Beach. Rock. Senne

Rockt die Senne den Beach?

Gleich an zwei Tagen wird im Bielefelder Süden gerockt: Freitag, 1. Juli, treten im Forum des Schulzentrums Senne (Klashofstraße 79) ab 18.45 Uhr (Einlass 18 Uhr) die vier Gewinner der Contests (Dead Horizon, No Decision, All Days Escalate und Crimson Tree) sowie die Bands Spellbreaker, Kwalität und Mir zur Feier auf (Eintritt: 5 Euro / ermäßigt: 4 Euro).

Am Samstag, 2. Juli, rocken folgende Musikgruppen im Senner Waldbad (Am Waldbad 74) ab 13.45 Uhr (Einlass 13 Uhr) auf zwei Bühnen das Publikum:
Xandria, Montreal, Eddie`s Revenge, Mr. Anderson, Mollycoddle Monkey-wrenches, Shortcut, Dreadnut Inc.,  Mad Mission Crew, Gone Astray, Eskimo Callboy, (zwei der vier Contestbands vom Freitag, die nach Publikumsentscheid am Freitag bestimmt werden.)

Für Kinder gibt es am Nachmittag ein Spiel- und Spaßprogramm, die Mobile Jugendarbeit Süd betreut eine Chill-Out-Area mit Kicker und Slush-Eis. Schwimmen ist möglich. Veranstalter von „Rock on the Beach“ sind: Kulturkreis Senne e. V., BBF-Bielefelder Bäder u. Freizeit GmbH mit Unterstützung der Bielefelder Volksbank, Radio Bielefeld, dem Bielefelder Jugendring e. V., 4you Sportjugend Bielefeld und dem Jugendamt Bielefeld.

Einsatzbusse werden halbstündlich von 21.30 bis 0.30 Uhr bis zur Wendeschleife der Stadtbahnlinie 1 eingesetzt. Der Eintritt für beide Tage mit Kombiticket beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), im Vorverkauf 8 Euro (ermäßigt 6 Euro).
Kinder bis 10 Jahre frei. Vorverkauf in allen Filialen der Bielefelder Volksbank.(Pressemeldung der Stadt Bielefeld)

Living in OWL ist gespannt, ob die Senne den Strand so rocken kann wie das z.B. Sylt macht.

Hat OWL Fans in Dänemark?

OWL in Dänemark

Uns, die wir in der Region OWL leben und arbeiten, ist der Begriff  ja geläufig. Als wir der netten Dänin mitten im Hafenstädtchen Nykøbing auf der Insel Falster aber erklären wollten, aus welcher deutschen Region wir kommen ernteten wir nur einen erstaunten Blick: „OWL? Eulenland?“. Zum Glück entdeckten wir an einer Buchhandlung dann doch noch das Symbol „OWL“, mit dem wir schließlich erläutern konnten, was OWL ist und wo es liegt. Dänisch heißt „Eule“ allerdings „ugle“.

Schloß Holte

Schloß Holte

Schloß Holte, der andere Teil der Stadt mit dem Doppelnamen Schloß Holte-Stukenbrock, liegt mitten in der Senne. Den Namen gab ihm die von einem mächtigen Wassergraben umgebene Wehrburg, deren Anfänge im 14. Jahr- hundert liegen und auf einen Grafen von Rietberg zurückgehen. Graf Johannn III. von Rietberg und Ostfriesland errichtete nach heftigen Zerstörungen von 1608 – 1616 den heutigen Renaissancebau.

Schloß Holte. Ein Renaissancebau

Eine Tafel im Zugang zum privat genutzten Schloß erzählt von den Anfängen der „Holter Hütte“ gegegenüber dem Schloß. Karl-Ludwig Tenge errichtete sie ab 1839, um ab 1842 das hier vorkommende Raseneisenerz abzubauen und zu verhütten.  Die Industrialisierung hatte auch die Senne erreicht.

Erwähnenswert ist auch der politisch motivierte „Holter Kreis“, der sich sich 1845 – 47 im Jagdschloß traf. Ihm gehörte auch der Dichter Hoffmann von Fallersleben an. Der politisch gegen Kleinstaaterei, Pressezensur, Fürstenwillkür und die Allmacht von Polizei und Militär Kämpfende schuf unter vielen anderen Werken „Das Lied der Deutschen“, dessen dritte Strophe heute Text der deutschen Nationalhymne ist: „Einigkeit und Recht und Freiheit….“

„Marcsvidis“ und maritime Frauen in Schildesche

Der Anker von Schildesche

Im Jahre 939 n.Chr. soll es gewesen sein, als die kinderlose adelige Witwe Marcsvidis beschloss, ein Frauenkloster zu gründen. Exakt da, wo heute die Stiftskirche in Schildesche mitten in diesem Ortsteil von Bielefeld steht.Um die herum es einen der schönsten denkmalgeschützten Ortskerne von Bielefeld gibt.

