Altbrotsprit kann Autos antreiben

Aus Brotabfällen kann Bioethanol gewonnen werden und Autos antreiben

1970 wurde an der Hochschule OWL der Fachbereich „Lebensmitteltechnologie“ be- gründet, der heute „Life Sciences“ heißt. Diese „Lebenswissenschaften“ sind neue wissenschaftliche Disziplinen, die sich teilweise überschneidend mit den Randbereichen der Molekularbiologie, Biochemie, Medizin, Pharmazie und Bioingenieurwesen beschäftigen.

Bisher wird Bioethanol für Kraftstoff oder Produkte der Pharma- und Kosmetikindustrie meist aus Weizen und Zuckerrüben gewonnen. Der 35 jährige Timo Broeker ist Forscher im Institut für Lebensmitteltechnologie NRW der Hochschule OWL in Lemgo. Er hat bei seinen Forschungen herausgefunden, wie gut sich auch aus Altbrot das umweltfreundliche Bioethanol gewinnen lässt.

Über 600.000 Tonnen Altbrot aus dem Handel (Retourenware), aus Fehlproduktionen und Produktionsresten fallen jährlich in Deutschland an. Daraus liessen  sich rund 130.000 Kubikmeter Alkohol, also Bioethanol, herstellen, sagt Broeker. Er fand es durch  Kleinversuche im Labor von Professor Jan Schneider und in einem Großversuch in der Brennerei Rockstedt in Hannover mit 10,4 Tonnen Altbrot heraus. Im Schnitt kann man 240 Milliliter Alkohol aus einem Kilogramm Brot gewinnen, ergaben die Versuche. Auch aus anderen stärkehaltige Lebensmitteln wie Reis, Salzstangen, Kuchen oder Cerealien lässt sich Bioethanol produzieren.

 

Polo-Galopp in Wendlinghausen

Snow-Polo (Bild: Frédéric de Goldschmidt http://www.frederic.net. GNU-Lizenz 1.2)

Auf Schloss und Gut Wendlinghausen der von Rhedens ist ja das ganze Jahr über etwas los. Was sie für den 10. und 11. Dezember zum Weihnachtsmarkt in Dörentrup aber planen, gab es bisher nicht:  Ein Snow-Polo-Turnier, wie es das sonst nur in Kitzbühel und St. Moritz gibt. Damit das JAB Anstoetz Arena Snow Polo Masters auf der 1000 qm grossen Arena Schlosswiese auch auf Schnee laufen kann, werden Lkws rund 350 Kubik- meter Schnee aus der Skihalle in Bispingen heranfahren.

Auch Schauspieler Heino Ferch ist mit seiner Ehefrau Marie Janett angekündigt. Sie spielt in einer der vier Mannschaften.

Die Premium Deluxe-Karte kostet 40Euro (inkl. überdachtem Sitzplatz, Speisen und Getränken und dem Eintritt Weihnachts-Schlossfest)

Hier ist der Link in den Kunstschnee.

Heute Morgen halb zehn in OWL

Der letzte Novembertag. Ein Sonnenmeer überstrahlt die Hünenburg

Der 30. November. Ein Tag, bevor wir das erste Türchen des Adventskalenders öffnen. Die Wetterfrösche sind aus dem Häuschen. Angeblich wird aber ab Morgen der Regenschirm zum ständigen Begleiter.

Das Naturbad Brackwede

Herbstlich liegt das Naturbad im Licht. Das letzte Laub auf den Bäumen ringsum signalisiert uns die Jahreszeit. Auf dem nahe gelegen Spielplatz wartet der hölzerne Schwebebalken allerdings vergebens auf junge Besucher.

Schwebebalken in Ruheposition

Nur mal zur Erinnerung: Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir das in OWL.

WDR-Servicezeit untersuchte auch „Nimm 2“ von Storck aus Halle

WDR-Servicezeit hat auch "Nimm 2" von Storck untersucht

„Nimm2“, „Capri-Sonne“, „Kinder Riegel“ – die Supermarktregale sind voll mit Produkten speziell für Kinder. Unter Kinderlebensmittel fallen spezielle Produkte für Kinder ab einem Alter von drei Jahren, die deren typische Essens- und Geschmacksvorlieben ansprechen.

So beginnt ein Bericht der abendlichen WDR-Servicezeit  mit Yvonne Willicks, die zur Zeit die „Mogelpackung des Jahres“ per Inernet-Abstimmung sucht. Namentlich genannt wird auch ein Erzeugnis unseres großen Herstellers Storck aus dem westfälischen Halle: „Nimm 2“. Laut Werbung sollen diese Fruchtbonbons „wertvolle Vitamine“ enthalten und dank „leckerem Fruchtsaft“ besonders gesund sein. Laut WDR enthielten diese Bonbons aber tatsächlich 71,6 Prozent Zucker und lediglich 1,3% Fruchtsaftkonzentrat. Natürlich brechen wir von „Living in OWL“ nicht nicht den Stab über unseren hiesigen Unternehmen. Wenn Sie es aber per Voting machen wollen, ist hier der Link zur Abstimmung.

„Toskana“ Lippe?

Toskana. Das fällt uns dazu ein neben dem guten Essen und Wein

„Toskana Lippe“? Nun, wenn man hört, daß Architekturstudenten die vier historischen Altstädte der lippischen Gemeinden Lügde, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg und Blomberg untersucht haben, wie sie sich zu Feriensiedlungen weiterentwickeln lassen, kommen natürlich Gedanken an das, was die Toskana ausmacht. Aber darum geht es nicht in unseren dichten heimischen Wäldern. Vorbild ist die wunderschöne Region in Italien, wenn es um die Verbesserung von Wanderwegen und das Anlegen von Parks geht.

