Bernd Brinkmann – Marketingleiter bei H & B Möbel

Das „Urgestein“ der Möbelbranche vor neuen Aufgaben

Bernd Brinkmann ist Ostwestfale und spricht wie ein Ostwestfale. Allerdings deutlich mehr, als man der Bevölkerung dieses Landstrichs gerne nachsagt. Was er sagt, hat indes Hand und Fuß und speist sich aus der Erfahrung von 30 Jahren Möbelbau bei der seinerzeit bekannten Firma Flötotto.

Das ist es unter anderem, was Heinz Hollenbeck, Inhaber der Langenberger Firma H & B Holzdesign GmbH an seinem neuen Mitarbeiter schätzt. „Bernd Brinkmann bringt fundierte Sachkenntnis, soziale Kompetenz  und  ganz viel Kommunikationsfähigkeit mit.“

Und er ist immer noch Feuer und Flamme: Für Möbel, für Holz, für Marketing und jetzt auch für H & B Holzdesign. Da beginnt etwas Gutes …

H & B Holzdesign GmbH
Möbelmanufaktur
Wankelstraße 1
33449 Langenberg
Telefon: 05248-81000
E-Mail: info@h-b-holzdesign.de
Webseite: http://www.h-b-holzdesign.de

GEERDET – GELASSEN – KLAR

Sicher auftreten und souverän präsentieren
Auftrittstraining mit Katrin Winkler



Der Berufsalltag ist reich an Gelegenheiten, in denen wir zeigen können, was in uns steckt. Ob wir uns trauen, (Karriere-)Chancen aktiv zu ergreifen und uns selbstbewusst ins Spiel zu bringen, hat weniger mit unseren tatsächlichen Fähigkeiten als viel mehr mit unserem eigenen Selbstbild zu tun. Selbstzweifel (Bin ich denn gut genug?), ein ungünstiges Verhältnis zu Fehlern (Jetzt bloß nix falsch machen!) und inneres Schrumpfen (Andere können das besser) sind typische Selbstwerträuber, die Unsicherheit oder Nervosität auslösen.

Das muss nicht so sein! Egal ob Sie sich mit negativen Gedanken, Katastrophenphantasien oder mit der Angst vor Fehlern das Leben schwer machen… Entrümpeln Sie! Nutzen Sie das Auftrittstraining und räumen Sie Ängste und Unsicherheiten beiseite, so dass Sie Ihren Auftritt aktiv gestalten und genießen können.
In diesem Workshop trainieren Sie den wertschätzenden Umgang mit sich selbst – vor allem bei vermeintlichen Schwächen und Fehlern – und erfahren, wie Sie negative Denkmuster in positive Überzeugungen umwandeln können. Mit der Verbesserung der Selbstakzeptanz steigen auch Zuversicht und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen und Sie gewinnen an Überzeugungskraft und Ausstrahlung. Sie lernen  Techniken für ein effizientes Stressmanagement kennen, die Ihnen helfen, Leistungs- und Auftrittsstress dauerhaft zu reduzieren und Ihr persönliches Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Auftrittsübungen und reichlich Feedback helfen Ihnen dabei, Ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und ins rechte Licht zu rücken. 
Termin: Samstag, 18.11.2017, 9.30 – 18 Uhr
Kosten: 200 € inkl. 19% MwSt.


Der Workshop findet in den schönen Räumlichkeiten der EGERLAND-STIFTUNG in der Blumenthalstraße 11 in Osnabrück-Westerberg statt
 
Im Preis enthalten sind auch kalte und warme Getränke sowie kleine Snacks.
 
Anmeldungen ab sofort unter info@katrin-winkler.org
Katrin Winkler
Auftrittscoaching

Krahnstraße 42
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 – 600 69 15
Mobil: 0173 – 288 22 77

Sie erzählt einen vom Pferd

Es ist soweit…
Nasibärchen und ich gehen online. Seit 19 Jahren und 5 Monaten sind wir nun schon zusammen und sammeln Geschichten wie verrückt. In guten wie in schlechten Zeiten… jaja… im wahrsten Sinne des Wortes auch noch, siehe Titel übern Foto.
Und wie lange liegen mir Freunde damit schon in den Ohren… Du musst nen Buch schreiben… Du musst nen Hörbuch machen… BLABLA… Fangen wir jetzt doch einfach mal im kleinen Rahmen an und schauen was passiert, woll?
Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Grins.

Nu is Sir Nasi natürlich schon völlig aus dem Häuschen und will zur Hufiküre…Friseur… Und was das moderne Pony von heute noch so alles brauch… Augen verdreh. Falls die Presse kommt… weil er ja dann jetz berühmt wird und so… und folglich mehr Essen einfordern kann wegen gutem Fellteint und hübsches Haar etc. . Ich dreh jetz schon am Rad mit ihm und sag so:“ Kolleeeege… Ich hab noch nich ma was abgeschickt und du läufst schon Amok. HALLOOOOO??? Bleiben se ma ganz ruhig. NEIIIIIIN, du brauchst auch noch kein Extra-Nerven-Essen. (Exkurs: er is immer sehr um sein leibliches Wohl besorgt… Er könne verhungern, wenn er sich nicht mit um sein täglich Mampf kümmern würde, sagt er immer… Hafi halt… seufz). Lass mich erstmal ein paar Geschichtchen von dir erzählen… Wahrscheinlich werd dann eher ich berühmt, weil sie Mitleid mit meiner, wegen dir übelst gebeutelten, Frauchenseele haben. Tjahaha, da kuckst du jetzt, woll?
Lassen wir das. Statt hier rumzuplänkeln muss ich langsam ma zu den wirklich wichtigen Themen der Kolumne kommen, sonst wird das nämlich nix mit dem berühmt werden… Und mit dir schonma garnich… kicher ins Fäustchen. Na klar, du drehst jetz wieder beleidigt deinen Poopoo rum…stöhn… Aber mach ma. Dann krieg ich jetze wenigstens was geschafft.

Kurzinfo noch bevor es ernst wird. Ich denke, ich bin nich die einzige Ponybesitzerin, die mehrere Betitelungen für ihr Tierchen hat, ne? Je nach Tagesform und mentalem Zustand des Tieres brauch es einfach entsprechend verbale Betonungen, damit es den „Sie erzählt einen vom Pferd“ weiterlesen

Frühlingszwiebeln – Wintervitamine

Frühlingszwiebeln Living in OWL

Frühlingszwiebeln gibt es nicht nur im Frühjahr, sie sind das ganze Jahr über erhältlich. Im Winter handelt es sich allerdings meist um Importware aus Spanien, Italien und Südfrankreich. Gesund sind sie auf jeden Fall, denn sie enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium und Eisen sowie Vitamine, z. B. die Vitamine B und C.

Frühlingszwiebeln, auch Lauchzwiebeln genannt,  haben einen erfrischenden pikanten Geschmack und passen sowohl zu der heimischen Küche als auch zu asiatischen Gerichten.  Ideal zu Meeresfrüchten und leichten Fleischgerichten und zur Verfeinerung von Suppen und Salaten. Cremes und Dips bekommen durch Zugabe von Lauchzwiebelstückchen einen pikant-herzhaften Geschmack.

Verwenden können Sie den weißen und den grünen Teil der Lauchzwiebel. Was appetitlich aussieht, ist genießbar, alles andere entfernen Sie.

Hier ein Rezept für einen Dip:

2 Pakete Frischkäse
1 Bund Frühlingszwiebeln
Chilipulver
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
ein wenig Sahne

Frühlingszwiebeln ganz fein schneiden und mit dem Frischkäse und den Gewürzen gut vermischen. Am Schluss einen Schuss Sahne unterrühren, damit der Dip etwas glatter wird. Schmeckt prima zu Fladenbrot, frischem Ciabatta und auch auf Folienkartoffeln.

Irratio-Farm – über verständlichen Unverstand

Darf ich Sie etwas fragen? Wieviel an Ratio wohnt in Ihren Gedanken? Ratio kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Vernunft, Rechtfertigung, Begründung. Die Ratio des Menschen ist schier ohne Grenzen, sie befähigt ihn zu grandioser Entwicklung im Innern sowie äußerer Entdeckungen. Er ersann komplexe Steuerformulare, entdeckte den linksdrehenden Joghurt, installiert Webcams vor Kaffeemaschinen und erfand das Gewürzbord. Es scheint keine Grenzen zu geben für das, was der Mensch mit seinem Geist erreichen kann, im Detailreichtum der Makrowelt bis zu den Weiten des Alls. In seinem Alltag jedoch leistet sich dieses erstaunliche Wesen mit schierer Wonne ein Füllhorn an kleinen, bunten Irrationalitäten. Es scheint wie Yin und Yang, als brauchten wir Unsinniges als Balance, als Ausgleich zu unseren vernünftigen Denkweisen.