Stiftskirche Schildesche

Was hat das jetzt alles mit dem Anker in Ortsmitte und „Maritimen Frauen“ zu tun? Hängt es mit Bielefelds einzigem „richtigen“ See zusammen. Dem Obersee? Nein. Dazu gehört auch das „Marineheim“. Genau gegenüber ist nämlich der mächtige Anker auf Grund gegangen.

Marineheim Schildesche

Was nach Meer, Marine, Salzluft und Shanties klingt hieß früher „Stiftsstuben“ und ist jetzt Heimat des Marinevereins Bielefeld von 1897 e.V.  Ja und dieser Marineverein hat mit der stellvertretenden Vorsitzenden Inge Bockermann, der  Schatzmeisterin Brigitte Prenzel und Schriftführerin Claudia Schubert-Zielesch gleich drei Damen im vierköpfigen Vorstand. Sage keiner mehr, Frauen brächten in der Seefahrt Unglück. In „Schilske“ sicher nicht.

Siebenschläfer

Siebenschläfer

Der heutige Siebenschläfertag (27. Juni) beruht auf einer alten Legende. Sieben junge Christen hatten in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Sie starben aber nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später.

So wie das Wetter heute in OWL ist – heiß, blauer Himmel, Kaiserwetter – soll es jetzt nach einer alten Bauernregel sieben Wochen lang sein.

Brackwede-Quelle: Picknick traf Klassik bei Traumwetter

Picknick trifft Klassik

Ursprünglich für den 18. Juni angesetzt, erwischte die 8. Ausgabe von „Picknick trifft Klassik“ im schönen Brackweder Naturbad im Ortsteil Quelle gestern ein Traumwetter.

Stimmungsvoll im Naturbad Brackwede

Die Bielefelder Philharmoniker unter dem neuen Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic mit den Solisten Melanie Kreuter (Sopran/ Wohl der Star der Bielefelder Bühnenszene) und dem neuen Liebling insbesondere der Damen, dem kanadischen Tenor Eric Laporte, hatten ausgesprochen gute Laune. Wozu natürlich auch Moderator Jón Philipp von Linden und der virtuose Xylophonist Klaus Bertagnolli beitrugen.

Kalajdzic, Kreuter, Laporte

Die Musikauswahl mit Stücken von Carl Maria Weber bis final John Barry „Der mit dem Wolf tanzt“ stimmte und als schließlich die Zugabe „Rule Britannia“ das Naturbad in eine kleine Royal Albert Hall („Last night of the proms„) ver- wandelte, gab es für die Gasfeuerzeuge und Kerzen bis hin zum Kandelaber nur noch „Burn baby, burn“.

Ein Hauch "Last nights of the proms"

Das abschließende Feuerwerk – von „Feuerwerk & Co.“ arrangiert – schließlich machte Lust auf die neunte Ausgabe von „Picknick trifft Klassik“ 2012 im Naturbad Brackwede.

Feuerwerk & Co

Romantisches Silberbachtal

In der Nähe der Externsteine am Fuße des Velmerstot in Horn-Bad Meinberg befindet sich das Silberbachtal und das Waldhotel Silbermühle. Entlang des Silberbaches bieten sich romantische Wanderwege unter alten Bäumen, immer begleitet vom beruhigenden Plätschern des Baches.

Am Ufer des Silberbachs
Am Ufer des Silberbachs

Seinen Namen hat der Bach seit dem Jahr 1710, wo im Silberbachtal tatsächlich nach Silber gesucht wurde.

Die Silbermühle wird seit 1895 bewirtschaftet und ist seitdem als Ausflugslokal weithin bekannt. Etwas später kam der Hotelbetrieb hinzu und bietet heute mit komfortablen Zimmern und abwechslungsreicher Speisekarte Ausflüglern, Wanderern und Familien ein ideales Ambiente.

Waldhotel Silbermühle

Auf der „Seeterrasse“ hat man einen wunderschönen Blick auf den Teich und in die romantische Natur ringsrum.

