(Un-)Kräuter – nicht ärgern, sondern essen!

Kletten, Brennesseln, Löwenzahn, Giersch – Hobbygärtner sind meist nicht gerade begeistert, diese Gewächse in ihrem sorgsam gepflegten Garten zu haben und merzen diese „Unkräuter“ zumeist mit Stumpf und Stiel aus. Sie wissen eben nicht um die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, sei es in Kochrezepten oder als Heilpflanzen.

Andreas Hauer, von dem in diesem Magazin schon des Öfteren die Rede war, bietet am Fuße der Externsteine Kräuterwanderungen für Gruppen und Einzelpersonen an und ziemlich sicher werden die Teilnehmer nach einer solchen Wanderung die gemeine Brennessel in Zukunft mit anderen Augen sehen.

Gerade die Brennessel gilt als die Königin der Heilpflanzen. Sie ist eine Pflanze mit Feuerkraft und reich an Eisen und Chlorophyll. Das Eisen ist gut sichtbar im rötlichen Stängel und im zeitigen Frühjahr auch auf der Blattunterseite. Und das enthaltene Chlorophyll ist bis auf ein Atom identisch mit unseren roten Blutkörperchen. Das und das enthaltene Eisen macht die Brennessel so wunderbar blutreinigend und blutbildend. Als Tee genossen wirkt sie gegen Rheuma, Gicht, Ödeme, Nieren- und Blasenkrankheiten sowie Prostatabeschwerden.

Die Blätter nur als Tee zu trinken, ist eigentlich zu schade. Zum Beispiel unter Spinat gemischt, liefern sie uns das bestverwertbarste Eisen überhaupt.

Brennessel, gut erkennbar auch die Brennesselsamen

Etwas Besonderes sind die Brennesselsamen. Sie enthalten eine Menge gut verwertbarer Vitamine und Mineralstoffe. Man sagt, dass man früher alten Gäulen, eine Woche bevor sie verkauft werden sollten, Brennesselsamen unter das Futter gemischt hat. Sie bekamen wieder ein glänzendes Fell und wurden viel fideler. Was für alte Gäule gut ist, kann für den Menschen nicht schlecht sein. Ein Teelöffel Brennesselsamen, z. B. dem Müsli beigegeben, soll in vielerlei Beziehungen wahre Wunder wirken.

Früher hat man sich mit der Brennessel sogar gekleidet, denn nichts anderes ist der uns bekannte „Nesselstoff“. Er galt als „Leinen des armen Mannes“.

Eine weitere wertvolle Pflanze ist der Spitzwegerich. Kulinarisch verwerten lassen sich die Blätter als Spitzwegerichsoße, -suppe oder -salat. Die Knospen, leicht in Butter angedünstet, entwickeln einen pilzartigen Geschmack.

„Wiesenwundpflaster“ wird der Spitzwegerich wegen seiner antibakteriellen Wirkung außerdem genannt. Zerriebene Pflanzen beruhigen die Haut nach Insektenstichen oder Berührung mit Brennesseln. Kleinere Schnittwunden heilen sehr schnell.

Spitzwegerich

Merkt man bei einer Wanderung, dass sich eine Blase am Fuß zu bilden droht, gibt man einfach einige Blätter Breitwegerich, dem Bruder des Spitzwegerich unter den Strumpf auf die betroffene Stelle. Beim Weitergehen zerreibt sich die Pflanze und hilft sehr oft, das Entstehen einer Blase zu verhindern.

Aus Spitzwegerich lässt sich DER Hustensirup schlechthin zubereiten. Dazu nimmt man flüssigen Akazienhonig und eine größere Menge junger Spitzwegerich-Blätter. Letztere werden in feine Streifen geschnitten und mit dem Honig vermengt. Ein Glas randvoll mit dieser Mischung machen, Deckel drauf und 80 cm tief in der Erde vergraben. Stelle merken und nach drei Monaten wieder ausgraben. Zum Vorschein kommt ein fast schwarzer Sirup, der die Inhaltsstoffe des Spitzwegerich enthält, dies sind vor allem Gerb- und Schleimstoffe. Gerbstoffe nehmen den Bakterien im Hals die Lebensgrundlage und die Schleimstoffe legen sich beruhigend auf die gereizte Stelle. Der Sirup hält sich ca. 2 – 3 Jahre, wenn er lichtgeschützt und nicht zu warm gelagert wird.

Kommen wir zur Gundelrebe, oder auch Gundermann genannt. Gundermann wird die Pflanze genannt, weil sie eine so wirkungsvolle Heilpflanze ist, dass sie als Persönlichkeit angesprochen wird.

Gundelrebe, auch "Gundermann" genannt

Die Gundelrebe ist eine Minzeart mit viel ätherischem Öl. Sie blüht recht früh im Jahr. Gund ist das alte Wort für Eiter. Die Gundelrebe wirkt also gegen Entzündungen, besonders wenn sie mit Eiter in Verbindung stehen. Wenn man die Blätter hackt und eine Weile in die Sonne stellt, setzt sich das ätherische Öl ab. Dieses wird auf Entzündungen oder offene Stellen gegeben. In früheren Zeiten wurden auch Kühe mit einer Entzündung des Euters mit Gundelrebe behandelt, sowohl innerlich, indem man die Pflanze ins Futter mischte, als auch äußerlich, indem man das Euter mit dem ätherischen Öl einrieb.

Tee aus Gundelrebe ist sehr hilfreich zum Ausleiten von Schwermetallen. Daher tranken früher die Maler diesen Tee, da die Farben sehr bleihaltig waren und die Maler oft am Pinsel lecken mussten, um feine Striche hinzubekommen.

