Jetzt kann es schon mal „Plopp“ machen

Die können schon "Plopp" machen, Kastanien

Gehören Sie zum Typ, dem die Mama immer sagte: „Pass auf, daß dir keine Kastanie auf den Kopf fällt“. Dann können Sie das jetzt überlesen. Allen anderen aber sei gesagt: „Sie fallen bereits von oben aus den großen alten Bäumen mit den großen Blättern“.  Wollen Sie also keine Kastanie in den offenen Mund oder auf den Kopf bekommen, derartige reich behangenen Bäume etwas weiträumig umlaufen. Aber optisch sehen sie einfach Klasse aus, die glänzenden Dinger, mit denen Kinder lustige Figuren bauen. Dieses Prachtexemplar zeigte sich vor  dem Wasserschloß Tatenhausen, wo es reichlich davon gibt.

Hat ihr "Plopp" schon hinter sich: Kastanie vor Schloß Tatenhausen

 

Gütersloh hat auch schöne Ecken

Am alten Kirchplatz Gütersloh

Viel alte Substanz gibt es in der Kreisstadt Gütersloh nicht zu sehen. Der Kirch- ring „Am alten Kirchplatz“ rund um die Apostelkirche ist mit seinem Mix aus Fachwerkhäusern und klassistischen Bauten aber durchaus sehenswert und fast vollständig restauriert.

Am Kirchring Gütersloh
Alt trifft Nachkriegsbauten

Es ist eben wie in vielen Städten und Orten in der Region: Ein Mix aus alten, meist restaurierten Fachwerkbauten und gleich daneben relativ seelenlose Nachkriegs-architektur. Dennoch ist Gütersloh bei weitem nicht „so häßlich“, wie es viele behaupten. Es gibt viel Grün und ganz viele Kirchtürme. Sicher halten sich zu anderen Zeiten mehr Leute in der „Ducktailbar“ des renommierten Parkhotels auf und genießen den Blick auf einen angelegten Garten mit Teich und dessen Ruhe.

Ducktailbar im Parkhotel Gütersloh
"Die Bohne" ist auch im Urlaub

Cafés und Restaurants machen den gleichen verwaisten Eindruck wie die gesamte Innenstadt. Es ist eben Urlaubszeit. In Städten mit viel Industrie wie Gütersloh und einem der großen Medienkonzerne der Welt bleiben die Bürgersteige dann eben noch länger hochgeklappt als sonst schon. Da locken auch die reduziertesten Karstadt-Angebote im Anblick von Martin-Luther-Kirche und Berliner Straße wenig.

Wir hatten es ja schon geschrieben: Gütersloh hat auch schöne Ecken. Man muß sie vielleicht nur  etwas länger suchen als in anderen Orten der Region.

Deppendorf?

Deppendorf. Ortsteil von Bielefeld-Dornberg

Kaffeezeit. 16:15 Uhr. WDR-Fernsehen. Moderator René Riche hält in der Sendung „Daheim & unterwegs“ ein Bild des Leiters des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf (kommt aus Essen und stellt wahnsinnig „investigative“ Fragen an die Politiker in Berlin) in die Kamera. Aber um den ging es eigentlich nicht sondern um den Namen „Deppendorf“. Den trägt auch der Bielefeld-Dornberger Stadtteil. Genauer heißt er ja Niederdornberg-Deppendorf.  Gesucht werden bis zum 12. August vom WDR die „20 lustigsten Ortsnamen in NRW“. Siehe da, Deppendorf gehört dazu. Gegen Habenichts, Witzhelden & Co. sollte Deppi aber Chancen haben. Eingesessene Deppendorfer haben sich übrigens in ihrem 1400-Seelen-Örtchen mit dem Namen eingerichtet, winken freundlich, wenn man von Niederdornberg auf dem Weg nach Werther hindurchfährt und  sind alles andere als „deppig“. Schließlich leitet sich Deppendorf keineswegs von „Deppen“ ab sondern von Dedmaring.

.Am Montag 1. August stellt „Daheim & unterwegs“ Deppendorf ab 16:15 Uhr in einem Bericht vor. Sie wollen für das Dörfchen abstimmen? Das geht hier.