Blick von der Seeterasse
Blick von der Seeterasse


Auch das alte Mühlrad kann noch besichtigt werden.

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Kontakt:
32805 Horn-Bad Meinberg
Neuer Teich 57
Telefon: 05234-2222
http://www.silbermuehle.de

Steinhagener „Hoppegarten“

Steinhagener Reitertage. "Hoppegarten" am Teuto

Wenn dieses Plakat westlich Bielefelds auftaucht, denken viele nur noch an ihr Glück „auf dem Rücken der Pferde“. Die „Steinhagener Reitertage“ sind im Laufe der Jahre zu einem wirklichen Highlight der Szene geworden und ziehen tausende Besucher an. In diesem Jahr stehen vom 7.- bis 10. Juli die Springprüfungen im Mittelpunkt der Veranstaltung,  die vom Zucht -, Reit – und Fahrverein (ZRFV) Steinhagen-Blockhagen ausgerichtet werden.  Gemunkelt wird, eine ganze Reihe von Profireitern wie Franke Slothaak. Toni Hassmann, Thomas Kleis und Miriam Schneider seien dabei.

Mehr Informationen bietet die Homepage des ZRFV.

Übermut im Hoppegarten

Riesenscholle

Freie Scholle: Riesenplakat an der Jöllenbecker Straße

Die Wohnungsbaugenossenschaft „Freie Scholle“ ist aus Bielefeld und dem Stadtbild des Oberzentrums der Region nicht wegzudenken. Vor 100 Jahren am 21. Juni gegründet, weil den Bielefelder Arbeiterturnern die Benutzung der städtischen Turnhallen untersagt worden war, begann man mit dem Bau eigener Hallen. Die bewegte und interessante Geschichte  – auch ein Teil der früheren Industriestadt Bielefeld – kann man hier nachlesen.

Haller „Willem“

Nordwest-Bahn Bahnhof Quelle

Trimmt man ein aktuelles Bild des Bahnhofes Quelle nur ein ganz klein wenig auf „alt“, sieht er nahezu aus wie vor vielen Jahrzehnten. Wenn da nicht die modernisierte Technik des „Haller Willem“ wäre. Jene Bahnlinie, die seit 2005 wieder durchgehend von Bielefeld nach Osnabrück führt. Zu verdanken ist es einer privaten Initiative, die sich seit 1991 ehrenamtlich für die Reaktivierung der alten Bahnstrecke am Fuße des Teutoburger Waldes einsetzte. Heute ist der „Haller Willem“ als viel benutzte Verbindung zwischen Bielefeld und Osnabrück und den Haltepunkten an der Strecke aus dem Verkehrsverbund nicht mehr wegzudenken.

GlückundSeligkeit

GlückundSeligkeit Bielefeld

Als Gastronom und Eventveranstalter Achim Fiolka aus Werther Ende 2005 die aufwändig zu Restaurant, Bistro und Lounge umgebaute ehemalige Martini-Kirche an der Bielefelder Artur-Ladebeck-Straße 57 präsentierte, war das Konzept einmalig in Deutschland. Seitdem haben die Medien weit über die Grenzen von OWL hinaus darüber berichtet, auch jede Menge Gäste besuchten die Location. Unsere eigenen Erfahrungen sind – was das Essen betrifft – „durchwachsen“. Aber das sollte wohl jeder selbst ausprobieren.

Den Link zur Homepage gibt es hier.

Jamas bei Kosta´s

Kosta´s der Grieche in Heepen

„In Heepen gibt es einen guten Griechen“ lud uns ein durchaus immer für anspruchsvolles Essen zu bewegender guter Bekannter  ein. „Kosta´s am Schützenberg“ (Salzuflerstr. 108, Tel. 0521/66355) in Heepen heißt es. Direkt neben dem gestern von jungen Sportlern belebten Sportplatz Schützenberg liegt das sowohl innen als auch im großen Aussenbereich hübsch und ansprechend gemachte Restaurant, das die Gastroinstitution „Bielefelder Flaneure“ bereits im November 2008 so positiv beschreiben. Früher in der Bielefelder  Altstadt haben die griechischen Gastgeber auch in Heepen nichts von ihrer guten Küche, dem schnellen Service und ihrer unaufdringlichen Freundlichkeit verloren. „Kosta´s“ als Edelgriechen zu bezeichnen, trifft durchaus den Ouzo im Glas. Besteht doch das frische, leckere Angebot nicht nur  aus Bifteki und Tellergyros. Man sitzt gut. Man speist gut und man zahlt zivile Preise.