Ich schlendere durch meine schöne Stadt. Irgendwann muss ich eine Straße überqueren, stoppe an einer Ampel, neben mir tritt ein weiterer Passant hinzu. Natürlich drückte ich bereits die gelbe Anforderungstaste, die in meiner Stadt übrigens so aussieht wie ein großes, in Hüfthöhe an den Pfosten geklebtes Osterei, mein Bürgersteig-Nachbar tut es dennoch erneut. Sicher ist sicher. Traut er meiner Kompetenz im Drücken nicht, kann man überhaupt falsch drücken? Augenscheinlich hat er es sehr eilig, denn als nach wenigen Sekunden noch kein grünes Licht unseren Weg freigibt, drückt er abermals, diesmal mit Kraft und gleich viele Male als Stakkato. Ob in dem kleinen Gerät vielleicht eine Vorrichtung installiert wurde, die mitzählt und erst wenn das Dutzend voll ist, den entscheidenen Impuls freischaltet? Der Mann hat keinen törichten Gesichtsausdruck, er verfügt sogar über einen beinahe etwas professoralen Habitus. Dennoch agiert er auf dieser technischen Ebene irrational. Das grüne Männchen erstrahlt nun, er fühlt sich bestätigt, womit sich seine diesbezügliche Konditionierung wohl verstärkt haben dürfte. Sein einhändiger Trommelwirbel erst teilte den Strom der Straße wie Moses einst das Meer. Wir setzen unseren Weg fort, ich schlendere nach links, er schreitet zielstrebig nach rechts in zackigem Schritt. Neben uns staut sich der Autoverkehr vor der gestrichelten Linie rasch zu einem langen Lindwurm. Angesichts dessen erinnere ich einen Stau auf der Autobahn, in dem ich unlängst stand. Vor uns arbeiteten etliche fleißige Menschen daran, die verstreute Ladung aus dem umgestürzten Auflieger eines LKW von der Fahrbahn zu räumen. Hinter mir begannen einige unfreiwillig Wartende zu hupen. Was ging in ihren Köpfen vor, welcher Logik folgt ihr imperatives Konzert? Ob die Arbeiter sich wohl denken „Hey, da hupen einige, das ist unser Signal, schneller zu machen. Endlich erinnern uns einige aufmerksame Lenker an unsere Zielaufgabe, prima, los geht’s!“. Die Strategie dahinter ist mir ebenso unverständlich wie das angestrebte Ziel dessen.

Inzwischen erreichte mein Weg das Parkhaus. Am Automaten, in dem das verlangte Entgelt gehortet wird, stand eine Dame, deren Münze vom Gerät schroff abgelehnt wurde. Ohne Umschweife landete es klimpernd vom Eingabeschlitz im kleinen Ausgabefach unten. Die willige Bezahlerin entnahm das Währungsstück von dort und rieb es mit der Kante kräftig weiter oben am Gehäuse. Technische Untersuchungen ergaben, dass dies nicht den mindesten physikalischen Einfluss auf den Vorgang hat. Offenkundig aber glauben auch die Betreiber der Parkautomaten unbeirrbar daran, denn zum eifrigen Schaben war einladend eine stabile Platte angeschraubt, die darob unzählige tiefe Rillen aufwies. Ich musste schmunzeln, denn obgleich ich um diesen Untersuchungsausgang wusste, tue ich es noch immer ebenso. Und es funktioniert, nehmt es hin, Ihr rationalen Ingenieure!

Unlängst zu Besuch in einem schwedischen Möbelhaus, welches ich stets mit schlechtem Gewissen aufsuche, weil dieses kaum Steuern in unserem Land entrichtet, ich aber wie bei einer klassischen Sucht wider besseren Wissens nicht davon lassen kann, beobachtete ich nachfolgend beschriebenen Vorgang. In vier Spuren standen die Kunden mit ihren vollgepackten Wagen in einer Länge von sicherlich über vierzig Metern. Es war ein Samstag, ein prächtiger Tag für Besuche bei skandinavischen Regalanbietern. Jeder weiß, dass es an jedem sechsten Wochentag dort massiv überfüllt ist und fährt trotzdem dorthin, mit allen anderen Süchtigen, die nicht nachdenken. Irrationalität in blau und gelb. Direkt vor uns eine Familie, deren Nachwuchs erkennbar ungeduldig quengelte. Man hatte sie naiverweise nicht am Ausgangspunkt im Bällchenbad entsorgt. In der Ferne, gefühlt am Horizont, entdeckten die wage(n)mutigen Wagenlenker ganz rechts zwei Kassen, an denen nur wenig Möbelwillige anzustehen schienen. Kurzerhand scherte der Clan mit seiner schwer lenkbaren Gitterkarre, aus denen sich folierte Jalousierollen in alle Richtungen reckten wie Salzstangen aus einem Käseigel, aus unserer Reihe aus, um sich zielstrebig durch die vielen Wartenden zu quetschen. Kurz vor ihrem Eintreffen im gelobten Land mussten sie schockiert bemerken, dass dort mitnichten eine kürzere Schlange vorzufinden war, dass auch hier nicht weniger Leute anstanden. Diese beiden Reihen jedoch waren abgeknickt, deren Verlauf aus Raumgründen in zwei Gänge zwischen Hochregalen umgelenkt, die diesen Umstand von unserer Position aus optisch verdeckten. Diese Familie tat mir aufrichtig leid, so müssen sich Verdurstete in der Wüste fühlen, als sich die verheißungsvolle Oase als Fata Morgana verflüchtigte. Ob die Flüchtenden tatsächlich glaubten, niemand außer ihnen hätte diese beiden scheinbar verwaisten Kassen bislang entdeckt, trotz riesiger, beleuchteter Schilder darüber? Ergebnis: Nun waren sie dort die letzten in der Schlange, ihren alten Platz hatten sie unwiedererlangbar aufgegeben, ebenso die Zeit, welche sie bereits dort abgestanden hatten. Welch Schmach, zudem das Lächeln aus unseren Reihen ertragen zu müssen. Hier lernt man: Ratio mit Aussetzern kann bitter sein.

Während dieser Erinnerung lud ich im Parkhaus einige Taschen in den Kofferraum, verschloss meine Karosse und führte meinen Gang in die Fußgängerzone fort. Noch im Schmunzeln über diese Unglückseligen zwischen Billy und Köttbullar fiel mir auf, dass ich unbewusst etwas machte, was ich seit Kindertagen so mache. Sind unter meinen Sohlen Gehwegplatten verlegt, so achte ich akribisch darauf, keinen Fuß auf die Rillen zwischen zweien zu platzieren. Dem wohnt keinerlei Logik inne, ein Grund dafür ist nicht gegeben, keine Erklärung, welche ich hier überheblich anzubieten hätte. Ich vermeide es einfach, nur so, völlig irrational eben.

Ein Ladengeschäft betretend, wo ein bestellter Artikel seiner Abholung durch mich harrt, empfängt mich die Frage meines geschätzten Stammhändlers: „Sie sind schon da?“. Da diese Frage vis-á-vis an mich gerichtet wird, muss ich wohl physisch anwesend sein, wem würde sie alternativ gestellt, von wem sonst könnte die Antwort darauf erwartet werden? Dann denke ich gern: „Ich schau mal nach. Ja, tatsächlich, ich bin hier!“. Seine Freude, mich zu sehen, ist echt und ich mag den Ladeninhaber, verkneife mir deshalb solcherart Klugscheißereien.

Als Berater, dessen Metier und Passion die Kommunikation ist, fällt mir auf dem Feld von Sprache etliches an unlogischen Elementen auf. So zu Beispiel jene an sich ja höflich gemeinte Anfrage von Seminarteilnehmern in der Kaffeepause an mich: „Darf ich Sie etwas fragen?“. Da dies bereits eine Frage ist, erleben wir hier das Phänomen der enorm beliebten normativen Kraft des Faktischen. Parallel zur Schaffung von Fakten wird um deren Genehmigung erbeten. Ob diese dann erteilt wird, ändert am Ergebnis rein gar nichts. In leidenschaftlichen Diskussionen indes erfährt man die Königsklasse von durch nichts unterfütterter Beharrung. Und die geht so: Man baut seine Argumentationskette akribisch auf, reiht stichhaltig die penibel recherchierten Fakten aneinander, schmiedet eine solide durchdachte Kausalkette, poliert titanene Begründungen, bis sie funkeln. Und dann kommt von der Gegenseite „Ja, trotzdem.“. Schrübe ich hier jetzt, dass ich dies häufig von Frauen höre, wäre dies Grund zur gendertechnischen Empörung. Aber eben auch wahr. Was hat man(n) gegen dieses steinerne Statement entgegen zu setzen? Gar nichts. Hier erreicht Irrationalität sein sternenklar beschienenes Gipfelkreuz, der müde Wanderer lehnt sich leise schnaufend ans Holz, erschöpft vom Aufstieg.