Mais geht in die letzte Phase

Maisanbau in OWL

Der Mais ist in diesem doch eher feuchten und kühlen Sommer hier in OWL offensichtlich höher gewachsen und geht jetzt in seine letzten Reifewochen. Auch die Anbaufläche ist – bedingt durch den Ausbau der Biogasanlagen – noch größer geworden. Viele Landwirte gehen dazu über, um Monokulturen zu vermeiden, andere Flächen mit Mischsaaten oder Wildblumenfeldern zu belegen. Diese „Bunten Felder“sollen der „Verspargelung“ der Landschaft durch Maisstangen entgegenwirken. 2010 wurden in Deutschland laut Bundesagrarministerium schon 530 000 Hektar Mais zur Energiegewinnung angebaut. Tendenz steigend.

Pralle Futtermaiskolben

 

Hochsommer. Herbstlich.

Hochsommer. Herbstlich

Montag beginnt der August. Kalendarisch Hochsommer. Aber auf den vielen schönen Plätzen in Städten und Gemeinden der Region sieht es eher nicht nach „draußen sitzen“ aus. Biergärten und Freibäder klagen über zu wenig Besucher und nicht jedem macht der Besuch der vielen sommerlichen Volksfeste im „Friesennerz“ Spaß. Vielleicht bekommen wir aber einen milden Herbst, der uns entschädigt? Der „Deutsche Wetterdienst“ hat sich hier mal Gedanken zu unserem Sommer 2011 gemacht.

„Schwül“, „treibend“, „klar“, „feurig“: Chili

Chili. Scharf bis teuflisch,

Beim Gang über die Märkte der Region fallen sie einem überall ins Auge. Die feurig rot, milderen gelben und grünen Chilischoten. Nun ist Schärfe nicht gleich Schärfe. Schon gar nicht bei Chili, mit dem man wunderbare Sachen brutzeln kann. Es gibt einfach keine einheitliche Schärfe. 1912 führte der amerikanische Pharmazeut Wilbur Scoville zwar eine Schärfeskala ein, die von null bis 1 000 000 für die schärfsten Sorten geht. Das subjektive Empfinden von Schärfe ist aber eine andere. Eine vereinfachte Skala von eins bis zehn reicht da, um die Schoten einzustufen.

Markt auf dem Siegfriedplatz

Eine Gemüsehändlerin auf dem Siegfriedplatz-Markt im Bielefelder Westen erklärt das so: „Null bis drei bedeutet keine Schärfe. Mittelscharf liegt bei fünf bis sechs. Am schärfsten ist Habanero mit zehn“. In die hingehaltene Schote einfach reinzubeißen, verkneifen wir uns aber. Köche raten ohnehin, die weißen Kerne und Scheidewände zu entfernen. Darin sitzt nämlich die Schärfe.

Chili machen Gerichte pikant und man kann sie auf unterschiedlichste Arten anrichten. Sie sind Gemüse wie Gewürz gleichermaßen. Regen den Speichelfluß an und fördern die Verdauung. Was wir als Schärfe empfinden, kommt  von den chemischen Verbindungen der Inhaltsstoffe. Vor allem am Alkaloid Capsaicin, das wir auch aus Schmerzsalben kennen. Den enststehenden Wärmereiz registrieren die Nervenenden der Schleimhäute und die Zunge. Melden einen scheinbaren Angriff auf den Körper und veranlassen die vermehrte Ausscheidung von Endorphinen, also Glückshormonen. So erweist sich der Chilis Schärfe letztlich als ein „Glücksgefühl“.

Chili im Topf

Immer häufiger werden auf den Märkten und in den Pflanzencentern auch Chilibüsche im Topf verkauft. Sie kann man bequem auf der Fensterbank ziehen. Pralle Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden, obwohl die Pflanze Licht und Wärme mag. Sie braucht während der Sommermonate eine gleichmäßige Wasser- versorgung und ab und zu etwas flüssigen Dünger. Der Dank sind viele Blüten und  natürlich Früchte.

Klar, Sie wollen jetzt wissen, was es mit „schwül“, „treibend“, „klar“ und „feurig“ auf sich hat? Ach wissen Sie, das sind Begriffe, mit denen Gemüsehändler Ihnen die Schärfestufen erklären.