Jamas!

Das Wetter an Fronleichnam

Angler in Dänemark

Diesen Angler mitten im Wasser erwischten wir zwar kürzlich in dänischen Wassern nahe Marielyst. Wenn es bei uns aber so weitergeht, sollten Sie schon schauen, wo Sie wasserfeste Hosen mit Stiefeln bis unter die Achseln herbekommen. Es regnet, regnet, regnet in OWL. Und wir sind bekanntlich nicht in Dänemark.

Erst die Prinzen dann Margot in Halle

Margot Käßmann in Halle/Westf.

Wo die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann auch auftritt, die Auf- merksamkeit und großer Andrang sind ihr gewiß. Am Wochenende findet in Halle der 2. Kreiskirchenkirchentag statt, zu dem 20.000 Gäste erwartet werden. Am Freitag „performen“ „Die Prinzen“ auf ihrer Jubiläumstour „20 Jahre Die Prinzen – Best of“ im Gerry-Weber-Stadion. Am Sonntag spricht Margot, die Streitbare 53 jährige, an deren Thesen, Büchern und Predigten sich besonders unsere Politiker reiben. Bis auf die Startseite mit ihrem Porträt und der Büroadresse gibt es weiter nichts auf ihrer Homepage zu sehen.

Das Generalthema heißt: „Den Himmel erden„.

Löwenzahntiramisu aus OWL?

Klassisch: Pickert aus OWL

Etwas verwundert reibt man sich dann doch die Augen und vermutet einen Hörfehler. Aber es ist tatsächlich so. Diese Region OWL wird sich am Montag als erste der fünf NRW-Regierungsbezirke in der Brüsseler NRW-Vertretung auf dem Sommerfest „intelligent, ideenreich und erholsam“ präsentieren. Das sind wir. Daran besteht kein Zweifel.

Aber sind wir eine Region des „Löwenzahntiramisu“? Der karamellisierten Perlzwiebeln? Der dicken Bohnen mit Espuma und Pumpernickel?  Neben allerlei Tändeleien und Technik aus der Region wird unser Tausendsassa des Kochlöffels, Ernst-Heiner Hüser vom Museumshof Senne, aufkochen. Vielleicht werden ja Jörg Haskenhoffs Cocktails „Lippischer Kuss“ und „Vielfalt in Blau“  die Zungen wieder in Löwenzahnlose OWL-Bahnen lenken.

Jörg Haskenhoffs Landgasthof Pappelkrug bei Halle/Westf.

Diverse Landräte und Bielefelds OB Peter Clausen begleiten die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl nach Brüssel. Vielleicht gewinnt die Welt ja jetzt den Eindruck einer Löwenzahnregion?

Italienisches Lebensgefühl

Das einfachste Sommergericht: Caprese

Jede Stadt, jeder Ort in Ostwestfalen-Lippe hat einen „Italiener“. Womit wir nicht die Nationalität meinen, sondern jene Art von Restaurants, deren Speisekarte von Pizza bis Vitello tonnato die wohl beste Küche der kulinarischen Welt zelebriert. Es sind einige tausend, die in dieser Region mehr oder weniger gut wie „bei Mamma“ auftischen. Einige davon werden wir im Laufe der Zeit besuchen, über einige werden wir schreiben.

Bis dahin versuchen  Sie sich doch einmal selbst an einem Vorspeisensalat „Mozarella e pomodori“. Tomaten mit Mozzarella und Basilikum. Die weißen runden Kugeln aus Kuhmilch – aus Büffelmilch schmecken sie natürlich ungleich besser – „Flor di Latte“ gibt es in jedem Laden, Tomaten sind jetzt keine Wasserbomben und Basilikum bekommt man auch überall frisch. In Scheiben schneiden, grün-weiß-rot wie die italienischen Nationalfarben schichten, frisch gemahlenem Pfeffer, etwas Salz, ein gutes Olivenöl und etwas Aceto balsamico behutsam darüber geben und fertig ist ein wunderbar leichtes Sommergericht. Aceto balsamico allerdings gibt nicht jeder Italiener an seinen „Caprese“ (Aus Capri) , wie der Salat auch genannt wird.

Aceto balsamico di Modena

Mit ein paar Scheiben „Pain boulot“ aus der Bäckerei von Lechtermann – Pollmeier, „Ciabatta“ von Bürenkemper oder anderen guten Bäckereien der Region, einem Glas schönem Barolo ist „Living in OWL“ auf italienisch perfekt.