In einem weiteren Geschäft, diesmal textiler Provenienz, taucht eine weitere Erinnerung auf. Meine fabelhafte Ruhrgebiets-Omma (zwei -m- sind hier Pflicht) gab mir als Kind häufig den höchst irrationalen Rat mit auf den Weg, stets frische Unterwäsche anzuziehen. Das tat ich ohnehin, tue es noch immer, aus hygienischen wie auch Wohlfühlgründen. Die Sorge der alten Dame jedoch war eine andere: „Falls Dir etwas zustößt und Du zum Doktor musst.“. Da stelle ich mir vor, wie ich von einem Arzt versorgt werde, weil beispielsweise der Linienbus 701 mich vom Fahrrad schubste. Der Notfallmediziner schneidet versiert mein Hosenbein auf, um das Schienbein freizulegen und diktiert dem begleitenden Sanitäter betonungslos in dessen Diagnose-Block: „Vitalfunktionen intakt, Knochenverlauf gerade, Hautbild unauffällig, Schlüpferstatus aktuell.“. Und wie wir drei dann gemeinsam erleichtert aufatmen. Noch mal Glück gehabt.

Das Leben so vieler ist zudem durchzogen von kleinen Ritualen, selbstgestricktem Aberglauben, Attitüden und Manierismen, die des Tages Mühen wie ein stützendes Geländer flankieren. Beispielhaft sei hier sinngemäß der kurze Dialog mit einem bekannten Fußballspieler zitiert, welchen ich aus Diskretionsgründen anonym halten möchte (Er trägt denselben Spitznamen wie der Drache in der Kinderserie „Hallo Spencer“). Auf die Frage eines Reporters, ob er denn wie viele seiner Kollegen auch ein spezielles Ritual vor dem Anpfiff pflege, fast spöttisch antwortete: „Nä, isch bin nisch abergläubisch. Vor jedem Spiel ziehe ich nur immer zuerst den linken Schuh an, das bringt sonst Unglück.“.

Unsere Irrationalität ist eine bunte Farm, es wachsen stetig neue unverständliche Früchte und unlogische Pflanzen heran, von jedem gehegt und gepflegt, gedüngt und gezogen, gerankt und gewässert. Aber ganz ehrlich, machen sie uns nicht erst zu Menschen, all unsere kleinen Macken, Schrullen, Spinnereien? Sie macht uns liebenswert, diese Unlogik, an der wir so unirritiert festhalten wie ein Kind am Trost-Teddy. Vielleicht, weil sie unseren durchstrukturierten Alltag, welcher uns ständig Ratio, Erklärbarkeit, Sachlichkeit und nachvollziehbare Gründe abverlangt, so herrlich anachronistisch und anarchisch konterkariert wie ein betrunkener Pirat. Bewahren wir sie uns, diese Irrationalität, vermeiden dabei jedoch die Abwertung durch Unverständnis von Macken der anderen sowie unserer eigenen. Man kann ja schließlich nicht ständig verschwurbelte Formulare und praktische Gewürzbords kreieren.

Also bitte. Bleiben Sie unverständlich, schaben Sie Münzen, drücken Sie Ampeln, so wild es geht und achten Sie auf Ihre Unterwäsche. Trotzdem.

 

Seminare / Vorträge / Coaching: www.mikrakom.de

Kontakt & Buchung: kontor@mikrakom.de

Leben. Lieben. Lachen.

Die drei wichtigsten L auf einem Sack.

Als Eyecatcher in der Wohnung, als praktischer Behälter für Dinge, die gerade nicht gebraucht werden und als kleine Erinnerung an das, was wirklich zählt im Leben. Das alles leistet ein einziger Sack.

Aus stabilem 2-lagigem Papier in Handarbeit gefertigt, erinnert er ein wenig an die Mehlsäcke von früher. Er misst 45 x 85 x 16 cm, die Größe kann aber durch Umkrempeln der Öffnung variiert werden.

Die Idee zu diesen einzigartigen Säcken hatte mal wieder Peter Vennebusch, der Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes. Erhältlich sind sie im Schöne-Dinge-Shop.  Dort gibt es sie auch noch mit anderen Aufschriften.

Max schwört auf Kokosöl

 

Also nicht Max selbst, der ist ein Hund, und es ist ihm ziemlich egal, ob und womit Frauchen ihn pflegt.

Foto: Claudia Uhmeier

In letzter Zeit gilt Kokosöl als DIE Wunderwaffe der Schönheit. Das Produkt ist gleichermaßen im Drogeriemarkt und im Lebensmittelregal zu finden. Man kann damit Pfifferlinge anbraten und es sich in Gesicht und Haare schmieren.

Auch Hunde bekommen es ins Fressen und ins Fell. Und was soll ich sagen – es wirkt tatsächlich.

1. Für glänzendes Fell

Kokosöl lässt Hundefell glänzen und macht es leicht kämmbar. Eine kleine Menge (je kleiner der Hund, desto weniger) in den Handflächen verreiben und in das Fell einarbeiten. Einmal wöchentlich ist ausreichend.

Auch unter das Futter gemischt zeigt das Öl seine Wirkung. Ein halber Teelöffel je 10 kg Gewicht für ein glänzendes Ergebnis.

2. Gegen Milben, Flöhe und Zecken

Die Pflege des Fells mit Kokosöl hat auch noch einen anderen Effekt. Die enthaltenen Säuren töten vorhandene Parasiten ab und halten Zecken und sonstiges Ungeziefer von vornherein fern.

3. Damit Wunden schneller heilen

Kleine Wunden und aufgescheuerte Stellen können mit Kokosöl behandelt werden. Sie heilen dann viel schneller. Dazu eine kleine Menge Öl direkt auf die getrocknete Wunde auftragen, ruhig mehrmals täglich. Kokosöl wirkt antibakteriell und beugt Entzündungen vor.

4. Auch zum Zähneputzen kann man es benutzen

Es soll ja Menschen geben, die ihren Hunden die Zähne putzen. Ich kenne zwar keinen, aber nun… Für die Zahnpflege wird der Hund also eingefangen und anschließend werden ihm mit einer kleinen Menge Kokosöl, das unter die Hunde-Zahnpasta gemischt wird, die Zähne geputzt. Das soll Mundgeruch vertreiben und Entzündungen im Maul vorbeugen.

5. Vitalität und keine Würmer

Kokosöl ins Fressen gegeben, schenkt besonders älteren Hunden mehr Vitalität und Lebensfreude, stärkt die Immunabwehr und macht die Tiere weniger anfällig für Würmer und Krankheiten. Darmparasiten finden keinen Halt im Darm und werden auf natürlichem Weg ausgeschieden. Ob dann noch eine regelmäßige chemische Wurmkur nötig ist, bleibt dem Hundebesitzer überlassen…

6. Geschmeidige Pfoten

Die kalte Jahreszeit bringt immer noch viele Menschen dazu, Salz auf die Bürgersteige zu streuen. Gift für Hundepfoten, aber Hauptsache keiner rutscht aus.

Nach einem winterlichen Spaziergang die Pfoten also mit lauwarmem Wasser reinigen, danach ein wenig Kokosöl in den Handflächen verreiben und in die Ballen des Hundes einmassieren. Das Öl schützt gegen Witterungseinflüsse und Streusalz. Bereits aufgeplatzte Ballen heilen schneller.

Was Kokosöl sonst noch so für Beauty und Wellness leistet, darüber berichten wir ein anderes Mal.

Gabelstapler in guten Händen

50 Jahre Gabelstapler Kalbus in Marl

Sie brauchen einen neuen Gabelstapler? Oder einen gebrauchten? Oder Ihr „alter“ macht schlapp und bedarf dringend der Reparatur und Überholung?

Seit 50 Jahren dreht sich bei Kalbus in Marl alles um diese „Flurförderzeuge, die dem innerbetrieblichen Warenumschlag und Transport“ (so Wikipedia) dienen.

Andreas Kalbus, der 1993 die Nachfolge von seinem Vater Peter Kalbus antrat, ist stolz auf die Kompetenz und Flexibilität, die er und sein Team den Kunden bieten können. So betreibt er zum Beispiel einen 24-Stunden-Vor-Ort-Notdienst. Mit Hilfe originaler Ersatzteile aller Fabrikate kann auch älteren Baujahren wieder neues Leben eingehaucht werden.

Ausbildung ist das A & O

Nicht nur Insidern ist das Video von Staplerfahrer Klaus ein Begriff. Dort wird sehr anschaulich gezeigt, was passieren kann, wenn Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitssicherheit nicht beachtet werden.

Gut ausgebildete Fahrer fahren unfallfrei und tragen wesentlich zu einem störungsfreien Betriebsablauf bei. Darüber hinaus fordern auch Berufsgenossenschaften, dass nur dokumentiert ausgebildete Fahrer ein Flurförderzeug bedienen dürfen. Andreas Kalbus bietet diese Ausbildung an und nimmt die entsprechende Prüfung ab. Sicher ist sicher.

Gabelstapler Kalbus GmbH
Wallstraße 125
45770 Marl-Sinsen
Telefon: 02365-81 12 5
E-Mail: andreas.kalbus@t-online.de
Webseite: http://www.gabelstapler-kalbus.de

Stuss mit lustig – über die Streit(un)lust

Sand unter den Füßen, einander fest im entschlossenen Blick, die Rutsche neben ihnen im Fokus. Eine Szenerie auf einem Spielplatz, eine Momentaufnahme, klein, dafür bedeutsam.