Die Gundelrebe ist wichtiger Bestandteil der Grünen-Neune-Suppe, der rituellen Frühjahrssuppe. Diese Suppe mit neunerlei Grünpflanzen soll den Menschen helfen, das ganze Jahr gesund zu bleiben.

In der Küche wird die Gundelrebe eher als Gewürz denn als Gemüse verwendet, da der Geschmack stark minzeartig ist. Ein Tipp fürs Dessert: Zartbitter-Kuvertüre schmelzen und Gundelrebenblätter darin eintauchen. Schmeckt wie After Eight von der Wiese.

Das war jetzt eine Übersicht über drei der am häufigsten vorkommenden Wildkräuter. Wer mehr erfahren möchte und an einer Kräuterwanderung interessiert ist, kann direkt Kontakt mit Andreas Hauer aufnehmen und einen Termin vereinbaren. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Kontakt:
Andreas Hauer
Telefon: 0160-2255236

„Rauf aufs Rad“ in Bad Oeynhausen

Rauf aufs Rad in Bad Oeynhausen

‚Rauf aufs Rad‘ heißt es diesen Sommer im Staatsbad Bad Oeynhausen: Das renommierte Heilbad bietet aktiven Urlaubern ein vielfältiges Radwegenetz sowie Wohl- fühlangebote zur Regeneration und Unterhaltung. Als erlebnisreiches Highlight im Juni wird zu den Reisearrangements „Zeit für Radpartien“ zusätzlich eine geführte Nachtradltour auf dem Else-Werre-Radweg angeboten. Diese findet am 19. Juni statt und beginnt um drei Uhr in der Nacht. Das ist nichts für Morgenmuffel, doch entschädigen die Fahrt in den Sonnenaufgang und ein gemeinsames Frühstück die Nachtradler. Das sanfte Mittelgebirge rund um Bad Oeynhausen ist selbstverständlich auch bei Tageslicht ideal zum Radfahren. In der beliebten Ferienregion zwischen Weserbergland und Teutoburger Wald werden Radtouristen glücklich: Ausflüge wie im Bilderbuch führen zu den herrlichen Kulissen historischer Weserrenaissance-Bauten oder Aussichtspunkten auf die Naturschönheit der Weserlandschaften. Zwischen den Touren ist man in Bad Oeynhausen bestens aufgehoben: Baden und Saunieren im warmen Heilwasser und fachkundige Massagen in der Bali Therme sind die Rettung für strapazierte Radlermuskeln.

Ein weiterer Ausflugstipp für den Tag: In Bad Oeynhausen ist der Einstieg zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands, dem Weser-Radweg vom Weserbergland bis zur Nordsee, nicht weit. Dieser führt entlang einer der vielfältigsten und kulturell interessantesten Flusslandschaften in Europa. Das Pauschalarrangement „Zeit für Radpartien“ ist mit zwei- oder drei Über- nachtungen inklusive Frühstück, dem Eintritt in die Bali Therme, einer regionalen Radwanderkarte, der Teilnahme am Nachtradeln sowie einer Kulturtasche mit Überraschungen ab 119 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. Mit Leihfahrrad, Erlebnisbuffet und Kulturprogramm bereits ab 235 Euro.

Buchungen und Informationen unter der Service-Hotline 0 57 31 / 1300 oder www.badoeynhausen.de .

Weltmeisterlicher Flugplatz: Oerlinghausen

Doppelsitzer EB 28. Der Einsitzer EB 29 ist Weltmeister „Offene Klasse“

Welcher Flugplatz hat weltweit die meisten Segelflugstarts? Die Wasserkuppe, das „Herz des Segelfliegens“? Nein. Es ist Oerlinghausen. Rund 25.000 Starts werden hier jährlich absolviert. Das traditionelle Flugplatzfest über Pfingsten wird wieder tausende von Besuchern anlocken. Aber nicht nur Segelflieger haben hier beste Bedingungen. Auch Drachenflieger, Ballonfahrer und Motorsportflieger haben hier ihr ideales Gelände. Vielleicht gibt es auch eine Binder EB29 zu sehen. Jener phantastisch elegante Segler mit klappbarer Luftschraube, mit der 2010 Michael Sommer im ungarischen Szeged Weltmeister der „Offenen Klasse“ wurde.

               Startklarer Motorflieger

Eine Autobahn wächst. Die A33.

               Brücke über die künftige A33 bei Steinhagen

Die Ulkigkeit vieler Baustellen läßt die einen schmunzeln, anderen treibt es nach über drei Jahrzehnten immer noch die Zornesröte ins Gesicht. Kaum ein Straßenbau in OWL war und ist so umstritten wie der Lückenschluß der A33 von Osnabrück bis Wünnenberg-Haaren. Dennoch: Den Bau der A33 von Ostwestfalendamm bis zunächst an die Ortsgrenze von Steinhagen hält wohl nichts mehr auf. Einsame Dixis stehen in der Landschaft. Bereits betonierte Brücken über die spätere Fahrbahn warten ebenso einsam auf Anschluß. Steinhagen wird buchstäblich in zwei Teile geteilt.

               Teils fehlt noch die Asphaltschicht…

               … die hier schon aufgebracht wird

Der Tag der Freigabe des Abschnittes Brackwede/Südring bis Steinhagen wird für die Einen ein Feiertag werden. Andere ballen die Fäuste. Im Haus einer alten Dame, die die 100 überschritten hat, gehen abends ab und zu noch die Lichter an. Es steht auf der Steinhagener Trasse…..

Eckart Enkemann – Afrika liegt ihm am Herzen

„Unruhestand“ ist ein geflügeltes Wort, aber auf kaum jemanden mag dieser Begriff so sehr zutreffen wie auf Eckart Enkemann.