Hätte Heidi doch mehr Zeit ….

Die hohe Kunst des Schreibens

Gesehen hatten wir ja schon häufiger, wie virtuos die Mindenerin Heidi Pfleiderer mit Papier und dessen Beschriftung umgehen kann. Hätten wir nicht so große Mengen an Weihnachtsgrüßen, wir würden hierhin in Minden fahren und sie schreiben lassen….

Die müssen sein: Vanillekipferln

Ohne die geht Advent und Weihnachten nicht: Vanillekipferln

Neulich trafen wir einen der immer einmal bevorzugt aus dem westlich an OWL grenzenden Münsterland hereinströmenden Spökenkieker. „Vanillekipferln? Die back ich doch mit links“. Nun, wir verlassen uns lieber auf unsere guten Drähte zum hiesigen Konditorenhandwerk und sagen hier für die, die es partout selbst probieren wollen, was uns die süße Zunft als Rezept mitgegeben hat:

250 Gramm Mehr, 100 Gram gemahlene Mandeln, 160 Gramm Zucker, Salz, 180 Gramm Butter (kalt), 5 Päckchen Dr. Oetker Vanillezucker, Frischhaltefolie und Backpapier fürs Blech.

Mehl, Mandeln und 90 Gramm Zucker, wenig Salz und Butterflöckchen in einer Rührschüssel mit dem Handmixer und Knethaken bearbeiten, dann mit den Händen einen glatten Teig produzieren. Den lassen Sie eine Stunde eingewickelt kalt ruhen. Backbleche mit Backpapier auslegen, Ofen vorheizen (Elektro 175 Grad, Umluft 150 Grad, Gas Stufe 2).  Teig zu längeren Rollen von dicker Daumdicke formen und fünf Zentimeter lange Stücke abschneiden. Halbmondförmige Kipferln formen und auf die Bleche legen. Ca. eine Viertelstunde backen. Restlichen Zucker mit dem Vanillezucker mischen und die gebackenen Kipferln sofort darin wälzen. Ausgekühlt ein paar probieren.

St. Georg in Brockhagen

An der Brockhagener Straße: St. Georg, ein Bau der Weserrenaissace

Überquert man auf der Brockhagener Straße die Gütersloher, sieht man bald hinter dem Verkehrskreisel die evangelische Pfarrkirche St. Georg. Wohl kaum jemand weiß, was es mit dieser recht mächtigen Kirche auf sich hat, steht der Name dieses Ortsteils von Steinhagen doch eher für die Future-Parade, die von 1997 bis 2004 (da wurde sie nach Bielefeld auf den Bahnhofsboulevard verlegt)  hier nach Art der so tragisch geendeten Love-Parade organissiert und hatte sehr regen Zuspruch. Das ganze Dorf mit seinen knapp über 3000 Einwohnern feierte damals mit. Jetzt freuen sie sich eher auf die Advents- und Weihnachtsgottesdienste in St. Georg. Innen ist die Kirche eindrucksvoll. Mit mächtigen Strebepfeilern im verputzten Saalbau wurde sie zwischen 1752 und 1754 errichtet. Den älteren Westturm mit seinem Spitzhelm datiert man auf  1568. Die Schallöffnungen am Turm im Bereich  der Glocke sind mit eindeutigen Elementen der  Weserrenaissance verziert. Der Altar stammt aus dem Jahr 1675 und hat zwei Altargemälde in Öl auf Holz, die Abendmahl und Auferstehung darstellen. Bei der Orgel aus dem Jahr 1661 ist man sich bis heute nicht sicher, ob sie vom Bielefelder Orgelbaumeister Hans Henrich Reinking stammt.

… gesehen auf Gut Böckel. Teil 2

Bildhauer Hans-Bernhard Vielstädte aus Werther mit einer Holzkrippe

„Weihnachten im Stall auf Gut Böckel“ ist immer auch ein kleiner Querschnitt durch das Kunsthandwerk von OWL. Die westfälische Holzkrippe der Herzebrocker Bildhauer (Stein, Holz und Metall) Vielstädte wird zum Beispiel auch vom Krippenmuseum Telgte beschrieben.

Konditormeister Dieter Janke zeigt, wie aufwendig Baumkuchen gefertigt wird

Im alten Haferhaus zeigte Konditormeister Dieter Janke (Café Janke, Lübbecke), wie aufwändig die Herstellung von Baumkuchen ist und wie die vielen Schichten des leckeren Gebäcks entstehen.

Erstmals auf Gut Böckel dabei: Scharrn 3 aus Lübbecke

In Lübbecke (Scharrn 3) haben Lydia Klingenhagen aus Bad Holzhausen und Susanne Liebig aus Hüllhorst in den Räumen des ehemaligen Lederwarengeschäftes Röwekamp erst kürzlich ein „Kontor der schönen Dinge“ eröffnet und waren erstmals auf Gut Böckel im Kuhstall dabei: „Uns gefällt das Ambiente ausgesprochen gut“, meinten beide.

Festlich gedeckt - mit feinem Filz

Welch ausgesprochen attraktive Dinge – von Notizbüchern bis zu Platzsets für den gedeckten Tisch – man mit und aus Filz in allen Farben machen kann, zeigten „shop & friends „ aus Gütersloh-Friedrichsdorf.