Wie auf der staubigen Hauptstraße eines Westerns stehen sich zwei Jungs gegenüber, die sich meiner groben Einschätzung nach kurz vor ihrer Einschulung befinden dürften. Die Jeansknie blank, die mit Comic-Helden bedruckten Shirts verdreckt, das kurze Haar zerzaust, echte Rabauken, wie man sie in meiner ruhrgebietlichen Heimat liebevoll nennen würde. Batman jr. gegen Superman jr. im Duell. Es geht ihnen um die weltbewegende Entscheidung, wer als erster den neu glänzenden Stahl hinunter sausen darf und das ist keineswegs gering schätzend gemeint, denn ihre Welt bewegt dieser Konflikt gerade sehr. Der Ton wird hitziger, die Stimmen lauter, die Beanspruchung auf den Premierenritt schärfer. Bevor diese Konfrontation jedoch zu ihrer Entscheidung gelangen kann, sind die zuständigen Erziehungsberechtigten von ihrer Bank aufgesprungen wie unruhige Pferde, wenn zum Rennstart die stählernen Gatter ruckhaft hochgezogen werden. Ein jedes Kind wird heftig zur Räson gerufen mit dem unheilvollen Imperativ „Nun streitet nicht, vertragt euch!“. Dies speist sich daraus, dass dem Streiten in unserer Kultur ein denkbar schlechter Ruf innewohnt. Zu unrecht, es ist eine schiefe Sozialisierung, welche von den Generationen weitergereicht wird wie schlechtes Kompott. In der Verweigerung der Anerkenntnis, dass Streiten menschenimmanent ist, überdies wichtige Funktionen bietet, wird der Konflikt nur vermieden, nicht gelehrt, dementsprechend nicht beherrscht.

Als wollten sie meine Theorie bestätigen, kann ich sehen, wie es in beiden Streithähnen noch immer brodelt, doch trotz ihres nicht einmal juvenilen Alters wissen beide genau, dass sie der herrschenden Ordnungsmacht unterlegen sind. Schnaubend und nur in „Stuss mit lustig – über die Streit(un)lust“ weiterlesen

Eloge an den Dauerregen

Das war ja gar kein richtiger Sommer nun ist schon wieder Herbst wenn wir wenigstens einen schönen Altweibersommer gehabt hätten aber es regnet und regnet und jetzt fallen auch noch die Blätter …

 

Meist nicke ich bei diesen Worten, aber in mir drin sieht es anders aus. Ich mag den Herbst und ich mag Regen.

Normal ist das nicht, ist es doch für die meisten das Nonplusultra, bis nach Mitternacht bei lauem Lüftchen draußen zu sitzen. Mache ich auch gern, aber was ist das schon gegen ein Aufwachen am frühen Morgen und draußen ein leichtes Rauschen zu vernehmen? Kaffee im Bett bei Regen. Ein Träumchen!

 

Ich habe einen Hund, besser gesagt eine super bezaubernde kleine Hündin, und die will raus. Bei jedem Wetter. Sicher ist es kein angenehmes Gefühl, wenn einem beim Spaziergang das Wasser den Nacken hinunterläuft oder von der Regenjacke tropfend die Hosenbeine durchnässt. Ein unvergleichlich gutes Gefühl ist indes das Heimkommen, sich aus den nassen Klamotten zu schälen, sich (und den Hund) abzutrocknen und dann ab in den Wohlfühlanzug. Das pure Glück!

 

Oder gar ein ganzes verregnetes Wochenende. Dazu die Kühle des herannahenden Herbstes. Wundervoll. Mit genügend Nahrung im Haus (die Dominosteine sind im Frühherbst am frischesten) und einem guten Buch oder der kompletten Staffel einer Serie in petto. Die perfekte Symbiose!!!

Manchmal stelle ich mir dann vor, ich müsste noch irgendwo hin. Auf eine Party, ins Theater oder auf einen Geburtstag. Ich müsste mich ankleiden und zurechtmachen. Und spüre echte Dankbarkeit.

Das Leben kann einfach sein!

Foto 1: Fotolia

In Liebe annehmen

Wir alle warten auf die Veränderung, doch uns selbst zu verändern, die Veränderung im Alltag zu leben, dazu sind wir nicht bereit. Da soll bitte alles so bleiben wie es ist.

Wir können uns der Transformation jedoch nicht mehr entziehen, weil sie heilig geworden ist und einfach immer stattfindet. Es geht nur noch um das Jetzt, nehme ich es in Liebe an oder werte ich nach meinem irdischen Bewusstsein?

Im göttlichen Bewusstsein gibt es keinen Mangel, keine Abhängigkeiten, sondern nur die Liebe zum Jetzt.

Text: Hedwig Bonensteffen

OWL – Weißer Fleck der verpackungsfreien Supermärkte?

Naja, fast. Gäbe es da nicht in Lage den Bio-Hof Brinkmann. Seine „Speisekammer“ ist eine Mischung aus Café und Bioladen. Zum Sortiment gehören Obst, Gemüse, Antipasti, Brotaufstriche, Milchprodukte und einiges mehr.

Auch in Paderborn werden wir fündig. Im Dörener Weg 72 bietet Kern-Idee biologisch erzeugte Lebensmittel unverpackt an.

Ein wenig über den Tellerrand hinaus geblickt, gibt es in Münster mit „Natürlich unverpackt„, ein sehr modernes Geschäft, das wohl kaum Lebensmittel-Wünsche offen lässt.
In Osnabrück verbindet „Tara – Unverpackt genießen„, den Charme eines Tante-Emma-Ladens mit dem Sortiment eines Supermarktes.

Angesichts des ständig wachsenden Berges an Plastikmüll (der übrigens nur zu einem winzigen Bruchteil von Plastiktüten verursacht wird) stellt sich die Frage nach dem Sinn dieses Trends der verpackungsfreien Supermärkte gar nicht erst.

Aber wie kauft man denn eigentlich ohne Verpackung ein?

Ganz einfach. Der Kunde bringt seine eigenen Behälter mit. Das können Gläser, Dosen oder Stoffbeutel sein. Diese Behältnisse werden vor dem Einkauf abgewogen und mit einem Sticker versehen, der das Eigengewicht angibt.

Wer einmal keine Behälter dabei hat, bekommt wiederverwendbare Papiertüten oder kann sich bei den von anderen Kunden zurückgelassenen Behältern bedienen.

Befüllt wird aus sogenannten Bulk Bins oder aus Säcken mittels einer Schaufel. Obst und Gemüse liegen unverpackt in Körben aus.

Auch flüssige Hygieneprodukte können ganz einfach in eigene Flaschen abgefüllt werden. Interessant ist die Zahnpasta in Tablettenform.

In der Regel sind alle Produkte eines verpackungsfreien Supermarktes bio-zertifiziert. Versteht sich eigentlich von selbst.

Die Vorteile des verpackungsfreien Einkaufs, festgehalten von „Natürlich unverpackt“ aus Münster:

  • Der Konsument kauft bewusster ein.
  • Der Konsument spart Verpackungsmüll und schont die Umwelt.
  • Der Konsument bekommt hochwertige Produkte.
  • Der Konsument kauft nach Bedarf ein und kann die Menge selbst bestimmen.
  • Der Konsument wird nicht wie in anderen Supermärkten von unnützen „Kauf-mich-Angeboten“ verführt und spart unterm Strich Geld.“

Weiße Flecken sind dann wohl noch Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter und Minden. Wäre schön, wenn das bald anders würde.

Aktuelle Wirklichkeit

So heißt die Ausstellung des Malers Redzep Memisevic im Bad Salzufler Fachwerk.

Mädchenhafte Gestalten, mit sich auflösenden Konturen, wie in einem flüchtigen Traum. Man kann sich schnell in der Betrachtung dieser lichtdurchfluteten Bilder verlieren.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 22.10.2017.

Das Fachwerk
Künstler in Bad Salzuflen e. V.
Pfarrkamp 8
32108 Bad Salzuflen
+49 (0) 5222 85308
http://www.dasfachwerk.de

Öffnungszeiten:
Die-Fr.: 17.00 – 19.00 Uhr
Sa, So.: 15.00 – 18.00 Uhr

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Pilze – Hüter der Unterwelt

Das, was wir von ihnen in dieser Jahreszeit zu Gesicht bekommen, die Hütchen, Knollen, Keulen, Fächer, das sind nur die Fruchtkörper, winzige Teile eines Wesens, das ansonsten unterirdisch und verborgen vor unseren Blicken lebt. Pilze sind ohne feste Form, ein filigranes Geflecht aus zarten Fäden, das im Erdreich wirkt.

 

Wissenschaftler gehen davon aus, dass 80 % aller Pflanzen in ihrem Wachstum von Pilzen gefördert werden. Deren Fäden legen sich wie ein Mantel um die Wurzeln und schenken Leben selbst dort, wo es unmöglich erscheint.