Bis in die 1990er Jahre als Textiltechniker für die ehemalige Firma Florex in Steinhagen tätig, führte ihn sein Beruf des öfteren nach Nairobi, Kenia. Er schaute genau hin und sah die dramatische Situation in den Slums. Der Same für seine heutige tatkräftige Hilfe wurde gesät.

Seit 2005 ist Eckart Enkemann Mitglied im Bürgerkomitee für Entwicklungs-zusammenarbeit Steinhagen. Unermüdlich knüpft er von dort aus persönliche Kontakte zu Spendern und Förderern.

Eckart Enkemann: „Die Spendengelder kommen den Projekten ohne Verluste zu Gute. Wir legen großen Wert auf persönlichen Kontakte mit den Projektleitern vor Ort. Erst in diesem Jahr (2009) konnte ich diese zusammen mit meiner Enkeltochter vertiefen. Natürlich bezahlen wir die Reisen und Aufenthalte aus eigener Tasche. Wenn wir die Fördergelder nicht persönlich überbringen können, beauftragen wir andere Personen unseres Vertrauens damit.“

Diese Projekte sind Enkemann besonders wichtig:

Das Kibagare Good News Centre versorgt ca. 950 Kinder mit Essen und Kleidung, mit Schutz, medizinischer Versorgung und mit einer umfassenden schulischen Ausbildung und Erziehung.

Mother of Merci (MMC) bietet Straßenkinder aus den Slums Sicherheit und eine Grundversorgung an drei Standorten, damit auch sie im späteren Leben bestehen können.

Die St. Joan Ark Pre- and Primary School, ist eine dreiklassige Zwergschule mit zur Zeit 30 Kindern, ebenfalls in einem Slum Gebiet Nairobis.

Eckart Enkemann mit "seinen" Kindern

Am Herzen liegen ihm auch Kinder, die der Unterstützung durch Patenschaften bedürfen:

Schon 25 Euro monatlich sorgen für Ernährung, Ausbildung und Zukunft eines solchen Kindes. Im Gegensatz zu den großen Organisationen, die einen erheblichen Verwaltungsaufwand betreiben, kommen diese 25 Euro eins zu eins beim Kind an. Sollten Sie Interesse an einer Patenschaft haben, wenden Sie sich bitte direkt an Eckart Enkemann.

Aber nicht nur Afrika liegt ihm am Herzen, sondern auch seine ostwestfälische Heimat. Amshausen ist sein Zuhause und dort ist er engagiert im Heimatverein, wo er lange Jahre als Vorsitzender fungierte. Seitdem hat der Verein seine Mitgliederzahl verdreifacht. Sie ist von rund 100 auf 300 Mitglieder gestiegen. Der Heimatverein Amshausen spielt heute eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Gemeinde Steinhagen.

Eine weitere Leidenschaft von Eckart Enkemann ist das Singen im Chor. Seit 1965 ist er Mitglied im Männerchor Amshausen.

Für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz in Entwicklungshilfe und Heimatpflege wurde Eckart Enkemann im März 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Landrat Sven-Georg Adenauer hielt die Laudatio, die das Leben und Werk Eckart Enkemanns angemessen wiedergibt.

Kontakt:
Eckart Enkemann  Tel. 05204/2194  Mail: E.Enkemann@t-online.de

Museumshof Senne

               Üppig blühen die liebevoll angelegten Bauerngärten

Alle Häuser wurden vor Bagger und Raupe gerettet, fast alle Ende der 50er Jahre als Autobahn und B68 erweitert wurden. Eine Bürger-Initiative bewahrte 1982 das Gasthaus Buschkamp vor der Schuttkuhle. Die Häuser wurden im Umkreis von 2 km Stück für Stück abgetragen, restauriert und original wieder aufgebaut, unter Leitung von  Prof. Schepers, dem Nestor der deutschen Bauernhausforschung und Begründer des „Freilicht-Museums bäuerlicher Kulturdenkmale“ in Detmold. So erklärt die Homepage des Museumshofs die Ursprünge des schräg gegenüber dem Bielefelder Flugplatz Windelsbleiche liegenden romantischen Ort mit den hervorragenden Restaurants von Küchenchef Ernst-Heiner Hüser.

Mitten in Verl

Man muß schon den einen Kilometer von der neuen Verler Umgehungsstraße hinein in die kleine Stadt Richtung Kirchplatz fahren, um mitten in der Stadt nahe der Pfarrkirche dieses „Gerippe“ eines alten Fachwerkhauses zu sehen. Die Firma holena GmbH aus Rheda-Wiedenbrück restauriert hier dank ihrer Spezialkenntnisse des oekologischen Bauens und Holzbaues den Bau von Grund auf.

Durchwandert man die kompakte, mit viel Grün durchsetzte  Innenstadt, sieht man aus nahezu jedem Blickwinkel  die katholische Pfarrkirche St. Anna.   1792 bis 1801 ließ der österreichische Staatsmann und Fürst Wenzel Anton Graf Kaunitz sie vom Wiener Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohen- berg erbauen. Verler dürfen mit Fug und Recht sagen, sie hätten „Ein Stück Melange mit Zuckerl“ in der Mitte ihrer kleinen Stadt.

Gleich an der Kirche liegt der romantische Kirchplatz mit dem Heimatmuseum.

Andreas Hauer – er ist jedem Kraut gewachsen

Er ist schon eine auffällige Erscheinung, wenn man ihm an den Externsteinen über den Weg läuft. Fast wie ein Wikinger sieht er aus mit seinen langen blonden Haaren, der Lederhose, dem geschmückten Wanderstab.