Üppige Hütten unter Reet für die Vögel im Garten

In Andreas Glogers (kleinkunstfachwerk@t-online.de) Vogelhütten im Fachwerkstil unter Reet könnte man Sylts Rantumer Sanddünenbretterbar „Sansibar“ fast unterbringen. Die handwerklich fein gefertigten Hütten aus Espelkamp liefert Gloger auch direkt an.

Tee vom Treffpunkt

Ausgesprochen leckere Teemischungen bot der „Treffpunkt Tee“ aus Kirchlengern an. „Böckel´s Roter Bratapfel“ soll sogar besonders gut schmecken, wenn man es sich damit zum Blättern von „Weihnachten im Stall auf Gut Böckel“ in Living in OWL, iPad oder Notebook  gemütlich macht. (treffpunkttee@gmx.de)

Böckel´s Roter Bratapfel

„Lust am Leben“ in der Stadthalle Bielefeld

Die Messe „für die ganze Familie“ wie sie von der Neuen Westfälischen Zeitung in einer speziellen Beilage angekündigt wurde, fand vom 25. bis 27. November in der Stadthalle Bielefeld statt.

Gleich am Eingang gab es Leih-Rollatoren, um auch älteren und gehbehinderten Menschen den Besuch der Messe zu erleichtern. Vorbei an den Ständen der ortsansässigen Krankenkassen fiel unser Blick auf eine Ausstellungsfläche des Bielefelder Möbelhändlers Zurbrüggen. Dort wurden komfortable Sessel der Marke „Stressless“ präsentiert, die dem Körper schmerzfreies Aufstehen auch nach stundenlangem Fernsehkonsum höchsten Comfort und entspanntes Sitzen ermöglichen sollen.

Möbelhaus Zurbrüggen präsentiert formschöne Fernsehsessel

Einen kostenlosen Hörtest bot die Firma Geers Hörakustik an, die im Bielefelder Raum mit zahlreichen Filialen vertreten ist.

Jutta Matschke von der Firma Geers Hörakustik

Am Stand der Parfümerie Susanne Ismar wurden wertvolle Schminktipps erteilt. Wer Lust hatte, konnte gleich vor Ort einen komplett neuen Make-up-Look ausprobieren.

Make-up-Tipps von Parfümerie Ismar, Steinheim

Schmerzfreiheit erreichen ohne Spritzen, Medikamente oder gar Operationen – das verspricht die LnB Painless-Methode, die auf dieser Messe von drei Physiotherapie-Praxen vorgestellt wurde.

LnB Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Dies waren einige wenige Impressionen eines abwechslungsreichen Vormittags in der Stadthalle Bielefeld. Ob hier wirklich die „ganze Familie“ angesprochen war oder doch eher die Generation 60 plus, bleibt fraglich.

OWL Innovationspreis 2011

 

Hightech made in OWL? Aber klar. Zum Beispiel das Gurtmikrofon belt-mic begeisterte die Jury aus Vertretern der Kammern, Universitäten und Unternehmen. Für sein „High-Tech-Produkt“, das dem Sprechenden das Mikrofon ganz nah bringt, bekommt der Delbrücker Automobilzulieferer Paragon den Innovationspreis der OstWestfalenLippe Marketing GmbH 2011. Der Start-up-Preis für die beste Gründeridee geht an das erst im Dezember 2010 gegründete Bielefelder Recyclingunternehmen Saperatec. Einen Sonderpreis bekommt der Möbelzulieferer Hettich aus Kirchlengern für sein neues Schubkastensystem Architec.

98 ostwestfälisch-lippische Unternehmen bewarben sich mit 102 innovativen Ideen um den Preis beworben. Laut OWL Marketing Geschäftsführer Herbert Weber zeigen die Bewerbungen aus vielen unterschiedlichen Branchen – von Maschinenbau und Elektrotechnik über Möbel, Energie und Bauen bis zu Ernährung und Gesundheit – welch  große Bandbreite die regionalen Unternehmen abdeckten.

Offiziell verliehen wird der OWL-Innovationspreis MARKTVISIONEN 2011 am 8. Dezember im MARTa Herford. Festredner der Veranstaltung ist Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Mehr Informationen: www.innovation-wissen.de

1. Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein.....

Wohl in fast jedem Haushalt in Ostwestfalen-Lippe steht ein Adventskranz anderer Art. Ob schlichter, grüner Kranz mit roten Kerzen, aufwendig Dekoriertes wie z.B. dieser wunderschöne Kranz aus Seidenblumen vom „Blütenzauber“ von Kornelia Danlowski-Amelung aus Lemgo (gesehen bei „Weihnachten im Stall“ auf Gut Böckel)

Wunderschöner Adventskranz von Kornelia Danlowksi-Amelung vom "Seidenzauber", Lemgo

oder Selbstgemachtes auf der Basis von fertig gebundenen, einfach Kränzen und Dekorationszubehör von Brockmeyer, Mühlenweg und den vielen anderen Gartencentern,Gärtnereien und Floristen der Region.

Hauptsache, 1 Lichtlein brennt….

