Wenn der Steinmarder wütet

Frühling: Steinmarder jagen wieder Schläuche und Kabel von Fahrzeugen. Bild: HuK Coburg

Die Versicherung HuK-Coburg weist in einem Pressetext auf ein Thema hin, dass jetzt Aktualität gewinnt. Zumal Ostwestfalen-Lippe durchaus dazu Geschichten beitragen kann, wie hier in der WDR-Mediathek nachzulesen ist:

Er beißt wieder: Im Frühling beginnt die Paarungszeit der Steinmarder. Die Männchen verteidigen jetzt heftig ihr Revier. Unsichere Zeiten für Autofahrer. Besonders für alle, die zwischen Orten hin- und herpendeln, an denen unterschiedliche Marder den Motor- raum heimsuchen. Die kleinen Raubtiere lieben den engen Platz unter der Motorhaube: Eine kuschelige Höhle zum Wohlfühlen. Allein der Geruch eines vermeintlichen Kon- kurrenten, der seine Duftmarke hinterlässt, kann ihr Wohlgefühl trüben. In diesem Moment sind wilde Beißattacken vorprogrammiert. Autofahrer mit Straßengarage müssen damit rechnen, dass sich Marder zum Beispiel an den Kabeln ihrer Zündkerzen oder an den Brems- und Kühlwasserschläuchen ihrer Pkw vergehen. Das kann, so die HUK-COBURG, nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden.

Zumal die Schäden oft unentdeckt bleiben, da die spitzen, kleinen Zähne der Raubtiere oft nur stecknadelgroße Einstiche hinterlassen. Während der Fahrt kann es recht schnell zu Folgeschäden kommen, zum Beispiel am Motor. Ein Blick auf die Temperaturanzeige des Kühlwassers kann hier helfen. Geht der Zeiger in den roten Bereich, sollte man auf jeden Fall einen Blick unter die Motorhaube werfen. Ein Wundermittel, das den Marder vom Motorraum fernhält, gibt es nicht. Einziger Trost: Schäden, die Marder anrichten, sind oftmals in der Teilkasko mitversichert. Allerdings bieten nicht alle Versicherungen diesen Schutz. Wer es genau wissen will, sollte nachfragen oder einen Blick in seine Bedingungen werfen. Zudem sind in der Teilkasko-Versicherung manchmal auch nur die unmittelbaren Schäden – also die zerbissenen Schläuche und Kabel – versichert. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn der Motor oder die Bremsen in Mit- leidenschaft gezogen worden sind. Bei manchen Versicherungen, wie zum Beispiel bei der HUK-COBURG, sind auch diese Folgeschäden bis zu einer Summe von 3.000 Euro mitversichert.

Wenn sich das kleine Raubtier an den Schläuchen und Kabeln von Autos, Camping- fahrzeugen oder Krafträdern vergangen hat, greift natürlich auch die Vollkasko-Versicherung. Allerdings gilt hier: Wer einen Schaden meldet, wird in seinem Schaden- freiheitsrabatt hochgestuft und muss aus der eigenen Tasche einen Selbstbehalt von 300 Euro zahlen.

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