Den gebürtigen Bonner hat es nach seiner Zeit als Koch in der Spitzengastronomie in die Natur gezogen. Seine ganz besondere Verbindung zu den Externsteinen hat ihn dazu bewogen, in den Sommermonaten fast ausschließlich dort in seinem Wohnmobil zu leben. Seine Leidenschaft sind die Kräuter, die er alle beim Namen kennt und genau über die Anwendungsmöglichkeiten und Heilwirkungen Auskunft geben kann. Entsprechend interessant sind seine Kräuterwanderungen mit anschließender Verkostung, die er am Fuße der Externsteine anbietet. Nach so einer Kräuterwanderung sehen seine Gäste die gemeine Brennessel, über die sie sich im heimischen Garten ärgern, mit ganz anderen Augen.

Mit viel Wissen über unseren germanischen Ursprung und einer Fülle von Mythen, Geschichten und Legenden unserer ostwestfälischen Heimat zeigt er Wißbegierigen die verschiedenen mystischen Orte an und in den Externsteinen. Auch bei diesen Exkursionen spüren die Besucher seine Leidenschaft für diesen Ort.

Und wo findet man Andreas Hauer Mittwochs ab 18.00 Uhr?

Im Garten seines „Zweitwohnsitzes“ in Bielefeld-Ummeln. Dort hat er eine Kohte errichtet und bietet Interessierten einen Offenen Abend mit Suppe aus dem Kupferkesssel an.

Auf Tierfellen gemütlich um das Feuer herum sitzend, wird bei einer Schüssel frisch zubereiteter Kräutersuppe über Gott und die Welt erzählt, über Heilpflanzenkunde oder was sonst das Herz bewegt. Ein rundum entspannender Abend, der den Alltag ein wenig in den Hintergrund treten lässt.

Und somit dürfte Andreas Hauer auch als Vorbild für diejenigen dienen, die schon länger davon träumen, Alltagsdruck und Kommerz zu entfliehen und eins mit sich und der Natur zu sein.

Informationen: Andreas Hauer  Eschenstr. 8   33649 Bielefeld-Ummeln Tel.: 0160-22 55 236
e-mail: a.hauer@naturparkfuehrer.org

Autos aus OWL: Artega

               Artega-Hauptsitz. Artegastraße 1

Fährt man in Delbrück Richtung Ortsteil Westenholz, trifft man fast am Ortsende auf Autos aus OWL. Autos aus OWL? In der Tat. Damit meinen wir nicht alte Autos, die unter der Typenbezeichnung P 8 C bis 1928 bei Dürkopp in Bielefeld oder bei Miele in Gütersloh kurze Zeit gebaut wurden sondern moderne Sportwagen aus der Manufaktur „Artega“. Jenem kleinen Automobilhersteller in Delbrück, der 2006 von Klaus Dieter Frers gegründet wurde. Jenem Gründer und Mehrheitsaktionär der Paragon AG, die 1988 im ehemaligen Güterschuppen des Delbrücker Bahnhofs als Zulieferer der Automobilindustrie startete. Im Mai 2010 wurden die ersten Fahrzeuge „Artega GT“ aus der Automanufaktur an Kunden und Händler geliefert. Der flache Sportwagen ist zugleich auch Träger von Systemen, die bei Paragon entwickelt wurden- Seit 2009 gehört das Automobilunternehmen zu 100% einem mexikanischen Investor. Aber: Automobile aus OWL gibt es wieder.

Flach, sportlich, schnell: Artega GT

Leineweber-Markt in Bielefeld

Am nächsten Wochenende werden wieder über 300.000 Menschen (laut Bielefeld-Marketing) zum größten Volksfest der Region in der Bielefelder Innenstadt erwartet. Auf dem Programm steht eine bunte Melange aus Musik, Artistik, Kleinkunst,und Varieté. Das Programm findet man hier.

Minden: Schachtschleuse, Kleinbahn, Preußenzug

               Schachtschleuse Minden. Erbaut 1911 – 1914

„Dornröschen“ tutete noch einmal. Es hallte an den über 13 Meter tiefen Wänden der Schachtschleuse zwischen Mittelandkanal und der Weser wider und brach sich schließlich auf der Wasserfläche vor den alten Gebäuden. Eine Schulklasse auf den beiden Decks des Weserdampfers quietschte begeistert. Dann ging es in die Tiefe, bis man „Dornröschen“ nicht mehr sah. Die Schachtschleuse Minden wurde damals im Rahmen des Baus des Mittellandkanals als Nordabstieg zur Weser gebaut. Als kürzeste Verbindung zwischen dem Kanal und dem Fluß ist sie eine technische Attraktion in Minden und wird häufig besucht. Mit 85 m Länge, 10 m Breite und einem Füllungsvermögen von 7300 m³ ist sie schon ein ziemlicher Brocken. Zur Zeit werden Mittelweser und Mittellandkanal auf die neue Größenklasse Großmotorgüterschiff ausgebaut. Im nächsten Jahr will man den Neubau der Wasserschleuse Minden einweihen und damit das alte Schleusenschätzchen ergänzen.

               Drehsegmentschütz der Schleusenkammer

Neben der fast 100 Jahre alten Schleuse finden sich eine Reihe von Exponaten. Wie z.B. ein altes Drehsegment einer Schleusenkammer. Über 6000 Kilo schwer und erst 1989 bei der Grundsanierung ausgetauscht. Wer sich noch näher für die Geschichte der Schachtschleuse interessiert, besucht das Informationszentrum.

               Informationszentrum Schachtschleuse

Nostalgiker und Eisenbahnfreunde können den Mindenbesuch mit einer Fahrt auf der Museumseisenbahn Minden-Lübbecke weiter abrunden. Seite Ende des 19. Jahrhunderts erschließt die Mindener Kreisbahnen GmbH (MKB) das Gebiet des heutigen Kreises Minden-Lübbecke. Gebaut als meterspurige Eisenbahn der dritten Kategorie, sollte sie die wirtschaftlichen und personellen Transportleistungen in den damals noch eigenständigen Kreisen Minden und Lübbecke bewältigen und zur Strukturförderung beitragen. In der Gegend spricht man nur von der „Mindener Kleinbahn“. Dampfloks, alte Dieselloks und Triebwagen lassen nebst nostalgischen Waggons der damaligen „Holzklasse“ – teils aus preußischer Zeit des 19. Jahrhunderts – alte Eisenbahnzeiten wieder aufleben. Den Fahrplan findet man hier.