„Weihnachten im Stall“. Gut Böckel. Teil 1

R.M. Rilke im Kuhstall.Auf Gut Böckel ist das eine Hommage an den großen Dichter

Keine Geschichte von Gut Böckel ohne R.M. Rilke. Keine Begrüssung durch Gutsherr Dr. Ernst Leffers, flankiert von Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer („Böckel ist das schönste Gut, das wir haben“), in der er nicht eine kleine Anekdote unterbringt, die sich um Deutschlands grossen Dichter rankt. Und so spielt er auch lächelnd auf ein Bild an („Ich. Rilke. Sprachlos“), das dort dem Bistro gourmet & service Weinbrenner jene Attitüde verleiht, die Rilkes Aufenthalt im Sommer 1917 auf Hertha Koenigs ehemaligem Gut Böckel bis heute umwebt. Obwohl Dr. Leffers dieses Jahr „nicht mit Schnee dienen kann“, habe man für den Weihnachsmarkt wieder eine Reihe weiterer Aussteller gewinnen können und nun den schon von der „A30 Küchenmeile“ her bekannten restaurierten Schafstall mit einer wunderschönen Modelleisenbahn aus Osnabrück und bemerkenswerten Ständen eingebunden. Dort treffen wir auch Jens Julkowski-Keppler, in Bielefeld-Jöllenbeck Bezirksbürgermeister (Bündnis 90/Die Grünen). Bereitwillig hebt der Inhaber des Keppler-Versands (Blechspielzeug, Dampfmaschinen usw.) eines seiner absoluten Schätzchen aus der Vitrine und zeigt es uns.

Wunderschönes altes Dampflokmodell in dn Händen von Jens Julkowski-Keppler

Passend neben Julkowski-Kepplers alten Schätzen präsentiert eine junge Dame mit Sprechpuppe, was Angelika Sundermeier vom „Spielzeugladen Sundermeier“ in Bünde an Spielsachen für Groß und Klein zu bieten hat.

Sprechpuppe vom Spielzeugladen Sundermann, Bünde

Morgen werden wir weitere Aussteller vorstellen. Unter anderem den Baumkuchenbäcker Dieter Janke aus Lübbecke, „shop & friends“ Gütersloh-Friedrichsdorf, „Blütenzauber“ und noch ganz Viele mehr. „Weihnachten im Stall“ auf Gut Böckel ist bis Sonntagabend  18 Uhr geöffnet.

Männer mit Dame und Horn

Der Posaunenchor Kichdornberg wird dann den gestrigen Bielefelder  Parforcehorn- bläsern „Gute Jagd“ und den heutigen pipes & drums der „Dersa Highlanders“ noch mal feierlich den Weihnachtsmarsch blasen.

Wie Sunčana Dulić aus Jeans-„Müll“ wieder etwas Tragbares macht

Alte Jeans werden zu aussergewöhnlicher Mode

Jeans trägt jeder. Mag fast jeder. Rangiert jeder mal aus. Die Dipl.-Modedesignerin Sunčana Dulić macht aus gespendeten Blue Jeans in Verbindung mit Strick daraus was Neues, Wertvolles. Heute eröffnet sie ihr „atelier D“ in der Rohrteichstraße 30 in Bielefeld und präsentiert dabei den Braunschweiger Künstler Torsten Koch.“Living in OWL“ wird sich demnächst einmal mit  Sunčana Dulić beschäftigen.

Kontakt:
atelier D        Sunčana Dulić
Rohrteichstraße 30 33602 Bielefeld
Tel. 0521-58495420        info@atelier-d-online.de
http://www.atelier-d-online.de

Begegnung mit einem Engel

Bahnhofstraße zu Bielefeld. Hoch weihnachtlich

Die festlich-weihnachtliche Szenerie von Gut Böckel bei Rödinghausen noch in Auge und Ohr führte der gestrige Abendweg durch die verdünnt wirkende Atmosphäre des Oberzentrums. Es dauerte nicht lange und der Klumsch anmutende Engel vor mir  begann, mir aufzufallen.

Das Bratwurstrondell mit Wurst von Fleischer Damisch am Jahnplatz

Als mir nahe dem Bratwurstrondell an B66/Jahnplatz plötzlich ganz Damisch wurde, berührte er (sie) mich sanft am Arm und zeigte mir den Sternenhimmel der Stadt, die es laut Pendragon-Verlag nicht gibt.

Sternenhimmel über der Stadt, die es nicht gibt

Weiter führte mich der Weg zu einer Einladung von Freunden in ein pfeffriges Restaurant am Niederwall an Thomas „Pollmeier“ Hoppers

Hommage an Edward Hopper?

Brot- und Brötchenstation vorbei bis ich dem Engel im Angesicht der weihnachtlichen Szenerie des Alten Rathaus der großen Stadt ganz nahe war. Ich konnte ihn fast greifen und einen Hauch „Trésor“ schnuppern. Tragen Engel sowas? In Bielefeld vielleicht.

Grill. Restaurant. Straight Bar

Im Peppers mit gewohnt fröhlich-aufgekratzten Freunden verlor ich Heiligenschein und Flügel des Engels ein wenig aus den Augen angesichts guten Essens, netter Bedienung, fröhlichen Menschen im vollen Raum (aber meist viel zu lauter Musik). Nur auf dem Weg zurück zum Parkhaus gelang es mir, ihn (sie ) noch einmal zu entdecken.