Guten Appetit.

Biogas und OWL

Biogasanlage in OWL

Mehr und mehr Landwirte in OWL betreiben Biosgasanlagen. Überall sieht man die grünen „Hütchen“ im Bau oder schon in Betrieb. Laut „BIENE“, dem Netzwerk  dieser Branche aus Gras-Produzenten (Landwirtschaft, Land- schaftspflege), potentiellen Investoren, Weiterverarbeitern (Kunststoffindustrie, Bauhandwerk, Fertighaushersteller) und Planungsbüros , gibt es in dieser Region bereits mehr als 20 Anlagen, die jährlich über 3000 Kilowattstunden elektrische Energie erzeugen. Laut Verband liegen grade bei uns noch große Potentiale brach. Aber das wird sich wohl schnell ändern.

Mehr Informationen: http://www.biene-bea.de/home/

Bauernhausmuseum Bielefeld

Bockwindmühle Bauernhausmuseum Bielefeld von 1686

Langsam holpert der moderne geländegängige Wagen über tiefe Schlaglöcher aus dem Johannistal dem Bielefelder Bauernhausmuseum oben am Berg entgegen. So muß es um 1850 gewesen sein. Diese Zeit bildet den geschichtlichen Hintergrund dieses ältesten Freilichtmuseums Westfalens. Original nach dem großen Brand von 1995 (dem der alte Hof zum Opfer fiel) wurde hier der 1590 entstandene Hof Möllering aus Rödinghausen (Kreis Herford) aufgebaut. Zum sogenannten Drei- ständerhaus gehören neben der markanten Bockwindmühle von 1686 Backhaus (1764), Spieker (1807), Bokemühle (1826), Scheune (1807), Bienenhaus (1900) und ein Kinderhaus. Ein stilechter ländlicher Hausgarten mit Gemüsegarten sowie Obstwiese ergänzt das Ensemble. Verpflegung bietet das Museums-Café.

Bauernhausmuseum Bielefeld

In diesen Tagen ist das neue Programm der Veranstaltungen, Ferienaktionen und Sonderausstellungen des 2001 zum „Europäischen Museum des Jahres“ er- nannten Bauernhausmuseums erschienen. Unter Telefon 0521 5218550 kann es ebenso angefordert werden und liegt ausserdem bei der Bielefelder Tourist-Beratung, Bürgerberatung, Stadtbibliothek und in den Bezirksämtern aus.

Weitere Informationen:
http://www.bielefelder-bauernhausmuseum.de

Region in grau

Waldbad Steinhagen

Gerne hätten wir an diesem Sonntag ein Bild planschernder Kinder, plaudernder Menschen und strahlende Sonne über dem Steinhagener Waldbad gezeigt. Das als Naturbad angelegte über 80 Jahre alte und mehrfach renovierte Areal ist nämlich nicht nur optisch ansprechend sondern bei gutem Wetter auch sonst gut besucht.

Klatschmohn an der Gütersloher Straße

Stattdessen bieten wir Ihnen Klatschmohn, den wir an der Gütersloher Straße am Rande eines Kornfeldes fotografierten. Allerdings vor dem großen Regen. Jetzt dürfte seine zarten Blüten auch  sehr durchnäßt aussehen. Dabei sind dem Wetter nicht nur eine ganze Reihe von Veranstaltungen unter freiem Himmel zum Opfer gefallen. Sehr gelitten hat  auch die Veranstaltung „Offene Gartenpforten in der Ravensberger Landschaft„, die eine Reihe der schönsten Privatgärten präsentiert.

Peter Rauschs Gespür für Regen

Die Veranstaltung „Picknick trifft Klassik“ wurde aus Witterungsgründen auf den 26. Juni verschoben. Dies gab Peter Rausch, der Vorsitzende des Brackweder Naturbad-Vereins am vergangenen Donnerstag bekannt.

Screenshot Naturbad Brackwede

Hier hätten wir gesessen
mit kaltem Essen
selbstvergessen…..

Klettern und Kontraste am Johannisberg

Zwangsarbeitermahnmal am Johannisberg

Man schlägt die Richtung „Park Inn“ am Bielefelder Johannisberg ein. Die kurvenreiche neue Straße öffnet sich auf der weiten Hochebene über der größten Stadt von OWL.  Gußeiserne Bänder quer durch den Straßenlauf lassen einen anhalten. Sie symbolisieren, wo einst die Baracken der Zwangsarbeiter standen. Wir lesen die Inschriften: „… genau hier stand die Baracke der Zwangsarbeiter der Dürkopp AG“. Weitere große Unternehmen der Stadt werden genannt. Wir stehen vor dem Mahnmal, das an einen der vielen schrecklichen Teile des Dritten Reiches erinnert.