Wenn Sie jetzt Ihr Chili con carne mit frischen, scharfen Schoten zubereiten, halten Sie die Hände von Augen  und Schleimhäuten fern und trinken Sie kein Wasser, sollte es höllisch auf der Zunge brennen. Das nützt nämlich nichts. Capsaicin ist aber fettlösend. Essen Sie also Joghurt oder Käse zur Linderung. Ein gutes Rezeot dafür finden Sie bei Küchenbulle Tim Mälzer.

Bratkartoffeln – aber richtig!

„Bratkartoffeln? Da kann man doch nichts falsch machen!“ mag manch einer denken. Das stimmt nicht. Sowohl in Konsistenz als auch im Geschmack gibt es große Unterschiede. In Ostwestfalen mögen wir die Bratkartoffeln kross gebraten mit Zwiebeln und Speck. Und so werden sie richtig lecker:

Bratkartoffeln, wie sie sein sollen

Zutaten für 4 Personen
1 kg festkochende Kartoffeln, z. B. Agata, Linda, Sieglinde
Salz
3 Schalotten
125 g gewürfelter Schinkenspeck
1 – 2 EL feingeschnittene Petersilie
Pfeffer aus der Mühle
Butterschmalz zum Braten

Die Kartoffeln waschen, in einem Topf mit Salzwasser ca. 20 Minuten bissfest kochen, pellen und abkühlen lassen.
Die kalten Kartoffeln in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
Reichlich Butterschmalz in die Pfanne geben und erhitzen.
Die heiße Pfanne mit den Kartoffelscheiben auslegen.
Bei mittlerer zunächst von einer Seite braten.
Sobald sich der Rand bräunlich färbt, die Kartoffeln wenden und von der anderen Seite goldbraun braten.
Die Schalotten schälen, längs halbieren und in Ringe schneiden.
Zusammen mit den Schinkenwürfeln zu den Bratkartoffeln geben.
Unter ständigem Wenden ein paar Minuten mitbraten.
Mit Salz und Pfeffer würzen.
Einen Esslöffel Butterschmalz zu den Kartoffeln geben und unterschwenken.
Mit Petersilie bestreuen und sofort servieren!

Schwedenschanze über Kirchdornberg

Sportflugzeug über Kirchdornberg

Eine kleines Sportflugzeug zieht über der Schwedenschanze oberhalb des Bielefelder Ortsteils Kirchdornberg seine Kreise. Auf dem Parkplatz der renovierten Gaststätte Schwedenfrieden stellen wir das Auto ab.

Gaststätte "Schwedenfrieden"

Der Blick schweift weit durch das hügelige Land des Teutoburger Waldes bis hinüber zur Hünenburg über Bielefeld. 1000 Meter sind es von hier durch noch nasse Mischwälder bis hinauf zur Schwedenschanze mit der Kaiser-Friedrich-Gedächtnishütte. Schwedenschanze? Das ist der Name für alte Wallanlangen, deren  Ursprung man nicht genau kennt. Diese Wallanlagen auf dem Teutokamm führt man auf Anlagen aus der Zeit um 1673 zurück. Damals führten Frankreich, Schweden und England Krieg gegen die Allianz aus Niederlanden, Spanien, Österreich und Brandenburg.

Blick von Kirchdornberg bis zur Hünenburg

Kirchdornberg ist ein Teil von Dornberg. Niedlich, verträumt und von weiten Feldern und Wäldern umgeben. Zur Bielefelder Stadtmitte ist es nicht weit.

Am Tie in Kirchdornberg

Die Mitte des Örtchens bildet der Platz „Am Tie“ mit dem Dorfbrunnen und dem Blick auf eine der ältesten Kirchen Bielefelds, der evangelischen Peterskirche. Bis in das 8. Jahrhundert reichen die Ursprünge zurück. Am Tie liegt auch das für seine gute Küche bekannte Restaurant „Tomatissimo„.

St. Peter in Kirchdornberg

Urkundlich erwähnt wurde St. Peter erstmals 1281. Kirchdornberg hat für den Bielefelder Raum auch noch eine andere Bedeutung: Hier nahm die Luthersche Reformation in dieser Gegend ihren Anfang.