Der Engel wird zur Bronzefigur über der Bahnhofstraße. Schwedische Klamotten segnend

„HaMelujah! entfuhr es mir. Plötzlich roch „Trésor“ wie angebrannte Weihnachtsmandel……

Aus dem Gedächtnis heraus gemacht: iPhone-Shot vom Engel. Flügel wie "Victorias Secret"

Ganz traditionell

Tradition: Grüner Kranz und rote Schleife

Der Türschmuck zur Adventszeit ist bei „Living in OWL“ traditionell ein  grüner Kranz mit roter Schleife. An anderen Türen hängen Kränze mit Figuren, Schmuck  und goldenem Flitter. Ganz Progressive sollen sich ja schon Kränze mit süßen Sachen an die Tür gehängt haben ….

91 Gramm porta! MannoMann

Wenn die Anzeigenvertreter hiesiger Zeitungen ihr tiefstes Grinsen aufsetzen, kann das nur an den ganz dicken Beilagenhämmern mit der Tendenz zum Briefkastenverstopfen in ihren Gazetten liegen. Gestern gab es sowas vom porta Möbelmarkt, der ab 9 Uhr die Pforten an der Friedrich-Ebert-Straße 101 in Gütersloh öffnete. Ein junges Redaktions-mitglied von „Living in OWL“ hatte etwas in der Nähe zu tun und berichtete, „nicht durchgekommen“ und umgeleitet worden zu sein. Kamen die Massen wegen „Show-Koch“ Peter Olah, der Am Bach im Oberzentrum ein Kochzentrum betreibt? Kamen sie wegen der zwei zu gewinnenden schneeweißen Audi A1? Oder kamen sie, um zu sehen, was es bei Zurbrüggen in Bielefeld auch gibt? Geschäftsleiter Hans Alberts und seine Leute hatten alle Hände voll zu tun, die Massen zu kanalisieren. Schließlich sieht man nicht alle Tage Möbel. Außer man geht zu Möbel Heinrich in Kirchlengern, die nur mit 39 Gramm auf der Beilagenwaage  schwach kontern konnten. Aber da ist sicher noch Luft nach oben. Wo bleibt Finke aus Paderborn?

Nur 39 Gramm. Da geht doch mehr?

Den breitesten Grinser aber hatte wohl Bauunternehmer Dip.-Ing. Frank Kögel auf den Backen. Auf seiner Homepage schreibt der Bad Oeynhausener, wie er die 80.000 qm Fläche baute und über 30.000 Tonnen Material auf die standfeste Fläche verteilen ließ.

Inka Noack erstmals in der Bielefelder Oetkerhalle

Eingespieltes Duo: Gorgadze/Noack (rechts)

Die Mezzosopranistin Inka Noack aus Werther wird am Samstag, den 03. Dezember 2011, um 20.00 Uhr erstmalig ein Konzert in der Bielefelder Oetkerhalle geben. Im stilvollen Kammermusik-Saal stehen deutsche und russische Romanzen im Mittelpunkt des Liederabends. „Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide…!“ – der einprägsame Konzerttitel nach Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ kennzeichnet die musikalische Linie des Abends.

Inka Noack entführt das Publikum mit Werken von Johannes Brahms, Mikhail Glinka, Peter Tschaikowsky, Max Reger und Hugo Wolf in die facettenreiche Gefühlswelt von Liebeskummer, Verlust und Leidenschaft. Ist doch die kalte Jahreszeit seit jeher für ein wenig Melancholie geeignet… Wärmstens zu empfehlen ist deshalb der Konzertabend des georgisch-deutschen Künstlerduos am zweiten Adventwochenende. Freunde klassischer Musik dürfen sich auf einen unterhaltsamen Dezemberabend freuen. Seit mehr als fünf Jahren treten die Sängerin Inka Noack aus Werther und die georgische Pianistin Irine Gorgadze erfolgreich mit konzeptionellen Liederabenden auf.

Oft sind sie an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten anzutreffen, wie einem Rosenhaus oder einer Schmiedewerkstatt. Klassische Musik lebendig zu vermitteln, das ist das besondere Merkmal ihrer Musikabende. Die Auftritte der Künstlerinnen sind geprägt von ihrer Wandlungsfähigkeit und lebhaften Zitat- und Textszenen. Mit Spielfreude und Vielseitigkeit erreicht das Duo die Anerkennung des Publikums und gilt inzwischen als Geheimtipp der regionalen Klassikszene.

Kartenvorverkauf: Karten zu 19,80 € bei der Tourist-Info Bielefeld (Tel.: 0521 / 51 69 99) oder online. http://www.bielefeld-ticketservice.de sowie an der Abendkasse.

Nichts wie hin in OWL

Das ist nur eine kleine, subjektive Auswahl aus der Fülle der Veranstaltungen in OWL, die „Living in OWL“ getroffen hat. Diesmal: Bielefeld, Bad Salzuflen, Vlotho. Nicht zu vergessen: in jeder Stadt und Gemeinde finden Advents- und Weihnachtsmärkte statt.

Sie entgehen ihr nicht. Können aber Vorsorge treffen.

Vorsorge treffen für die süssen Tage

Nehmen Sie ein blütenweisses Stück Papier. DIN A 4. Gehen Sie auf die Waage Ihres Vertrauens. Sorgen Sie dafür, daß niemand zuschaut. Schreiben Sie das Ergebnis in Kilogramm mit einem Stabilo point 88 auf das Blatt. Falten Sie es sorgfältig zusammen und verstecken Sie es gut. Sollten Sie noch nicht in einem Fitnessstudio der Region für die Zeit ab. 1. Januar 2012 angemeldet sein, tun Sie es.