Mahnmal für die Zwangsarbeiter im III. Reich

Noch sperren Bauzäune das weite Gebiet ab. Weiter oben hallt fröhliches Lachen durch das Tal: Der Bielefelder Klettergarten hat eine größere Gruppe junger Leute zu einer Kletterpartie durch den Stangen- und Seilewald animiert.

Johannisberg: Bielefelder Klettergarten

Sicher wird es Stimmen geben, die nicht einverstanden sind mit der unmittel- baren Nachbarschaft Mahnmal und Klettergarten.  Aber werden Mahnmale nicht erst dann zu wirklichen „Mahn“-malen, wenn sie ein lange verschwiegenes trauriges Kapitel still und einprägsam dokumentieren?

Kultur in OWL, wohin man guckt

Schloss Rheda

Ostwestfalen und Lipper sind stur, haben keinen Bezug zu Kultur, zu Musik und Theater. Sicher eines der größten Vorurteile über diese Region im Nordosten von Nordrhein-Westfalen. Schauen wir mal genau hin:

Man kann es auch „very british“ haben. An diesem Wochenende (18. + 19.06.) zum Beispiel auf Schloss Neuhaus bei Paderborn. Da geht es zu wie beim „Royal wedding“ neulich in London. 160 Aussteller zeigen in der barocken Parkanlage „Nützliches für Home and Garden“. Stilecht mit Fish & Chips, Guiness, Pimm´s Tea und Scones.

Gartencafé auf Schloß Rheda mit Orangerie

Von Donnerstag, 30. Juni bis Sonntag, 3. Juli schüttet Schloss Rheda das Kulturfüllhorn OWL mit dem viertägigen Prolog zur Biennale OWL so richtig aus: Mit dem Theater Bielefeld und den Bielefelder Philharmonikern, dem Landestheater Detmold, der Hochschule für Musik Detmold, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford und den Kammerspielen Paderborn haben sich die kulturellen Schwergewichte etwas vorgenommen, was andernorts in der Republik unter „Schleswig-Holstein Musikfestival“ oder „Rheingauer Musikfestival“ etc. veranstaltet wird.

Für den Sommer 2012 ist die 1. Biennale mit elftägigem Programm ebenfalls auf Schloss Rheda, einem der ältesten und schönsten Wasserschlösser Ostwestfalens geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll das Festival dann alle zwei Jahre an einem anderen Ort in Ostwestfalen-Lippe stattfinden.

Alle Informationen und Tickets unter: www.landschafftkultur.de

Begegnungen in Olderdissen

Auge in Auge mit dem Hirsch

Der Tierpark Olderdissen im Bielefelder Johannistal ist in jeder Hinsicht eine Besonderheit. Im 1930 eröffneten Tierpark rund um den alten Bauernhof Olderdissen leben über 450 Tiere in über 100 Arten. Geöffnet ist ganzjährig Tag und Nacht, der Eintritt frei. Viele Spenden und Stiftungen sorgen dafür, daß diese Attraktion nicht nur erhalten sondern sogar ausgebaut werden kann.  Wo sonst haben gerade Kinder Gelegenheit, sich wilden Tieren in weitgehend natürlicher Umgebung so unbefangen zu nähern?

Kleine Eseleien in Olderdissen

Durst und kleinen Hunger? Der Meierhof inmitten des Geländes bietet unter hohen alten Bäumen genügend Möglichkeiten und Auswahl. Chefin Gesa Feldmann, die Philosophie und Politik studierte und in Heidelberg eine PR-Ausbildung absolvierte, hat 365 Tage im Jahr zusammen mit ihrem Team von der Gastronomie GmbH & Co. KG Ideen. So kann es auch inmitten der vielen Tiere nie langweilig werden.