Um die Mittagszeit wirkt Kirchdornberg ein wenig ausgestorben, wenn nicht die Straße von Dornberg her einige Fahrzeuge ihren Weg hier nehmen ließe. Der eine oder andere wird sich sicher vom Strassenschild vor dem Dorfkrug „Schnitzel 6 Euro“ eingeladen fühlen. Nicht weit vom Tie auf der anderen Seite der Kirchdornberger Straße entdecken wir auch den Blumenladen von Klaus Schwake, der durch seine außergewöhnlichen Dekorationen nicht nur der Hausfassade immer wieder auffällt.

Blumenladen Klaus Schwake
Fahren Sie am Kirchdornberger Tie langsamer. Es lohnt sich.

Weißer Garten – Gartenhibiskus, Garteneibisch

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Der Hibiskus (auch Eibisch genannt) ist eine Bereicherung für den weißen Garten, da er sehr große prachtvolle Blüten entwickelt, die bis in den Spätsommer leuchten.

Hibiskus mit rotem Auge

Im Frühjahr treibt dieser Strauch sehr spät aus, also geduldig warten und nicht gleich ums Weiterleben besorgt sein. Die Blüten sind zwar kurzlebig, aber wachsen zahlreich nach, so dass man lange Freude an ihnen hat.

Die durch Selbstversamung großgezogenen Pflanzen haben gegenüber der Mutterpflanze eine abweichende Blütenfarbe. Wenn man die gleiche Farbe erzielen möchte, sollte man durch Stecklinge vermehren.

Aber diese vielseitige Pflanze ist nicht nur schön anzusehen, sondern wirkt auch als Tee gegen mancherlei Beschwerden. Er ist durstlöschend, abführend, antibakteriell, krampflösend, harn- und gallentreibend. Die Blüten sind essbar, daher kann man sie wunderbar als Dekoration auf einem festlichen Menü verwenden.

Pflanzenname lateinisch: Hibiscus syriacus
Pflanzenfamilie: Malvaceae (Malvengewächse)
Blüte: trichterförmig, exotisch, zahlreich
Blütezeit: Juli bis September
Boden: mäßig sauer bis mäßig kalkhaltig
Krankheiten: wiederstandsfähig
Kübelbepflanzung: geeignet
Pflege: bevorzugt feucht, keine Staunässe, akzeptiert mäßige Trockenheit
Schädlige: schwarze Blattlaus
Schnitt: Herbst oder vor dem Laubaustrieb (blüht am einjährigen Holz)
Standort: bevorzugt volle Sonne, verträgt aber auch Schatten
Vermehrung: Stecklinge  oder Selbstversamung
Winterhärte: etwas frostempfindlich
Wuchshöhe: bis 2 m hoch

Hibiskus reinweiß

Bully´s

Bulldoggen

Tierbilder müssen nicht immer ernst sein oder „Hab acht“-Haltung widerspiegeln. Sie können durchaus auch einen gewissen Witz haben. Wie das Foto dieser beiden Bulldoggen, die vor der Kamera von Anna Gaedicke (Dogpoint Oelde) posierten. Wie sie das hinbekommen hat, verriet die Groomerin und Fotografin aber nicht.

Sie geben der Welt die Klinken in die Hand

Sie geben der Welt die Klinke in die Hand: FSB aus Brakel Bild: Modell 1004 aus Bronze

In einem Editorial der Zeitschrift „AD Architectural Digest“ aus dem Condé Nast Verlag schrieb die Chefredakteurin Margit J. Mayer im Oktober 2010:

„Wäre ich ein chinesischer Wirtschaft-Napoleon, ich würde Afrika meinen Generälen überlassen (Rohstoffe kann jeder) und einen Studienaufenthalt bei Wuppertal oder Bielefeld planen.  Aber presto“.

Presto? Das entspräche nicht der ostwestfälisch-lippischen Mentalität. Hier muß es gründlich sein. Darf ruhig auch auf dem Weltmarkt im Anspruch ganz oben stehen. Aber richtig laut darüber reden? Nein.

FSB – Franz Schneider Brakel – geht einen eigenen Weg, wenn es um die Klinken aus dem 1881 im Sauerland gegründeten und 1909 nach Brakel bei Bad Driburg gezogenen Unternehmens geht. Dabei ist die ebenso klare wie eindeutige Formen-sprache auch heute noch ein richtungsweisendes Synonym für innen-architektonische Leistungen der Region OWL.