                Das Bahngelände in Minden

Schlossfest in Wendlinghausen

               Hinweise an der A2 auf beiden Seiten

Wer – was man ja immer und besonders am Blitzgewaltigen „Bielefelder Berg“ tun sollte – seine Augen auf der Autobahn nach und von Hannover offen hält, sieht sie, die Hinweisschilder:

Schlossfest in Wendlinghausen 11.06 – 13.06. 2011

Das architektonisch herrliche Weserrenaissanceschloss, (Am Schlosspark, 32694 Dörentrup) um 1616 von Hilmar von Münchhausen erbaut, befindet es sich seit fast dreihundert Jahren im Besitz der Familie von Reden. Diesmal lädt man zum „Pfingstfest“ im Schlosspark ein. Wer sich für Blumen, Pflanzen und das ganze Drumherum des schönen Gartens interessiert, bekommt hier eine Fülle von Anregungen. Wer sich mit einem Video informieren will, kann das hier.

Les Fleurs du OWL

                Charles Baudelaire in OWL: „Les Fleures“

Viel zu bieten hat OWL auch an diesem angekündigt schönen Maiwochenende. Sie könnten zum Beispiel eine von hunderten Buchhandlungen der Region besuchen und Charles Baudelaires „Les Fleurs du Mal“ kaufen. Jenen Gedichtband, der zwischen 1857 und 1868  entstand und von der „Entfremdung des Großstadtmenschen“ handelt. Legt man sich damit auf solch eine Blumenwiese z.B. bei Leopoldshöhe, kommen ganz andere, positive, Gedanken.  Viele schöne Gegenden dieser Region ziehen vorbei. Es ließe sich ein  Besuch der Kunst- und Kulturveranstaltung „Wege durch das Land“ einplanen, die am Samstag ab 18 Uhr  in den Bielefeld-Ummelner Hallen des Baununternehmens Goldbeck AG Station macht. Neben der bekannten Schauspielerin Martina Gedeck („Das Leben der Anderen„) werden auch Nora Gomringer, die Poetry-Slammerin, Lyrikerin und Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia und der Schlagzeuger und Multipercussionist Martin Grubinger anwesend sein.

Danach dann wieder auf die Blumenwiese bei Leopoldshöhe und im Mondschein denken: „Les Fleurs du Mal“ können auch völlig unböse sein. Morgen gibt es hier übrigens etwas zu lesen über eine Mindener Schachtschleuse und eine Museumseisenbahn an der Porta Westfalica. 

Zeitreise: Porta Westfalica

                            Im Morgennebel: Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Autobahn A2 Richtung Hannover, Ausfahrt „Porta Westfalica / Kaiser-Wilhelm“ – Denkmal. Die Straße schlängelt sich links und rechts recht steil abfallend langsam hoch zum Parkplatz an der „Denkmalsgaststätte“. Hoch über Minden und der Stadt Porta Westfalica grüßt eines jener ostwestfälisch-lippischen Monumente aus der Kaiserzeit, an denen die ehemals preußische Provinz reich ist. Tief unten durchbricht die Weser die nördliche Kette der Wesergebirge: Westfälische Pforte (Porta Westfalica). Der Wittekindsberg bildet den Abschluss des Wiehengebirges.

Hier steht es also, das fast 90 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Denkmal. 1896 am 18. Oktober zu Ehren Kaiser Wilhelm I. eingeweiht. Architekt war der Berliner Bruno Schmitz, das sieben Meter hohe Kaiserstandbild stammt von Bildhauer Kaspar von Zumbusch. Die Einweihung war ein Riesenereignis. Im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria sollen dem Festakt an die 20.000 Menschen beigewohnt haben.

Doppelstadt Rheda-Wiedenbrück

Die B64 von Paderborn über Rietberg ist endlos lang. Endlos schnurgerade. Die Schönheiten liegen eher rechts und links der Straße. Kurz vor Wiedenbrück, einem der beiden Ortsteile der Stadt Rheda-Wiedenbrück, macht die Bundesstraße einen kleinen Knick und plötzlich hat man sie vor sich: die verwunschene Fachwerkkulisse Wiedenbrücks.

21.000 Einwohner hat dieser Teil der 1970 zu Rheda-Wiedenbrück zusammenge- schlossenen Doppelstadt, die durch die Autobahn A 2 durchschnitten wird. Besonders die Altstadt mit der Langen Straße, historischem Rathaus und Marktplatz hat ein ge- schlossenes Ensemble sehr gut erhaltener Fachwerkbauten, vorwiegend aus dem 17. Jahrhundert, zu bieten. 1988 fand in Rheda-Wiedenbrück die Landesgartenschau „Flora Westfalica“ statt. Sie hat mit ihrem verbindenden Charakter entscheidend dazu beige- tragen, die rund 2,5 Kilometer auseinander liegenden Stadtteile zu vereinen und ist immer einen Besuch wert.

Ein Hauch Toscana am Teuto

Die Region wird ja landschaftlich vom Teutoburger Wald mit seinen sanften Hügeln und dichten Wäldern beherrscht. Wer früh aufsteht, kann manchmal einen „Hauch Toscana“ erleben. Wie hier zwischen Bielefeld und Gütersloh.