Der Meierhof im Tierpark Olderdissen

 

Strom“spargel“ bei Paderborn

Windpark Asseln nahe Paderborn

Im Mai 1998 waren die letzten Arbeiten am damals größten Windpark Europas mit über 40 riesigen Windrädern abgeschlossen. Wer auf der Autobahn A33 von und nach Paderborn fuhr, hatte und hat sie in Höhe Asseln ständig vor Augen. Besonders im Abendlicht und bei bestimmten Lichtkonstellationen  gab es faszinierende oder gefürchtete Bilder. Je nach Einstellung zu den „Erneuerbaren“. Noch war die Erzeugung  von Elektrizität durch Windkraft auch in OWL ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Die Diskussion um das absehbare  Ende des Atomzeitalters hat die Stimmung aber zugunsten der Windräder und anderer Erneuerbarer gedreht. Heute finden sich die riesigen „Spargel“ an vielen Orten Ostwestfalen-Lippes mit günstigen Windverhältnissen.

Auch die Stadtwerke der Region waren nicht untätig. Unter dem Begriff „E-Motion“ haben sich 13 regionale Versorger (Bad Driburg, Bad Salzuflen, Bielefeld, Bünde, Detmold, Gütersloh, Halle, Herford, Lemgo, Steinhagen, Versmold, Vlotho, Werther) zusammengeschlossen. Erklärtes Ziel ist Förderung der Mobilität elektrisch angetriebener Fahrzeuge, wie sogenannten E-Bikes und Automobilen. Eine Broschüre mit 13 ausgewählten E-Bike-Radwanderwegen in der Region kann hier heruntergeladen werden. Diese Wege beinhalten auch Aufladestationen für den Akku des Bikes. Neben Gastronomiebetrieben sind das Serviceunternehmen, Werkstätten und Verleihstationen.

Die Fleischerei Haskenhoff kennen nicht nur Steinhagener

Meisterbrief Werner Haskenhoff jun. 1992

„Schade. Arminia spielt jetzt leider erst mal 3. Liga. Aber die Haskenhoff-Bratwurst allein ist schon den Besuch auf der Alm (heute „Schüco-Arena“) wert“. Das sagen nicht nur einzelne Fans des runden Leders. Katja Haskenhoff, die sympathische Chefin der Fleischerei Haskenhoff in der Steinhagener Waldbadstraße 25, lächelt. Schließlich ist ihr Betrieb seit 17 Jahren vor, während und nach den Spielen des Fußball-Clubs an der Bielefelder Melanchthonstraße der Garant für die weit über OWL hinaus bekannte Bratwurst mit dem wunderbaren Geschmack.

Von Walter, Mäuschen, Ernst-Heiner und dem Buschkamp

Mäuschen (FIAT Topolino 500B vom 1948)

Mäuschen (Fiat „Topolino“ von 1948), jenes knuffige italienische Gefährt  von Ulrich und Claudia Stönner aus Osnabrück stand hüben. „Walter“, jener knuffige Typ Audi Super 90 (der Vierringler, der die Ingolstädter Marke rettete) von Neal Hodkingson und Gabriele Krüsmann drüben.

Walters Steckbrief

Mäuschen ahnte tief in ihren Trommelbremsen, wo „Walter“ stand. Aber das zwischen ihnen stehende Handwerkerhaus Johann im Kampe von 1820 ließ dann doch die sehnsuchtsvollen Blicke irgendwie abprallen.

Walter Audi Super 90

Ernst-Heiner Hüser, der begnadete Koch und „Macher“ des Museumshofes Senne mit seinem historischen Gasthaus Buschkamp, dem Buschkamp-Keller und dem Feinschmeckertreff Auberge le Concarneau versuchte zwar, sich ständig vermittelnd zwischen Walter und „Topolino“ einzuschalten, ja ihm gelang sogar zeitweilig die Methamorphose, aber letztlich klappte die Vermählung von Signorina „Mäuschen“ Fiat und Herrn „Walter“ aus Bayern dann doch nicht.

Der methamorphierte Ernst-Heiner Hüser

Lassen Sie mich schnell einflechten, worum es überhaupt ging. Veranstaltungs-leiter Manfred Elges (Automobil-Club Bielefeld e.V. im ADAC) und Buschkamp-Zampano Hüser hatten das 13. Oldtimer-Treffen in und um den Historischen Museumshof Senne mit seinem Ensemble zu begehen. Alle, alle kamen. Nicht nur „Walter“ und Mäuschen.

Fast entwischt er dem Ordner

Immerhin gab es ja heuer wieder den Gigantenkampf zu erinnern zwischen Rudolf Carraciola (Mercedes) und Reinhold Dürkopp (Dürkopp) auf der Teuto-Rennstrecke vom 25. Mai 1924 über 31 Kilometer von Windelsbleiche über den Teutopass am Stillen Frieden zurück zum Gasthof Eickelmann (nahe der heutigen B68 nach Schloß Holte). Dieser Teilnehmer hier mit GT-Kennschild nahm es fast zu wörtlich und raste scheinbar einem Eingangsordner davon. Achten Sie bitte auf die Gesichtsausdrücke.