Bis heute weiß niemand, wie viele Pilzsorten es gibt. Wir kennen weder ihre Namen noch die Wunder, die sie vollbringen. Diese merkwürdigen Wesen, nicht Pflanze, nicht Frucht, nicht Tier, ohne eigene Form, sind Hüter einer Welt, die jenseits unseres Verstandes liegt. Sie herrschen dort über Jahrtausende, vielleicht schon seit Anbeginn der Zeit. Belassen wir es dabei.

Rat vom Rad parat

Irgendetwas in meinem Hinterrad knackt bei jeder Umdrehung und meine Kette verlangt nach etwas Schmierung. Vor weniger als einer Minute ist hinter mir die Haustür ins Schloss gefallen, die frische Morgenluft streicht kühl mir die letzte Müdigkeit aus den Wangen und ein einzelner Sonnenstrahl überlegt mit mir gemeinsam, ob er heute der einzige bleiben wird oder als Vorbote wärmende Geschwister nach sich zieht. Wenn ich jetzt ordentlich in die Pedalen trete, werde ich pünktlich im Vortragssaal meines heutigen Kunden eintreffen. Ein spannendes Seminar mit interessanten Teilnehmern wartet auf mich und meine Dozentur.

Da verdunkelt sich plötzlich an einer engen Kreuzung mein gesamtes Gesichtsfeld, der einzelne Sonnenstrahl wird abgeschnitten und ich muss rasch den imaginären Anker werfen, um eine Kollision zu vermeiden. Dies gelingt und durch das Unerwartete bin ich nun endgültig wach. Während sich der Qualm meiner vollgebremsten Räder wie Bodennebel verweht, starre ich aufrecht stehend direkt ins grobstollige Profil eines Autoreifens. Doch ein Auto kann dies kaum sein, seine Räder haben den Umfang meiner Reifen, sind dabei jedoch so breit wie anderthalb Gullideckel. Eine üppig verchromte Festung der Mobilität steht vor mir wie eine solide Wand, ich komme mir vor wie der kleine Würstchenverkäufer an jener Straßenkreuzung in Tokyo, der ungläubig auf den tektonischen Oberschenkel von Godzilla blickt. Aus einem der vorderen seitlichen Geschützfenster dieses Kolosses aus schwerem schwäbischen Stahl in Effektlack Schwarz blickt einer dieser eloquenten Erfolgsmänner, Modell Immobilienmakler oder selbstständiger Versicherungsvertreter, schmal beschlipst wie Markus Lanz auf mich herab und hebt entschuldigend die Hände wie der Papst beim abschließenden Segen. Sein Gesichtsausdruck nimmt eine demonstrativ erschreckte Mimik ein, um mir durch das geräuschschluckende Doppelglas sein Schuldeingeständnis pantomimisch zu signalisieren. „Rat vom Rad parat“ weiterlesen

Engel mit stählernen Flügeln …

strandengel

… werden ganz bodenständig in Herford hergestellt. Denn dort kombiniert der Metallbauer Frank Fidrowicz ausgewähltes Sylter Treibholz mit Flügeln aus geschliffenem Stahl. So entstehen einzigartige Skulpturen für den Innen- und Außenbereich.

Jeder Engel erhält eine handgefertigte Karte mit einem individuellen Schmuckanhänger und seinem eigenen Namen mit seiner Geschichte, sowie dem Längen- und Breitengrad, wo das Holz gefunden wurde.

Ein irdisches Geschenk nicht nur für Engelliebhaber.

Metallbau Frank Fidrowicz GmbH
Elverdisser Straße 362
32052 Herford
Tel.: 0173 / 8759701
Mail: fissimo@me.com
Webseite: http://www.fissimo.de und http://www.strandengel.de

Lesung in der Salzgrotte

Eingehüllt in kuschelige Decken bei dezenter Beleuchtung der Autorin Sabine Kalbus lauschen, wenn sie aus ihrem Buch „So nah am Licht“ liest … das klingt nach einem perfekten Abend. Die salzhaltige Luft der Recklinhauser Salzgrotte im Vest tut ein Übriges, dass sich die Besucher tatsächlich wie in einer anderen Dimension fühlen.

In diesem besonderen Ambiente erzählt Sabine Kalbus von ihren Erlebnissen mit Engeln und Lichtwesen, die sie seit einer schweren Krankheit in jungen Jahren sehen und spüren kann.

Die Lesung findet am 5. Oktober 2017 um 18 Uhr statt.
Salzgrotte im Vest
Herner Straße 173
45659 Recklinghausen
Eintrittspreis 12 Euro inklusive Sekt und Häppchen

Auch wenn Recklinghausen nicht gerade vor der Haustür liegt, lohnt sich hier auf jeden Fall eine weitere Anfahrt. Unabhängig davon wird livinginowl Euch über weitere Lesungen (vielleicht in näherer Umgebung) auf dem Laufenden halten.

Foto: Salzgrotte im Vest

 

Ästhetik trifft Bequemlichkeit

Stuhl Julietta, made in OWL.

Diesen Klassiker aus massivem Nussbaum gibt es mit und ohne Armlehne. Beide Varianten sind unübertroffen bequem durch ihre leicht wellenförmige Sitzfläche. Ein klassisches Design, das sich jedem Einrichtungsstil anpasst.

Zu bestellen bei MB zwo in Berlin, handgefertigt in den Möbelwerkstätten Buschsieweke im ostwestfälischen Verl.

Möbelwerkstätten Buschsieweke GmbH                 
Industriestraße 1
33415 Verl-Sürenheide
Telefon: 05246-4233
E-Mail: info@mb-moebel.de
Webseite: http://www.mb-moebel.de

Foto: MB zwo

Das Team wächst

Melanie Beckmann-Lienen neu bei Ruben Tonn Schulbegleitungen

Melanie Beckmann

Seit dem 18. September 2017 gehört sie zum Team und begleitet zurzeit ein seelisch beeinträchtigtes Kind zur Schule. Für Melanie Beckmann-Lienen, engagierte Zwillingsmutter, die auch als Notfallbetreuerin bei der Krisenintervention der Feuerwehr eingesetzt wird, ist das nicht einfach irgendein Job. Sie lebt für diese Aufgabe und gibt ihrem Schützling damit den Rückhalt, den er braucht, um dem Unterricht entspannt folgen zu können.

Lesen Sie auch „Mit einem Coach durch die Schulzeit

Ruben Tonn Schulbegleitungen GbR
Brahmsstraße 10
32756 Detmold
Telefon: (05231)- 611 09 98
Mobil: 0176-47 16 4607
E-Mail: RTSchulbegleitungen@web.de
Facebook: www.facebook.com/rubentonn17/

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Allein die Beobachtung durch den Menschen gibt den Dingen Bedeutung. Wenn wir einer Sache Beachtung schenken, passiert etwas folgerichtig: Es entsteht eine messbare Kraft. Realität.

Welchen „Dingen“ wurde in den letzten Wochen Aufmerksamkeit geschenkt? Worauf wurde geschimpft, worüber sich lustig gemacht? Was war dankbares Objekt für jeden Kabarettisten? Und wer hat von jetzt auf gleich 13 % und ist im Bundestag? Und lief das nicht ähnlich mit dem alten Mann, der jetzt amerikanischer Präsident ist?

Lernen wir etwas daraus?

Foto: fotolia

 

 

Geld für’s Nichtstun, lohnt sich Leistung (Folge 5)

Das bedingungslose Grundeinkommen – Utopie, Vision oder Schnapsidee?

In dieser mehrteiligen Reihe berichtet Michael Krakow in livinginowl vom Zustand unserer heutigen Gesellschaft und über Ressourcenverteilung in Deutschland. Er analysiert, wie zukunftsfest unser Land tatsächlich aufgestellt ist und erläutert die Möglichkeiten einer stabilen Existenzgrundlage für alle BürgerInnen.

Michael Krakow ist Berater, Honorardozent und Autor.
Er lebt in Detmold und widmet sich regelmäßig
gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Kontakt: www.mikrakom.de

Folge 5

Graue Theorie und keine Wirkung

Mit den beiden Mythen, mit denen das bedingungslose Grundeinkommen umzugehen hat, haben wir in der letzten Folge dieser Reihe bereits aufgeräumt – Fehlende Arbeitsmotivation und mangelhafte Finanzierbarkeit. Beides wurde mit Fakten deutlich widerlegt. Nun gilt es, sich die gefühlten Vorbehalte, welche genauso wie die beiden oben genannten ihre Berechtigung haben, in den Fokus zu rücken. Das eine Gegenargument heißt „Was soll das bringen?“, das andere „Realitätsfernes Gedankenspiel“.

In Ordnung, spielen wir.