Bielefeld „ist Dr. Oetker“



Bielefeld
, mit 320.000 Einwohnern größte Stadt von OWL und Oberzentrum, hat schon sehr lange ein gewisses Imageproblem: Man weiß einfach zu wenig von der Stadt. Jetzt hat OWL-Marketing durch das Bielefelder Marktforschungsinstitut TNS Emnid untersuchen lassen, was die Bielefelder denn überhaupt mit „Bielefeld persönlich“ verbinden.

War man bisher auch bei offiziellen Stellen im Rathaus der Meinung, „Bielefeld ist Sparrenburg und der Fußballclub Arminia Bielefeld“, sehen die Zahlen doch sehr viel anders aus. Von den 500 befragten Bielefeldern verbinden

70% Bielefeld mit dem Namen des Unternehmens Dr. Oetker
52% mit der Sparrenburg
34% mit dem Fußballclub Arminia Bielefeld

Auch die Region OWL kämpft mit Imageproblemen. Was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass man bisher einfach zu wenig von ihr wußte. Wir sind angetreten, das zu ändern.

Perle am Oberlauf der Ems: Rietberg

                Blick in die herrschaftliche Einfahrt von Gut & Gestüt Rietberg.

Diese romantische Parkeinfahrt gehörte einmal zum Vollblut-Zuchtbetrieb Gut & Gestüt Rietberg. Es wurde Ende 2010 nach dem Tode 2009 von Gründer Carl-Friedrich Tenge-Rietberg geschlossen, weil die Erben kein Interesse daran hatten. Gegenüber der Einfahrt an der Rietberger Schloßallee liegt die St. Johannes-von- Nepomuk-Kapelle.

Es ist eines der bedeutendsten spätbarocken sakralen Bauwerke in Westfalen. Sie wird zwar dem bekannten Barock-Baumeister Johann Conrad Schlaun zugeschrieben, soll aber von einem unbekannten mährischen Baumeister 1747 – 1753 errichtet worden sein.

                Dieses prächtige Wappen ziert das Kuppeldach der Kapelle

Das 29.000-Einwohner-Städtchen, die ehemalige Grafschaft Rietberg mit eigenem Rechtswesen und eigener Münze, liegt idyllisch am noch schmalen Oberlauf der jungen Ems. Hier fand 2008 die erfolgreiche Landesgartenschau NRW auf 40 ha statt. Geschickt haben es die Rietberger verstanden, das Kleinod in ihrer in großen Teilen mittelalterlich erhaltenen Stadt zu bewahren und einzubinden.

Seltsame Wesen auf Bielefelder Strada

„OWL-Edition 125“ nannte man auf der 13. Bielefelder „La Strada“ diesen Mercedes auf dem Alten Markt, Bielefelds „guter Stube“. Ausgestellt war er im Rahmen der Ausstellung von Neuwagen, Oldtimern, Drumherum und „Seltsamkeiten“ wie diesen „Alien-Quads“:

Interessanter als die Neufahrzeuge, die man ohnehin kennt, war ein Informationsstand, der dem Projekt „Lenkwerk“ gehörte. Hier konnte man sich über das gleichnamige Projekt informieren, das am 17. Juli am Bielefelder Stadtholz 24 – 26 eröffnet wird. Es vereint Old- und Youngtimer, eine Harley-Davidson-Niederlassung, Werkstätten, Restaurants und Events unter einem Dach.

Wahrzeichen mit Promille

Auswärtige Menschen, die in Steinhagen zu Gast sind, kommen schon einmal ins Grübeln, wenn sie die überdimensionale Steinhägerflasche über dem 20.000-Seelendorf schweben sehen. Dabei ist bis heute geschichtlich nicht belegt, welche Teile der Bevölkerung damals an der Leerung beteiligt waren und wie sie das Teil oben auf das heutige Heimatmuseum und frühere Gebäude der Brennerei Schlichte bekommen haben.

Anzunehmen ist aber, daß sie sich zuvor in der „Alten Schmiede“ Am Kirchplatz 22 gestärkt haben, deren früherer Küchenchef Martin Jacoby heute die Küche des ehemaligen „Mövenpick“-Hotels und heutigen Hotels „Bielefelder Hof“ direkt gegenüber dem Bielefelder Hauptbahnhof betreibt. In der „Alten Schmiede“ wurden bis 1978 die Hufe von Pferden beschlagen. Heute ist Dr. Barbara Schlichte Chefin des über 170 Jahre alten Ensembles, zu dem auch ein Weinhandel gehört.

Kraftort Externsteine, Teil 1

Die Externsteine, gelegen im Teutoburger Wald, Nähe Horn-Bad Meinberg, gelten als einer der stärksten Kraftorte Deutschlands, ja sogar Europas. Viele Menschen, die einen Rückzugsort suchen, finden hier Ruhe, um zu sich zu kommen und zu meditieren.

Ich wollte selbst einmal die Energie dieses Ortes spüren und bat meine Freundin Hedwig, die sich seit vielen Jahren mit den Externsteinen beschäftigt und oft dort wandert, mich mitzunehmen und mir alles zu zeigen und zu erklären.

Nach einer Fahrt durch die wunderschöne Senne erreichten wir schließlich den großen Parkplatz bei den Externsteinen und unser Blick fiel gleich auf einen abenteuerlich bemalten Wohnwagen.

Andreas Hauer gehört er. Seines Zeichens Naturkoch und Heilpflanzenkundler, der in den Sommermonaten viel Zeit an den Externsteinen verbringt, dort unter anderem Wandertouren anbietet oder Interessierten die Kräuterküche nahebringt. Wir kamen hinzu, als er gerade dabei war, einen Fichtentriebsirup anzusetzen. Ist er fertig, läßt sich daraus Limonade zubereiten oder man kann ihn in Sekt genießen.