Manta. Noch ohne Fuchschwanz

Ein Manta schlich sich ins Parkgeviert. Noch fehlten Fuchsschwanz und die berühmte „Platte“…

Wäsche bei Hüsers

… Tischwäsche wäre reichlich gewesen. Hüsers hatten extra gewaschen…

Treckergilde im Wald

… die Piloten der Sonderklasse „Alte Trecker“ aus Bielefeld-Ummeln zogen dagegen ein bäuerliches Picknick im Sennebuchenwald mit Steinhäger und Westfälischem Schinken aus Versmold vor…

Quattrocabrio mit Schnullerhalter

… allerdings entging ihnen bei diesem ausschweifenden Gelage die Flucht des zweijährigen Piloten des geländegängigsten Gefährtes von allen …

Wo er die Windeln schwingen wollte

… magisch zogen ihn Jazz und Boogie unweit der alten Remise an …

Jaguar E

.. die Mutter soll später zu Protokoll gegeben haben, der Sprössling aus Windelsbleiche – der sich als eine „sie“ entpuppte – habe nur mal das Holzlenkrad und die Pedale  des noch „echt britischen Jag“ ausprobieren wollen und sei beim Zurücksetzen leicht am „Herrlichen Herforder“ hängen geblieben.

Schon ab Werk Oldtimer: Morgan

Der Buschkamp-Tag soll tief in der Nacht mit einer Ode an den Auto-Union-Piloten und einzigen Bielefelder Sieger eines Grand Prix 1939 im französischen Reims, dem hier gebürtigen H.P. Müller, bei einem kleinen Pfannenhäppchen von Ernst-Heiner Hüser ausgeklungen sein.

Ob der Buschkamp-Maitre da noch an Morgan dachte?

Von Lemgo, Hexen und alter Pracht

Inschrift am Ballhaus (Tanzhaus) von Lemgo, Marktplatz

Auf Schritt und Tritt Hanse. Auf Schritt und Tritt 16. und 17. Jahrhundert. Die Stadt Lemgo ist wie eine lebende Ausstellung dieser Zeit. Man muß nicht nach Rothenburg ob der Tauber fahren.

Lemgo Altstadt

1190 vom Edelherrn Bernhard II. zur Lippe gegründet, war die Stadt am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege des Mittelalters die größte und bedeutendste Stadt Lippes, die ihre Zugehörigkeit zur Hanse zu nutzen wußte. Der  30jährige Krieg schadete der Stadt sehr und erst im 19. Jahrhundert erholte man sich davon. Erhalten geblieben ist Lemgo eine fast einmalige Architektur, da der 2. Weltkrieg die Stadt mit seinen Bombardements weitgehend verschonte. Viele Sehenswürdigkeiten prägen das Stadtbild.

Das Hexenbürgermeisterhaus

Darunter auch das „Hexenbürgermeisterhaus„. Seinen Beinamen erhielt es das  zwischen 1565 und 1571 von Kaufmann Hermann Kruwel und seiner Ehefrau Lisbeth Fürstenau erbaute mit größte und repräsentativste Bürgerhaus,  durch Bürgermeisters Hermann Cothmann (1629-1683), der es im 17. Jahrhundert kaufte. Seinem „Namen“ machte er sich und damit dem Haus in den grausamen Hexenprozessen.

Reich geschmückte Rathausapotheke

In Lemgos Gassen heißt es zwar, auf den gepflasterten Straßen aufpassen, aber Blicke nach oben lohnen sich allemal. Wie hier an der an der linken Seite des Rathauses gelegenen Alten Rathausapotheke.

Rathaus am Marktplatz

Ein prachtvolles Ensemble am Lemgoer Marktplatz. Aufgenommen in die sogenannte UNESCO Liste 1 der Weltkulturerbe. Besonders kostbare Steinmetzarbeiten finden sich am sogenannten „Apothekenerker“ und dem Laubengang.

Kramerstraße mit Geschäften, Speis und Trank

Sehr schade, so viele leerstehende, ehemals alteingesessene Geschäftslokale zu sehen. Aber das gibt es leider nicht nur in der Alten Hansestadt Lemgo.