Spielen wir einmal gedanklich durch, was das BGE an Effekten bedingen würde. Gut ein Drittel aller Haushalte verfügt derzeit über 100% relevantes Einkommen, was bedeutet, dass dort monatlich alles ausgegeben wird, was reinkommt. Oder anders ausgedrückt, das Einkommen reicht gerade so zum Leben. Was glauben Sie, geschieht, wenn diese Haushalte mehr Geld und dies vor allem garantiert erhalten? Diese Menschen werden zusätzliche Finanzmittel zeitnah ausgeben, schlicht und ergreifend. Für die Kaufkraft auf dem Binnenmarkt gäbe das einen unglaublichen Schub, gegen den die Umweltprämie (vulgo Abwrackprämie) im Rahmen des Konjunkturprogramms II 2009 einen allenfalls winzigen Vorgeschmack bot. Allein durch die dadurch ansteigenden Mehrwertsteuereinnahmen refinanzieren sich die Kosten für das BGE zu einem geschätzten Fünftel gleich im ersten Anlauf, was sie gar nicht müssten, wie ich in Teil 4 ausführlich darlegte. Selbstverständlich ist das Problem zu sehen, dass dann unterbezahlte, dafür sehr anstrengende Jobs zum Beispiel in der Altenpflege, bei den Berufskraftfahrern, Arzthelferinnen, Friseurinnen, Verkäuferinnen etc., an Reiz verlieren könnten. Doch liegt darin die Chance, dass die Marktwirtschaft hier endlich ihr kapitalistisches Element einfordert, dass nämlich eine angemessene Entlohnung für die Erledigung dieser wichtigen Aufgaben sorgen müsste.

Einfacher: Faire Bezahlung für anstrengende Jobs, Angebot und Nachfrage. Denn der Kapitalismus in seiner heutigen Ausprägung ist Rosinenpickerei, er gilt nur für „höhere“ Berufe, längst nicht mehr für die normalen Arbeitsplätze, welche chronisch unterbezahlt, dafür überlastet sind. Überhaupt würde die Arbeitswelt jenen Wandel erfahren, den sie in kurzfristiger Zukunft ohnehin brachial von uns einfordern wird. Teilzeitarbeit, flexiblere Arbeitszeitmodelle, viskosere Verteilung der vorhandenen Arbeit durch Absenkung der Arbeitszeit, Familienphasen, Erziehungs- und Pflegeleistungen, Sabbaticals, Fortbildungen uva. passten unseren deutschen Kosmos endlich an die Erfordernisse der Moderne an. Davor muss niemand Angst haben, war es denn nicht immer der Menschheitstraum, von all zu belastender Arbeit befreit zu werden? Die Mittel dafür sind doch vorhanden, so grotesk viel an Geld, dass es aberwitzig für Spekulationen mit sogenannten „Finanzprodukten“, die keiner mehr versteht, verzockt wird, um sich selbst kreist, Geld aus Geld entsteht, dem sinnvollen Kreislauf der Gesellschaft fürs hochriskante Spielen im übergroßen Stil entzogen wird. Hier ist doch bereits sinnhafte Arbeit entfernt worden, übrig blieb das hastige Hacken der Tastatur von Hasardeuren aus Gier, ohne, dass es dem Bundeshaushalt oder den Menschen im Land nützt. Die aber mit ihren Steuergeldern monströs haften, wenn es schief geht.

Der steil ansteigende Automatisierungsgrad, die Industrialisierung 4.0, zwingen uns sowieso zu raschem Umdenken. Die tradierten, zu starren, ortsgebundenen Nine-to-Five-Jobs beginnen doch bereits, obsolet zu werden und werden in Rekordzeit zu großen Hemmschuhen im Globalen Wettbewerb mutieren. Aber dieses Aufbrechen ist keine Bedrohung, werfen wir hierzu einen raschen Blick nach Dänemark. Dort liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 17,50, die Wochenarbeitszeit bei 33 Stunden und Kitas, Krankenkassen, Universitäten sind beitragsfrei. Trotzdem (oder gerade deshalb?) liegt deren Wirtschaftswachstum bei soliden 1,5% und die Dänen gelten als das glücklichste Volk des Planeten, wie eine globale Untersuchung soeben ergab.

Man kann vor Veränderungen panisch bibbern wie das Kaninchen vor der Schlange oder sich den Herausforderungen stellen und sich die Zukunft aktiv anpassen. Wer glaubt, dass uns die anderen Länder unser Wirtschaftswachstum, das auf ihren Importen aus Deutschland sowie der systematischen Absenkung unserer Sozialstandards und Reallöhne beruht (-15% seit 1980!), noch lange ohne Gegenmaßnahmen anstarren, der bekommt einiges nicht mit. Das internationale Murren wird schon stetig energischer und umfassend Unrecht haben die anderen Regierungen damit nicht. Die heilige schwarze Null des Herrn Schäuble verlangt den überhohen Preis an wachsender Spreizung der Schichten innerhalb unserer Landes und im Vergleich zu unseren Nachbarländern.

Und die schwäbische Hausfrau, als Vergleich enervierend häufig vom Bundesfinanzminister angeführt wie eine Monstranz aus Plastik, hinkt beidfüßig, denn diese tapfere Dame muss sich nicht um die Handelsbilanz kümmern, keine Schulen und Krankenhäuser unterhalten und keine Generationen außer der hauseigenen versorgen. Da (selbst generös subventionierte) Konzerne sich immer weiter größtenteils legal aus ihrer fiskalischen Verantwortung stehlen, bleiben uns zur Stabilisierung Selbstständige, der Mittelstand sowie Kleinbetriebe. Wie sieht es hier aus? Deutschland hat bekanntermaßen kaum eigene Rohstoffe, dafür gut ausgebildete Fachkräfte mit innovativer Ingenieurskunst, Erfindergeist und Gestaltungswillen. Das wir unser global wertgeschätztes Diplom dem Bachelor opferten (früher Vordiplom) und auch den Meisterstatus im Handwerk veröden ließen, lasse ich hier außen vor, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Zum Gründergeist unseres Landes, neudeutsch Entrepeneurship, ehedem der Motor unserer strammen Wirtschaftskraft, äußerte sich Eric Schweitzer, der Präsident des DIHK, wie folgt: „Deutschland steckt in einer Gründungsmisere!“. Beachtet man, dass seit 2004 sich die Zahl unserer Start-ups um gravierende 45,8% (von 572.000 auf 310.000) verringerte, kann man ihm nicht ernsthaft widersprechen in seinem Urteil. Benannter Hauptgrund der allermeisten Gründungswilligen liegt darin, für die ersten ein bis zwei Jahre eine unbürokratische Lebensgrundlage zu benötigen, welche Kinder, Miete und sonstige Lebens(er)haltungskosten in der Startphase absichert, in der das neue Geschäft erst mühsam anlaufen muss. Ein BGE würde hier eine ungeheure Schubkraft entwickeln. Wer vermag zu erahnen, wieviel prächtige Ideen in den Schubladen schlummern und vielleicht nie das Licht des Marktes erblicken, weil wir sie nicht zu Beginn stützen, nur am späteren Erfolg beteiligt werden wollen. Die dokumentierte Existenzgründerrate von 2,9% ist gerade für unser Land, dem traditionellen Patentweltmeister, geradezu jämmerlich geworden. Haben Sie hierzu etwas im Wahlkampf gehört? Ich auch nicht. Und ein durch das BGE ansteigender Konsum sowie eine anwachsende Gründerrate spielen sich gegenseitig in die Hände. Erwerbslosigkeit nähme ab, neue Produkte und Dienstleistungen entstünden, neue Kundenschichten verlangten danach. Und unsere Handelsbilanz müsste nicht länger einbeinig auf dem Export allein herumhumpeln. Eine verlässliche Grundabsicherung setzt Potenziale frei, das weiß seit Herrn Maslow und seiner Bedürfnispyramide seit 1943 jedes Schulkind, haben wir dieses Wissen vergessen oder verdrängt? Auch unser Kulturbetrieb erführe endlich die Nachfrage, die er verdient. Wer von den Unvermögenden reckt in der dichten Schlange vor der Theaterkasse schon seinen Sozialpass in die Höhe. Das Fünftel unserer Gesellschaft, dem (vgl. Folge 1) die nötigen Mittel fehlen, nimmt schon lang nicht mehr ausreichend an Bildung und Kultur teil. Beides jedoch ist der Sauerstoff einer jeden Nation, wie August Everding es so treffend titulierte, denn nur diese Teilhabe stabilisiert unsere Demokratie. Wer wissend ist, wählt keine AfD oder noch Schlimmeres. Und höhere Besucherzahlen für Museen, Theater und sonstige Kultureinrichtungen verringerten auch Subventionsleistungen.

Kurios ist, dass das BGE beileibe keine neue Idee oder jene von abseitigen Spinnern in ihrer abgeschiedenen Denkerkammer ist. Bereits 1796 befasste sich Thomas Spence in England mit der Idee eines Grundeinkommens, nach ihm Charles Fourier in Paris 1836 in seiner Abhandlung „Die falsche Industrie“. Der liberale Ökonom John Stuart Mill entwickelte es 1856 als Soziale Mindestabsicherung weiter, 1943 griff die englische Konservative Juliet Rhys-Williams das Konzept mit ihrer „Sozialen Dividende“ auf. Mit der „Negativen Einkommenssteuer“ überzeugt 1962 der Nobelpreisträger Milton Friedman und der Deutsch-Amerikaner Erich Fromm ersann 1966 das Garantierte Einkommen. Helmut Pelzer und die überraschenden Ergebnisse im Studienauftrag der Stadt Ulm beschrieb ich bereits in der letzten Folge. Götz Werner, milliardenschwerer Inhaber der Kette dm, kämpft seit 1982 leidenschaftlich für das BGE. Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus spricht sich für das Solidarische Bürgergeld aus, ebenso wie der Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, der es „Pro Bürgergeld“ nennt. Das größte Phänomen jedoch sparte ich mir bis jetzt zum Schluss dieser Aufzählung auf, es ist weitgehend unbekannt wie mit Sicherheit arg überraschend.