Der sympathische ehemalige Sternekoch erzählte uns viele Geschichten und Anekdoten rund um die Externsteine, zum Beispiel, wie der Name Ostwestfalen (der ja eigentlich ein Widerspruch in sich sei) entstanden sein soll. Dieser Legende nach stand vor unendlich langer Zeit auf einem der beiden großen Steine (siehe Bild unten) ein Pfahl oder Weltenbaum oder auch Irminsul genannt. Östlich davon (Lippe) war Ostpfahlen und westlich davon (die Senne) eben Westpfahlen.

Er wusste herrliche Geschichten über alte Kulturen und vorchristliche Gottheiten zu erzählen und ließ uns zwischendurch von jungen Fichtentrieben naschen, die übrigens sehr angenehm säuerlich schmecken.

Nach diesem interessanten Beginn unserer Tour wanderten wir um die Externsteine herum. Ihr Anblick ist monumental und die starke Energie förmlich spürbar. In den Felsformationen sind Figuren und Gesichter zu erkennen, die im nächsten Moment wieder zu verschwinden scheinen.

Hedwig erzählte von einer Art „Gebärstuhl“, der in einem Felsen eingelassen sei. In diesen „Stuhl“ begaben und begeben sich noch heute Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Diesen Gebärstuhl wollte ich nun unbedingt sehen. Auf dem Weg dorthin stellte ich fest, dass ich die falschen Schuhe anhatte, denn es ging recht steil den Hang hinauf.

An dem Felsen angekommen, trafen wir auf Mutter und Tochter aus Thüringen, die bereits seit mehreren Tagen die Externsteine erkundeten.

                In den Fels eingelassener „Gebärstuhl“

Sie klärten uns auf, dass es sich bei der Mulde nicht nur um einen Gebärstuhl handele, sondern um eine „Wanne der Visionen“. Wer sich hineinsetze, sei frei von Zeit und Raum und habe Eingebungen bzw. erlebe Rückführungen in frühere Leben. Da die „Wanne der Visionen“ mit unpassendem Schuhwerk sehr schwer zu erreichen ist, sah ich für dieses Mal von einer Probesitzung ab, werde es aber demnächst probieren.

Die beiden Frauen aus Thüringen zeigten uns dann auf einem weiteren Felsen das „neunspeichige Rad“, welches nur erkennbar wird, wenn man ein wenig Wasser auf den Felsen gibt.

Menschen, die in der Nähe dieses Rades meditierten, seien „reiner Kanal zwischen Himmel und Erde“. Es sei ein starker Kraftplatz und Visionstore würden sich öffnen.

Beeindruckt von diesem Gespräch machten wir uns auf den Rückweg und beschlossen, hier bald wieder zu wandern, um all die anderen magischen Plätze zu erkunden. Also Fortsetzung folgt…..

Gütersloher Theateransichten

                Starke Kontraste: Neues Gütersloher Theater

Es hat lange gedauert. Es hat viele Diskussionen gegeben. Es hat Streit gegeben. Es hat viele Millionen gekostet. Aber: Seit am 15. März letzten Jahres der gewaltige Kubus eingeweiht und dem ordentlichen Spielbetrieb übergeben wurde, scheinen sich die Gütersloher an den „strengen Klotz“ mit der – erst bei Nacht zur Geltung kommenden – Glasfassade zu gewöhnen. Dafür sorgt natürlich auch ein attraktives Programm mit namhaften Künstlern.

                Kunst kann auch trotz großen Könnens klein machen. Hier im Anmarsch das                       Morgenstern-Trio„, das am heutigen Mittwoch ab 20 Uhr konzertiert.

Mehr Informationen:
Theater Gütersloh

Herforder Ansichten

                      Goebenstraße 4-10 mit MARTa (rechts)

                Fast unwirkliche Architektur im Morgengrauen

Goebenstraße 4 – 10. Rechterhand Richtung Kirchlengern liegt das 2005 eröffnete Museum MARTHa. (Von: M(öbel) ART (Kunst) a(Architektur). Einziger öffentlicher Museumsbau des US-amerikanischen Architekten mit dem „Gespür fürs ungewöhnliche Schräge“, Frank Gehry (Z.B. „Medienhafen Düsseldorf“).

                Körperlich Sättigendes mit Museumsbesuch:   Sonntagsfrühstück

Kommt man an Alltagen in die recht kompakt gebaute alte Hansestadt mit ihren knapp 65.000 Einwohnern läßt sich auf dem interaktiven Stadtplan sehr schnell Gesuchtes finden. Insbesondere die Werksverkaufoutlets  der ortsansässigen Damen- und Herrenmodehersteller Brax, Ahlers und Bugatti ziehen viele Auswärtige  in die Stadt in der Hoffnung auf ein „Schnäppchen“.

                       Brax.  Hauptverwaltung Wittekindstraße

Direkt gegenüber dem MARTa liegt ein mächtiges, fünfstöckiges Jugendstil-Gebäude. Das  1909 gebaute Elsbachhaus.  Gebaut als Fabrik für den Herforder Hemdenfabrikanten Elsbach, früher einmal Europas größter Wäscheproduzent. Die 1848 gegründete Firma wurde 1875 als „Herforder Hemdenfabrik J. Elsbach & Co. ins Handelsregister eingetragen. Um 1914 soll sie die größte europäische Wäschefabrik gewesen sein. 1938 mußte die jüdische Familie Elsbach ihre Anteile an der Firma verkaufen. Bis zu Beginn der 60er Jahre nutzte der Herforder Bekleidungshersteller Ahlers die Räume, die 1990 unter Denkmalschutz gestellt wurden. 2002 übernahm die Stadt Herford die leer stehenden Gebäude und das Areal. 2002 wurden die 8000 Quadratmeter zu einem modernen Einkaufs- und Bürozentrum mit Restauration umgebaut.