Die werden alle voll sein. Jetzt dürfen Sie in die Praline Ihrer Lieblinggeschmacksrichtung beissen. Guten Appetit.

Bionade, Bielefeld und Dr. O.

Einst Szenegetränk. Jetzt "Oetkers Liebling"

Selbst die Kundenzeitschrift „Krones magazin“ eines der größten Hersteller von Getränkeabfüllanlagen und Brauereiausrüstungen kommt nicht an OWL vorbei. Genauer gesagt, an Bielefelds Dr. Oetker-Konzern. Zu dessen Konzernbereich Radeberger Gruppe KG gehört nämlich der Hersteller des ehemaligen Szenegetränkes Bionade, die Bionade GmbH in Ostheim/Rhön. Die Krones AG lieferte der auf dem Weg der Inter- nationalisierung befindlichen fränkischen Tochter mit dem so bekannten Biogetränk (eigentlich eine Bio-Limonade, die so rein und natürlich ist wie nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier)  eine Produktneuheit namens LinaFlex. Das ist der erste einstöckige Tunnelpasteur von Krones.

Aktuell scheint es aber ziemlich Trouble im Biolimo-Reich zu geben: Die FAZ zitiert „anonyme“ Marktforscher, die „Marke sei systematisch zerstört worden“. Oetker hat 30 Mio. für den Kauf von Bionade hingeblättert und weitere 50 Mio. investiert. Jetzt will angeblich eine „bäuerliche Erzeugergemeinschaft aus Schwäbisch Hall eine Genossenschaftt gründen und Bionade übernehmen“. Dann solten sie sich aber beeilen. Verkaufte man 2007 noch 200 Millionen Flaschen, sind es akuell nur noch 60 Millionen…

Die Frau mit dem besonderen Blickwinkel – Irene von Uslar

„Zur Fotografie bin ich eigentlich gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, erzählt uns Irene von Uslar, die inzwischen seit 25 Jahren im Zentrum der Bielefelder Altstadt ein Studio für Fotodesign betreibt. „Eigentlich hatte ich vor, eine Schneiderausbildung zu machen, um anschließend Modedesign zu studieren. Dann aber wollte es das Schicksal, dass ich eines Tages an einem Fotogeschäft vorbeikam und von der Idee begeistert war, eine Lehre als Fotografin zu beginnen.“

Irene von Uslar in ihrem Studio (Alle Fotos in diesem Bericht: von Uslar Fotodesign)

Die Begeisterung hält bis heute an. Nachdem sie bei ihrem Lehrmeister hauptsächlich mit Portrait- und Hochzeitsfotografie betraut war, hat sie sich später auf Werbefotografie und Still-life spezialisiert.

„Frühstück“ – Still-life Foto

Ob Fotos von Lebensmitteln, Schmuck, Wellnessprodukten oder flauschigen Handtüchern, Irene von Uslar versteht es, alles ins rechte Licht zu setzen. Bemerkenswert ist ihr Gespür für den besonderen Blickwinkel und das Händchen für schöne Lichtstimmungen. Namhafte Bielefelder und ostwestfälische Firmen zählen heute zu ihren Kunden.

Zartes aus Glas gekonnt abgelichtet
Zartes aus Glas gekonnt abgelichtet

Für Arminia Bielefeld fotografierte sie eine Plakataktion, bei Schuchard & Friese zeigte sie, dass man auch Gürtel stimmungsvoll ablichten kann. Ein CD-Cover von der Bielefelder Gothic Metal Band Xandria trägt ein Foto von Irene von Uslar Fotodesign. „Mit dieser Band war ich sogar zeitweise auf Tour und habe fotografiert“, erinnert sie sich.

In Bielefeld gegründete Band „Xandria“

Für die Firma Fleischwaren Hartmann sorgte sie dafür, dass die Frikadellen auf den Fotos lecker-knusprig rüberkommen und für die Sparkasse Bielefeld fotografierte sie für einen Kunstkalender. Das Spektrum ist weit und erfordert viel Kreativität. „Wenn ich Küchentücher zu fotografieren habe, kommt es vor, dass ich kurzerhand einen Kuchen backe, der auf den Fotos dann die heimelige Atmosphäre zaubert.“

Für stimmige Fotos backt Irene von Uslar auch schon einmal ein Blech Apfelkuchen

Nicht alles lässt sich in ihrem geräumigen, gut ausgestatteten Studio fotografieren. Manche Produkte erfordern eine besondere Location. Für Aufnahmen von Bademänteln nutzt Irene von Uslar gern das Bielefelder Bad Ishara. In aller Herrgottsfrühe, lange vor der regulären Öffnungszeit ist sie mit Ausrüstung, Models und Visagisten vor Ort. „Meistens schaffen wir es, mit den Fotos fertig zu sein, bevor die Frühschwimmer unbeirrt ihre Bahnen ziehen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ortstermin im Ishara. Aufnahmen von Bademänteln

Die Stadt, die es nicht gibt – aus einem anderen Blickwinkel gesehen

Wie Irene von Uslar dem „Altstädter“ mitteilte, arbeitet sie an einer neuen, freien Fotoserie über ihre Heimatstadt.