Die USA gelten als Mutterland des Kapitalismus, Richard Nixon (ja, genau der) ganz sicher nicht als Linker oder gar des Kommunismus als verdächtig. Ausgerechnet er und ausgerechnet in diesem Staat hätte es 1969 beinahe das BGE für alle Bürger gegeben! Es scheiterte damals an einer nur hauchdünnen Gegen-Mehrheit im Senat. Die westliche Welt stand also schon kurz vor der Umsetzung (da wir annähernd allem, was von jenseits des Atlantiks kommt, nacheifern). In den 47 Jahren seitdem geriet das BGE dort in Vergessenheit, vielleicht auch, weil Nixon Vietnam sowie ein Gebäudekomplex namens Watergate seine Amtszeit völlig zu Recht drastisch verkürzen half. Von präsidialen Geistesgrößen der Preisklasse Bush jr. / Trump verlangen wir besser keine weitreichenden Visionen.

Alles also nur graue Theorie in Sachen BGE? Nein, der Mut zu Experimenten wächst. Es gibt ganz pragmatische Versuche, Plebiszite, Modellprojekte gar. Die Volksabstimmung in der Schweiz im Juni 2016 erbrachte immerhin 22% Befürworter, für den ersten Anlauf und noch dazu in einem erzkonservativem Land ein absolut mutmachendes Ergebnis.

Von den Alpen zu den Fjorden. Das finnische Projekt Kela bietet 2.000 Bewohnern der gleichnamigen Region testweise für zwei Jahre ein garantiertes monatliches BGE von 560 Euro ohne Bedingungen. Die Höhe der Summe soll uns hier nicht verwundern, Kela in der Mitte Finnlands ist nicht London-Belgravia, die Lebenshaltungskosten in dem weitläufigen Naturland ungleich niedriger als in der Millionen-Metropole. Die ersten Ergebnisse allerdings erstaunen gleichwohl, denn die Gesundheitsausgaben sind signifikant zurückgegangen, gestiegen hingegen die Gründungsrate sowie die Anzahl der Teilzeitarbeitsplätze. Und das alles, obgleich der Start dieses Flächenexperiments im Jahresbeginn 2017 liegt. Eine weitere, sehr spannende Initiative ist privater Natur und nicht minder erfolgreich. „Mein Grundeinkommen“ sammelt via Crowdfunding so lange Geld, bis 12.000 Euro erreicht sind, welche dann einem der BewerberInnen für ein Jahr in Monatsraten á 1.000 Euro ausbezahlt wird. Diese Idee halten bislang 69.814 Menschen (Stand August 2017) für nicht so abwegig, dass sie nicht gemeinsam auf diese Weise für bislang 100 arg glückliche Bezieher gesorgt hätten. Diese bringen ihr Studium zu Ende, gehen eine Weiterbildung an oder begründen ihre Selbstständigkeit. Deren erhellende Berichte sind im Netz als eine Art stolze Rechenschaft einsehbar.

Mittlerweile hat sich auch eine eigene Partei mit 16 Landesverbänden gegründet, die sich dem BGE verschreibt, was hier keine Wahlempfehlung darstellt, sondern lediglich aufzeigt, wie die Gruppe jener kräftig anwächst, die sich mit dem Konzept auseinandersetzen. Der Wunsch nach praktischem Ausprobieren nimmt zu. Das Land Schleswig-Holstein zum Beispiel ist nicht mehr weit davon entfernt, das BGE auf den Weg zu bringen, 1.000 Euro für jeden im nördlichsten Bundesland, ALG II, Kinder- und Wohngeld, BAföG fallen dafür weg. Wir dürfen gespannt sein.

Von allen Modellen (Diltheys Flexible Auszahlhöhe, Götz Werners Basic Income Guarantee durch Konsumentensteuer, Soziale Dividende durch staatlichen Börsenfond nach Rhys-Williams und Corneo, uvm.) scheint mir die Negative Einkommenssteuer (vgl. Friedman/Pelzer) in ihrer bestechenden Einfachheit am Erfolg versprechendsten. Bis zu einer definierten Transfergrenze wird das Bürgergeld ausgezahlt, oberhalb dieser Grenze (eher eine Zone) einfach auf die zu zahlende Einkommenssteuer angerechnet. Das ist unkompliziert und betrugssicher, jede Steuerberatung und jeder Finanzamtprüfer rechnet das flott mit dem Bleistift auf dem Block aus. Vergleichen Sie das einmal mit der heute üblichen Bedürftigkeitsprüfung für das ALGII! 199.000 Widersprüche und 203.000 kostspielige wie lähmende Klagen gegen Bescheide des Jobcenters gehörten der Vergangenheit an.

Von Victor Hugo wissen wir „Nicht ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“. Und die Zeit ist reif, verehrte Leserinnen und Leser. Ist das BGE also die Lösung aller Probleme? Wissen Sie, ich bin inzwischen zu alt, um noch davon ausgehen zu können, dass es für irgendetwas eine blitzsaubere Allgemeinlösung geben könne. Auch das BGE bildet da keine Ausnahme, bietet es doch genügend Angriffsfläche, etliches noch zu Klärendes sowie mannigfaltig kleine Teufel in den Details. Was mich daran dennoch fasziniert? Das BGE stellt endlich jene Kernfragen, die im Wahlkampf 2017 wirklich keinen deutschen Politiker ersthaft interessiert haben: Wie halten wir die Spaltung unserer Gesellschaft auf, wie bremsen wir die absurde Ressourcenverteilung, wie schaffen wir ein Klima des allgemeinen Aufbruchs? Es geht mir nicht um Klassenkampf, dazu kenne ich zu viele Unternehmer und anderweitig Vermögende aus persönlichen Gesprächen. Selbst in diesen Kreisen herrscht erfrischend viel Aufgeschlossenheit bezüglich des BGE, Sie würden sich vielleicht wundern. Ich will alle erreichen, alle einbinden. Es sollte endlich begriffen werden, dass der Habende nicht überlebt, wenn seiner Kundschaft die Luft ausgeht. Ob bei uns im Einzelhandel, europaweit mit Griechenland oder global die Nordhalbkugel und die südliche. Beginnen wir bei uns, wir Deutsche können doch Aufbruch, das ist unser Markenzeichen! BGE, made in Germany.

Lassen Sie uns über die Zukunft ernsthaft und vor allem auch stichhaltig diskutieren – Weiter wie bisher oder weiter als je zuvor? Ob Sie das BGE nun begrüßen oder verdammen soll Ihre Entscheidung bleiben. Doch erfüllen Sie mir meinen aufrichtigen Wunsch und stellen Sie sich selbst und anderen in Ihrem Umfeld drei Fragen: 1. Ist unser derzeitiges Gesellschaftsmodell das einzig mögliche? 2. Ist unser Gesellschaftsmodell das beste aller denkbaren? 3. Gibt es noch ein alternatives Gesellschaftsmodell, welches besser geeignet ist, uns in Zukunft gemeinsam dieses wundervolle Land lebenswert für uns alle zu gestalten? Dies würde mir fürs Erste vollauf genügen. Reden Sie miteinander, am besten über alle gesellschaftlichen Schichtgrenzen hinweg. Bringen Sie das auf den Weg, was im politischen Kontext nicht mehr geschieht – eine Vorstellung darüber zu entwickeln, wie wir in den kommenden Jahrzehnten hier zwischen Nord- und Bodensee miteinander leben wollen. Die etablierten Parteien ignorieren diese elementare Fragestellung, die neuen belfern mit Retropie und Abgrenzung. Beides ist nicht hilfreich.

Sie sind jetzt gefragt, Sie persönlich, holen Sie sich Ihr verfassungsmäßiges Primat zurück! Herzlichen Dank dafür im Voraus für Ihr Engagement. Es lohnt sich. Die Errichtung unserer Demokratie hat einst einen unvorstellbaren Blutzoll gefordert, es ist geradezu unsere Pflicht, sie weiterzuentwickeln, finden Sie nicht auch? Der Kommunismus ist zu recht tot, der Kapitalismus stirbt gerade im Fieber. Unsere soziale Marktwirtschaft dazwischen hat sich als ausgezeichnete Lösung erwiesen, was wir im Geldrausch vergessen haben, weshalb sie inzwischen ermattet darniederliegt. Helfen wir ihr mit einer Vitamin-Infusion wieder auf die Beine. Gehen wir es an.