Allein das Studium der Webseiten des Unternehmens macht Spaß, wenn man sich für Dinge, die ihren Wert behalten, erwärmen kann. Schön wäre es, könnte man mehr Unternehmen aus OWL dafür ein wenig begeistern, den Pelz nicht nur nach innen zu tragen, sondern manchmal einen Ärmel herausschauen zu lassen. Es würde der Region, die beileibe nicht nur aus Tourismus, grünen Hügeln und fließenden  Wassern besteht, gut tun.

Wie heißt es doch in dem eingangs erwähnten Editorial:

„Nicht die Provinz ist der Feind, sondern provinzielles Denken“

Die Luftschiffe von Steinhagen

Luftschiffhafen auf dem Ströhen

Wenn man jemandem erzählt, Richtung Isselhorst gäbe es auf dem Ströhen bei Steinhagen einen Luftschiffhafen, einen Ballonhafen und einen Hubschrauber-platz, erntet man ungäubige Blicke. Wo soll das denn sein inmitten von Rinder-und Schafherden? Dabei wiehern die Pferde schon  lange nicht mehr, wenn die Luftfahrzeuge landen oder aufsteigen.

Hof Meyer, etwas außerhalb von Steinhagen, heißt der Ort, an dem die Bielefelder  Firma Air-Taxi-Service das alles betreibt. Es gibt eine kleine Start – und Lande- bahn, einen Hubschrauberhangar und eine Luftschiffhalle. Geflogen wird seit 1969 gibt es dort Flugbetrieb. Im September 1978 startete hier der erste Heiß- luftballon. Damals war es der einzige Ballon in Ostwestfalen-Lippe, der Gäste mitfahren lassen durfte.

Heißluftballon über Ostwestfalen-Lippe

Statt Schwimmbad „Lauf zum Eisernen Anton“

Keiner schwimmt ...
Keiner schaukelt ....

Für die Freibäder der Region ist die Saison zwar noch nicht gelaufen, aber die Verantwortlichen  von Minden bis Warburg und Versmold bis Höxter haben schon die fetten Eddings gezückt, um unter die Freibadsaison 2011 einen dicken Minusstrich zu machen. Dabei wissen wir, wo die alle sind. Sie trainieren für den seit 10 Jahren erstmals wieder stattfindenden Lauf zum „Eisernen Anton“ bei Hillegossen. Das ist ja auch Sport.

Lauf zum "Eisernen Anton" bei Hillegossen

Massenhaft: Indisches Springkraut

Indisches Springkraut

Plötzlich ist es da. Bevölkert in Unmengen Bachläufe, Waldsäume und Wiesenränder: Indisches Springkraut. Bis zu 2 Meter hoch wird die einjährige Pflanze, tritt in Massen auf und lässt anderer Vegetation kaum Platz. Die rot bis violetten Blüten hängen in Trauben zusammen,. Blühzeit ist von Juli bis Oktober. Die bis zu 25 Zemtimeter langen Blätter sitzen an kräftig knotigen Stängeln.

Der pflanzliche Eindringling stammt aus dem Himalaja und wächst dort in Höhen von 1800 bis 3000 Metern. Als Zierpflanze kam er 1839 in die mitteleuropäischen Gärten. Das Indische Springkraut braucht schattige und halbschattige Standorte mit feuchten bis nassen Böden. Deshalb findet man es besonders an Bach- und Flussläufen. Eine Pflanze kann zwischen 1600 und 4300 Samen entwickeln, die bis zu 7 Meter weit aus der Kapsel herausgeschleudert werden. Aber auch durch Ableger von abgetrennten Pflanzenteilen kann es sich vermehren.

So hübsch das Indische Springkraut aussehen mag, wird durchaus nicht herzlich begrüßt. Eingewanderte Pflanzen – Neophyten – können harmlos sein. Müssen es aber nicht. Was z.B. die riesige Herculesstaude mit ihrer Giftigkeit beweist.