Weg von den klassischen Bielefeld-Motiven möchte von Uslar eine andere Seite und Sicht ihrer Heimatstadt zeigen. Sehr persönlich, die Auswahl der Motive betreffend – bisweilen überraschend und immer mit einem Augenzwinkern „Das Bielefelder Stadtbild verändert sich ständig. Noch gibt es einige kleine, traditionsreiche Handwerksbetriebe oder Ladenlokale, die meist versteckt in den verschiedenen Stadtteilen liegend, wie aus einer anderen Welt anmuten“, so von Uslar. Wie aus einer anderen Welt muten auch die Stadtansichten an. Da wird Bielefeld auf einmal zu Bella Italia, zu New York oder Istanbul, da glaubt man ein Bild von René Margritte, Edward Hopper oder van Gogh vor sich zu haben. Durch ihre Kamera betrachtet sieht man „die Stadt, die es nicht gibt“ aus einem ganz anderen Blickwinkel – mit internationalem Flair. Wann diese Serie vollendet ist? „Ich entdecke immer wieder neue Motive, bei einigen Bildern brauche ich spezielle Wetter- bzw. Lichtverhältnisse, auf die ich warten muss und dann ist da noch meine reguläre Arbeit… Ich arbeite darauf hin, im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Bielefeld diese Bilder einem größeren Publikum zu präsentieren.“

Parkhaus in Bielefeld oder Gemälde von Hopper?

Von Uslar Fotodesign
Klasingstraße 2
33602 Bielefeld
Telefon: 0521-67256
E-Mail: ivu@von-uslar-fotodesign.de
Homepage: http://www.von-uslar-fotodesign.de

Bei den süssen Verführern

Ein Weihnachtsgruss von Auszubildenden

Wir wissen jetzt, wo die weiblichen und männlichen Nachwuchsengel der Konditorenzunft ihre Träume aus Marzipan, Schokolade, Zucker, Gewürzen, Mehl und weiteren natürlichen Zutaten backen, modellieren, verzieren: Im Handwerksbildungszentrum (HBZ) der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Obwohl die Weihnachtsbäckerei da „schon durch“ ist, wie die „strenge“, von einem Münsterländer Bauernhof stammende Ausbilderin Rita Horstmann schmunzelnd betont, liegt immer noch ein Hauch Vanille, Mandelaroma und Zuckerduft in der Luft.

Fast wie früher: In der Konditorenwerkstatt des HBZ Fasanenstr./Kleiberweg

Nein, „wirklich streng“ ist Rita Horstmann zu ihren weiblichen und dem einen männlichen „Küken“ des ersten Lehrjahres nicht, obwohl sie schon darauf besteht, die typischen weißen Konditorenmützen mit „Schlag oben“ aufzusetzen. Schon tauchen wir ein in eine Szenerie, die wohl vor 100 Jahren auch nicht viel anders ausgesehen haben mag und uralte Wurzeln hat. „Handwerk im schönsten Sinne des Wortes, neben Kreativität viel künstlerisches Feingefühl und ganz ganz viel Wissen um die Produkte, aus denen die feinen Dinge der Konditoreien entstehen“, charakterisiert Rita Horstmann den Beruf des Konditors. Dabei beherrscht sie noch eine ganz andere, sehr seltene Kunst: „Zuckerartistik“, wie es die Schweizer nennen. Dort ging das junge Mädel mit dem unverwechselbaren Münsterland-Akzent auch hin und lernte bei Willi Funk, später bei dem heute weltberühmten Ewald Notter, wie man das so macht mit dem Konditorn und dem  Zucker. Wie man daraus Formen und Figuren bläst, feinziselierte Blätter entstehen läßt und in anspruchsvollen Konditoreien und Häusern dieser Welt wahre Kunstwerke aus Zucker bestaunen läßt.

Alles aus Zucker. Ein Meisterwerk

Natürlich belässt es Rita Horstmann nicht bei der Theorie und gibt den Eleven und uns eine kleine Einführung in das Zuckerziehen und -blasen. Es  beginnt mit einem bis auf über 70 Grad erwärmten Klumpen aus  zwei Anteilen Zucker, einem Anteil Wasser, dazu  Glukose und Lebensmittelfarbe. Dabei entsteht eine plastisch formbare Masse, vergleichbar mit Knetgummi. Nun muss es schnell gehen. Die Meisterin zieht an der rot gefärbtem Masse, formt sie, bläst mittels kleinem Blasebalg und Metallröhrchen Luft in eine kleine Kugel und bläst sie langsam auf, „1 Millimeter Wandstärke“ seien möglich, darunter springe der geblasene Zucker „wie Glas“.

Rita Horstmann inmitten lauter süsser Sachen

Der Schelm in Rita Horstmann, die in 22 Jahren Wirkens bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld Generationen von Konditoren hat kommen und erfolgreich gehen sehen,  ruht nicht, bis sie uns zeigt, wann eine geblasene Zuckerkugel zerspringt.

Der Sprung der geblasenen Zuckerkugel

Rita Horstmann, die aus Beruf Berufung, Engagement und Leidenschaft gemacht hat, ist ein gehöriger Anteil daran zuzuschreiben, dass Bielefeld heute neben Augsburg eine „Konditorenhochburg“ ist, die Landes- und Bundessieger und internationale Sieger hervorgebracht hat. Niedersachsen und „manchmal Schleswig-Holstein“ schicken ihre Auszubildenden an die Konditorenfachschule Bielefeld. Auch Austauschschüler aus vielen Ländern sind gerne in Heepen zu Besuch.