Ende dieser Reihe. Wenn Sie alle fünf Teile dieser Reihe als Gesamttext in einem pdf kostenlos erhalten wollen, schreiben Sie eine diesbezügliche Mail an:

kontor@mikrakom.de

 

Freuen Sie sich ab dem nächsten Monat auf die neue Kolumne von Michael Krakow:
„Michls Intermezzo – Die wöchentliche Besserwisserei“ Hier auf livinginowl.
Jeden Sonntag erfrischende Betrachtungen unserer Gesellschaft.

So nah am Licht

Ein Blick hinter den Schleier unserer Dimension.

Engel und Lichtwesen sind unter uns. Immer. Allein unsere physiologische Begrenzung verhindert, dass wir sie wahrnehmen. Viele glauben, dass nur das existiert, was sie hören, riechen, schmecken, fühlen und sehen können. Und übersehen dabei, dass es nur winzige Frequenzausschnitte sind, die wir Menschen überhaupt empfangen können.

Bei Sabine Kalbus wurden diese Begrenzungen durch einen Hirntumor, den sie im Alter von 18 Jahren bekam, aufgehoben. In dieser Zeit der Verzweiflung, angesichts schlechter Prognosen und einer bevorstehenden Operation, von der sie wusste, dass sie sie nicht überleben würde, erschienen ihr erstmals ihre Lichtwesen. Und haben sie bis heute nicht verlassen.

In ihrem Buch „So nah am Licht“ erzählt sie über diese schwere Zeit, ihre wunderbare Heilung und über ihr Leben und ihre Erlebnisse mit den Engeln. Aber auch über die Bürde dieses „Geschenks“ und Probleme mit ihren Mitmenschen. Ihre Engel waren es übrigens, die ihr den Impuls zum Schreiben des Buches gaben. Daran taten sie gut.

Sabine Kalbus

Liebevoll aufgemacht mit Zeichnungen und Gedichten, geschrieben in einer lebendigen, gut verständlichen Sprache, ist es eine Bestätigung für all jene, die die Existenz von Engeln für möglich halten. Es ist ein Denkanstoß für alle Zweifler. Und ganz einfach eine wunderbare Lektüre, die den Leser in eine leichte und lichtvolle Energie bringt.

Erhältlich ist es im Buchhandel, bei amazon und über den Santiago-Verlag.

Ein Drecksack zum Verlieben

Endlich mal ein stylischer Papierkorb, in den richtig was reinpasst. Oder auch als Dekoelement zu benutzen, in dem Dinge verschwinden, die gerade im Weg sind. Auf jeden Fall ein Hingucker, dieser Drecksack. Aus stabilem 2-lagigem Papier in Handarbeit gefertigt, erinnert er ein wenig an die Mehlsäcke von früher.

Es gibt sie auch mit anderen Aufschriften, zu benutzen als Wäschesack, Spielzeugbehälter oder Schirmständer. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Und wer hat’s erfunden? Das war Peter Vennebusch, der Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes. Erhältlich sind sie im Schöne-Dinge-Shop.

KuBi KlangVoll

KuBi Harsewinkel präsentiert neues musikalisches Format.

Der Harsewinkeler Pianist Tobias Schössler und der Freiburger Schlagzeuger Klaus Wallmeier bilden zusammen mit dem Essener Saxophonisten und Klarinettisten Florian Walter die hochkarätige Besetzung für eine außergewöhnliche musikalische Begegnung.

Mit eigenen Kompositionen, Raum für spontane Entwicklungen und einem Spiel zwischen den Stilen bietet sich für jeden Zuhörer ein begeisterndes Hörerlebnis – „Faszinierende Hybridspiele“ titelte bereits die FAZ.

Samstag 23.09.2017 20.00 Uhr
Heimathaus Harsewinkel
Prozessionsweg 4, 33428 Harsewinkel

Vorverkauf: 10,- | Abendkasse: 12,-
50 % für KuBi-Mitglieder
Vorverkaufsstellen: Bürgerbüro im Rathaus und Buchhandlung Jürgensmeier, Harsewinkel

 

Wortschätze: Die alltäglichen Wunder

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Auch wir könnten sie wahrnehmen, gingen wir nur ein wenig bewusster durch Zeit und Raum. Die Wunder befinden sich nämlich nicht jenseits des Regenbogens, sondern hier. Die perfekte Spirale eines Schneckenhauses oder das Vergissmeinnicht, das durch den Asphalt wächst. Die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fallen, der Duft des Meeres, einer Blume oder des Menschen, den wir lieben.

Schicke diese Postkarte einem WUNDERbaren Menschen oder dekorier sie in Deiner Wohnung, damit Du immer an die Wunder des Alltags denkst.

Die poetischen Postkarten hat Peter Vennebusch, der Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes, entworfen.  Diese ist eine von 25 einzigartigen „Wortschätzen“ mit den Themen Glück, Liebe, Weisheit, Freundschaft, Mut und Dankbarkeit.Erhältlich sind sie im Schöne-Dinge-Shop und im ausgewählten Buchhandel.

Herzlich verbunden

Freischaffende mögen den OWL Smalltalk.

Sich kennenlernen, schauen, was zusammen möglich ist, vielleicht sogar Freundschaften schließen. Die Teilnehmer des OWL Smalltalk – Freischaffende, Künstler, Kreative – waren mit viel Empathie und Freude dabei.

Und wollen mehr davon.

Der OWL Smalltalk wird sich zukünftig – wie gehabt in lockerer Runde – alle zwei Monate an wechselnden Orten treffen. Er darf wachsen, gedeihen und Energien freisetzen, die sonst unter der Oberfläche geschlummert hätten.

 

Kontakt zum OWL Smalltalk:
E-Mail: livinginowl@gmx.de
Facebook-Gruppe: OWL Smalltalk

 

Foto: Tanja Meuthen Copertino

Der weibliche Blick durch die Kamera

Women only – ein besonderer Fotoworkshop an der VHS

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Ist der weibliche Blick denn sooo anders als der männliche? Die Bielefelder Fotografin Tanja Meuthen Copertino: „Frauen nehmen Bilder anders wahr und möchten sie auch anders umsetzen, meist emotionaler. Und sie möchten Ergebnisse sehen, ohne vorher stundenlang Fachbegriffe und technische Details büffeln zu müssen.

Wir wollen das ausprobieren und treffen uns pünktlich um 10.00 Uhr an einem Samstag. Es riecht nach frischem Kaffee, und die Süßigkeiten auf dem Tisch lassen keine Wünsche offen. Es kann losgehen.

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Sechs Frauen packen ihre Kameras aus und haben alle unterschiedliche Gründe, warum sie lernen wollen, den Automatik-Modus links liegen zu lassen. Die Mutter, die ihre Kinder mal anders in Szene setzen möchte, die Kosmetikerin, die ihre Kundinnen mit schönen Nachhher-Fotos beglücken will, die Tierärztin, die qualitativ gute OP-Fotos braucht, die Hundebesitzerin, die schon lange den Wunsch hat, ihren Vierbeiner mit der Kamera in vollem Lauf zu erwischen.

Hunde

Und haben wir das nicht alle schon einmal erlebt? Wir gehen mit der Kamera in die Natur, fotografieren was das Zeug hält, aber leider lässt das Ergebnis später zu wünschen übrig. Das wird jetzt anders.

Tanja Meuthen Copertino erklärt die Wichtigkeit des Weißabgleichs, wartet geduldig, bis auch die letzte Teilnehmerin diese Funktion auf ihrer Kamera eingestellt hat. Sie erläutert den Zusammenhang zwischen Größe der Blende und Geschwindigkeit. Immer wieder fotografieren wir die Deko im Seminarraum, um die Unterschiede der einzelnen Einstellungen leichter begreifen zu können. Auf einmal werden Dinge klar, die vorher ein Rätsel waren.

Making of

Was ist der goldene Schnitt und wie fange ich die Lichtstimmung ein? Möchte ich einen verschwommenen Hintergrund oder lege ich Wert auf Tiefenschärfe? Warum haben wir jemals geglaubt, nur im Automatikmodus schöne Fotos hinzubekommen?

Nach der Mittagspause fotografieren wir uns gegenseitig. Mit ganz viel Lachen und Freude am Ausprobieren. Erleben, wie aus den ersten suboptimalen Versuchen später dann wunderschöne Portraits entstehen. Alle sind wir fotogen, auch diejenigen, die das von sich vorher nicht vermutet hätten.

Am Ende des Workshops verstehen wir endlich unsere Kameras, haben jede Menge über das Fotografieren gelernt und brennen darauf, unser Wissen bei nächster Gelegenheit umzusetzen.

 

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Und: Mädels, es war ein richtig schöner Tag mit Euch.

Wer nun Lust aufs Fotografieren bekommen hat, dem kann geholfen werden. Die Volkshochschule Bielefeld bietet „For Women only“ einen Tagesworkshop mit Tanja Meuthen Copertino an.

Tanja Meuthen Copertino
Kontakt: +49 163 333 86 33
Telefon: +49 521 143639
E-Mail: info@awaken-beauty.de
Webseite: http://www.awaken-beauty.de