„Zwartbont“ überwiegt auf den Wiesen von OWL

Egal welche Farbe. Sie sind einfach neugierig

Von den über 1,3 Millionen Rindern in NRW muhen etwa 350.000 im Regierungsbezirk Detmold. Also OWL. Ob es mehr schwarz-weiße oder „bunte“ gibt, wissen wir nicht ganz genau. Es muß aber im 18. Jahrhundert sehr erstaunte Landwirte gegeben haben. Sie stellten nämlich fest, daß die schwarz-weiß gefleckten Rinder auf den Weiden an Nord- und Ostseeküste eine höhere Milchleistung als die binnenländischen Kühe hatten. Diese gezielt reinrassig in Ostfriesland und Friesland gezüchteten Rinder hatten einen derartig guten Ruf, daß die Leute weite Wege in Kauf nahmen, um diese Kuh – niederländisch „zwartbonte“ (schwarzbunte) – zu bekommen. Hier in OWL – nach dem Regierungsbezirk Münster die zweitstärkste Rinderregion Nordrhein-Westfalens – sieht man aber auch andere Färbungen auf den sattgrünen Weiden.

Rotbraun ist auch angesagt

Über 8000 Jahre begleiten die tierischen Rindviecher nun schon die Menschheit. Liefern Milch, Fleisch, Felle. Unsere überwiegend „Schwarzgescheckten“ haben sich aufgrund ihrer Anlagen hier allerdings durchgesetzt und die Mehrheit auf den Weiden. Die Natur variiert aus Anpassungsgründen immer wieder Musterung und Farbe von Lebewesen. Die in der Evolution entstandenen schwarzweißen Wild – und Haustiere haben den Menschen aber immer schon stark angezogen. In Selektion und Zucht wurde diese Färbung ein stabiles Merkmal von Haustieren.

Hier muht es nur "zwartbont"

Je weiter man in den Süden Deutschlands kommt, desto mehr setzt sich allerdings das rotbraun im Fell durch.  Urlauber im Alpenland werden das bestätigen können. Auch das sanfte Läuten der Glocken an den dortigen Rinderhälsern haben wir hier nicht, weil unsere Weiden abgezäunt sind und Rinder somit – meist – hier nicht verloren gehen.

Teufelsdarm

Ackerwinde. Auch "Teufelsdarm" genannt

Doch, doch, die zarte Ackerwinde sieht mit ihren bis zu 5 Zentimeter großen Trichterblüten hübsch aus. Aber Landwirte und Gartenfreunde hassen Convolvulus arvensis gleichermassen. Die in Europa weit verbreitete Pflanze aus der Familie der Windengewächse ist nicht beliebt. Sie wird auch Windling oder Teufelsdarm genannt, rankt sich in Gärten, auf Feldern und Weinbergen an Kultur- und Zierpflanzen empor und hemmt mit ihrem eigenen raschen Wachstum deren Entwicklung. Läuft es gut für das Ackerunkraut, dauert es manchmal nur anderthab Stunden, bis die Spitze eines Triebes bei ihrem kreisförmigen Wachstum einen Kreis von ca. 3 cm geschlossen hat.

Es gibt sie noch. Die großen alten Marken „Made in OWL“

Backin von Dr. Oetker

Ca. 15 Gramm Backpulver „Backin“ enthält das Tütchen von Dr. Oetker aus Bielefeld. Ausreichend „für ein Pfund Mehl“. Apotheker Dr. Oetker hatte 1891 die Revolution der hausfraulichen Backkunst  im Hinterzimmer der Bielefelder Aschoffschen Apotheke erfunden. „Backin“ im Tütchen gibt es bis heute. Diese Erfindung und ein cleveres Händchen mit Werbung, Marketing und Chuzpe bekannter Personen der Inhaberfamilie machten daraus einen Weltkonzern.

Melitta aus Minden. Lange Zeit der Inbegriff von Filterkaffee

Es ist wohl immer noch der Inbegriff für „guten Filterkaffee“: Melitta. Der Firmenname geht zurück auf Melitta Bentz aus Dresden, die 1908 mit einem Stück Filterpapier und einem gelochten Messingtopf den unbekömmlichen Kaffeesatz filterte. Im gleichen Jahr wurde er unter der Nr. 347895 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin als Gebrauchsmuster eingetragen. Daraus entwickelte sich rund um Kaffee und Haushalt der heute ebenfalls weltbekannte Konzern „Melitta“, der 1929 von Dresden nach Minden zog.