                        Heute modernes Einkaufs- und Bürozentrum: Elsbachhaus

„Aufschlag Halle“ rückt näher

Rund 21.000 Einwohner hat die kleine Kreisstadt 15 Kilometer westlich von Bielefeld. Wenn dieses Plakat mit der Ankündigung der „Gerry Weber Open“ überall in dem Städtchen mit den vielen Linden an den Straßenrändern auftaucht, schaut die Tenniswelt nach Halle in Ostwestfalen. 1991 startete das vom Modeunternehmer Gerhard Weber initiierte heute weltbekannte Turnier auf Sand und war mit 25.000 $ dotiert. Die heutige Preissumme des einzigen deutschen ATP-Turniers auf Rasen im 1993 eingeweihten Multifunktionsstadion nähert sich unaufhaltsam der 1 Million $-Marke.

Die Besucher des Turniers zählen in die Tausende und nicht wenige nutzen den Aufenthalt in Halle, sich die hübsche Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern rund um den Kirchplatz mit der 1246 erstmals urkundlich erwähnten St. Johanneskirche anzuschauen.

Halle war von 1816 bis 1974 Kreisstadt. Deshalb spricht man noch heute vom „Altkreis Halle“, dem Steinhagen, Borgholzhausen, Versmold und Werther angehörten. Verwinkelt geht es zu in der Haller Altstadt.

Muttertag

Wie viele Torten, Törtchen, Sahnestückchen und Hefeteilchen es wohl sein mögen, die an diesem Wochenende über die Theken der Bäckereien, Konditoreien und Backfilialen der Region gehen? Schließlich ist auch noch zeitgleich Konfirmation. Ebenfalls ein Tag, an dem die Sahne so richtig auflebt.

Wochenendausflug nach Marienfeld


Toreinfahrt zum Kloster Marienfeld

Wer mitten im Harsewinkeler Ortsteil (Kreis Gütersloh) Marienfeld der Ausschilderung „Hotel Klosterpforte“ folgt und durch dieses Tor in den Innenhof fährt, erlebt eine Überraschung. Weit öffnet sich das Gelände und gibt den Blick auf das ehemalige Zisterzienserkloster Marienfeld frei. 1185 von Mönchen aus dem Kloster Hardehausen gegründet, wurde die Klosterkirche 1222 geweiht. 1803 wurde das Kloster nach dem Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst und ging in staatlichen Besitz über. Die heute im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen befindliche Pfarrkirche von 1804 wird kirchlich genutzt. Einen Teil der weitläufigen Anlage bewirtschaftet das 4-Sterne-Hotel „Klosterpforte„.


Der weiträumige Innenhof der Klosteranlage mit Blick auf Teile des Hotels

Es gibt viel zu sehen im weitläufigen Kloster Marienfeld. 2007 kauften die Inhaber des Hotels Klosterpforte, die Familie Frie, das Abteigebäude und renovierte es aufwändig. So ist dort neben Seminarräumen auch eine Kochschule untergebracht. Bekannt wurde das Hotel auch als „Sporthotel“, das eine ganze Reihe von Fußball-Nationalmannschaften vor Turnieren und Länderspielen nutzten.


Ehemaliges Abteigebäude. Hier gibt es Seminarräume und eine Kochschule

Den Weg nach Marienfeld finden Sie hier.

Bielefeld und die Region feiern „neue Detmolder“

Offiziell ist die renovierte Detmolder Straße – eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern Bielefelds – zwar schon für den Verkehr freigegeben. Aber hier und da gab es noch Bauarbeiten, wurden letzte Verschönerungsarbeiten ausgeführt. Der Bau, der am 3. März 2008 startete, 44,8 Millionen Euro kostete und in insgesamt 400 000 Lohnstunden ausgeführt wurde, wird am heutigen Freitag an Hausnummer 69 mit einer kleinen Feierstunde abgeschlossen. Nach und nach kommen nun die Geschäftsleute zurück und eröffnen die ersten Läden neu.

Höhe Detmolder Straße 230 eröffnet der bekannte Modeanbieter „Wellington of Bilmore“ in Sieker neben dem Fashion-Outlet in Steinhagen-Brockhagen einen weiteren Laden. Bis zum 14. Mai gibt es übrigens 20% Eröffungsrabatt auf alle Waren. Nach und nach werden wir über „die neue Detmolder“ berichten. Schöner fahren gilt natürlich nicht nur für Auto -, Bus- und Straßenbahnfahrer aus Richtung Lippischem sondern auch umgekehrt. Die schöne „Lippische Rose“, Symbol jenen Teils, der Ostwestfalen das Lippe schenkt, ist jetzt eindeutig leichter und schneller erfahrbar.

„Straßenzauber“ und „La Strada“

An diesem Wochenende (7. und 8. Mai) findet in der Gütersloher Innenstadt (Konrad-Adenauer-Platz, Berliner Platz, Stadtmuseum) wieder der „Gütersloher Straßen-zauber“ statt. Zu besichtigen gibt es bei dieser neunten Ausgabe Neuwagen der diversen Autohäuser, Zweiräder und Oldtimer. Ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm rundet die Veranstaltung ab. Ausserdem sind am Sonntag von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte geöffnet.

Mehr Informationen:
Home-Page der Stadt Gütersloh

Und – welch grandioser Zufall: Ein Wochenende später gibt es in der Bielefelder Innenstadt den 13. Automobilsalon „La Strada“ vom 13. – 15. Mai. Was da gezeigt wird? Na raten Sie mal. Nichts wesentlich anderes als eine Woche zuvor im grad einmal 18,9 Kilometer entfernten Gütersloh. Wir von „living in owl“ sind uns noch nicht schlüssig, ob und was wir besuchen und darüber berichten.

Mehr Informationen:
Bielefeld-Marketing „La Strada“