. Detaillierte Informationen zur Anreise mit Bussen
und Bahnen, sowie die Tarife stehen ebenfalls im Internet unter
www.stadtverkehr-detmold.de. Für Fragen steht telefonisch die einheitliche
Behördennummer 115 zur Verfügung.

Als Bielefeld in den 50ern aus den Nähten platzte

Die erste deutsche Stadtneugründung nach 1945: Sennestadt

Hans-Bernhard Reichow heißt der Architekt, dem das heute zu Bielefeld gehörende Sennestadt seinen Beinamen „Stadtlandschaft“ verdankt. Geboren aus der Situation eines zu Beginn der 50er Jahre – trotz aller Wiederaufbauanstrengungen – aus allen Nähten  platzenden Bielefeld, das mit Baracken und Notunterkünften reichlich bedacht war. Die Vertriebenen, die Flüchtenden, die Heimkehrer und die Ausgebombten strömten in die Stadt unter der Sparrenburg. Bielefeld und der nahe Umkreis war zum bevökerungsreichsten Stadtkreis Nordrhein-Westfalens gewachsen. Die Innenstadt musste dringend entlastet werden. 1954 gab es einen Architekturwettbewerb, den besagter Hans-Bernhard Reichow mit dem Konzept „Stadtlandschaft“ gewann. Sozial verträglich sah es eine Mischung der unterschiedlichsten Wohn – und Gebäudeformen, Straßen und Fußgängerzonen, der Gewerbegebiete und Industrie vor. Nichts wurde dem Zufall überlassen und so entstand  im Südosten auf dem Grund der Gemeinde Senne II die Großwohnsiedlung Sennestadt. Ein Städtebauexperiment, das letztlich sogar internationale Anerkennung fand. Über 20.000 Bielefelder wohnen heute hier. 1973 wurde Sennestadt nach Bielefeld gegen großen Widerstand eingemeindet. Wer auf der Autobahn A2 nach Hannover oder umgekehrt Dortmund fährt, hat sie sicher schon oft bemerkt: Abfahrt Bielefeld Sennestadt.

Pfingstmontag trifft sich hier wieder altes Blech

Museumshof Senne. Pfingstmontag bei Ernst-Heiner Hüser. Mekka der Blechschönheiten

Ach ja. Im letzten Jahr gab es unweit des Flughafens Windelsbleiche schöne Bilder von Walter, Mäuschen, Ernst-Heiner und dem Buschkamp….. Und alle sind wieder ein Jahr älter.

DLG-Gold für Privatbrauerei Hohenfelde/Langenberg

Nur wenige Meter vom Gold-Bier aus Langenberg entfernt…

Die Privatbrauerei Hohenfelde aus Langenberg hat von der DLG als eine von zwei Brauereien aus NRW „Gold“ verliehen bekommen und gehört zu den 45 besten Bieren aus ganz Deutschland. Am Stand der Penno´s („Waterboer/Bielefeld/Senne“) auf Schloß Rheda sitzend, beobachteten wir zwar das zischende Treiben rund um den Ausschank, wußten aber von der Vergoldung nichts. Was wir bald nachholen werden. Spätestens am 27. Mai auf Gut Geissel bei „Wege durch das Land“ mit Matthias Brandt.

Wie ein QR-Code Hydraulik-Notdienst beschleunigt

Das kann schnell gehen: Geplatzter Hydraulikschlauch

In der riesigen Sandgrube Brink bei Augustdorf. Sirius-Firmenchef Lothar Bonensteffen („Ein Grill namens Heidi“) aus Schloß Holte-Stukenbrock und Detlef Brink zeigen uns an wirklich schwerem Gerät – in diesem Falle allerdings excellent gepflegt – wo bis zu 300 bar Druck durch bis zu armdicke Schläuche gehen und riesige Schaufeln heben und senken. „Nicht auszudenken, hier würde etwas platzen“.

Schweres Gerät in der Sandgrube Brink bei Augustdorf

Aber genau auf diese Fälle ist der neue Firmenzweig „Hydraulik-Soforthilfe“ der Sirius Maschinen Manufaktur GmbH eingestellt. Möglich machte das kürzlich die komplette Übernahme eines Paderborner Hydraulikdienstes nebst Lager, das zwischenzeitlich auf alle möglichen Schlauchgrößen, Anschlussteile und Verschraubungen ausgeweitet wurde, um „im Falle eines Falles“ auch wirklich rund um die Uhr helfen zu können.

Der Ausfall eines Druckschlauches bedeutet Stillstand und kostet richtig Geld

Die maschinelle, technische und personelle Auslegung des Sofortdienstes ist tatsächlich auf „Rund-um-die-Uhr-24-Stunden“ ausgelegt und bietet für die in der Region OWL sicher in die zehntausende gehenden Maschinen mit hydraulischen Komponenten jetzt eine Art „Notfallabsicherung“.

Sirius-Chef Bonensteffen im gut sortierten Zubehörlager

Doch Sirius wäre nicht Sirius, hätten sie mit einem „QR-Code“ nicht noch eins draufgesetzt. Der QR-Code (Quick Response) wurde ursprünglich zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion des Toyota-Konzerns vom japanischen Unternehmen Denso entwickelt, das 1994 schon als Zulieferer für unter anderem sämtliche elektrischen und elektronischen Baugruppen mit dem Automobilhersteller kooperierte. Die konkrete Entwicklung des 2D-Codes übernahm die Tochterfirma Denso Wave, die auch Identifikationssysteme und Geräte zur mobilen Datenerfassung entwickelt.

Die Sirius GmbH von Lothar Bonensteffen hat in diesem Code die rund um die Uhr erreichbare Hotline-Nummer 0151-52187086 für die Hydraulik-Soforthilfe hinterlegt. Der Maschinenführer sollte sich auf seinem Smartphone diesen Code einscannen und hat ihn so immer griffbereit. Das umfangreiche Lager an Schläuchen und Zubehörteilen sowie die personelle und maschinelle Ausstattung in Schloß Holte-Stukenbrock garantieren umgehende Hilfe. Anruf genügt also!

Wer sich das Lieferprogramm nebst QR-Code gerne ausdrucken will, findet es hier als PDF mit QR-Code: sirius-1

Die Fahrzeuge des online-Magazins „Living in OWL“ tragen übrigens alle am Heck neben dem Firmenschriftzug einen QR-Code. Smartphone draufhalten, scannen und Sie können die neuesten Beiträge direkt lesen.

QR-Code „Living in OWL“