Miele-Repräsentanz. "Unter den Linden", Berlin Bild: Miele-Pressearchiv

Spricht man mit Amerikanern über Haushaltsgeräte, so verbinden sie mit „Miele“ aus Gütersloh sozusagen „den Benz unter den Staubsaugern“ mit diesem Namen.  Aber auch die anderen Haushaltsgeräte aus dem Konzern haben immer noch einen „sagenhaften“ Ruf. Sind allerdings auch an der Spitze der Preisskalen angesiedelt.  Weltweit über 16.000 Mitarbeiter beschäftigt dieses am 1. Juli 1899 von Carl Miele und Reinhard Zinkann in Herzebrock gegründete Unternehmen. Zunächst baute der damals noch kleine Betrieb Milchzentrifugen,  ab 1900 dann Buttermaschinen. Aus ihr entstand im gleichen Jahr die erste Waschmaschine.

Die Staubsauger mit dem exzellenten Ruf werden seit 1927 gebaut. Aber auch Fahrräder und Motorräder gehörten zeitweise zum Produktionsprogramm. In vierter Generation leiten die Familien Miele und Zinkann heute die Geschicke. Mit der Repräsentanz auf Berlins Prachtboulevard „Unter den Linden“ besitzt man eine stark besuchte Präsentation der Marke.  Auch das Miele-Werksmuseum in Gütersloh ist einen Besuch wert.

Herbies Verwandter wartet

Herbies Verwandter wartet

Er steht schon länger am Rande einer viel befahrenen Straße im Westen von OWL. Der Rost nagt, die dünnen Reifen scheinen ab und zu Luft zu bekommen. Der Besitzer hat eine ausführliche Beschreibung des alten Schätzchens hinter die Seitenscheibe gehängt. Mit der wohlweislich-klaren Aussage: „Ich verschenke nichts“. 1500 € will er für den „Originalzustand“ haben und ist bereit, dem rostigen Kerlchen noch ein Fahrwerk und Teile zu spendieren.

Ungleich besser sieht jener „Herbie“ aus, den wir neulich bei der Eröffnung des Lenkwerkes in Bielefeld in einem riesigen Glastransporter haben stehen sehen. Offensichtlich dient das Autoschneewittchen im Glaskäfig Promotionzwecken.

Herbie im Glassarg

Oben Tango. Unten sirrende Autoreifen

Tango auf der Brücke

Leise wogen die Tangotöne auf die Woerdener Straße. Die Ampel steht auf Rot. „Don´t cry for me Argentina…“. Die Schritte der Tänzer oben auf der Brücke gerinnen fast zur Zeitlupe. Autofahrer, die den Steinhagener Brückenbau zwischen Schlichte-Carree und früherem Verwaltungsgebäude öfter unterqueren, kennen diese Szenerie und diese Tanzschule.

9,6 Millionen Deutsche haben Hunde

Basset Bild: Anna Gaedicke

Über Anna Gaedicke, der mit dem Dogpoint in Oelde die Verbindung von Hundepflege und künstlerischer Tier/Mensch-Fotografie gelungen ist, wollen immer mehr Hundefreunde etwas erfahren. „Pflege ist sehr wichtig. Egal ob dick, klein, kurzhaarig, langohrig, Stummelschwänzchen etc. Jeder Hund sollte gepflegt werden. Es ist extrem wichtig, das die Hunde nach ihrer Fellbeschaffenheit vernünftig und professionell gepflegt werden. Ich schaue mir hier die Hunde und ihr Fell erst ganz genau an, um zu besprechen was man machen könnte. Am Telefon gebe ich darüber eher weniger Auskünfte“.

Was verständlich ist. 9,6 Millionen Deutsche, so eine Untersuchung, leben mit einem Hund zusammen. Eine Schweizer Studie belegt, daß 60 Prozent aller Hundebesitzer sogar den Geburtstag ihrer Vierbeiner feiern. Da würde natürlich ein von Anna Gaedicke geschossenes Porträt „Herrchen/Frauchen mit Hund“ sehr gut passen.