Um aber nicht „den Eindruck zu hinterlassen, es drehe sich am Bielefelder HBZ alles nur um Zucker“, dürfen wir Kostproben konditorischer Backkunst nebst Cappucino probieren: Französische Zitronentorte, Éclaires und eine Neukreation von Rita Horstmann: kleine Schokotörtchen ganz ohne Mehl, Glutenfrei. Aus 72% Zartbitterschokolade, gemahlenen Mandeln und Zucker. Ein lockerer Traum, den auch Allergiker mit Genuss verzehren dürfen.

„Éclaire“ nennt man übrigens in Deutschland „Liebesknochen“. Verlieben wir uns doch in den Gedanken, die Konditorenwerkstatt von Rita Horstmann wäre zum Nachmittags- mokka öffentlich zugänglich.

auswahl arbeiten konditorenwerkstatt

Hier bekamen Pianos Flügel

Lang ist es her. Bis Oktober 2006 residierte hier das Pianohaus Kemp

Verwaschen die Inschriften „Piano – Flügel“. Heute ist es ein Atelier und  immer noch ein Stück Bielefelder Musikgeschichte direkt hinter dem Gebäude der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Am 1. Oktober 1913 übernahm Bruno Kemp senior (geb. 1869) das Klaviergeschäft M. D. Maas in Bielefeld, das seitdem „Pianohaus Kemp“ heißt. Die lange Geschichte der Firma, die heute an der Jöllenbecker Straße 73 sitzt, kann man auf der Homepage nachlesen.

Den Garten winterfest machen

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Auch wenn zurzeit die Sonne darüber hinwegtäuscht: die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Für den Gartenbesitzer gibt es jetzt noch einiges zu tun, um den Garten auf den Winter vorzubereiten.

Alle nicht winterfesten Knollen, wie Begonien, Gladiolen oder Dahlien werden jetzt ausgegraben und überwintern im Keller. Zwiebeln von Frühblühern wie Schneeglöckchen, Krokus oder Narzisse können noch bis zum ersten Frost gepflanzt werden.

Die Kronen der Hochstammrosen werden mit Jute, Sackleinen oder Vlies ummantelt, um sie vor Frost zu schützen. Folie ist dafür nicht geeignet. Um die Beetrosen herum wird Erde und Kompost angehäuft. Kübel mit winterharten Pflanzen hüllt man in Noppenfolie.

Sobald die Bäume ihr Laub verloren haben, ist der ideale Zeitpunkt, um abgestorbene Äste und Zweige zurückzuschneiden. Bei Gehölzen sollte man allerdings mit dem Zurückschneiden bis zum Ende des Winters warten, damit kein Frost in das Holz eindringt und es schädigen kann.

Obstbäume – besonders Apfelbäume – erhalten Leimringe. Sie schützen Blutläusen und  Frostspannerweibchen. Immer häufiger sieht man auch reflektierende weiße Kalk- anstriche. Sie beugen Rissen im Stamm vor, die bei starken Temperaturschwankungen – in der Nacht Frost, am  Tag Sonnenschein am Tag – auftreten können.

Noch frisch gepflanzte Stauden, junge Herbstanemonen, Sommerflieder und andere empfindliche Pflanzen brauchen bei vermehrt auftretenden Nachtfrösten Schutz. Das macht man am besten mit Laub und Fichtenreisig. Gute Dienste leisten aber auch Vlies und Filzmatten. Besonders mediterrane Gehölze brauchen einen Winterschutz, wie die vergangenen drei frostreichen Jahre gezeigt haben. Viele Junggehölze sind sehr frostempfindlich und werden erst mit zunehmendem Alter robust.

Doch nicht nur die Pflanzen brauchen Schutz vor der klirrenden Kälte. Sämtliche Wasserleitungen, die nach draußen führen, müssen abgedreht werden, damit die Leitung nicht platzt. Nicht vergessen, aus Regentonnen und – falls vorhanden – Springbrunnen unbedingt das Wasser abzulassen.

Gegenlicht und Raureif: Stimmungsvolle Fotos garantiert

Herbst- und Wintermode bei Bellissima in Bielefeld

Auch an kalten Tagen möchte frau schick und individuell gekleidet sein. Lagenlook bei Bellissima in Bielefeld macht’s möglich. Die Auswahl ist riesig an kuscheligen Stricksachen und Festlichem für die Feiertage.

Mantel von Peter Luft

Die Marke Peter Luft ist genauso vertreten wie Turbulence, Transparente und La Bass.

Winteroutfit von La Bass

Zu jedem Outfit gibt es den passenden Schal.

Bunter Blickfang: Schals

Janin Hamid und ihr Team freuen sich auf Ihren Besuch!

Diese Blüten geben noch einmal alles

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Die Novembersonne macht es möglich. Bevor sich Eis und Schnee bald über die Gärten legen werden, können wir in diesem Spätherbst die verschiedensten Blüten bewundern.

Ob Brombeere, Glockenblume, Deutzie oder Schlüsselblume, sie alle grüßen noch einmal vor dem Winter.

Brombeere (alle Fotos in diesem Bericht: Jürgen Hahn)
Glockenblume
Deutzie
Schlüsselblume

Donnerstag öffnet porta Gütersloh

Nur noch wenige Tage....

Mit Hochdruck geht es in die allerletzte Runde des neuen großen porta-Möbelhauses auf dem ehemaligen Pfleiderer-Gelände in Gütersloh. Das von den Nachbarstädten Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück  angerufene Oberverwaltungsgericht Münster hatte ein ab- schliessendes Urteil gefällt und porta obsiegt. Das benachbarte Brockmeyer-Gartencenter ist schon seit enigen Wochen in Betrieb.