Werther

Werther´s Original

Sagt man in unserer Region „Werther“ ist nicht sofort klar, was wir meinen. Immerhin gibt es vom Süßwarenkonzern Storck in Halle den Karamelbonbon „Werther´s Original“. Von ihm sagt die Werbung „… weil Du etwas ganz Besonderes bist“. Erfunden hat ihn – sagt die „Markengeschichte“ – der Zucker- bäcker Gustav Nebel. Im kleinen Städtchen Werther am Fuß des Teutoburger Waldes. Aber darauf kommen wir noch.

Werther. Das könnte auch jener unglückliche Mensch sein, dessen Leiden der junge Anwalt Johann Wolfgang Goethe im Frühjahr 1774 in seinem Drama „Die Leiden des jungen Werthers“ bis in die letzte Konsequenz schilderte.

Evangelische Pfarrkirche St. Jacobi in Werther

Schauen wir in das Städtchen Werther im Ravensberger Land. Beliebter Wohnort mit guter Nähe und Verkehrsverbindungen zum 10 Kilometer entfernten Ober- zentrum Bielefeld.  Die „Böckstiegelstadt“ – hier lebte ihr bekanntester Sohn, der Maler und Bildhauer Peter-August Böckstiegel. 11.500 Einwohner hat Werther, das als „Wartera“ um das Jahr 1000 erstmals erwähnt wird. Die Ravensberger Straße ist so etwas wie die „Einkaufsavenue“ mit Geschäften, Cafés, Banken und historischen Gebäuden.

Blick in die Ravensberger Straße in Werther

Hundstage haben begonnen?

Hundstage?

Probehalber hat unser Hovawart schon mal gegähnt. Aber das hatte eher wenig mit den heute beginnenden „Hundstagen“ (23. Juli bis 23. August) zu tun. OWL erlebt gegenwärtig wettermässig so etwas wie April.

Wer trotzdem das Liborifest (eines der größten Volksfeste der Region) in Paderborn miterleben will, sollte schon mal daran denken, daß es auch am Paderborner Dom trotz „Libori“ durchaus nass werden kann.

Bielefeld. Hauptbahnhof der Region

Gleis 8. Bielefeld Hbf.

Neben den Autobahnen A2, A30 und A33 ist der Bielefelder Hauptbahnhof der größte Verkehrsknotenpunkt der Region. Hier hält nicht nur der ICE 10 von Berlin über Hannover nach Hamm und umgekehrt. 11 Regionalbahnen (vom „Westfalen-Express“ über den „Haller Willem“ bis zum „Leineweber“) erschließen OWL nahezu komplett.

Wer angekommen ist, sieht das große Fenster des Hauptportals

Wer sich noch einmal umdreht und nicht gleich gradeaus zur unterirdischen Haltestelle der Stadtbahn („Kleinste U-Bahn der Welt“) eilt oder rechts in die Haupteinkaufsstraße Bahnhofstraße einbiegt, sieht den renovierten Jugendstil- bau  von 1910 in seiner ganzen Pracht.

Jugendstil: Bielefeld Hauptbahnhof

Wer den großen Bau gegenüber dem Hauptbahnhof noch als „Mövenpick Hotel“ kennt, wird erstaunt den jetzigen Namen „Bielefelder Hof“ lesen.

Hotel Bielefelder Hof

Sehr angesagt: Schals, Schals, Schals

Angesagte Accessoires: Schals

Ohne Schal geht in dieser Saison gar nichts. Janin Hamids Bellisima in der Bielefelder Zimmerstraße hat bereits neue, wunderschöne Stücke, passend zur kommenden Herbstmode im Geschäft. A propos Herbstmode: die erste Ware ist bereits da, und jeden Tag kommt neue! Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall!

Bellissima
Bahnhofstraße 30 B / Ecke Zimmerstraße
33602 Bielefeld
Tel. 0521 / 520 52 67

Esel zum Schulende?

Falsch verstanden. Kleine Eselei in Isselhorst.

Wir schickten einen unserer Fotografen in den kleinen Gütersloher Vorort Isselhorst. Auftrag: „Schieß doch mal Impressionen vom letzten Schultag“.

Was brachte er mit? Esel. Begründung: „Die Kinder waren mir alle zu brav“.

Was für ein Esel.

(Welche Bewandtnis es mit den Eseln auf sich hat, wissen wir nicht genau. Es muß wohl eine Art Werbeaktion sein).